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Washington Commanders @ Philadelphia Eagles (Kickoff 21 Uhr deutsche Zeit)
Es gibt eigentlich genug Gründe, als Philly Fan optimistisch in das Spiel zu gehen. Ein Championship Game zu Hause ist immer eine große Chance und der historische Trend spricht Bände: die Heimteams in NFC und AFC sind seit 2014 17-5. Die Buchmacher sehen die Eagles mit +6 vorne, also fast ein Touchdown. Philly sollte klare Vorteile in der Line of Scrimmage haben - und das hätte ich auch geschrieben, bevor mit Payne der zweitbeste DL und mit Cosmi der beste OL der Commanders für das Spiel ausfallen. Dazu kommt die Eagles Defense, die fast schon unverschämt konstant gut ist. Doch die eine Ausnahme diese Saison war ... Week 16 in Landover, Maryland, gegen Washington. Auch da hat man zwar Turnover geholt, konnte aber am Ende Jayden Daniels nicht stoppen.
Was mich dann auch dazu bringt, weshalb ich zwar optimistisch, aber gleichzeitig auch nervös bin: Washington hat den Vorteil auf den zwei wichtigsten Positionen, Quarterback und Head Coach. Dan Quinn hat nicht nur bemerkenswert schnell eine Winning Culture in eine Loser-Franchise gebracht, er macht das auch im Game Management richtig gut. Er macht kaum offensichtliche Fehler mit der Uhr oder den Auszeiten. Und er gibt seinem Team mit seinen ultra-aggressiven 4th Down Entscheidungen einen echten Vorteil. Sirianni scheint es sich hingegen zum Hobby gemacht zu haben, die letzten zwei Minuten vor der Halbzeit mit schlechten, teils unerklärlichen Entscheidungen zu ruinieren und ist auch ein ziemlicher Feigling bei 4th Down. Das wird statistisch teilweise durch den Brotherly Shove kompensiert, denn dem vertraut er (wäre auch noch schöner, wenn nicht). Aber sobald es nicht 4th and Short ist, traut sich Sirianni nur wenig und das, obwohl sein Boss Jeffery Lurie das explizit von ihm erwartet und er nie kritisiert werden würde, wenn er Eier zeigt. Verstehe, wer will. Aber in einem engen Spiel kann das den Unterschied ausmachen.
Und dass das Spiel trotz der statistisch löchrigen Washington Defense (die gut bei Turnovern ist und durch kluge Playcalls von Dan Quinn auch Sacks generieren kann) eng werden dürfte, hat mit Jayden Daniels zu tun. Ich bleibe zwar dahingehend skeptisch, ob er mit seinem schmalen Körperbau und seinem laufintensiven Stil 10+ Jahre in der NFL durchhält, aber solange er so gesund ist wie derzeit, ist er ein überragend guter Quarterback, der noch dazu viel Ruhe ausstrahlt und sehr Clutch ist. Ich glaube kein Eagles Fan kann ruhig sitzen, wenn Daniels den Ball mit 1:50 im vierten Viertel in die Hand bekommen sollte, selbst wenn er einen Touchdown bräuchte.
Und umgekehrt dürfte das Vertrauen in Jalen Hurts und das Passing Game der Eagles gerade auch nur überschaubar groß sein - selbst ohne Verletzung. Und sein angeschlagenes Knie macht das Bauchgefühl sicher nicht besser. Die Eagles haben mit einem A+ WR1 und einem A+ WR2, einem soliden TE und dieser Offensive Line definitiv die Zutaten für ein explosives Passspiel. Aber das gilt ja schon für die gesamte Saison und gezeigt haben sie es nur in wenigen Spielen.
Teilweise mussten sie es auch nicht zeigen, weil Saquon Barkley so fantastisch ist. Saquon lebt von seinen langen TD Runs. Die liefert er auch mit erstaunlicher Beständigkeit. Aber es bleibt ein Spiel mit dem Feuer. Gerade falls Washington das Quarterback Laufspiel der Eagles wegen der Verletzung von Jalen Hurts nicht ernstnehmen muss, kann das ein langer Abend werden.
Buffalo Bills @ Kansas City Chiefs (Kickoff 0:30 Uhr)
Mein Football Konsum war diese Woche logischerweise sehr Eagles lastig. Für das AFC Championship blieb da nichts übrig - da dürfen ruhig andere in die Tasten hauen. Ich freue mich auf Allen vs. Mahomes und hoffe einfach, dass ich den Super Bowl Gegner der Eagles "scouten" darf und nicht Mitten drin bin, ein verlorenes Championship emotional aufzuarbeiten.
