50+1-Regel in Deutschland - noch sinnvoll oder nicht?


le freaque

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Das Thema wird uns definitv nicht loslassen. Hier wird weiter zu Investoren, Traditionen und allem dazwischen diskutiert.
 

Tuco

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Gut, dass der Thead nicht vergessen wurde!

Wie neulich im alten Thread erwähnt - in den letzten Jahrzehnten gab es in der Bundesliga immer etliche verschiedene Meister (4-6 unterschiedliche pro Dekade), in den 2010ern werden es zu 99% nur zwei gewesen sein, und der Meister hätte fast immer riesigen Vorsprung auf den Rest. Das ist auf die Dauer einfach zu langweilig/einseitig, und ohne Investoren werden die anderen Teams den wirtschaftlichen Rückstand realistisch niemals aufholen können.

Ich bin ansonsten alles andere als ein Fan von Raubtier-Kapitalismus und es wäre auch schön, wenn es andere realistische Ansätze gäbe, um die Bundesliga wieder interessanter zu machen - aber die gibt es nun mal nicht. Mal ganz abgesehen davon, dass die bereits vorhandenen Teams mit Großkonzernen oder Milliardären als Mehrheitseigentümern (Leverkusen, Wolfsburg, Hoffenheim) in der aktuellen Lage einen Vorteil haben, der für mich durch nichts zu rechtfertigen ist. Insofern sollte 50+1 so schnell wie möglich fallen.
 
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Tuco

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Im Viertelfinale der CL kein Buli-Team vertreten, zwei mal chancenlos raus und einmal letztlich auch deutlich. Aber Hauptsache, man hält weiter an 50+1 fest und Rettig & Co. können sich als Hüter des ehrlichen Fußballs aufspielen... :rolleyes:
 

Aldous Orwell

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Die Bundesliga wird auf dem internationalen Markt nie so interessant werden, wie es die Premier League ist. Da darf man sich nichts vormachen. Ein Ende von 50+1 macht aus Frankfurt oder Bremen kein neues ManCity, Chelsea oder PSG. Wir sollten versuchen Frankreich und Italien hinter uns zu lassen, dafür brauchen wir aber kein Ende von 50+1. Eine noch bessere Jugendarbeit würde schon ausreichen.
 

L-james

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Im Viertelfinale der CL kein Buli-Team vertreten, zwei mal chancenlos raus und einmal letztlich auch deutlich. Aber Hauptsache, man hält weiter an 50+1 fest und Rettig & Co. können sich als Hüter des ehrlichen Fußballs aufspielen... :rolleyes:
Das Ausscheiden von Bayern hat überhaupt nichts mit 50+1 zu tun. Das war ordentliche Fehlplanung der letzten Jahre. Bayern ist was den Umsatz betrifft in den Top5 und kann sich ohne Probleme besser aufstellen, nur haben sie rumgegeizt und die Quittung erhalten, wobei das "nur" jetzt mal ein Ausscheiden im AF bedeutet, was gegen Liverpool auch Scheichclubs wie City oder PSG hätte passieren können. Vergangene Saison standen sie noch im CL-HF.

Und hinter den Bayern ist der Markt in Deutschland nicht vergleichbar mit dem in England, da züchtest du nicht einfach mal das nächste Schwergewicht hoch.

Der BVB kann mit besserer Planung sich auch dann mal gegen ein relativ machbares Tottenham durchsetzen, da ist man nicht weit weg. Schalke spielt diese Saison gegen den Abstieg und bekommt selbst von Düsseldorf zuhause eine Klatsche, das Ding gegen City würde ich nicht als Mapstab nehmen, da hat sich selbst der "Dorflclub" aus Hoffenheim 2x fast auf Augenhöhe verkauft gegen City. Frankfurt z.B. zeigt in dieser Saison was in der EL alles möglich ist. Andere Vereine die nochmals mehr Möglichkeiten haben (Leipzig, Leverkusen...) kriegen nichts gebacken, aber Frankfurt die nach unzähligen Jahren/Jahrzehnten wieder mal im Europapokal dabei sind, rasieren sich da komplett durch.

