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Astronomie


Der "Big Crunch" ist eine theoretische Möglichkeit für das Endstadium des Universums - eine Möglichkeit von mehreren. Auch von denjenigen Möglichkeiten außerhalb des menschlichen Erwartungsspektrums.

Aktuelle kosmologische Modelle, die auf präzisen Beobachtungen der kosmischen Hintergrundstrahlung, der Galaxienverteilung und Supernovae basieren, legen jedoch nahe, dass das Universum in einer Phase beschleunigter Expansion verweilt. In Anbetracht dieser Daten wird der "Big Crunch" heute eigentlich sogar als ein eher unwahrscheinliches Szenario betrachtet.

Die Vorhersagen über das finale Schicksal des Universums sind jedoch mit signifikanten Unsicherheiten behaftet (oftmals sprechen sogar Kosmologen deshalb von einer eher philosophischen Diskussion) da sie stark von der genauen Natur und dem Verhalten der dunklen Energie abhängen, die derzeit nur unzureichend verstanden ist. Aufgrund dieser Unsicherheiten ist es wissenschaftlich inkorrekt, den "Big Crunch" oder ein anderes Szenario als „ziemlich sicher“ zu bezeichnen. In der Kosmologie sind definitive Aussagen über das langfristige Schicksal des Universums nicht möglich.


also das was ich gesagt habe 🤷🏼‍♂️
 


Diese Dimensionen sind einfach so unvorstellbar. Hätte man seit dem Urknall jede Sekunde einen Stern gezählt, hätte man bis heute 0,00435% aller Sterne im Universum gezählt.


Ich nehme hier gerne den Gedanken der Analogien noch mal auf:

Es gibt mehr Sterne im Universum, als es Sandkörner auf allen Stränden der Erde gibt – eine schwindelerregende Vorstellung. Und dennoch ist das Universum erschreckend leer. Zum nächsten Stern in unserer kosmischen Nachbarschaft, Proxima Centauri, sind es vier Lichtjahre. Das klingt harmlos, bis man begreift, dass ein Lichtjahr etwa 9,46 Billionen Kilometer umfasst. Diese Entfernungen sprengen unseren Alltagsverstand, der sich selten über ein paar Hundert Kilometer Autobahn hinauswagt.

Das Universum selbst spannt sich über unglaubliche 880.000.000.000.000.000.000.000 Kilometer – eine Zahl, die allein schon an ihrer Länge scheitert, verstanden zu werden. Man könnte sie aufschreiben, anstarren, mit anderen Zahlen vergleichen, aber der Versuch, sie wirklich zu begreifen, bleibt ein hoffnungsloses Unterfangen. Wie erklärt man eine Größe, die unsere Vorstellungskraft wie ein Fliegenschwarm von der Windschutzscheibe der Realität wischt?

Größenvergleiche helfen auch nur begrenzt: Würde man die Erde auf die Größe eines Sandkorns schrumpfen, wäre unser Sonnensystem so groß wie ein Fußballfeld. Klingt riesig, bis man begreift, dass die Milchstraße in diesem Modell etwa so groß wie ganz Europa wäre. Doch selbst diese Analogie bleibt flach – denn Europa können wir uns zumindest vorstellen, die Milchstraße in ihrer ganzen Pracht nicht.

Warum fällt es uns so schwer? Weil unser Gehirn nicht dafür gebaut ist, solche Dimensionen zu erfassen. Wir sind evolutionär darauf programmiert, uns mit Dingen zu beschäftigen, die greifbar sind: Mit Bergen, die wir besteigen können, oder Meeren, die wir überqueren. Doch das Universum ist nichts von alledem. Es ist weder greifbar noch begreiflich.

Selbst wenn wir mit Lichtgeschwindigkeit reisen könnten – 300.000 Kilometer pro Sekunde – bräuchten wir über 46 Milliarden Jahre, um eine Seite des Universums zur anderen zu durchqueren. Das ist länger, als das Universum selbst existiert. Unser Verstand kapituliert bei solchen Zahlen, weil sie keinen Bezug zu unserer Realität haben.

Am Ende bleibt die Wahrheit: Wir sind kleine Wesen in einem unvorstellbar großen Raum. Egal, wie viele Vergleiche wir bemühen, die Dimensionen des Universums bleiben jenseits unserer Vorstellungskraft. Sie sind nicht dazu da, verstanden zu werden – sie sind da, um uns zu überwältigen. Und vielleicht ist genau das ihre eigentliche Botschaft.
 
