đŸ‡©đŸ‡Ș Skiflug-WM Oberstdorf: 22. bis 25.01.2026 (Herren)


Benjamin, was fĂŒr dummen LĂŒgen erzĂ€hlen sie denn? Es ging doch nur darum, dass Domen vielleicht nicht allein schuld an der Sache war und der Protest wurde eingelegt, damit das in Zukunft nicht mehr passiert. Niemand hat gesagt, dass es eine 100 % Wahrheit gĂ€be. Was irgendwelche blöden Kommentare von einigen Fans angeht, das hat doch nichts mit den Sportlern zu tun. Und niemand von uns weiß, worum genau es bei diesen Hassreden ging. Ich ( in Slowenien lebend) habe einige memes gesehen und einige ai generierte Videos, in denen der Schweizer Kontrolleur z.b. lachend die Skier von Domen aus dem Fenster wirft usw.., also nichts Besonderes. Und naja, ehrlich gesagt emfand ich ihn mit seinem Nein nein auch sehr unhöflich und respektlos. Also ich spreche nicht davon, dass er es verboten hat, sondern wie. Und Fans sind manchmal subjektiv und irrational und im Internet sind die dĂ»mmsten oft die lautesten. Aber wie gesagt, was hat das mit den Sportlern oder dem slowenischen Skiverband zu run. Übrigens emfinde ich deinen Kommentar auch nicht besonders ....schön...und fĂŒhle mich als slowene angegriffen
 
Von so etwas ist halt beim slowenischen Skiverband nichts zu sehen, da werden nur immer wieder dieselben dummen LĂŒgen und Halbwahrheiten und Anschuldigungen verbreitet und immer wieder weiter Öl ins Feuer gegossen.
Das finde ich etwas stark ĂŒbertrieben. ZunĂ€chst einmal ist der slowenische Verband dazu da, seine eigenen Sportler zu unterstĂŒtzen. Und bitte nicht Entgleisungen im Internet mit tĂ€tlichen Angriffen gleichsetzen. Les dir mal polnische Foren durch, wenn polnische Athleten durch fragwĂŒrdige Entscheidungen betroffen sind. Da ruft auch ein Malysz nicht zur Ordnung auf.
 
Und naja, ehrlich gesagt emfand ich ihn mit seinem Nein nein auch sehr unhöflich und respektlos.
Er hat mehrmals Nein gesagt und das wars. Ok, freundlich hat er auch nicht dreingeschaut, aber "unhöflich" und vor allem "respektlos" ist was anderes. Wenn man schon so mimosenhaft ist, dann kann aber auch nicht die ganzen Memes nicht lustig finden, weil die sind viel, viel Àrger.

Außerdem: wenn ein Herr Slatnar (der ja nicht irgendwer ist) behauptet, dass man einen Deutschen vielleicht nachspringen lassen hĂ€tte, dann ist das eine Unterstellung ohne jegliche Beweise.
 
Es ist halt einfach nur Kindergarten. Seit einer Woche diskutiert man das nun. Weil sie einmal ihren Willen nicht bekommen haben. Kann man echt nur den Kopf drĂŒber schĂŒtteln.

Und am allermeisten gehen mir die slowenischen Fans auf die Nerven, die immer noch jeden Beitrag ĂŒber andere, vor allem auf Facebook, zuspammen đŸ€ź
 
Er hat mehrmals Nein gesagt und das wars. Ok, freundlich hat er auch nicht dreingeschaut, aber "unhöflich" und vor allem "respektlos" ist was anderes. Wenn man schon so mimosenhaft ist, dann kann aber auch nicht die ganzen Memes nicht lustig finden, weil die sind viel, viel Àrger.