Es ist auch mit den Mitteln mehr drin, vor allem was die EL betrifft, da performen die deutschen Vereine schon seit Ewigkeiten richtig schlecht und das sogar teilweise gegen Vereine aus kleinen Ligen die weniger Möglichkeiten haben. Die Buli ist vor Frankreich und mindestens auf Augenhöhe mit Italien. An England (da kommt eh niemand bezüglich Markt hin) und Spanien ist einfach erstmal kein rankommen. Bei den Spaniern allerdings kann man sich ordentlich was abschauen, bezüglich Spielkultur und Ausbildung. Bei denen ist nicht das beeindruckende Real oder Barca in der CL, sondern dass die mit einer geschlossenen Armada Jahr für Jahr die EL dominieren. Da sprechen wir dann aber von Vereinen die jetzt nicht unbedingt mehr Möglichkeiten haben als Leipzig, Leverkusen, Schalke und co.

50+1 ist da nicht das Problem und eine Aufhebung löst das auch nicht. Die beste Liga der Welt ist nicht die PL, auch wenn da jetzt 4 Teams im CL-VF stehen, sondern die La Liga und das schon seit einigen Jahren und von der kann sich die Bundesliga verdammt viel abschauen.
 

Mahoney_jr

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Komische Schlussfolgerung. Gerade weil der Mittelbau schwächelt sind wir doch seit Jahren keine Konkurrenz international. Immer wechselnde Namen in der EL die sich dann schnellstmöglich verabschieden, weil ihre Kader nach der erfolgreichen Vorsaison durch Bayern (manchmal Dortmund) geplündert wurden.

Hätten die mehr Geld für gescheite Folgeverträge, würden sie mit einem ordentlichen Kader in die internationale Saison gehen. 50+1 verhindert das.
 

Sofakartoffel

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Die diversen Beispiele aus verschiedenen Ligen, die gegen die Aufhebung sprechen, werden immer außen vor gelassen. Vereine aus dem Mittelfeld der ersten Ligen, die als Spielball eines Investors enden, der die Lust verliert und dann ist ein Trümmerhaufen und Liga 2 oder 3 die Folge.

Es ist Träumerei, zu glauben, dass ein Fall von 50+1 die Bundesligavereine auf ein neues Niveau heben wird.
Aber diese Diskussion zu führen ist müßig. Erst wenn es gefallen ist, ein paar Vereine dafür draufgehen und man den letzten Trumpf der Bundesliga verspielt hat, die Fans, wird einigen klar werden, dass es nicht die Patentlösung war.
Ich habe das Gefühl, viele würden das billigend in Kauf nehmen, für die minimale, abwegige Chance, dass irgendein Investor Milliarden in irgendeinen Verein pumpt und damit dann in der CL mithalten kann.

Wer 50+1 kippen will, hat den Fussball nie geliebt.
 

Hans A. Jan

zu gut für die 3. Liga
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50+1 ändert gar nichts an den Ergebnissen dieser CL-Runde und grundsätzlich kann wohl kein Fußballfan ernsthaft englische oder Pariser Verhältnisse in der BL fordern.
 

jiri01

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Ich könnte gut auf den CL und EL Quatsch verzichten, der am Ende eh nur für ein riesen Ungleichgewicht in der Bundesliga sorgt. Ein paar spielen das Spielchen halbwegs mit, der Rest ist finanziell in ganz anderen Regionen unterwegs. Ich hätte lieber eine ausgeglichenere Bundesliga, wo vielleicht auch deutsche Talente mehr gefördert werden bzw. mehr Spielzeit erhalten.
Die Schraube dreht sich immer weiter nach oben, Dortmund stellt sich gerade gut mit einigen Spielern auf, aber die werden sie auch nicht halten können, siehe Pulisic. Und auch die Bayern werden irgendwann finanziell abgehängt werden.
Vereinskultur dann opfern, sich 3 Scheichs auf die Tribüne pflanzen...ich weiß nicht. Finde die Konstrukte bei 1860 und dem KFC schon gruselig genug, würde ich für meinen Verein so irgendwie nicht haben wollen.
Alles schwierig, am Ende geht es immer nur im Kohle, die Spieler drehen auch immer mehr am Rad, mit ihrer Aussendarstellung.