Ich nehme hier gerne den Gedanken der Analogien noch mal auf:

Es gibt mehr Sterne im Universum, als es Sandkörner auf allen Stränden der Erde gibt – eine schwindelerregende Vorstellung. Und dennoch ist das Universum erschreckend leer. Zum nächsten Stern in unserer kosmischen Nachbarschaft, Proxima Centauri, sind es vier Lichtjahre. Das klingt harmlos, bis man begreift, dass ein Lichtjahr etwa 9,46 Billionen Kilometer umfasst. Diese Entfernungen sprengen unseren Alltagsverstand, der sich selten über ein paar Hundert Kilometer Autobahn hinauswagt.

Das Universum selbst spannt sich über unglaubliche 880.000.000.000.000.000.000.000 Kilometer – eine Zahl, die allein schon an ihrer Länge scheitert, verstanden zu werden. Man könnte sie aufschreiben, anstarren, mit anderen Zahlen vergleichen, aber der Versuch, sie wirklich zu begreifen, bleibt ein hoffnungsloses Unterfangen. Wie erklärt man eine Größe, die unsere Vorstellungskraft wie ein Fliegenschwarm von der Windschutzscheibe der Realität wischt?

Größenvergleiche helfen auch nur begrenzt: Würde man die Erde auf die Größe eines Sandkorns schrumpfen, wäre unser Sonnensystem so groß wie ein Fußballfeld. Klingt riesig, bis man begreift, dass die Milchstraße in diesem Modell etwa so groß wie ganz Europa wäre. Doch selbst diese Analogie bleibt flach – denn Europa können wir uns zumindest vorstellen, die Milchstraße in ihrer ganzen Pracht nicht.

Warum fällt es uns so schwer? Weil unser Gehirn nicht dafür gebaut ist, solche Dimensionen zu erfassen. Wir sind evolutionär darauf programmiert, uns mit Dingen zu beschäftigen, die greifbar sind: Mit Bergen, die wir besteigen können, oder Meeren, die wir überqueren. Doch das Universum ist nichts von alledem. Es ist weder greifbar noch begreiflich.

Selbst wenn wir mit Lichtgeschwindigkeit reisen könnten – 300.000 Kilometer pro Sekunde – bräuchten wir über 46 Milliarden Jahre, um eine Seite des Universums zur anderen zu durchqueren. Das ist länger, als das Universum selbst existiert. Unser Verstand kapituliert bei solchen Zahlen, weil sie keinen Bezug zu unserer Realität haben.

Am Ende bleibt die Wahrheit: Wir sind kleine Wesen in einem unvorstellbar großen Raum. Egal, wie viele Vergleiche wir bemühen, die Dimensionen des Universums bleiben jenseits unserer Vorstellungskraft. Sie sind nicht dazu da, verstanden zu werden – sie sind da, um uns zu überwältigen. Und vielleicht ist genau das ihre eigentliche Botschaft.

Keine Ahnung, ob das alles so stimmt. :)
Aber geiler Kommentar. Liebe es.
 
Warum fällt es uns so schwer? Weil unser Gehirn nicht dafür gebaut ist, solche Dimensionen zu erfassen. Wir sind evolutionär darauf programmiert, uns mit Dingen zu beschäftigen, die greifbar sind: Mit Bergen, die wir besteigen können, oder Meeren, die wir überqueren. Doch das Universum ist nichts von alledem. Es ist weder greifbar noch begreiflich.
Was eben auch einer der Gründe ist, warum sich der Mensch so schwer mit der Bekämpfung des Klimawandels tut. Wir erfassen nicht nur nicht die Dimensionen, sondern unser Gehirn hat auch enorme Probleme, abstrakte Gefahren als akut zu begreifen.
 
Am Ende bleibt die Wahrheit: Wir sind kleine Wesen in einem unvorstellbar großen Raum. Egal, wie viele Vergleiche wir bemühen, die Dimensionen des Universums bleiben jenseits unserer Vorstellungskraft. Sie sind nicht dazu da, verstanden zu werden – sie sind da, um uns zu überwältigen. Und vielleicht ist genau das ihre eigentliche Botschaft.
Auf jeden Fall sind wir nicht dazu da, diese Dimensionen tatsächlich zu begreifen. Wir machen uns zur Aufgabe, sie ein bisschen besser zu verstehen, aber unserem Verstand sind Grenzen gesetzt, die weit von der Erfassung der Dimensionen des Universums entfernt sind. Und immer sein werden. Selbst die aktuell "populärsten" Theorien (Big Freeze, Big Crunch, Big Rip) über die Zukunft des Universums sind für uns ja nicht wirklich fassbar. Wir können Modelle entwerfen und Berechnungen anstellen, aber wirklich vorstellen können wir uns nichts davon. Keiner von uns.
 