Außerdem: wenn ein Herr Slatnar (der ja nicht irgendwer ist) behauptet, dass man einen Deutschen vielleicht nachspringen lassen hĂ€tte, dann ist das eine Unterstellung ohne jegliche Beweise.
Er hat nicht nur nein gesagt, ich empfand es als aggressiv. Übrigens hast du dich mit deinem zweiten Absatz an den falschen gewendet, da ich diese Aussagen im Sinne, dass man einen Deutschen oder Österreicher hĂ€tte springen lassen, nicht ausstehen kann und es mir Ă€ußerst auf die Nerven geht.
Und ich weiß jetzt nicht, welche Memes du meinst, die die ich gesehen habe, waren nicht besonders arg.
Aber am Ende ists so, dass diese Geschichte echt zu lange dauert. Gott sei dank ist niemandem was passiert, er durfte nicht springen, weiter gehts.
 
Er hat nicht nur nein gesagt, ich empfand es als aggressiv. Übrigens hast du dich mit deinem zweiten Absatz an den falschen gewendet, da ich diese Aussagen im Sinne, dass man einen Deutschen oder Österreicher hĂ€tte springen lassen, nicht ausstehen kann und es mir Ă€ußerst auf die Nerven geht.
Und ich weiß jetzt nicht, welche Memes du meinst, die die ich gesehen habe, waren nicht besonders arg.
Aber am Ende ists so, dass diese Geschichte echt zu lange dauert. Gott sei dank ist niemandem was passiert, er durfte nicht springen, weiter gehts.
Ja klar, sein mehrmaliges "Nein" ist aggressiv, aber die Memes, wo man sich ĂŒber ihn lustig macht und demĂŒtigt, die sind nicht so arg. Wenn man schon sein Verhalten als so schlimm empfindet, dann kann man aber auch nicht diese Memes verteidigen.

Aber, wie gesagt, wir wissen nicht, was sonst so gelaufen ist.
 
Am tollsten ist ja, dass alle in den Medien auf den bösen Deutschen "Nein Mann" schimpfen, der aber leider kein Deutscher ist
 
wenn ein Herr Slatnar (der ja nicht irgendwer ist) behauptet, dass man einen Deutschen vielleicht nachspringen lassen hÀtte, dann ist das eine Unterstellung ohne jegliche Beweise.

das behauptet mMn die Mehrheit der slowenischen Fans
warum? es gibt mehrsichtige komplexe GrĂŒnde dafĂŒr...

Ein Beweis fĂŒr die Möglichkeit von etwas oder ein Beweis fĂŒr die Unmöglichkeit – das ist eine schöne, amĂŒsante philosophische Frage :)

Martin Schmit hat auch gesagt, dass OB wirklich ein FIS Arbeiter die Skier mit seinem Regenshirm umgekippt hat, sollte man Prevc springen lassen.... Leider wollte aber Komission nichts ĂŒber die Ursache wissen.
Der FIS Freiwillige mit dem Regenshirm sollte eigentlich selbst sofort auf dem Tatort seine Rolle beim Geschehen angeben, hat er aber eben nicht gemacht...
Und Videos daf man wegen persoenlichen Datenschutz eben auch nicht sehen:-)
 
ja, Intelligenz scheint nicht so ihr Ding zu sein 😅
Ok, noch mein letzter Beitrag zum Thema:
1.Die meisten Leute wissen ganz genau, dass er Schweizer ist
2. Ein ganzes Volk als unintelligent zu bezeichnen aufgrund dummer Leute, die die sozialen Medien oder Kommentare dazu nutzen, blödes Zeug zu reden, ist jetzt aber auch nicht unbedingt intelligent.
Und dass in den letzten Jahren genau solche Leute ( ich meine Hassrede usw)eine Plattform bekommen haben, ist keine neue Erkenntnis und soweit ich das beurteilen kann ist es leider so in allen LĂ€ndern. Auch in Deutschland.
3 Nein, nicht in allen Medien schimpfen sie ĂŒber die bösen Deutschen. Seriöse Medien haben nie sowas geschrieben. Das ist Verallgemeinerung, genau das, was auch einige slowenische Fans machen.
Schade eigentlich, da ich ziemlich gut Deutsch spreche, fand ich die Idee interessant, in einem deutschen Forum mitzuschreiben, weil die Perspektive eine andere ist. Aber jetzt bin ich nur verĂ€rgert 😄😄😉
 
Ein Beweis fĂŒr die Möglichkeit von etwas oder ein Beweis fĂŒr die Unmöglichkeit – das ist eine schöne, amĂŒsante philosophische Frage :)
In einem Rechtsstaat ist das keine schöne, amĂŒsante philosophische Frage - sondern eben der Unterschied zwischen einem Rechtsstaat und einem Unrechtsstaat.
Rechtsstaat: man muss meine Schuld beweisen.
Unrechtsstaat: ich muss meine eigene Unschuld beweisen.