Hab in der Tat mehrfach drüber nachgedacht, den Fußball wieder ad acta zu legen und mich wieder einem gekapseltem System wie der NBA zu zu wenden. Da ist auch nicht alles Gold, was glänzt...aber das System hat definitiv einige Vorteile.
 

Tuco

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Wie groß der Zusammenhang zu den aktuellen Ergebnissen ist, darüber kann man sicher streiten. Ist für mich auch eigentlich nur ein Anlass, mich mal wieder zu dem Thema zu äußern. Es gibt mindestens insofern einen Zusammenhang, als dass es in Deutschland nur einen wirtschaftlich auf höchstem Niveau konkurrenzfähigen "Verein" gibt und sogar dem BVB als Nr. 2 in Deutschland regelmäßig die besten Spieler abgeworben werden, was in der größten Volkswirtschaft Europas ein schlechter Scherz und eben in erster Linie auf 50+1 zurückzuführen ist.

Dass die Bayern- und (weniger eindeutig, aber nach meinem Eindruck in der Mehrheit wohl auch) BVB-Fans überwiegend pro 50+1 sind, kann ich ja verstehen. Da fürchtet man halt um seine Stellung als unangefochtene Nr. 1 und Nr. 2 in Deutschland und will, dass alles so bleibt, wie es ist. Genau wie Hardcore-Fans, denen es eigentlich nur wichtig ist, dass Eintrittspreise relativ günstig und Stehplätze erhalten bleiben usw., dafür sind (Rettigs Zielgruppe). Alles in Ordnung. Meine Perspektive ist nur eben eine völlig andere.

Ich gebe gerne zu, dass ich Fußball vielleicht nicht so "liebe" wie Hardcore-Fans. Für mich ist Profifußball in erster Linie Unterhaltung. Und die Bundesliga ist derzeit eben schlechte Unterhaltung, wenn man kein Hardcore-Fan eines bestimmten Vereins ist (was bei mir auch dazu führt, dass ich live so gut wie gar nichts mehr sehe und auch sonst nur noch ab und zu mal die DAZN-YouTube-Zusammenfassungen). Das mag einen nicht stören, wenn man nur "seinen" Verein verfolgt und alles andere egal ist - wenn man dagegen eher auf das "große Ganze" schaut und eine interessante Liga will, stört es sogar ganz massiv, bzw. sorgt dafür, dass das Interesse deutlich geringer wird. Und es sorgt auch dafür, dass sich international kaum jemand für die Bundesliga interessiert (verglichen mit der englischen oder spanischen Liga).


Das Hauptproblem der Liga ist für mich dieses: Die Bundesliga ist in Europa ein Sonderfall - abgesehen von München und (wiederum eingeschränkt) Dortmund sind die größten Städte im Spitzenfußball im europäischen Vergleich massiv unterrepräsentiert. Hamburg ist nun vor allem nur noch traurig: Als zweitgrößte deutsche Stadt aus einem der reichsten Ballungsräume Europas jetzt in der zweiten Liga - wenn man da mal vergleichbare Städte wie Barcelona oder Mailand sieht, ziemlich beschämend. In Köln ist es ähnlich, und Berlin, Frankfurt oder Stuttgart sind im Vergleich zum Standort auch mäßig bis mies (auch wenn Frankfurt eine gute Saison spielt, am Status und den mittel- und langfristigen Aussichten ändert das wenig).

Das ist natürlich nicht die "Schuld" des FC Bayern oder des BVB, man kann sich auf den Standpunkt stellen: Hätten die anderen mal "besser gearbeitet", würden sie jetzt besser dastehen. Das höre ich dann immer wieder, und es ist ja auch nicht falsch. Es ändert ja nur nichts an der Lage. Wenn man eine interessantere Liga will, muss man diesen Standorten die Chance geben, den Rückstand aufzuholen. "Organisch" ohne externen Geldgeber wird dies nicht gehen, weil man ja sieht, wie das nach einer guten Saison läuft: "Überraschungsteams" werden regelmäßig kaputtgekauft und sind danach wieder im Mittelmaß. Das wird man etwa bei Frankfurt nach dieser Saison beobachten können, was an sich ein Witz ist, da sie an einem der besten Standorte Europas angesiedelt sind. Nützt ihnen nur nichts, weil der "gewachsene" Rückstand so groß ist, dass sie die aufkaufenden "Geier" trotzdem nicht werden stoppen können.

