Bei einem 28jährigen würde ich sagen, es wirkt nicht unbedingt wie die Bilanz eines künftigen GS-Siegers.
Eine Finalbilanz von unter 30 % haben in den letzten 35 Jahre nur wenige geschafft (bei mindestens 10 Finals). Unter anderem Benneteau (0 %, 0 aus 10), Nieminen (15 %, 2 aus 13), Malisse (25 %, 3 aus 12) und zum Beispiel jetzt auch Tiafoe (27 %, 3 aus 11)
Malisse verpasste 2002 nur knapp das Wimbledonfinale durch eine 5-Satz-Niederlage gegen Nalbandian im HF, Baghdatis (29 %, 4 aus 14) stand ja sogar in einem GS Finale und hätte vielleicht gegen einen anderen Gegner damals sogar gewonnen, die ersten 2 Sätze spielte er ja wie von Sinnen. Tiafoe schien mal auf einen guten Weg zu sein.
Mit 5 Titeln seit 2024 gehört Darderi dagegen zu den Titelhamstern. Darderi verlor ja in Buenos Aires das Finale gegen Cerundolo, seine einzige Finalniederlage. Seine Gegner lesen sich jetzt nicht so namhaft: Bagnis, Griekspoor, de Jong, Taberner und Hanfmann, aber jemand wie Tiafoe sollte eigentlich gegen Cobolli gewinnen bei seinen Ansprüchen
Auch Cobolli hat jetzt eine 3-1 Finalbilanz, 3 seiner 4 Finals waren bei 500er, gegen Korda verlor er 2024 in Washington nach Satzführung, danach hat er Baez, Rublev und Tiafoe besiegt, recht namhafte Gegner, wenn auch nicht die vorderste Reihe