So könnte man jedem alles unterstellen. Dass man ein Dieb ist. Derjenige, der als Dieb bezeichnet wird, soll beweisen, dass er nie in seinem Leben gestohlen hat. Oder so.
 
Ja, in einem Rechtstaat muss man die Schuld beweisen jenseits jedes Zweifels.
Eine Ausage mit "vielleicht" ist aber nicht in dieser Kategorie, hier geht es um eine hypothetische Vermutung.
 
Ja, in einem Rechtstaat muss man die Schuld beweisen jenseits jedes Zweifels.
Eine Ausage mit "vielleicht" ist aber nicht in dieser Kategorie, hier geht es um eine hypothetische Vermutung.
Das "vielleicht" schwĂ€cht diese Anschuldigung kaum ab. Oder eigentlich ĂŒberhaupt nicht. Der Verdacht ist ausgesprochen, das "vielleicht" geht unter. Die Botschaft ist angekommen.
 
2. Ein ganzes Volk als unintelligent zu bezeichnen aufgrund dummer Leute, die die sozialen Medien oder Kommentare dazu nutzen, blödes Zeug zu reden, ist jetzt aber auch nicht unbedingt intelligent.
Und dass in den letzten Jahren genau solche Leute ( ich meine Hassrede usw)eine Plattform bekommen haben, ist keine neue Erkenntnis und soweit ich das beurteilen kann ist es leider so in allen LĂ€ndern. Auch in Deutschland.

der Kindergarten ist mir zwar echt zu dumm, aber ich habe ĂŒberhaupt gar nicht das ganze Volk gemeint, sondern lediglich die Idioten die ĂŒberall ihr "nein nein nein" drunter schreiben bzw die Deutsche beleidigen

Seid doch nicht so empfindlich Herrgott!
 
@Rising Sun Ich bin nicht empfindlich, hab aber 2, 3 Kommentare schon empfunden, als ob ich irgendwas böses gegenĂŒber den deutschen geschrieben hĂ€tte, was gar nicht der Fall war. ABER, ich hab bei facebook nachgesehen ( auf der fis seite). Also jetzt versteh ich die AggressivitĂ€t, die slowenischen Fans sind ja wirklich unglaublich nervig dort. Also sorry meinerseits dafĂŒr, die meisten Leute hier beschĂ€ftigen sich absolut nicht mehr damit, dort hört es ja gar nicht auf mit dem Nein, nein..Tja, wie gesagt, wahrscheinlich am besten ignorieren, mit solchen Leuten machts keinen Sinn zu diskutieren
 
@Mehtilda Ich sehe grade, dass in meinem Beitrag auch das "Soziale" vor Medien fehlt. Was in den Medien dazu steht, weiß ich tatsĂ€chlich nicht. Ich dachte tatsĂ€chlich beim Verfassen meines Beitrags an Facebook, das ist wirklich ĂŒbel. Vor allem ist es auch egal, unter welchen Beitrag man schaut, um welchen Wettkampf es geht oder um welche Nation, es folgen immer nur zig "Nein Nein" BeitrĂ€ge.
 
Vielleicht haben die Nationen ja auch Grund sich zu beschweren. FrĂŒher war es ruhiger in dem Sport, auch dass sich die Nationen gegenseitig verdĂ€chtigen und die Medien im Dreck wĂŒhlen gab es so einfach nicht.