Es gibt eigentlich genug Gründe, als Philly Fan optimistisch in das Spiel zu gehen. Ein Championship Game zu Hause ist immer eine große Chance und der historische Trend spricht Bände: die Heimteams in NFC und AFC sind seit 2014 17-5. Die Buchmacher sehen die Eagles mit +6 vorne, also fast ein Touchdown. Philly sollte klare Vorteile in der Line of Scrimmage haben - und das hätte ich auch geschrieben, bevor mit Payne der zweitbeste DL und mit Cosmi der beste OL der Commanders für das Spiel ausfallen. Dazu kommt die Eagles Defense, die fast schon unverschämt konstant gut ist. Doch die eine Ausnahme diese Saison war ... Week 16 in Landover, Maryland, gegen Washington. Auch da hat man zwar Turnover geholt, konnte aber am Ende Jayden Daniels nicht stoppen.
Was mich dann auch dazu bringt, weshalb ich zwar optimistisch, aber gleichzeitig auch nervös bin: Washington hat den Vorteil auf den zwei wichtigsten Positionen, Quarterback und Head Coach. Dan Quinn hat nicht nur bemerkenswert schnell eine Winning Culture in eine Loser-Franchise gebracht, er macht das auch im Game Management richtig gut. Er macht kaum offensichtliche Fehler mit der Uhr oder den Auszeiten. Und er gibt seinem Team mit seinen ultra-aggressiven 4th Down Entscheidungen einen echten Vorteil. Sirianni scheint es sich hingegen zum Hobby gemacht zu haben, die letzten zwei Minuten vor der Halbzeit mit schlechten, teils unerklärlichen Entscheidungen zu ruinieren und ist auch ein ziemlicher Feigling bei 4th Down. Das wird statistisch teilweise durch den Brotherly Shove kompensiert, denn dem vertraut er (wäre auch noch schöner, wenn nicht). Aber sobald es nicht 4th and Short ist, traut sich Sirianni nur wenig und das, obwohl sein Boss Jeffery Lurie das explizit von ihm erwartet und er nie kritisiert werden würde, wenn er Eier zeigt. Verstehe, wer will. Aber in einem engen Spiel kann das den Unterschied ausmachen.
Und dass das Spiel trotz der statistisch löchrigen Washington Defense (die gut bei Turnovern ist und durch kluge Playcalls von Dan Quinn auch Sacks generieren kann) eng werden dürfte, hat mit Jayden Daniels zu tun. Ich bleibe zwar dahingehend skeptisch, ob er mit seinem schmalen Körperbau und seinem laufintensiven Stil 10+ Jahre in der NFL durchhält, aber solange er so gesund ist wie derzeit, ist er ein überragend guter Quarterback, der noch dazu viel Ruhe ausstrahlt und sehr Clutch ist. Ich glaube kein Eagles Fan kann ruhig sitzen, wenn Daniels den Ball mit 1:50 im vierten Viertel in die Hand bekommen sollte, selbst wenn er einen Touchdown bräuchte.
Und umgekehrt dürfte das Vertrauen in Jalen Hurts und das Passing Game der Eagles gerade auch nur überschaubar groß sein - selbst ohne Verletzung. Und sein angeschlagenes Knie macht das Bauchgefühl sicher nicht besser. Die Eagles haben mit einem A+ WR1 und einem A+ WR2, einem soliden TE und dieser Offensive Line definitiv die Zutaten für ein explosives Passspiel. Aber das gilt ja schon für die gesamte Saison und gezeigt haben sie es nur in wenigen Spielen.
Teilweise mussten sie es auch nicht zeigen, weil Saquon Barkley so fantastisch ist. Saquon lebt von seinen langen TD Runs. Die liefert er auch mit erstaunlicher Beständigkeit. Aber es bleibt ein Spiel mit dem Feuer. Gerade falls Washington das Quarterback Laufspiel der Eagles wegen der Verletzung von Jalen Hurts nicht ernstnehmen muss, kann das ein langer Abend werden.
Buffalo Bills @ Kansas City Chiefs (Kickoff 0:30 Uhr)
Mein Football Konsum war diese Woche logischerweise sehr Eagles lastig. Für das AFC Championship blieb da nichts übrig - da dürfen ruhig andere in die Tasten hauen. Ich freue mich auf Allen vs. Mahomes und hoffe einfach, dass ich den Super Bowl Gegner der Eagles "scouten" darf und nicht Mitten drin bin, ein verlorenes Championship emotional aufzuarbeiten.