Borussia Dortmund 2026/27 – Ein Book mit sieben Siegeln


Der BVB ist mit "der Trainer steht für offensiven und attraktiven Fußball" (Bosz, Sahin) zweimal derbe auf die Schnauze gefallen. Aber was solls? Alle guten Dinge sind drei, also her mit Titz! :saint:
 
also her mit Titz! :saint:
(y) Wenn es nachher nach 34 Spielen ein Torverhältniss von 88-90 gäbe würden die Fans natürlich einen 9. oder 10. Platz in Kauf nehmen. Fussballfans sind ja bekannt für solch eine Einstellung. Auch der Verbleib (oder Verpflichtung) der besseren Spieler wäre gesichert, denen geht es ja primär um attrakiven Fussball wie man hier so oft liest, da ist CL Teilnahme oder oben in der Tabelle mitspielen nur ein Randaspekt.
 
Der BVB ist mit "der Trainer steht für offensiven und attraktiven Fußball" (Bosz, Sahin) zweimal derbe auf die Schnauze gefallen.
Das ist sicherlich keine mehrheitsfähige Meinung, aber ich finde, dass der BVB aktuell derbe auf die Schnauze fällt. Wenn schon eigene Fans teilweise anfangen, die Spiele nicht mehr zu gucken und generell weniger Interesse an ihrem Verein zeigen, dann tröstet auch der zweite Platz in der Bundesliga Tabelle kaum darüber hinweg.
Zumal Kovac ja auch nicht der einzige Trainer ist, der mit dem BVB den zweiten Platz erreicht hat. Andere haben wenigstens dazu noch im Pokal oder in der Champions League bisschen was erreicht. Wir waren mit den Trainern zwar auch nicht so ganz zufrieden, aber das steht ja auf einem anderen Blatt.
 
Kann ich komplett nachvollziehen. Ich bin ja jemand, der eigentlich alle Spiele in BVB-TV im relive schaut (Familie und Freunde sind darauf geeicht, mir bloß kein Ergebnis mitzuteilen nach Abpfiff).
Gestern hab ich mich dabei erwischt, den Thread im Forum aufzumachen, um zu sehen, ob überhaupt was passiert in dem Spiel. Und hab dann beschlossen, die 6-Minuten-Zusammenfassung bei DAZN reicht.

So wie mir könnte es nach und nach immer mehr Leuten gehen. Neuen Fans "verkaufst" du eine Mannschaft eh nur noch über Stars, spektakuläre Szenen oder große Erfolge. Die ersten beiden kann der BVB aktuell nicht vorweisen und beim dritten kann man drüber diskutieren, ob ein Platz zwischen 2 und 4 in der Bundesliga ausreicht, um herauszustechen.
Die Die-Hard-Fans gehen eh immer ins Stadion und schauen jedes Spiel, aber dahinter könnte das Interesse merklich nachlassen, wenn man weiter so spielt.
 
Kann doch nicht wahr sein, dass ich hier anfange, Kovac zu verteidigen. Der Hype kam halt durch die beiden Griechen bzw. die grundlegende Hoffnung, dass mit Book langfristig wieder ein toller Kader gebaut wird. Aber ohne die Griechen ist der Hype halt leider wieder futsch. Das liegt für mich aber mehr am Kader als an Kovac.
 
Gibt glaub ich keine dämlichere Schlussfolgerung als das Offensivfußball automatisch weniger Punkte bringt. Die Gleichung Kovac-Fußball -> Punkte, besserer Fußball -> keine Punkte gibt es einfach nicht. Kovac/Flick reicht doch alleine schon als Beweis wo Kovac sogar direkt beteiligt war.

Besserer Ballbesitz -> mehr Dominanz/Kontrolle, Selbst 60:40 Spiele führen langfristig zu mehr Siegen als die jetzigen 51:49 Abnutzungskämpfe.

Und wenn man schon mit xGoals argumentieren möchte, dann auch richtig. Man hatte nicht in jedem Spiel mehr xGoals als der Gegner. ;)
 
Und wenn man schon mit xGoals argumentieren möchte, dann auch richtig. Man hatte nicht in jedem Spiel mehr xGoals als der Gegner. ;)

Stimmt. Kommt aber immer drauf an, wie gewürfelt wurde und welche Seite man sich aussucht. Nimmt man die Zahlen vom Kicker, dann hat man in jedem Bundesligaspiel die höheren xgoals...bei understat hatte dagegen Hoffenheim einen leicht höheren Wert als der BVB. Woher die Diskrepanz von gut 0,3 xGoals bei Hoffenheim kommt, weiß der Himmel bzw. Würfel.

Laut Understat stellt der BVB auch zurecht eine der besten Defensiven der Liga. Vor dem BVB liegen bei den xGoalsAgainst lediglich Freiburg, Bayern und Leverkusen, die alle noch heute spielen. Dann kommt lange nichts. Spricht für eine gewisse defensive Stabilität beim BVB, die es laut sportforen.de gar nicht gibt.
 
Understat kalkuliert ja auch die expectedPoints. Weiß nicht wie sattelfest das ist, aber damit versuchen die sicherlich, abzudecken, dass es einen Unterschied für die Siegwahrscheinlichkeit macht, ob man 1,1:1 xG hat oder 4:1 in einem Spiel.