Darauf wollte ich ĂŒbrigens noch antworten, musste aber ein Weilchen suchen, bis ich eine Quelle gefunden habe. Schauplatz ist... Predazzo! Also der Ort, an dem in einer Woche die Olympischen Spiele beginnen. Was damals zu Beginn der Saison 1999/2000 alles an einem einzigen Wochenende passiert ist... man mag es kaum glauben:

03.12.1999

Im Kampf um immer mehr Geld suchen die Skispringer mit allen Tricks und immer hĂ€rteren Bandagen ihre Siegchance. "Ein Skispringer wird immer an die Grenzen gehen - ob nun sportlich, beim Gewicht oder in Sachen Material", meint Bundestrainer Reinhard Heß vor dem Doppel-Weltcup am Wochenende in Predazzo.
Allerdings gehtÂŽs in Sachen Material auch immer öfter ĂŒber die Limits ins Reich des Verbotenen: Das beweisen Kontrollen des Internationalen Ski-Verbandes (FIS). "Einige Springer sind offensichtlich nochmal gewachsen", beschrieb "Überflieger" Martin Schmitt die ZustĂ€nde beim Weltcup-Auftakt am vergangenen Wochenende in Kuopio. Was die FIS bei der Messung der KörpergrĂ¶ĂŸe mit den Worten "alle Springer im Bereich des biologischen Toleanzbereiches" umschrieb, fĂŒhrte spĂ€ter zu einer konzertierten SĂ€ge-Aktion: Viele Springer, die kleiner als selbst angegeben vermessen wurden, mussten ihre Ski kĂŒrzen. Die dĂŒrfen nĂ€mlich nur höchstens 146 Prozent der KörpergrĂ¶ĂŸe messen - und jeder Zentimeter Ski mehr bringt Vorteile beim Fliegen.
Zu den betroffenen Springern zĂ€hlte auch Team-Weltmeister Christof Duffner (Schönwald), der seine "Schrumpfung" nicht begriff: "Im letzten Jahr bin ich noch einen Zentimeter grĂ¶ĂŸer vermessen worden". Der SchwarzwĂ€lder gehörte zu jenen, die verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig wenig von ihren Sprunglatten "absĂ€beln" mussten. "Andere mussten zwei bis drei Zentimeter absĂ€gen", erklĂ€rte Co-Bundestrainer Wolfgang Steiert, ohne mehr Details nennen zu wollen. Angeblich waren besonders Japaner und Österreicher wundersam gewachsen.
(...)
Die Fernost-Flieger sollen zudem wie andere Teams auch in der Skibreite geschummelt haben - in diesem Fall reichte die Feile zur Korrektur aus. "Da gibt es klare Regeln, und wir achten darauf, dass sie eingehalten werden", sagt FIS-Skisprung-Chef Walter Hofer.
(...)
Keine Limitierungen gibt es bisher in Sachen Gewicht - also ist das Hungern bis an die Grenzen der Magersucht wieder in Mode gekommen. Der nach sichtbarem Gewichtsverlust in den Mittelpunkt gerĂŒckte Sven Hannawald ist beileibe kein Einzelfall - auch die Österreicher und ganz besonders Andreas Goldberger haben mĂ€chtig abgespeckt. Jedes Kilo weniger soll einen Meter mehr Weite bringen - so lange man dabei gesund bleibt. Der Deutsche Ski-Verband (DSV) hat wegen der bedenklichen Tendenzen einen Antrag auf EinfĂŒhrung von Grenzwerten eingereicht, ĂŒber den beim FIS-Kongress im nĂ€chsten Jahr diskutiert werden soll.
Deshalb fĂŒhrte die FIS erstmals auch Gewichtskontrollen durch, deren Ergebnisse indes geheim bleiben sollen. "Es ist keine Gefahr im Verzug, die VerhĂ€ltnisse sind im Normalbereich. Aber wir wollen agieren und nicht reagieren, falls es diese Tendenzen geben sollte", versucht sich Hofer als Meister der Beschwichtigung. Der vor vier Jahren magersĂŒchtige Hannawald beispielsweise liegt aber bei 1,84 Meter GrĂ¶ĂŸe und selbst angegebenen 61 kg Gewicht im Quetelets-Index (Körpergewicht in kg durch KörpergrĂ¶ĂŸe in Quadratmeter) bei einem Wert von 18,02. Unter 17,5 beginnt nach Ă€rztlicher Ansicht die Magersucht.
(...)
Neue Panne im Skisprung-Weltcup: Das Training fĂŒr den am Samstag geplanten Wettbewerb im italienischen Predazzo musste im zweiten Durchgang wegen Problemen in der Anlaufspur abgebrochen werden.
Die Qualifikation fĂŒr den dritten Saison-Weltcup (16.30 Uhr) fiel aus und soll am Samstag morgen nach einem Trainingsdurchgang nachgeholt werden. Bis dahin wollen die Organisatoren die "Fahrspur" bis zum Schanzentisch neu richten.

