Denke beim Sparring zu viel nach


akdgn

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Hi Freunde,
ich habe mich vor zwei Monaten bei einem Boxgym angemeldet und gehe drei bis vier Mal in der Woche zum Boxen. Ich habe eine einigermaßen gute Schlagkraft, schnelle Hände und eine sehr gute Kondition. Mein Problem ist es, dass ich beim Sparring bin und viel zu viel nachdenke. Während der Gegner einen Haufen von Schlägen abgibt, bin ich am überlegen wie ich ihn wo überhaupt treffen soll und bekomme so kaum einen Schlag raus. Ich würde mich über Tipps gegen mein "nachdenken" bzw mein Problem freuen.
Danke
 

GSWarriors

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Hi Freunde,
ich habe mich vor zwei Monaten bei einem Boxgym angemeldet und gehe drei bis vier Mal in der Woche zum Boxen. Ich habe eine einigermaßen gute Schlagkraft, schnelle Hände und eine sehr gute Kondition. Mein Problem ist es, dass ich beim Sparring bin und viel zu viel nachdenke. Während der Gegner einen Haufen von Schlägen abgibt, bin ich am überlegen wie ich ihn wo überhaupt treffen soll und bekomme so kaum einen Schlag raus. Ich würde mich über Tipps gegen mein "nachdenken" bzw mein Problem freuen.
Danke
Habe die selbe Erfahrung gemacht, ist ganz normal. Das legt man mit der Zeit ab, wichtig ist gerade am Anfang, darauf zu achten, dass deine Deckung oben bleibt und dass du bei eigenen Schlägen die Faust schnell wieder vors Gesicht bekommst. Wie sieht es denn mit deiner Reichweite aus? Distanz ist beim Boxen sehr wichtig und das brauch auch immer seine Zeit, bis man das Distanzgefühl bekommt.
Ich nehme an du boxt mit jemandem aus deinem Gym? Frag doch einfach mal deinen Sparring Partner, was er so sieht. Wenn der korrekt ist, und ihr euch auf leichteres Sparring einigt, dann kannst du ja easy ein paar Sachen probieren (Jab des Gegners wegschlagen und selber schlagen)...

Aber du boxt ja auch erst seit 2 Monaten, sowas brauch Zeit und viel Übung.
 

timeout4u

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Liegt einfach an der falschen Reihenfolge des Boxen lernens und den falschen Sparringspartnern. Vor richtigem Sparring müssen oder sollten erst Dinge wie PartnerSchattenboxen, Partnerübungen, Sensibilisierungsübungen, bedingtes Sparring uä. erfolgen. Ansonsten bleibts halt nur ein blindes Haudrauf nach so kurzer Zeit.
 

GrimReaper

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Finde auch, dass man nach zwei Monaten nur sehr bedacht sparren sollte. Wie viele Schläge wurden dir überhaupt schon richtig eingeschliffen? Welche Kombinationen kennst du? Welche Paraden, Konter, Traps oder Finten?
 

Tyson2fastFury

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Hi Freunde,
ich habe mich vor zwei Monaten bei einem Boxgym angemeldet und gehe drei bis vier Mal in der Woche zum Boxen. Ich habe eine einigermaßen gute Schlagkraft, schnelle Hände und eine sehr gute Kondition. Mein Problem ist es, dass ich beim Sparring bin und viel zu viel nachdenke. Während der Gegner einen Haufen von Schlägen abgibt, bin ich am überlegen wie ich ihn wo überhaupt treffen soll und bekomme so kaum einen Schlag raus. Ich würde mich über Tipps gegen mein "nachdenken" bzw mein Problem freuen.
Danke
das ist wirklich schwierig, da jeder boxer anders tickt. ich hab speziell beim sparring immer nur auf mich geachtet unabhängig von der grösse oder dem gewicht des gegners. bin immer mit dem kopf reingegangen, dass es sich um einen kampf handelt. deswegen hab ich nie faxen gemacht oder mit dem partner gesprochen, damit ich eine kampfatmosphäre hatte.

und guck mal du hast doch schon deine stärken angesprochen, denke beim sparring an deine stärken und versuch dich so gut wie möglich zu verkaufen. ganz wichtig: GLAUB IMMER AN DICH.

ich hatte extrem viele sparrings und amateurkämpfe, so hat das bei immer gut funktioniert.

