Gespannt bin ich schon, wie weit der Bruder kommt. Aber kleiner Bruder von Carlos zu sein, könnte da auch ein zweischneidiges Schwert sein. Denke mal, dass einerseits die Chance, dass der Bruder den Durchbruch zum Profi schafft ungleich höher ist, als bei anderen 14-jährigen. Das familiäre Umfeld scheint zu stimmen - siehe Carlos - genetisch kann man das nicht so spontan sagen, aber die Chancen, dass der Bruder hochtalentiert ist, dürfte ungleich höher sein als bei einem "normalen" 14-jährigen. Das Umfeld weiß auch gut, wie man ihn fördert und auf was es ankommt, d.h. da können einige Fallstricke locker umschifft werden. Da sind also schon einige positive Punkte, von denen der Bruder profitieren kann.
Auf der anderen Seite wird man sehen, wie er dann auch mit dem Erwartungsdruck umgeht, sollte er wirklich mal auf Challenger Level anklopfen und tatsächlich den Sprung zum Profi schafft.
Aber es gibt schon ziemlich viele Geschwister, die Beide ihren Weg beim Tennis gemacht haben. Der Unterschied im Level war manchmal recht gering (z.B. Maleeva Schwestern, alle 3 haben Top 6 erreicht) und manchmal ziemlich groß (Zverev, Murray) und manchmal richtig fett groß (Tsitsipas). Ein interessantes Beispiel sind auch noch die Safin(a) Geschwister. Beide haben Nr. 1 erreicht in der Rangliste, wenngleich natürlich Marat die weitaus bessere Karriere hatte. Oder die Sanchez Familie: Arantxa, Emilio, Javier. Arantxa GS Siegerin, Emilio Top 10 Spieler und jahrelang einer der besten auf Sand, Javier war nicht ganz so stark, glaube so Top 30 war sein Ding für ne zeitlang.
Aber Namen kann man da viele aufzählen: Bryan, Pliskova, Cerundolo, Rochus, McEnroe, Andreeva, Murray, Fruhvirtova, Ymer etc....
Um zu sehen, wie gut die Chancen stehen, dass ein Geschwister es als Profi schafft, müsste man natürlich gegenrechnen, von welchen Profis es Geschwister probiert, aber eben überhaupt kein Land gesehen haben. Nicht unspannendes Thema!