Es wird dort insofern nicht ohne externen Investor gehen, und da wird niemand bereit sein, mit einem Minderheitsanteil so zu investieren, wie es nötig ist. Also muss 50+1 fallen, nur dann hat die Liga eine Chance, auch für Nicht-Hardcore-Fans dauerhaft interessant zu bleiben.


Da zu kommt eben, dass es ohnehin schon Teams wie Leverkusen, Wolfsburg, Hoffenheim und RB Leipzig (wo man 50+1 mit "kreativen" Lösungen umgangen hat) gibt. Warum sollten es diesen "Vereinen" erlaubt sein, Konzerne oder Milliardäre im Rücken zu haben, aber anderen nicht? Die derzeitige Regelung 50+1 mit Ausnahmeregelung ist vor allem extrem ungerecht und sorgt dafür, dass Teams aus kleineren Orten wie Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim in der Bundesliga und erst recht in der oberen Hälfte stark überrepräsentiert sind. Das tut der Liga auch alles andere als gut.

Da man Bayer, VW & Co. natürlich nicht enteignen bzw. zum Verkauf ihrer Teams wird zwingen können (wer das glaubt, ist nun wirklich ein Träumer bzw. hat keine Ahnung), bleibt als Mittel, um für "Waffengleichheit" zu sorgen, nur noch, den anderen Vereinen auch zu erlauben, Mehrheitsinvestoren ins Boot zu holen. Mag man nicht schön finden, gerechter als die derzeitige Lösung wäre es aber auf jeden Fall. Denn klar, es gibt zwar die Ausnahmeregelung, aber die ist eine Farce bzw. nur auf Situationen wie bei VW und Hopp zugeschnitten.
 
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Mahoney_jr

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Die diversen Beispiele aus verschiedenen Ligen, die gegen die Aufhebung sprechen, werden immer außen vor gelassen. Vereine aus dem Mittelfeld der ersten Ligen, die als Spielball eines Investors enden, der die Lust verliert und dann ist ein Trümmerhaufen und Liga 2 oder 3 die Folge.

Es ist Träumerei, zu glauben, dass ein Fall von 50+1 die Bundesligavereine auf ein neues Niveau heben wird.
Aber diese Diskussion zu führen ist müßig. Erst wenn es gefallen ist, ein paar Vereine dafür draufgehen und man den letzten Trumpf der Bundesliga verspielt hat, die Fans, wird einigen klar werden, dass es nicht die Patentlösung war.
Ich habe das Gefühl, viele würden das billigend in Kauf nehmen, für die minimale, abwegige Chance, dass irgendein Investor Milliarden in irgendeinen Verein pumpt und damit dann in der CL mithalten kann.

Wer 50+1 kippen will, hat den Fussball nie geliebt.
Äh was? Guck mal auf die Bundesliga und welche Teams sich dort festgebissen haben:
  • Hoffenheim
  • Leipzig
  • Leverkusen
  • Wolfsburg
Mit Investoren würden große Standorte mit Geld versorgt werden und die Attraktivität steigen. So sympathisch Gladbach, Bremen, Mainz, Freiburg auch sind. Die holen niemanden vor den Fernseher, solange sie nicht durch Zufall ein großes Talent haben. Will man international erfolgreich sein, braucht man ein gutes Produkt. Und das geht eigentlich nur mit einem großen Standort und viel Historie. Da mag Gladbach, Bremen noch irgendwie zu verargumentieren sein, aber schon Nürnberg interessiert heutzutage doch echt niemanden mehr. Kippt 50+1 werden Gelder in folgende Städte fließen
  • Köln
  • Hamburg
  • Stuttgart
  • Frankfurt
  • Berlin
  • Düsseldorf
Sowas versteht dann der Japaner, Chinese, Australier, Brasilianer halt mal schneller als Hoffenheim.