Allein die Daten des roten Überriesen im Vergleich zu unserer Sonne sind atemberaubend.

 
Was eben auch einer der Gründe ist, warum sich der Mensch so schwer mit der Bekämpfung des Klimawandels tut. Wir erfassen nicht nur nicht die Dimensionen, sondern unser Gehirn hat auch enorme Probleme, abstrakte Gefahren als akut zu begreifen.

Wie bereits der T-800 in Terminator 2 so treffend bemerkte: „Der Mensch ist dazu bestimmt, sich selbst zu zerstören.“ Aus einer anthropozentrischen Perspektive betrachtet, ist der Klimawandel zweifellos eine ernste Bedrohung – nicht nur für uns Menschen, sondern auch für diverse Pflanzen- und Tierarten.

Da dies der Astronomie-Thread ist:

Dem Universum ist der Klimawandel, der Erde selbst unser Schicksal gleichgültig. Sie hat in Milliarden von Jahren weit schwerere Katastrophen überstanden – von globalen Eiszeiten bis hin zu planetenweiten Feuerstürmen nach Asteroideneinschlägen. Irgendwann wird sie sich auch vom Klimawandel erholen und sich wieder in ein üppig grünes Paradies verwandeln. Noch aus den dicksten Stahlbetonplatten werden Pflanzen hervordringen, um sich ihren Platz zurückzuerobern. Wie es in Jurassic Park so treffend heißt: „Das Leben findet immer einen Weg.“

Allerdings steht nirgends geschrieben, dass der Mensch dabei irgend eine Rolle spielen muss. Die Natur braucht uns nicht – vielmehr war es immer umgekehrt.
 
Wie bereits der T-800 in Terminator 2 so treffend bemerkte: „Der Mensch ist dazu bestimmt, sich selbst zu zerstören.“ Aus einer anthropozentrischen Perspektive betrachtet, ist der Klimawandel zweifellos eine ernste Bedrohung – nicht nur für uns Menschen, sondern auch für diverse Pflanzen- und Tierarten.

Da dies der Astronomie-Thread ist:

Dem Universum ist der Klimawandel, der Erde selbst unser Schicksal gleichgültig. Sie hat in Milliarden von Jahren weit schwerere Katastrophen überstanden – von globalen Eiszeiten bis hin zu planetenweiten Feuerstürmen nach Asteroideneinschlägen. Irgendwann wird sie sich auch vom Klimawandel erholen und sich wieder in ein üppig grünes Paradies verwandeln. Noch aus den dicksten Stahlbetonplatten werden Pflanzen hervordringen, um sich ihren Platz zurückzuerobern. Wie es in Jurassic Park so treffend heißt: „Das Leben findet immer einen Weg.“

Allerdings steht nirgends geschrieben, dass der Mensch dabei irgend eine Rolle spielen muss. Die Natur braucht uns nicht – vielmehr war es immer umgekehrt.
Wie hat George Carlin schön gesagt. „The Planet is fine. - The people are f*cked.“
 
Hab die jüngsten Beiträge hier erst jetzt gesehen und liebe diese Vergleiche und Relationen der Dimensionen des Universums vs. Planeten, Galaxien etc so sehr... es gibt mir irgendwie bei meinen alltäglichen "Sorgen" und Problemen immer ein bisschen ein Gefühl der vollständigen und kompletten Irrelevanz meiner eigenen Existenz, was dann so manches im grauen Alltag deutlich weniger schlimm erscheinen lässt, als man selbst denkt.

Lesch hatte in einer früheren Folge von Leschs Kosmos auch so einen spannenden Vergleich wie das wäre, WENN (was physikalisch ausgeschlossen ist) wir ein Raumschiff erfinden könnten, das annähernd Lichtgeschwindigkeit erreichen kann und wie unfassbar lange (Millionen bis Milliarden Jahre) es dauern würde, um an die verschiedenen Grenzen unseren Sonnensystems, der Milchstraße und in der Folge immer weiter ins Universum zu stoßen...

