Der alternative Verkehrsmittel thread (Fahrrad, e-bike, e-scooter etc)


Der stark einsturzgefährdete Teil nördlich des bereits eingestürzten Teils ist nun auch zusammengestürzt.

Zunächst gab es zwei Sprengungen, dann kam ein Bagger.
Ein paar Stunden später krachte der stark durchhängende Teil zusammen.


Aufgrund der (abgerissenen) Verbindung zwischen Brückenzug B und C (C ist der eingestürzte) sorgte der Einsturz von Brückenzug C auch für einen starken Ruck an Brückenzug B, der in einem Bereich von 20cm abgesackt sein soll.
Kann also sein, dass nach eingehender Überprüfung festgestellt wird, dass auch der erst kürzlich sanierte Brückenzug B abgerissen werden muss.


Jetzt will man schauen, dass man den Teil von Zug C, der über dem Terassenufer hängt, sichert, so dass die dort parkenden Autos auch sicher entfernt werden können.

Außerdem soll nach Möglichkeit viel von der eingestürzten Brücke abgetragen werden, was natürlich dort - wo die Brücke im Wasser liegt - nicht so leicht geht.
Denn am Wochenende steigt der Elbpegel stark, der Höchststand wird für Dienstag erwartet (vermutlich wird das Terassenufer überspült ... auch deswegen sollen die geparkten Autos weg).

Die in der Elbe liegenden Brückenteile behindern den Durchfluss, so dieser an anderen Stellen - um die Trümmer herum - zunimmt und sich das Wasser davor evntl. aufstauen könnte. Die Belastung für die Brückenpfeiler könnte stark steigen.

 
Ich fahre da etwa an 3 von 5 Tagen in der Woche drüber, ab und an nehme ich auch mal eine andere Elbbrücke, aber meistens war es die Carolabrücke (und dabei der nun eingestürzte Teil)


gut 10 Minuten vor dem Einsturz sind noch ein Radfahrer und eine Straßenbahn über den Brückenteil gefahren.


Magst du mal zu dem Tweet hier was sagen? Ist das aus Dresdner Sicht so bekannt gewesen/nachvollziehbar, oder hat Twitter hier mutmaßlich was rausgesucht, um den Grünen ans Bein zu pinkeln? Ich hab keine Ahnung wie Baubürgermeister sonst so ausgewählt werden, aber so einem Brückeneinsturz muss ja eigentlich irgendein Versagen vorangegangen sein.
 
Magst du mal zu dem Tweet hier was sagen? Ist das aus Dresdner Sicht so bekannt gewesen/nachvollziehbar, oder hat Twitter hier mutmaßlich was rausgesucht, um den Grünen ans Bein zu pinkeln? Ich hab keine Ahnung wie Baubürgermeister sonst so ausgewählt werden, aber so einem Brückeneinsturz muss ja eigentlich irgendein Versagen vorangegangen sein.
Der tweet wirkt mal wieder vollkommen an den Haaeren herbeigezogen. Vor allem haben die dort genannten Dinge ja nun mal überhaupt nichts mit dem zu tun was da passiert ist.

Und warum muss da ein Versagen vorangegangen sein?
Brücken werden geprüft. Werden dabei Unregelmäßigkeiten festgestellt, werden je nach Lage unterschiedliche Entscheidungen getroffen. Bei großen Schäden die sofort Maßnahmen erfordern, wird in der Regel sofort was unternommen, bei kleineren Schäden wird das Intervall der Untersuchungen verkürzt. Du kannst nicht überall gleichzeitig sein, die Entwicklungen von Schäden sind sehr unterschiedlich, und schon gar nicht sind alle Schäden immer sichtbar.

Es bleiben auch jede Menge Autos mit Schaden liegen. Würdest du da automatisch davon ausgehen, dass bei TÜV oder Inspektionen geschlampt wurde?

Kontrollen dienen der Sicherheit, aber sie werden niemals perfekten Schutz bieten können, egal worum es geht.
 
Der tweet wirkt mal wieder vollkommen an den Haaeren herbeigezogen. Vor allem haben die dort genannten Dinge ja nun mal überhaupt nichts mit dem zu tun was da passiert ist.

Und warum muss da ein Versagen vorangegangen sein?
Brücken werden geprüft. Werden dabei Unregelmäßigkeiten festgestellt, werden je nach Lage unterschiedliche Entscheidungen getroffen. Bei großen Schäden die sofort Maßnahmen erfordern, wird in der Regel sofort was unternommen, bei kleineren Schäden wird das Intervall der Untersuchungen verkürzt. Du kannst nicht überall gleichzeitig sein, die Entwicklungen von Schäden sind sehr unterschiedlich, und schon gar nicht sind alle Schäden immer sichtbar.

Es bleiben auch jede Menge Autos mit Schaden liegen. Würdest du da automatisch davon ausgehen, dass bei TÜV oder Inspektionen geschlampt wurde?