Und jeder Unkenruf, der die Gelder in der PL als vergeudet gesehen hat, der ist jetzt wahrscheinlich still geworden, weil es sich nun deutlich gezeigt hat, dass Geld langfristig sehr wohl Tore schießt.
edit: +Gladbach, Düsseldorf
 
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Bickle85

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Äh was? Guck mal auf die Bundesliga und welche Teams sich dort festgebissen haben:
  • Hoffenheim
  • Leipzig
  • Leverkusen
  • Wolfsburg
Mit Investoren würden große Standorte mit Geld versorgt werden und die Attraktivität steigen. So sympathisch Gladbach, Bremen, Mainz, Freiburg auch sind. Die holen niemanden vor den Fernseher, solange sie nicht durch Zufall ein großes Talent haben. Will man international erfolgreich sein, braucht man ein gutes Produkt. Und das geht eigentlich nur mit einem großen Standort und viel Historie. Da mag Gladbach, Bremen noch irgendwie zu verargumentieren sein, aber schon Nürnberg interessiert heutzutage doch echt niemanden mehr. Kippt 50+1 werden Gelder in folgende Städte fließen
  • Köln
  • Hamburg
  • Stuttgart
  • Frankfurt
  • Berlin
  • Düsseldorf
Sowas versteht dann der Japaner, Chinese, Australier, Brasilianer halt mal schneller als Hoffenheim.

Und jeder Unkenruf, der die Gelder in der PL als vergeudet gesehen hat, der ist jetzt wahrscheinlich still geworden, weil es sich nun deutlich gezeigt hat, dass Geld langfristig sehr wohl Tore schießt.
edit: +Gladbach, Düsseldorf
Wenn man mal die Einschaltquoten bei Sky aus der aktuellen Saison googelt, dann landen Gladbach und Bremen unter den ersten fünf. Wolfsburg und Hoffenheim unter den letzten vier. Leverkusen und Leipzig liegen im Mittelfeld und nur knapp vor Stuttgart und Düsseldorf z.b. Wer wie viele Zuschauer vor den Fernseher lockt, hängt immer noch zum größten Teil von dem Fanaufkommen insgesamt eines Vereins ab und das wird sich auch in absehbarer Zeit nicht ändern. Da können Wolfsburg und Hoffenheim noch so tollen Fußball spielen, ich wette Hamburg gegen Köln in der 2. Liga schauen mehr Leute.
 

Tuco

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Wenn man mal die Einschaltquoten bei Sky aus der aktuellen Saison googelt, dann landen Gladbach und Bremen unter den ersten fünf. Wolfsburg und Hoffenheim unter den letzten vier. Leverkusen und Leipzig liegen im Mittelfeld und nur knapp vor Stuttgart und Düsseldorf z.b. Wer wie viele Zuschauer vor den Fernseher lockt, hängt immer noch zum größten Teil von dem Fanaufkommen insgesamt eines Vereins ab und das wird sich auch in absehbarer Zeit nicht ändern. Da können Wolfsburg und Hoffenheim noch so tollen Fußball spielen, ich wette Hamburg gegen Köln in der 2. Liga schauen mehr Leute.
Ja - aber das spricht doch eher gegen 50+1 als dafür. Oder wer ist allen ernstes der Meinung, das Interesse an Köln oder dem HSV als Spitzenvereine nach dem Muster von PSG oder ManCity wäre geringer, als es jetzt in der zweiten Liga ist? Das wäre ja vollkommen absurd.

50+1 mit Ausnahmeregelung sorgt eben genau dafür, dass Vereine mit geringem Faninteresse wie Leverkusen, Wolfsburg und Hoffenheim in der oberen Bundesligahälfte stark überrepräsentiert sind.