05.12.1999

"Überflieger" Martin Schmitt hat beim Weltcup in Predazzo den ersten Skispringer-Streik der Geschichte initiiert. Nachdem die Jury im ersten Durchgang des zweiten Weltcup-Springens in Italien trotz der weit ĂŒber den Schanzenrekord gesprungenen Simon Ammann (Schweiz) und Janne Ahonen (Finnland/jeweils 132 Meter) den Wettbewerb nicht abgebrochen hatte, weigerten sich auf Betreiben des deutschen Doppel-Weltmeisters alle Spitzenspringer, mit der fĂŒr sie lebensgefĂ€hrlichen AnlauflĂ€nge zu springen. "Das ist die Revolution", sagte der französische Springer Nicolas Dessum. "Entweder es wird abgebrochen und der Wettkampf wird neu begonnen oder wir springen nicht. Das ist extrem gefĂ€hrlich", stellte der am Vortag zweitplatzierte Gesamtweltcup-Spitzenreiter Schmitt der Jury des Internationalen Ski-Verbandes FIS ein bisher einmaliges Ultimatum. Die von ihm wie in der Formel 1 geforderte Springer-Gewerkschaft wurde in diesen Momenten RealitĂ€t. Die Jury beugte sich dem Druck der Hauptakteure, erklĂ€rte den ersten Durchgang kurzerhand zur Qualifikation, ließ die 15 Spitzenspringer mit verkĂŒrztem Anlauf fliegen und begann anschließend den Wettbewerb neu.
"Der Durchgang hat sich wegen des böigen Windes nicht so entwickelt wie erhofft. Es wĂ€re unfair gewesen, bei den besten Athleten auf schlechte Bedingungen zu warten", erklĂ€rte der zunehmend in die Kritik geratende FIS-Skisprung-Chef Walter Hofer. Schmitts Aufruf zum Streik waren hektische Diskussionen mit Bundestrainer Reinhard Heß vorausgegangen. "Alle haben da oben so gedacht, und der Martin ist halt einer, der das Ă€ußert. Ich kann ihn 100-prozentig verstehen. Die Jurys reagieren einfach nicht mehr, so macht der Trainerberuf keinen Spaß mehr", meinte der Chefcoach.
Bei den besten Springern wĂŒrde entweder auf schlechtere Bedingungen gewartet oder sie mĂŒssten mit angezogener Handbremse springen: "Da können sie den Wettkampf doch gleich weglassen."
(...)
Heß hatte schon nach dem chaotischen Weltcup-Auftakt geklagt, dass mit derartigen Springen der Sport kaputt gemacht werde.
Die Pannenserie im Skisprung-Weltcup hatte sich schon zuvor fortgesetzt. Nachdem in Predazzo am Freitag das Training wegen Problemen mit der Anlaufspur im zweiten Durchgang abgebrochen werden musste und erst die deutschen Trainer mit einem Arbeitseinsatz ordentliche Bedingungen ermöglichten, sorgten im Weltcup-Springen am Samstagabend der Absturz der Videoweitenmessung und die Dunkelheit im Bereich des Schanzentischs fĂŒr Turbulenzen. Am Sonntag wurde das Training wegen zu starken Windes erneut vorzeitig beendet und die Qualifikation verlegt.
Beim Weltcup-Auftakt im finnischen Kuopio mussten beide Springen wegen Problemen mit dem stĂŒrmischen Wind nach dem jeweils ersten Durchgang abgebrochen werden. Zudem musste die Qualifikation vor dem zweiten Springen ausfallen, weil die Schanze nach einem KĂ€lteeinbruch nicht rechtzeitig prĂ€pariert worden war. "Unglaublich! Da stimmt einiges nicht - mal ist es die PrĂ€parierung, mal die Sicht, mal die Weitenmessung. Vielleicht sollte man das vor dem Wettkampf abklĂ€ren", schimpfte der dreimalige Olympiasieger Jens Weißflog als Co-Kommentator im ZDF ĂŒber die mangelnde ProfessionalitĂ€t der Weltcup-Ausrichter.
(...)
In Predazzo durfte der Schweizer Sylvain Freiholz zusĂ€tzlich im Final-Durchgang starten. "Das war ein selbstgemachtes Problem. Die Videoweitenmessung ist abgestĂŒrzt und der Athlet wurde nicht registriert", meinte Hofer.
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Noch grĂ¶ĂŸere Probleme hatten viele Athleten wie Sven Hannawald und der gestĂŒrzte Doppel-Olympiasieger Kazuyoshi Funaki in Predazzo mit der Dunkelheit am Schanzentisch - die Flutlichtanlage ist eigentlich auf die benachbarte Kleinschanze ausgerichtet. Hofer: "Meines Wissens hat sich kein Athlet beschwert. Wir haben im zweiten Durchgang trotzdem die Blenden von den Lichtquellen runtergenommen."
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Der "Sommer-König" Hannawald verpasste gar das Finale der besten 30 und schimpfte: "Zum Schanzentisch zu habe ich fast gar nichts gesehen. Aber ich bin ja inzwischen viel gewöhnt." Doppel-Olympiasieger Kazuyoshi Funaki (Japan) stĂŒrzte wie zwei andere Springer hauptsĂ€chlich wegen des eigentlich auf die Kleinschanze gerichteten Flutlichts, alle blieben aber unverletzt.
(...)
Auch in Predazzo, wohin die wegen Schneemangels in Lillehammer abgesagte Konkurrenz verlegt worden war, hatte der Weltcup schon vor den Lichtproblemen mit einem Abbruch des Trainings wegen der schlechten Anlaufspur chaotisch begonnen. Am Samstag prĂ€sentierte sich die mit Kunstschnee prĂ€parierte Schanze nach einem "Arbeitseinsatz" der deutschen Co-Bundestrainer Wolfgang Steiert und Henry Glaß bis auf die "Dunkelheit" in ordentlichem Zustand.


