So, hier kommt die Übersetzung.
Quelle:
http://skijumping.no/nyheter/pengediskusjonen/
Diskussionen ums Geld
Im Skisprungzirkus verändert sich zur Zeit vieles. Es gibt nichts, was wir nicht gewohnt sind. Gewöhnlicherweise gibt es Regeln, die für Sportler gelten. Anzug, Gewicht, Ski usw. werden verändert, aber in diesem Jahr scheint es, als habe man sich am meisten auf das System konzentriert. Und das ist wie mit allen anderen Regeln; wir werden sie nur befolgen. Wenn wir mit unseren Meinungen und Ansichten kommen, können wir nur wenig verändern; vielleicht nimmt man sie zur Kenntnis und beachtet sie in der Auswertung.
Ein Skispringer zu sein ist lukrativ. Darüber gibt es keinen Zweifel. Darüber gibt es nichts zu diskutieren (jedenfalls nicht mit mir). Für diejenigen, die die Kultur des Landes repräsentieren können, ist es großartig. Weiterhin ist es nicht schlecht, eine große und Furcht erregende Sprungschanze als Büro zu haben und eine Gruppe lebensfroher Jungs und Trainer, die genau das gleich große und haarige Ziel wie Du selber und Deine Kollegen haben. Wir sind ganz einfach privilegiert.
Den Stolz, den wir erleben, kann man nicht auf die Bank bringen. Wir brauchen wie alle anderen auch klingende Münzen, um den Alltag zu meistern. Das meistern wir zum größten Teil mit der Hilfe von Eltern, Arbeitspartnern und Preisgeld. Und ist man gut, so kommt ein großer Teil von den Letztgenannten, damit das Rad sich weiter dreht.
Bis jetzt ist es für mich rund gelaufen. Ich hatte viele weite Sprünge und habe mir auch etwas erspart. Es war vor allem Preisgeld, dass ich zur Bank gebracht habe. Mit einer Saison wie im letzten Jahr konnte ich nicht viel Geld zur Bank bringen. Und damit könnten auch die Sorgen kommen. Deswegen stehe ich auch positiv gegenüber der Idee mit der neuen Verteilung des Preisgeldes. Für mich hätte das im letzten Winter etwas zufällig verdientes Geld bedeutet, und für viele andere aus der Mannschaft hätte es einen guten Teil bedeutet. Auf der anderen Seite hätte Gregor Schlierenzauer rund 1,6 Millionen weniger bekommen. Ich denke, dass das ein wenig zu großer Unterschied ist. Gewinnt man und zeigt so gute Leistungen, wie er es in der letzten Saison getan hat, so denke ich, dass man auch anständig verdienen soll. Ich denke nicht, dass es verrückt ist, wenn Tutta drei Millionen bei einem Golfturnier verdient. Ich denke, dass das fantastisch ist und er es sich verdient hat. Ist man der erste und representiert sich selber, die Nation, den Sport und seine Sponsoren auf diese Weise, so muss man auch anständig bezahlt werden. .
Ich persönlich bin nicht gegen diese neue Verteilung, aber ich denke, es sollte noch etwas justiert (eingestellt) werden. Den absolut Besten 2/3 der Prämie zu kürzen und dieses darüber hinaus zu verteilen, ist zuviel. Sie könnten gerne 1/3 kürzen oder besser noch die Größe des gesamten Preisgeldes neu justieren. Ich glaube nicht, dass dieses die FIS ruiniert hätte.
Wenn das nun alles gesagt ist , will ich hervorheben, dass KEINER aus der norwegischen Nationalmannschaft den Sport aus wirtschaftlchen Gründen betreibt. Deshalb haben wir nicht mit dem Skispringen angefangen und deshalb betreiben wir dieses auch nicht. Ich kann sagen, dass keiner von all den fantastischen Stützpfeilern, die wir um uns herum haben, ein wirtschaftliches Motiv hat, damit die Nationalhymne gespielt wird, wenn ein Norweger etwas schafft, an dem wir alle arbeiten, einen norwegischen Sieg. Es gibt Beispiele, dass Jermund Lunner auf der Treppe in Kuusamo eine Auszeit nehmen musste und einige Freudentränen verdrücken musste, wenn wir es gut gemacht haben. Es gibt Beispiele aus der Treibkraft hinter unserem Stützapparat. Und es sind unsere Träume und Siege, ein persönlicher Rekord, eine Platzierung unter den besten 10, ein Take off beim Skifliegen oder nur ein Training in Granåsen, die uns antreiben. Und das wird sich nie verändern und ist unabhängig davon, wie viel oder wie wenig Geld wir bekommen.