Martin Kind versteht nicht, wie Frankfurt so erfolgreich sein kann...trotz 50+1 und ohne einen selbstlosen Mäzen wie ihm im Viertelfinale. Schier unmöglich!
Ändert nichts daran, dass Frankfurt im Sommer ausgenommen werden wird wie eine Weihnachtsgans und danach wahrscheinlich wieder ins Mittelmaß absinkt. Man kann ja etwa schon im FC Bayern-Thread lesen, welche Frankfurter Spieler die Fans alles abwerben wollen (was sicher nicht unwahrscheinlich ist). Und wie gesagt, das ist an einem der besten Standorte Europas eigentlich ebenfalls absurd.

So lange es 50+1 gibt, werden Vereine wie Eintracht Frankfurt den wirtschaftlichen Rückstand auf Bayern & Co. niemals aufholen können, so dass keine Chance besteht, Spieler wie Jovic langfristig zu halten. Saisons wie diese werden mit 50+1 fast immer ein Strohfeuer bleiben werden. Letztlich zementiert 50+1 insofern nur die völlig festgefahrenen (... und sportlich langweiligen) Verhältnisse in der Bundesliga.
 
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thedoctor46

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Und Bayern würde sich beim Wegfall von 50+1 natürlich nicht weiteres Geld reinholen? Das würde an den nationalen Verhältnissen garnichts verändern, sondern die Position der Bayern vielleicht sogar eher noch verbessern.
 

Tuco

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Und Bayern würde sich beim Wegfall von 50+1 natürlich nicht weiteres Geld reinholen? Das würde an den nationalen Verhältnissen garnichts verändern, sondern die Position der Bayern vielleicht sogar eher noch verbessern.

Ich kann das natürlich nicht prognostizieren, genauso wenig wie sonst jemand. Ich weiß nur dieses: So lange es 50+1 gibt, ist die Chance, dass sich an der Einseitigkeit und Langeweile in der Bundesliga etwas ändert, fast gleich Null, wohl weniger als 1%. Ohne 50+1 wäre es höher - wie hoch, weiß ich natürlich auch nicht. Aber höher ist besser als fast gleich Null. Und schlimmer kann es ja gar nicht mehr werden, insofern besteht in der Hinsicht doch keinerlei Risiko.
 
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John Lennon

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Wenn 50+1 fällt, wird der Meisterschaftskampf endlich zwischen dem KFC Uerdingen und Hannover 96 ausgetragen. :love:
 

Tuco

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Wenn 50+1 fällt, wird der Meisterschaftskampf endlich zwischen dem KFC Uerdingen und Hannover 96 ausgetragen. :love:

lässt grüßen... ;)


OK, ich bin dann auch mal polemisch: Mir ist schon klar, dass du bei diesem Thema sofort auf diese Ebene gehst, weil man als angeblich antikommerzieller Bayernfan natürlich auch nicht wirklich sachlich diskutieren kann, ohne sofort unglaubwürdig zu werden. Und letztlich ist - ohne in die Köpfe sehen zu können - mein Verdacht eben sehr stark, dass es Bayernfans bei diesem Thema zu 99% darum geht, die sehr komfortable aktuelle Lage so lange wie möglich fortzusetzen, weil man eben keinerlei echte Konkurrenz will, sondern eine Liga ganz supi findet, in der man in der Regel schon um den 30. Spieltag herum als Meister rechnerisch feststeht.

Ein Eintracht Frankfurt, das ab und zu mal eine gute Saison spielt, ist ja etwa noch ganz süß, und auch sehr praktisch, wenn man dann im jeweiligen Transfersommer Spieler wie Jovic vergleichsweise billig abstauben kann. Aber ein Eintracht Frankfurt mit einem Scheich o.ä. im Rücken, dem man die Spieler nicht mehr abwerben und das sich sportlich zu einer dauerhaften Bedrohung entwickeln könnte? Das dann bitte doch nicht, allein die Vorstellung ist schon... :eek:
 
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John Lennon

Moderator Darts & Handball
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Wer sagt dir, dass Frankfurt einen Scheich, der überhaupt kein Interesse an Transfererlösen hat, bekommt und nicht so endet wie die ganzen Gegenbeispiele, in denen möglichst viel Profit aus dem gekauften Spielzeug rausgeholt werden soll?
 
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