Der alternative Verkehrsmittel thread (Fahrrad, e-bike, e-scooter etc)


Momentan findet eine interessante Diskussion um rennradfahrer statt. Immer mehr leute beschweren sich über rüpelhafte rennradfahrer die mit "mut zur lücke" und überhöhtem tempo auf radwegen und radschnellwegen die normalen Radfahrer belästigen und gefährden, einige haben deshalb sogar schon schwellen auf radwegen befestigt um rennradfahrer einzubremsen.
Ich bin grundsätzlich dafür, dass man als Radler seine Klingel benutzt, um sich anzukündigen, wenn man jemanden überholen will. Leider machen das die wenigsten und schon gar nicht die Möchtegern Tour de France Racer auf ihren 5 Kg Bikes.
 
Klingel ist wirklich so ein Thema, die sollten vor allem auch die Radfahrer benutzen, die auf Fußwegen die Fußgänger überholen wollen. Wenn daneben auf der Straße noch Verkehr ist, hört man als Fußgänger die Radfahrer nämlich nicht. Aber wahrscheinlich sind Fahrradklingeln einfach uncool.
 
Fahrradklingeln ergeben aber nur Sinn, wenn man trotzdem bremst wenn kein Platz ist und die Klingel nicht als Freibrief nutzt alles was im Weg steht über den Haufen zu fahren, weil man hat ja geklingelt und Menschen die z.B. nicht gut hören haben gefälligst auf Verdacht Platz zu machen.
 
Mir als Radfahrer und Fußgänger gehen andere Radfahrer mittlerweile genauso auf den Sack wie Autofahrer. Fahren auf dem Gehweg, entgegengesetzt zur Fahrtrichtung, überholen mit wenigen Zentimetern Abstand (erst heute wieder geschehen) und die meisten haben erst gar keine Klingel (die erachte ich in der Stadt wichtiger als Licht). Der Elberadweg ist zu den Stoßzeiten und am Wochenende fast eine Todeszone, mit den Kids kann man da überhaupt nicht fahren ohne ständig alles im Blick zu haben.
 
Klingel als Pendant zur Blinkervorfahrt
Quatsch. Die Klingel ist eine "Ankündigung", dass da jemand von hinten kommt und überholen will. Mehr nicht. Dass man trotzdem bremsen und vorsichtig beim Überholen sein muss, versteht sich eigentlich von selbst. Und natürlich sollte ich mir als Radfahrer sicher sein, dass die Klingel auch gehört wird, das erkenne ich an der Reaktion. Unterstützend kann man auch laut "Vorsicht bitte" rufen. Sind ja nicht nur schwerhörige Passanten unterwegs, sondern auch viele Kiddys mit Kopfhörern. Dann sollte man erst recht vorsichtig sein.
 
Ich bin grundsätzlich dafür, dass man als Radler seine Klingel benutzt, um sich anzukündigen, wenn man jemanden überholen will. Leider machen das die wenigsten und schon gar nicht die Möchtegern Tour de France Racer auf ihren 5 Kg Bikes.

Dafür haben moderne rennräder ja nen freilauf der wie ne Kreissäge klingt:)
 
Quatsch. Die Klingel ist eine "Ankündigung", dass da jemand von hinten kommt und überholen will. Mehr nicht. Dass man trotzdem bremsen und vorsichtig beim Überholen sein muss, versteht sich eigentlich von selbst. Und natürlich sollte ich mir als Radfahrer sicher sein, dass die Klingel auch gehört wird, das erkenne ich an der Reaktion. Unterstützend kann man auch laut "Vorsicht bitte" rufen. Sind ja nicht nur schwerhörige Passanten unterwegs, sondern auch viele Kiddys mit Kopfhörern. Dann sollte man erst recht vorsichtig sein.
Danke für die Erklärung. Blinker ist auch zur Ankündigung da. So wie viele Radfahrer ihre Klingel zum Freifahrtschein machen, falls die überhaupt benutzt wird (ebenfall wie beim Blinker), um am "Hindernis" vorbeizufahren, macht der Autofahrer den Blinker zur Fahrkarte für den Spurwechsel. "Ich hab doch geblinkt und durfte dem schnelleren Hintermann vor die Linse fahren, weil ich den Blinker benutzt hab."
Oder weißt du nicht was ein Pendant ist?
 
Danke für die Erklärung. Blinker ist auch zur Ankündigung da. So wie viele Radfahrer ihre Klingel zum Freifahrtschein machen, falls die überhaupt benutzt wird (ebenfall wie beim Blinker), um am "Hindernis" vorbeizufahren, macht der Autofahrer den Blinker zur Fahrkarte für den Spurwechsel. "Ich hab doch geblinkt und durfte dem schnelleren Hintermann vor die Linse fahren, weil ich den Blinker benutzt hab."
Oder weißt du nicht was ein Pendant ist?
Sowas ähnliches wie ein Pedant?:D
 
Der Elberadweg ist zu den Stoßzeiten und am Wochenende fast eine Todeszone, mit den Kids kann man da überhaupt nicht fahren ohne ständig alles im Blick zu haben.
Rechtsseitig der Elbe geht's eigentlich ... zumindest rund ums Königsufer, wo gut Platz ist.
Gewiss, durch den Einsturz der Carolabrücke ist da derzeit auch wenig "Durchgangsverkehr".

Aber rund um den Fährgarten ist das schon länger "schlimm".

Ausgerechnet der Fährgarten (Spielplatz neben Biergarten, dazwischen der Elberadweg) ist auch ne Ecke wo viele Kinder langrennen, mehrere Schilder die Radler warnen und manche da dennoch mit >30km/h durchbrettern.
 