Schummeleien bei SkilĂ€nge und Skibreite, Magersuchtgefahr, kaputte Anlaufspur, Ausfall der Videoweitenmessung, Flutlicht, das auf die falsche Schanze gerichtet ist und schließlich ein Springerstreik, weil schwache Springer (war Simon Ammann damals) Schanzenrekord springen und die Jury den Durchgang dennoch nicht abbrechen will. Aber in der Erinnerung verklĂ€rt man ja so manches.
 
Stimmt, Benjamin, Skispringen als Wettkampfsport war schon seit immer schwer fair zu regeln.
Deshalb gibt es immer wieder lĂ€cherliche Situationen, BetrĂŒge, Manipulationen, Favorisierungen und Misstrauen.

Windpunkte und Weitenmessungen sind jetzt schon ziemlich fair behandelt – nicht perfekt, aber objektiv und fair.
In beiden FĂ€llen nutzt man Wissenschaft, und menschlicher Einfluss auf Entscheidungen wurde minimiesirt.

Es bleiben noch Schönheitpunkte und Materialvorschriften+Kontrolle objektiv und fair zu beherrschen.
Momentan sind beide Kategorien absurd :-)

Schönheitpunkte konnte man mit Leichtigkeit durch KI objektivieren.
Aber auch die Materialregelungen lassen sich um viel zu verbessern, besonders weil jetzt so schlecht und manipulierbar sind.
 
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