 
Gabs nicht auch letztens... Wenn jeden Tag seit Urknall ein neuer Planet entstehen würde, dann hätte man bis dato 0,3% dieser Galaxie Universum erst erstellt.
 
Hab die jüngsten Beiträge hier erst jetzt gesehen und liebe diese Vergleiche und Relationen der Dimensionen des Universums vs. Planeten, Galaxien etc so sehr... es gibt mir irgendwie bei meinen alltäglichen "Sorgen" und Problemen immer ein bisschen ein Gefühl der vollständigen und kompletten Irrelevanz meiner eigenen Existenz, was dann so manches im grauen Alltag deutlich weniger schlimm erscheinen lässt, als man selbst denkt.

Lesch hatte in einer früheren Folge von Leschs Kosmos auch so einen spannenden Vergleich wie das wäre, WENN (was physikalisch ausgeschlossen ist) wir ein Raumschiff erfinden könnten, das annähernd Lichtgeschwindigkeit erreichen kann und wie unfassbar lange (Millionen bis Milliarden Jahre) es dauern würde, um an die verschiedenen Grenzen unseren Sonnensystems, der Milchstraße und in der Folge immer weiter ins Universum zu stoßen...



Durch Lesch bin ich zur Hobby- Astronomie gekommen. Alpha Centauri, Lesch Kosmos, aber auch seine populärwissenschschaftlichen Bücher sind zu empfehlen.

Um die Dimensionen des Universums zu veranschaulichen, reicht übrigens bereits ein Blick in die kosmische Nachbarschaft.

Selbst unsere unmittelbare kosmische Umgebung, etwa die Strecke zum Mars, macht die gewaltigen Entfernungen deutlich:

Mit dem Auto: Würden wir mit einem VW Passat die Reise antreten, gemächlich mit 100 km/h und gelegentlichen Pinkelpausen, bräuchten wir knapp 260 Jahre, um unser Ziel zu erreichen.

Mit dem Flugzeug: Auch ein moderner Ryanair-Flieger, der etwa 900 km/h erreicht, würde 28 Jahre benötigen – eine komfortable Sitzreihe mit freiem Platz nebenan wäre da Gold wert.

Mit einem Raumschiff: Und nun ernsthaft: Die schnellsten Raumschiffe, die Menschen je gebaut haben – wie der Mars-Rover Perseverance – schaffen es immerhin in 6 bis 9 Monaten auf den roten Planeten. Natürlich vorausgesetzt, die Planeten stehen günstig.

Das alles bezieht sich wohlgemerkt nur auf unsere „nächste kosmische Nachbarschaft“. Und doch zeigen diese Zahlen, dass selbst die kürzesten Distanzen im Weltall kaum vorstellbar groß sind.
 
Gabs nicht auch letztens... Wenn jeden Tag seit Urknall ein neuer Planet entstehen würde, dann hätte man bis dato 0,3% dieser Galaxie Universum erst erstellt.

Kann jetzt hier keine genaueren Zahlen nennen, aber die Zahl muss definitiv weitaus geringer sein, insbesondere wenn auf das Universum bezogen.

Vielleicht ist ja ein Mathematiker hier unter uns, der die bisher 5 Billionen Tage seit Urknall (taggenau) mit den schätzungsweise 1 Septilion Planeten (gerne mal nachzählen) in ein sinnvolles Verhältnis setzen kann. 😉
 
Kann jetzt hier keine genaueren Zahlen nennen, aber die Zahl muss definitiv weitaus geringer sein, insbesondere wenn auf das Universum bezogen.

Vielleicht ist ja ein Mathematiker hier unter uns, der die bisher 5 Billionen Tage seit Urknall (taggenau) mit den schätzungsweise 1 Septilion Planeten (gerne mal nachzählen) in ein sinnvolles Verhältnis setzen kann. 😉
Sehr gut möglich. Hatte mir nur genau die drei hinter dem Komma gemerkt. Kann durchaus seinen das da noch nullen davor waren. Selbst wenn, die Zahl ist trotzdem mindblowing.
 


Angesichts dessen, was wir über diesen Exoplaneten wüssten, sei eine Wasserwelt, auf der es von Leben nur so wimmelt, die wahrscheinlichste Erklärung für die Messung, meint Forschungsleiter Nikku Madhusudhan. Aber natürlich sei es essenziell, jetzt weitere Daten zu sammeln, um das tatsächlich zu bestätigen.

Erste Bilder von K2-18 b
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