Beste deutsche Fußballer, die nie Weltmeister wurden


Leute vor meiner Zeit kann ich schlecht beurteilen, aber da fällt einem natürlich sofort Uns Uwe ein, dem man einfach aufgrund seiner Persönlichkeit gegönnt hätte, eine WM zu gewinnen.

Aus der jüngeren Vergangenheit fällt mir neben den schon Genannten z.B. noch ein Bernd Schneider ein. Technisch ganz stark und nicht umsonst der "weiße Brasilianer".
 
Ja, obwohl dessen Ruf mMn auch damit zu tun hat, dass es zu seiner Zeit kaum technisch gute Mittelfeldspieler in D gab. Bei den Weltmeisterteams
- 1974 Overath, Netzer
- 1990 Häßler, Litti, Möller, Thon, Bein
und 2014 onehin (wenn wir von allem so viel hätten, wie von technisch guten Mittelfeldspielern, wäre die NM aktuell das Nonplusultra)
wäre Schneider wohl eher nur Ersatzspieler gewesen. Schneider war bei den Turnieren 2002 und 2006 stark, dazwischen war er aber kein besonders guter Nationalspieler, da blieb er sehr oft unter seinen Möglichkeiten.
 
Ulf Kirsten sollte vllt noch genannt werden.
Auch ein echter Klassemann, gegen Völler und Klinsmann aber praktisch chancenlos, zumal die eben auch hervorragend zusammenpassten. Sowieso ist es schon erstaunlich, wie viele wirklich gute Stürmer es früher in der NM nie wirklich gepackt haben, weil die Konkurrenz einfach zu gut war. Heute, bzw noch vor Kurzem, wurde vehement ein Kießling gefordert. Der wäre in früheren Zeiten nichtmal an Dieter Müller, Dieter Hoeneß, Burgsmüller, Wohlfarth, Max oder Fritz Walter Jr vorbeigekommen - und die spielten in der NM schon praktisch keine Rolle. Zeigt schon, wie wir momentan im Sturm besetzt sind, finde ich.
 
Das war auch das Problem für Wolfgang Seel: Überangebot an Stürmern. Und fehlende Vereins-Lobby, muss man noch ergänzen. Unter Schön (und später Derwall) setzte man auf bewährte Kräfte und außerdem war Blockbildung angesagt. Das war ein großes Manko für Seel, denn die Konkurrenz auf Linksaußen war mMn nicht zwingend besser.
Der beste und prominenteste war eventuell Hölzenbein, der war bei den WM 1974 und 1978 dabei, Uwe Reinders hieß der LA bei der WM 1982.
"Theoretisch" hätte für Seel ein WM-Titel (allemal der geholte von 1974) herausspringen können, oder zwei, denn statt den seinerzeit starken Fortunen Zewe (im Kader, aber nicht eingesetzt) und Seel dilettierten 1978 andere Spieler ziemlich herum (z.B. Kaltz als Libero und Hölzenbein auf links).
 
Nunja, für den gab es schon 'ne Menge Konkurrenz. ;) Die auch nicht rauchte, weshalb die Waldhof-Klopper einen klaren Vorteil hatten.
 
Die fünf Spieler welche im Eingangspost genannt wurden, treffen es meiner Meinung nach ganz gut.
 
An Schuster und Effenberg habe ich auch noch gedacht, die hätten nur nicht ganz in die Liste gepasst, weil sie eben nur kurz Nationalspieler waren. Bei Effenberg habe ich mich damals übrigens sehr über Berti Vogts geärgert, einen wertvollen Spieler wegen so einem Quatsch nach Hause zu schicken, war schon stark übertrieben.
 
Habe gerade versucht ein paar alte Videos von Basler auf YT zu finden - ist quasi nichts da... Der Mann hat die letzten Jahre so viel Müll gemacht, dass der ehem. Fußballer Basler fast komplett vergessen wurde... Aber dann noch noch was aufgetrieben:love:: Klick
 
Wenn es 2018 keine Titelverteidigung gibt, duerfte sich Marko Reus einreihen.
 
Wenn es 2018 keine Titelverteidigung gibt, duerfte sich Marko Reus einreihen.


OK, das ist jetzt noch eine "Kategorie", an die ich gar nicht gedacht habe, also Verletzungsgründe. Da mag es bei den anderen drei Titeln auch welche gegeben haben, die man nennen könnte, aber das habe ich jetzt nicht so genau auf dem Schirm.

Letztlich sind Seeler und Rummenigge auch deshalb wohl die besten Beispiele, weil sie jeweils genau zwischen zwei WM-Titeln Leistungsträger in der NM waren, aber etwas zu jung oder alt, um 54, 74 oder 90 dabei zu sein.
 
Auch, ja.Rummenigge war aber sowohl 82 als auch 86 das gesamte Turnier über angeschlagen, mit einem fitten Kapitän wäre D vielleicht auch da WM geworden. 1982 war man ja neben Brasilien der Topfavorit und Rummenigge galt als bester Stürmer der Welt. 1986 ging das Finale sehr unglücklich verloren. Man war zwar keineswegs die beste Mannschaft des Turniers, aber das war man 1974 eigentlich auch nicht.
Seeler hat sein Finale 66 mit dem Wembleytor verloren, 74 gewann man mit einem zweifelhaften Elfmeter. Das Team 1970 war spielerisch in meinen Augen klar stärker als 1974, in Mexiko hatte man in wirklich jedem Spiel überzeigt (74 keineswegs) und im Halbfinale im denkwürdigen Spiel gegen Italien in der VL verloren. Dadurch dass D 1970 "nur" Dritter wurde, kommt die WM mMn in der Nachbetrachtung immer viel zu kurz. Zudem gab es 1970 das wohl stärkste Brasilien aller Zeiten, einen solchen Gegner gab es weder 74, noch 90 oder 2014.
Das sportliche Mannschaftsumfeld, um Weltmeister zu werden, hatten Kalle und uns Uwe eigentlich schon. Es ist halt aus einer ganzen Reihe von Gründen dann immer etwas blöd gelaufen, wie es im Sport halt so ist.
 
OK, abgesehen von 2002 hatte D sogesehen aber eigentlich immer ein konkurrenzfähiges Team bei WMs, und da war man dann trotzdem im Finale. Ist insofern doch der Normalzustand... ;)
 
Rummenigge gehört in jede Top 5 der besten dt. Fussballer aller Zeiten und galt kurz vor Maradonas endgültigem Durchbruch sogar als bester Fußballer der Welt. Bernd Schuster muss man auch nennen, wobei der normalerweise 90 hätte WM werden müssen. Und 86 mit einem Schuster in Topform wäre vielleicht auch mehr drin gewesen. Er hat es sich also quasi selbst versaut. Wobei auch Rummenigge für seine WM Erfolglosigkeit irgendwie mitverantwortlich war. Er war ja eigentlich bei fast jeder WM bei der dabei war verletzt und nicht in Form. Trotzdem reichte es für 2 Vize WM "Titel".
 
1. Matthias Herget
2. Werner Vollack
3. Bernd Schneider
4. Mike Hanke
5. Karl-Heinz Rummenigge
 
Seel über links, Streich über rechts und Hrubesch durch die Mitte. So hätte man auch Weltmeister werden können.
 
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