hoffe konnte dir helfen,
LG
 

Cosmo.1

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Nach der kurzen Zeit solltest du kein Sparring machen Grundlagentraining
Schattenboxen. Technik ein halbes Jahr üben bis es rund wird dann geht es erst zusätzlich an den Sandsack und auch da werden die gelernten Techniken umgesetzt.
Und das wieder ein Halbes Jahr dann dürftes du bei mir mit Sparring anfangen.
Da wirst du sehen wie dein Körper reagiert und das nachdenken übernimmt.
Geduld ist beim Boxen die höchste Tugend
 

timeout4u

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Nicht gegen dich und nicht bös gemeint, aber falls mal Interessierte das lesen, die gerne boxen lernen wollen: keine Sorge, so lange dauert das üblicherweise nicht mit ersten Sparringserfahrungen. :wavey:
Normalerweise ist ein Boxtraining heutzutage abwechslungsreicher und vielschichtiger aufgebaut statt nur Schattenboxen oder Sandsack. Aber bei der Geduld hat Cosmo schon recht. Es dauert seine Zeit, bis jemand einigermassen vernünftig im Sparring boxen oder in den Ring geschickt werden kann. ;)
 

Cosmo.1

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Sind halt old school Methoden die sich bewährt haben und man sieht halt wer diziplin hat oder sich nur austoben will
Oder noch geiler auf der Straße .
Bin halt 60 und die jungen sehen es oft naturgemäß anders.
Kein Thema
 

wicked

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Es dauert seine Zeit, bis jemand einigermassen vernünftig im Sparring boxen oder in den Ring geschickt werden kann. ;)
Bin da anderer Meinung.

IMO kann man Anfänger schon sehr früh mal leichtes (!) Sparring machen lassen. Auch bei "Fitnessboxern". (Natürlich nur auf freiwilliger Basis!)

  1. Steigert dies die Motivation (v.a. von Jugendlichen), weil dies schlussendlich das ist, was sie als "Boxen" verstehen (auch für viele "Fitnessboxer").
  2. Auch wenn die Boxgrundlagen noch sehr schwach sind, gibt es ein gewisses "Ringgefühl" (sprich: Distanz, Timing, Geografie im Ring, etc.).
  3. Schlussendlich nimmt es auch den Anfängern die Angst vor dem Sparring, wenn sie bereits früh im Training mit anderen Anfängern sich ein wenig messen/ Dinge ausprobieren können.
Als Beispiel zum Punkt 2): Ich kenne einen Boxverein, die sind sehr strikt mit dem Sparring. Nur gute Boxer dürfen in den Ring. Da sieht man teilweise Boxer, die 1-2 Jahre hart trainiert haben, gute Grundlagen haben und sehr schnell sind (sehen oft im Schattenboxen/ am Sandsack auch super aus ).
Wenn die dann das erste Mal in den Ring gehen, sieht man nichts mehr von ihren eigentlich guten Qualität. Ein erfahrener "Sparringsboxer" (der vllt sogar in die Jahre gekommen ist, mittlerweile nicht mehr sonderlich schnell ist) haut da jeden Jab mitten durch die Hände durch. Heillose Überforderung beim Sparringsanfänger.
All die Dinge zu implementieren, die man am Sandsack und im Schattenboxen so toll kann, braucht dann sehr viel Zeit.
Hätten diese Leute früher auch ein wenig leichtes Sparring gemacht, wären sie bereits viel früher in der Lage, das Gelernte dann auch im Ring umzusetzen.
 

timeout4u

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Nur als Ergänzung: man sollte besser vorher festlegen, welche Art Sparring man eigentlich meint. Sparring für Einsteiger ist ok, wenn es sich dabei um bedingtes Sparring oder Aufgabensparring handelt, in denen man z.B. bestimme Schläge, bestimmte Schlaganzahl, bestimmte Aufgaben festlegt.
Angeblich leichtes, aber vielleicht freies Sparring kann Einsteiger und Fitnessboxer schnell überfordern, weil die Techniken nicht stimmen, die Erfahrung fehlt, sie die Schlaghärte nicht kontrollieren können. Wenn, dann nur mit Rundenzeitbegrenzung von 1 bis höchstens 2 Minuten, Zeitlupen, No-Contact oder gegen einen Fortgeschrittenen, der sich zurücknimmt. Ansonsten artet es schnell in Haudrauf aus und bringt nicht wirklich viel für die Ausbildung.
Wettkampfsparring oder freies, normales Sparring: wie gesagt mindestens erst nach 6 Monaten Training. Ausprobieren kann man es immer mal, kein Problem, aber regelmässig ist für Einsteiger weniger geeignet. Dafür gibts eben die angesprochenen Sparringsarten oder Partnerübungen für Distanz, Timing, Gewöhnung usw.
Leichtes Sparring (richtig ausgeführt) gibts im Grunde unter Einsteigern noch nicht oder führt nur zu Missverständnissen, weil einer dann doch nicht so leicht haut und Anfänger, Fintnessboxer dazu boxerisch und technisch gar nicht in der Lage sind.
Hängt natürlich alles auch ab vom Trainer, Partner, Training, den Zielen, die man verfolgt oder was man im Boxen erreichen will. Sparring ist eben nicht nur Sparring, sondern sollte immer ein bestimmtes Ziel haben, welches vorher festgelegt wird. Ansonsten kann mans schon mal machen just4fun, kein Ding.
 
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