David Haye (2009) vs Daniel Dubois (2026)


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Guten Morgen,
Wie seht ihr einen potenziellen Kampf von David Haye (2009) gegen Daniel Dubois (2026)?

Für mich gibt es zwei Szenarios:
1. Haye knockt ihn früh aus (R 1-3)
2. Dubois etabliert den Jab früh und landet hart. Haye wird daraufhin sehr inaktiv und lauert auf den big Shot, der nicht kommt. In etwa wie gegen Klitscko.

Da man tendenziell die Vergangenheit verklärt und Haye für mich im HW nur gegen Chisora komplett überzeugt hat, tendiere ich zu Dubois, obwohl man da sehr gut gegenargumentierrn kann.
 
Solange der kleine Zeh mitmacht knocked Haye Dubois aus das hätte so ausgesehen wie Usyk vs Dubois 2 nur das Haye härter schlägt. Die Chance auf den lucky Punch ist bei Dubios natürlich immer drin.
 
Ich sehe Haye in diesem Duell vorne. Ich glaube nicht das er sich auf einen offenen Schlagabtausch mit Dubois einlassen würde. Dafür wäre Dubois einfach zu gefährlich. Haye war gegen große Puncher meistens SEHR vorsichtig und würde meiner Meinung nach viel über seine Kopfarbeit, Reflexe und einzelne explosive Konter kommen.

Dubois hat zwar, für das heavyweight, einen guten Jab womit er ihn kontrollieren könnt, aber Haye hat selbst den hervorragenden Jab von Wladimir Klitschko gerade in den ersten Runden immer wieder mit seiner Beweglichkeit neutralisiert. Deshalb glaube ich nicht das Dubois ihn damit dauerhaft kontrollieren könnte.

Ich könnte mir vorstellen, dass Dubois zunächst mehr Druck macht, Haye aber immer wieder mit einzelnen harten Händen trifft und danach sofort wieder rausgeht. Und wenn Dubois dabei wieder ein oder zweimal ein Knie nimmt, um sich anzählen zu lassen, wie er es zuletzt häufiger gemacht hat, wird es über die Punkte natürlich sehr schwer.

Je länger der Kampf dauern würde und Dubios Probleme hätte zu treffen, desto frustrierter würde Dubois werden und dadurch noch offener für Hayes Konter.

Für mich wäre deshalb Haye nach Punkten oder durch einen späten TKO das wahrscheinlichste Szenario. An einen frühen KO glaube ich nicht, weil Haye dafür vermutlich zunächst zu vorsichtig boxen würde.
 
Moment, reden wir hier über Hasenfuß Haye, jenen Schönwetterboxer, der gerne die Braut, die sich nicht traut gespielt hat, wenn der Gegner nicht in wichtigen Bereichen substanziell unterlegen war?
 
Ich kenne kaum einen Boxer, über den sowohl während seiner aktiven Karriere als auch danach so viel gesprochen wird und dabei eine derart kleine Sample Size existiert. Angefangen von den Ammenmärchen über den "Cruiserweight-Ruler". Der Mann hatte weniger als eine Handvoll WM-Kämpfe und gleichzeitig eine Busladung voller Top-Contender, die er nicht geboxt hat. Im Schwergewicht gab es erst Cherry Picking, dann eine klare Niederlage gegen Klitschko, bevor er als ernstzunehmender Kämpfer genau einen einzigen wirklich herausragenden Sieg erzielen konnte (über den Rest schweigen wir mal lieber). Wie man da überhaupt selbstbewusst eine Prognose treffen möchte, bleibt mit schleierhaft. Aber das ist die Crux beim Thema Fantasy-Matchups: Man kann erstmal alles sagen und nie widerlegt werden.
 
Haye wusste, dass er kein Eisenkinn hat, also hat er entsprechend geboxt. Bei seinen KO-Niederlagen war er der überlegene Boxer und hat sich dann unvorsichtig was eingefangen. Gegen (körperlich) prime Klitschko nicht aggressiv zu boxen ist ja nun auch kein Zeichen von Dummheit.

Wenn Haye nicht wieder so eine Unvorsichtigkeit einbaut, geht Dubois richtig KO. Aber Haye ist halt auch immer für so eine zu haben.

@JabAndGrab Haye war ein technisch richtig starker Boxer und gehört da in die Hall of Fame seiner Gewichtsklasse(n). Aber er hatte halt auch eine Achillesferse, nämlich ein Kinn auf Price-Niveau, was er immer aus allem raushalten musste. Insofern wusste er, dass es für Fire-vs-Fire-Gefechte gegen absolute Top-Leute nicht immer reichen und er da etwa 50:50 rausgehen würde (oder schlechter, 12 Runden sind lang).
 
Die Darstellung ist mir zu einseitig. Haye hatte kein Eisenkinn, aber eben auch kein Glaskinn. Er war offensiv technisch ganz gut, einigermaßen flott auf den Beinen, aber eben kein starker Allrounder. Seine Defensive funktionierte im Wesentlichen durch Vermeidung, seine Kondition war eher unterdurchschnittlich und im Schwergewicht war er ein reiner Cherry Picker.

Gegen Dubois hätte er natürlich eine Puncher-Chance wie umgekehrt auch, aber er hätte gegen Dubois weder konditionell noch in Drucksituationen durchgehalten. Dubois baut gerne mal defensive Fehler ein, rappelt sich aber vom Willen her gerne wieder auf. Haye kassiert lieber Kohle statt harte Treffer und steckt dann auf. Man schaue sich nur mal die miese Performance gegen den vermeidlichen Boxlegastheniker Valuev an. Das hatte was von Not gegen Elend. Da war selbst der alte Holyfield besser. Haye taugte als Box-Posterboy, was viele Betrachter bis heute geblendet hat, zu mehr war er vor allen Dingen im Schwergewicht selten bereit.
 
Imo zerstört Dubois Haye mit dem Jab. Ohne wenn und aber. Viele vergessen einfach das Haye tatsächlich "nur" 1,91 m groß ist und 1,98 m Reichweite hat. Er lebte von seiner Explosivität am Mann, hatte aber immer Probleme gegen lange Boxer mit stiff und hart geschlagenem Jab. Haye war kein Usyk. Er konnte nie einen Gegner lesen und seine Kampftaktik adaptieren. Wie schon von Usern vor mir erwähnt, hatte er auch nicht die beste Stamina.

Dubois mag nicht das beste Kinn haben. Aber er hat einen weltklasse Jab und hat genug Insidegame um Haye mit kurzen Uplercuts und Hooks zu bestrafen, falls dieser seinen Spiderman Jump hinlegt um in Range zu kommen. Seine rechter Dampfhammer ist ebenfalls nicht zu verachten. Vor allem aus der Midrange, generiert seine lange Rückhand Gerade enorme Kraft.
 
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