Letztendlich ist es doch einfach so, dass es Sportler:innen gibt, die nicht dadurch an die Spitze gelangen indem sie ein überaus ausgeprägtes Konkurrenz Denken entwickelt haben was sie pusht (klar auch die Sportler:innen gibt es), sondern in erster Linie durch ihr Talent und eher dem mentalen inneren Kampf mit sich selbst und weniger durch ein Gehabe der Konkurrenz gegenüber. Da sind dann durchaus auch Freundschaften und ein gegenseitiges gönnen können einfach auch drinn. Das mag bei Sportlerinnen vielleicht ausgeprägter sein als bei manchem Sportler (klar auch hier gibt es ausnahmen und man sollte nicht verallgemeinern).
Letztendlich glaube ich persönlich einfach nicht, dass (nur) ausgeprägtes Konkurrenzdenken einen zur Spitzenleistung treibt und einen die konstant abrufen lässt, sondern auch mit einem ausgeglichenen Charakter da einiges möglich ist, vielleicht sogar mehr, weil man die Dinge auch mal schneller abhaken kann.
Soviel mein buddhistisch angehauchter Senf zu der Thematik.
Ich glaube man muss da eher trennen in sportliches Verhalten und Konkurrenz Denken.
Ohne dieses Konkurrenz Denken, bzw. das Ziel zu haben den maximalen Erfolg zu erreichen, wird keiner ganz oben konstant ankommen. Weder bei den Damen noch bei den Herren. Das brauchst du einfach um ständig an dir zu arbeiten.
Das schließt aber nicht aus, seine Konkurrenten nach dem Wettkampf sauber und sportlich zu behandeln. Eine Franzi Preuß ist glaube ich aktuell einfach nur glücklich und kann mit einem dritten Platz sehr gut leben. Und warum? Weil sie solch konstante Ergebnisse noch nie erzielt hat. Das war (wenn ich mich nicht verrechnet habe) ihr achtes Podest in der Saison. Bis vor der Saison dürften es in 10 Jahren 16 gewesen sein. Auch bei WM und Olympia hatte sie bisher erst ein Podest in Einzelwettbewerben.
Warum sollte sie dann jetzt so vermessen sein zu denken, sie ist der weibliche JTB und kann nur noch mit Platz 1 zufrieden sein?
Sie gibt das beste und ist sicher auch talentiert, aber keine Überfliegerin (vor allem im Laufen). Auch am Schießstand hatte sie schon schwerere Zeiten. Die Gesundheit noch dazu.
Ein Gesamtweltcup-Sieg wäre eine Sensation (vor der Saison). Jetzt wird es natürlich auch bei ihr dann irgendwann zur Situation kommen, dass sie etwas zu verlieren hat. Dann sind bei den letzten Rennen doch mehr die Augen von ihr auf Lou gerichtet nach dem Motto: du darfst auch nochmal Schwächeln, bitte

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Aber wenn sie am Ende knapp Zweiter wird im GWC wird sie sicher trotzdem zufrieden sein und Lou auch freundlich gratulieren, weil die sich einfach gut verstehen. Sieht man auch in den Interviews der beiden. Da zeugt schon einiges an Respekt vor den Leistungen der Konkurrentin.
Aber so ähnlich ist es doch bei den Jungs auch. Klar sind da die Alphatiere noch etwas größer in der Anzahl. Aber ein Enfant Terrible gibt's da auch nicht mehr (am ehesten noch Jacquelin). Die meisten gratulieren doch den Gegnern genauso. OK sie schnattern vielleicht nicht so ausführlich wie die Mädels... Aber ist das ein Wunder?
Und JTB hat aktuell auch scheinbar nicht mehr diesen Kanibalen-Modus drauf. Da scheint das Feuer doch langsam zu verglühen. Gute Entscheidung dann auch aufzuhören.