Fahrradklingeln ergeben aber nur Sinn, wenn man trotzdem bremst wenn kein Platz ist und die Klingel nicht als Freibrief nutzt alles was im Weg steht über den Haufen zu fahren, weil man hat ja geklingelt und Menschen die z.B. nicht gut hören haben gefälligst auf Verdacht Platz zu machen.

Es gibt auch Leute, die nix hören, weil Hörer im oder am Kopf.

Oder Junkies, die rote Ampeln oder Fahrradwege nur diffus wahrnehmen.

Als Fußgänger finde ich etliche Situationen und die Verkehrsgestaltung katastrophal, zumal wenn niemand auch nur ansatzweise Rücksicht nimmt oder wenigstens aufpasst.

Da rauschen Biker im Vollspeed über kreuzende grüne Fußgänger-Ampeln oder mitsamt den Fußgängern zwischendurch durch eine Grünphase.
Fußgänger und Biker warten auf Radstreifen auf grünes Licht, taube und blinde Fußgänger registrieren ihre Umwelt nicht und machen nicht mal Platz auf dem Bürgersteig.
 
Manche Radfahrer, vor allem rennrad sind schon echt bescheuert. Ich will kein victim blaming machen, es gibt auch sehr viele kack Autofahrer und als stärkerer Verkehrsteilnehmer haben sie eine besondere Verantwortung, aber manche Radfahrer haben auch echt Mut zur lücke, nehmen jede rote ampel etc.

100% Sicherheit gibt es nie, aber ich verzichte als Radfahrer im Zweifel lieber auf die vorfahrt
 
Mir als Radfahrer und Fußgänger gehen andere Radfahrer mittlerweile genauso auf den Sack wie Autofahrer. Fahren auf dem Gehweg, entgegengesetzt zur Fahrtrichtung, überholen mit wenigen Zentimetern Abstand (erst heute wieder geschehen) und die meisten haben erst gar keine Klingel (die erachte ich in der Stadt wichtiger als Licht). Der Elberadweg ist zu den Stoßzeiten und am Wochenende fast eine Todeszone, mit den Kids kann man da überhaupt nicht fahren ohne ständig alles im Blick zu haben.
Ich will gar nicht generell wiedersprechen, aber der Elberadweg ist auch ein selten dämliches Konstrukt. Ein relativ schmaler, geteerter Weg, den Fußgänger zum spazieren nutzen sollen und parallel dazu die Fahrradfahrer? Ich fands schon immer verwunderlich das dort nicht viel öfter was passiert. Grade auf der Altstadtseite ist das einfach nur idiotisch, dort gäbe es auch genug Platz um einfach nen Fussweg parallel zu machen und beides zu trennen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich fands schon immer verwunderlich das dort nicht viel öfter was passiert.

Ein früherer Mitbewohner von mir - der bei der Verkehrsunfallforschung seine Diplomarbeit geschrieben hat und anschließend dort arbeitete (macht er vielleicht immernoch) - erzählte mir mal von dem gewissermaßen kuriosesten Unfall nachdem ich ihn mal gefragt hab, als ich ihn ein paar Jahre später (nach der Auflösung unserer WG) zufällig in der Bierstube (bei der Mensa Bergstr.) traf.

Es waren zwei Rennradfahrer, die beide ohne Helm und ohne Licht bei Dunkelheit auf dem unbeleuchteten Elberadweg in der Gegend Johannstadt in entgegen gesetzter Richtung unterwegs waren und sich nicht sahen. Die Unfall-Untersuchung hatte anschließend ergeben, dass beide wohl mit jeweils gut 30km/h frontal aufeinander geprallt waren. Ein Kopf klatschte an den anderen ... quasi ähnlich, als würde man mit 60 km/h gegen eine Wand fahren, welche so hart wie ein Schädel ist.

Einer der beiden Radfahrer kam schwerverletzt auf die Intensivstation (keine Ahnung, was aus ihm wurde). Der andere starb noch am Unfallort.
 
Mir als Radfahrer und Fußgänger gehen andere Radfahrer mittlerweile genauso auf den Sack wie Autofahrer. Fahren auf dem Gehweg, entgegengesetzt zur Fahrtrichtung, überholen mit wenigen Zentimetern Abstand (erst heute wieder geschehen) und die meisten haben erst gar keine Klingel (die erachte ich in der Stadt wichtiger als Licht). Der Elberadweg ist zu den Stoßzeiten und am Wochenende fast eine Todeszone, mit den Kids kann man da überhaupt nicht fahren ohne ständig alles im Blick zu haben.
Die Scooter Fahrer genauso. War gestern in der Gegenrichtung auf dem Bürgersteig zu Fuß unterwegs und wurde von nem Scooter von hinten, also auf der falschen Straßenseite auf dem Gehweg, mit Vollspeed fast über den Haufen gefahren.
 
Die falsche Seite bzw. den Bürgersteig mit Speed benutzen obwohl auf der anderen Seite ein separater breiter Radweg ist, ist hier auch "normal". Dazu die E-Tretroller die mit Affenzahn querfeldein unterwegs sind, dass man als Autofahrer keine Chance hat die rechtzeitig zu sehen. Als Fußgänger auch nicht. An sich sollte man da mal konsequent mit Bußgeldern anfangen, weil es hier überall entweder ne rote Radwegmarkierung auf der Straße oder einen breiten eigenen Radweg gibt.
 
Interview mit Aktivistin die in der Bürgerinitiative Berlin autofrei aktiv ist. Sie fordert verbote in der Innenstadt was Autos angeht.


Der Trend geht momentan in Berlin allerdings in eine andere Richtung, die CDU regierung in Berlin plant bei der Rad Infrastruktur zu sparen.
 
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