Theoretisch sollte aber doch unsere Defensivtaktik zwar im Ligasystem dauerhaft wegen knapper Spiele zu viele Punkte lassen, dafür aber doch in KO-Spielen für positive Überraschungen gut sein.
 
Apropos Kovac loben.
Gestern wie gegen Bremen richtig stark gewechselt. Und ich fand Veerman (bis auf einen Harakiri Pass) sehr stark.
Nmecha weiterhin mehr Schatten als Licht.
 
Apropos Kovac loben.
Gestern wie gegen Bremen richtig stark gewechselt. Und ich fand Veerman (bis auf einen Harakiri Pass) sehr stark.
Nmecha weiterhin mehr Schatten als Licht.
Fand ihn auch sehr stark und bei Nmecha angesichts, was er zeigen kann, sehe ich seit seinem Doppelpack viel Theatralik und kaum Einsatzfreude. Er ist und bleibt ein enfant terrible in meinen Augen.
 
Gibt glaub ich keine dämlichere Schlussfolgerung als das Offensivfußball automatisch weniger Punkte bringt. Die Gleichung Kovac-Fußball -> Punkte, besserer Fußball -> keine Punkte gibt es einfach nicht. Kovac/Flick reicht doch alleine schon als Beweis wo Kovac sogar direkt beteiligt war.

Jemand wie Kompany oder auch Alonso wären für den BVB auch möglich gewesen, Alonso war zwar ein wirklich unbeschriebenes Blatt. Dass Kompany so einschlägt, da hatte ich persönlich auch keine Erwartung, weil ich jetzt nicht so tief drin bin, aber als ehemaliger Anderlecht und Burnley Trainer sollte er in der Branche nicht unbekannt sein, auch wenn solche Trainer auch ein gewisses Risiko bringen. Nur weil Sahin offensichtlich kein guter Trainer auf dem Niveau zu dem Zeitpunkt war, heißt es ja nicht, dass man nicht offensiver spielen kann. Jemand wie Hoeneß hat das beim VfB auch lange geschafft.
Es ist aber auch nachvollziehbar, dass Kovac fest im Sattel sitzt. Solche Trainer wie Kovac haben in der Regel aber auch nicht so viel Kredit, wenn es ergebnistechnisch mal nicht so läuft.
Der Unterschied zwischen Kovac-Bayern (100 km/h) und Flick-Bayern (200 km/h) war eklatant, Kovacs BVB Zeit ist aber auch seine erfolgreichste seit Frankfurt.

Ich persönlich bin auch kein Fan davon jemanden wie Kovac bei einem Topteam als Trainer zu haben
 
Das ist sicherlich keine mehrheitsfähige Meinung, aber ich finde, dass der BVB aktuell derbe auf die Schnauze fällt. Wenn schon eigene Fans teilweise anfangen, die Spiele nicht mehr zu gucken und generell weniger Interesse an ihrem Verein zeigen, dann tröstet auch der zweite Platz in der Bundesliga Tabelle kaum darüber hinweg.
Zumal Kovac ja auch nicht der einzige Trainer ist, der mit dem BVB den zweiten Platz erreicht hat. Andere haben wenigstens dazu noch im Pokal oder in der Champions League bisschen was erreicht. Wir waren mit den Trainern zwar auch nicht so ganz zufrieden, aber das steht ja auf einem anderen Blatt.
Ist das so oder gilt das nur für unsere Bubble hier?

Ich bin ja selber der Typ "Fußball ist Unterhaltung" und würde Kompany-Ball immer gegenüber Tuchel-Ball bevorzugen, auch wenn letzterer vor allem international vielleicht sogar erfolgversprechender ist. Aber ist der durchschnittliche Fußballfan nicht eher von der Sorte "Fußball ist Ergebnissport"?
 
Ist das so oder gilt das nur für unsere Bubble hier?

Aber ist der durchschnittliche Fußballfan nicht eher von der Sorte "Fußball ist Ergebnissport"?

Der "Bestandsfan" zu großen Teilen wahrscheinlich schon.

Kann mir aber mit der aktuellen Ausrichtung und dem Personal aber nicht vorstellen, dass man neue Fans und Leute, die sich Trikots kaufen sollen gewinnt. Sowohl national als auch international.

Sollte aber natürlich auch nicht das Hauptziel sein.

Ich würde "schönen" Fußball und Platz 4 sofort gegen Kovacball und Platz 2 eintauschen, aber ich bin der Meinung, dass man auch mit schönem Fußball den 2. Platz sichern kann.
 
Ich frag mich weiterhin, wie intern die Kommunikation zwischen den Verantwortlichen abläuft. Da wird nach Außen von offensiveren Fussball und Einbindung von Talenten fabuliert, was dann aber beides in der Realität kaum bis gar nicht stattfindet.

Unser Konzept ist da einfach null konsistent. Broich und Schaffran betonen, dass sie die Spieler zwingend in schwierige Situationen bringen wollen, um eine Entwicklung zu triggern, während unser Trainer in der 1. Mannschaft genau das Gegenteil macht und lieber in erfahrene vs unerfahrene Spieler denkt.

Hier geht es auch 0 darum, ob Kovac ein guter Trainer ist oder seine Erfolge mit dem BVB kleinzureden, sondern vielmehr darum, wie das, was Ricken und Co. sagen und im Jugendbereich umstrukturier/forciert wird, mit dem zusammenpasst, wofür Kovac als Trainer steht.

Mir fehlt da komplett der rote Faden.
 
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