Dubois ist halt der perfekte Boxer, wenn man sich einen Boxkampf anschauen möchte, der nahezu immer für Überraschungen gut ist (außer vielleicht er boxt nochmal gegen Usyk).
Man könnte ihn noch 10 Mal mit Joe Joyce in den Ring stellen und wär sich nie ganz sicher, wer den Ring als Sieger verlassen wird.
Eine große "Dubois-Ära" wird es daher wohl auch nie geben.
Usyk und Fury werden nicht mehr lange da sein (und auch Usyk wirkte zuletzt schlagbar).
Über Joshuas Leistungsvermögen kann man nur mutmaßen (viel Luft nach oben ... aber auch Potential für grottige Leistungen).
Gassiev und Wilder tanzen noch irgendwo rum, sind aber nurnoch der Rest ihres eigenen selbst.
Miller, Parker und Ruiz gelten schon als vergangene Generation und haben ihre Prime vermeintlich hinter sich.
Ja, da werden diese und jene Namen "nachkommen" oder halt bleiben. Wie eben Dubois, der zwar schon einige Top-Kämpfe auf dem Buckel hat, aber noch gut im Saft steht, nicht zu den alten Eisen zählt und einen Stil hat, der vielleicht auch noch in ein paar Jahren zu Siegen gegen Top-Gegner führen kann.
Boxer wie eben Dubois, Kabayel und auch Sanchez stehen da bereit, ein gewisses "Macht-Vakuum" zu füllen, wenn Usyk aufhören würde, weil sie schon Titel haben, oder vor ihrem nächsten Titelkampf stehen.
Und Dubois, Kabayel und eben zum Beispiel auch Sanchez haben das Zeug den jeweils anderen zu schlagen. Kabayel kann Dubois schlagen. Dubois kann Kabayel schlagen. Sanchez kann Dubois schlagen. Kabayel hat bereits deutlich gegen Sanchez gewonnen. So als Beispiel.
Und dann gibt es noch hochkarätige Prospects wie Itauma (und evntl. auch Jalolov) und oder ein eventueller zukünftiger HW-Aufstieg von Benavidez oder Opetaia. Bei denen kann man nur mutmaßen was passiert, wenn sie von einem schlagstarken HW mal satt getroffen werden ... und ob es dazu überhaupt mal kommt.
Das HW kann durchaus spannend werden.
Spannender als vor gut 20 Jahren, als Don King seine Boxer im Kreis drehen ließ (und jeder durfte mal Holyfield boxen) und Rahman, Ruiz und Byrd die Titel hielten, während Tua keine Lust hatte, Brewster herauszufordern.