bender schrieb:
Logisch.
Gepfiffene Fouls pro Team (Ligadurchschnitt):
1984/85: 2045
1985/86: 2067
1986/87: 2012
1987/88: 1977
2002/03: 1784
2003/04: 1759
2004/05: 1856
2005/06: 1866
Freiwürfe pro Team (Ligadurchschnitt)
1984/85: 2408
1985/86: 2482
1986/87: 2498
1987/88: 2388
2002/03: 2004
2003/04: 1985
2004/05: 2137
2005/06: 2157
unstandardisierte durchschnittswerte sind schön und gut, aber leider nicht objektiv richtig. vernachlässigt wird dabei nämlich die veränderung im spielstil in der nba. seit den 80ern sind
neben den durchschnittlichen fouls und freiwürfen pro spiel natürlich auch
die durchschnittliche spielgeschwindigkeit und entsprechend dazu d
ie durchschnittlichen wurfversuche zurückgegangen.
wenn man die werte standardisiert kommt in etwa heraus, dass es beinahe keinen unterschied zwischen diesen perioden bei der anzahl der gepfiffenen fouls und bei den freiwürfen gibt. ist ja auch klar, das spiel ist langsamer und kontrollierter geworden und die wurfversuche sind drastisch zurückgegangen (beides zusammen führt zu den niedrigen ppg der heutigen zeit).
von wesentlich mehr fouls gepfiffen kann also auf gar keinen fall gesprochen werden. das ist faktisch absolut falsch.
wenn man es genau nimmt, werden seit den regelumstellungen sogar mehr fouls gepfiffen (man kann da nämlich deutlich die umstellung erkennen). ist ja auch wiederum klar, man sieht es ja in jedem spiel und an den ppg der individuell besten perimeterspieler. seit den neuen regeln also tendenziell mehr foulpfiffe als in den 80ern bei in etwa gleichbleibenden freiwurfzahlen.
übrigens, was fernab der teamdurchschnitte ganz intererssant ist, sind die individuellen werte. wenn man sich die fakten ansieht, kommt man zu folgendem schluss:
die perimeterorientierten stars bekommen wesentlich mehr freiwürfe heute als in den 80ern. spieler wie iverson, wade, pierce, james, mcgrady oder bryant kommen locker 8 mal an die freiwurflinie. die absoluten topspieler in dieser hinsicht dürfen sogar mehr als 10 mal an die linie. in den 80ern war das für spieler, die nicht michael jordan hießen, undenkbar. und selbst jordan hatte da wohl so seine probleme, 10 mal an die linie zu kommen (nur 2 mal in seiner karriere erreicht). und wie gesagt, das alles, obwohl die spielgeschwindigkeit und die wurfanzahl heute abgenommen haben. also existiert hier ein riesengroßer vorteil für die perimeter-stars von heute im vergleich zu damals.
auch das kann man natürlich auch in den spielen sehen. die nba befindet sich mitten im wandel. das spiel ist nach den regeländerungen und dem aussterben der center klar perimeterorientiert.