Kontrollen dienen der Sicherheit, aber sie werden niemals perfekten Schutz bieten können, egal worum es geht.
Naja, der Vorwurf gegen die Grünen ist jetzt nicht völlig neu. Deswegen würde ich das jetzt auch nicht einfach wegwischen. In Bremen war das Bauressort lange bei den Grünen und da wurde das Budget eben ganz stark für Verkehrsversuche ausgereizt. Jetzt ist die neue Bausenatorin bei der SPD und die hat - auch vor dem Einsturz in Dresden - jetzt komplett die Richtung umgelegt und ganz schnell mit der Brückensanierung begonnen, weil das Thema Jahre verschleppt wurde. Und natürlich steigt durch das Verschleppen auch das Risiko eines Einsturzes. Das sage nicht ich, sondern die SPD-Bausenatorin, obwohl die Grünen ja sogar immer noch in der Regierung sind. Die sagt halt auch, dass man jetzt nunmal unideologisch erstmal die bestehende Infrastruktur schützen muss, bevor man politische Ideen umsetzen möchte. Es hat sich alles dem Kerngeschäft unterzuordnen. Der Tweet dürfte darauf hinweisen, dass es in Dresden vor dem Einsturz eine ähnliche Richtungsdiskussion gab.

Ob an dem Einsturz direkt jemand Schuld ist, wird sich zeigen. Aber wie es sein kann, dass in Deutschland eine Brücke einfach so einstürzt, sollte man schon mal kritisch begleiten. Es ist ja ein absolutes Wunder, dass da nicht zahlreiche Menschen gestorben sind.
 
Naja, der Vorwurf gegen die Grünen ist jetzt nicht völlig neu. Deswegen würde ich das jetzt auch nicht einfach wegwischen. In Bremen war das Bauressort lange bei den Grünen und da wurde das Budget eben ganz stark für Verkehrsversuche ausgereizt. Jetzt ist die neue Bausenatorin bei der SPD und die hat - auch vor dem Einsturz in Dresden - jetzt komplett die Richtung umgelegt und ganz schnell mit der Brückensanierung begonnen, weil das Thema Jahre verschleppt wurde. Und natürlich steigt durch das Verschleppen auch das Risiko eines Einsturzes. Das sage nicht ich, sondern die SPD-Bausenatorin, obwohl die Grünen ja sogar immer noch in der Regierung sind. Die sagt halt auch, dass man jetzt nunmal unideologisch erstmal die bestehende Infrastruktur schützen muss, bevor man politische Ideen umsetzen möchte. Es hat sich alles dem Kerngeschäft unterzuordnen. Der Tweet dürfte darauf hinweisen, dass es in Dresden vor dem Einsturz eine ähnliche Richtungsdiskussion gab.

Ob an dem Einsturz direkt jemand Schuld ist, wird sich zeigen. Aber wie es sein kann, dass in Deutschland eine Brücke einfach so einstürzt, sollte man schon mal kritisch begleiten. Es ist ja ein absolutes Wunder, dass da nicht zahlreiche Menschen gestorben sind.
Man hat jetzt ganz schnell mit der Brückensanierung angefangen die schon lief bevor besagte Regierung überhaupt im Amt war?
Wie soll das denn zusammenpassen?

Man hat mit der Sanierung 2019 angefangen, und ist dabei Stück für Stück vorgegangen. Im Zuge dessen hat man die Chance genutzt und den Brückenzug A um etwa einen halben Meter erweitert um mehr Platz für Fußgänger und Fahrradfahrer zu haben. Als das fertig war, hat man von 2022 bis diesen Sommer am Zug B gearbeitet, während der Zug C von 2025 bis 2026 an der Reihe gewesen wäre. Es wäre geradezu absurd in diesem Fall irgendwo eine Verschleppung zu sehen, oder zu behaupten man hätte das Umsetzen von "politischen Ideen" vor die Sicherheit gestellt. Hätte man eine zusätzliche Fahrspur für Autos eingerichtet, wäre auch niemand auf die Idee gekommen das als politische Idee verkaufen zu wollen.

Wie es sein kann, ist oben bereits geschrieben. Die Idee, dass sowas unmöglich sein müste, ergibt keinerlei Sinn. Es ist schlichtweg nicht möglich sowas generell zu verhindern, da viele Schäden gar nicht sichtbar sind, und unterschiedliche Faktoren sich unterschiedlich auf die Stabilität von Brücken auswirken können. Schäden können innerhalb kürzester Zeit entstehen und sich auch innerhalb kürzester Zeit so stark entwicklen, dass es zum Einsturz führt. Meist tun sie es nicht, aber es passiert halt. Mehr als Untersuchen kann man die Brücken nicht. Es ist merkwürdig in diesem Bereich eine Sicherheit durch Kontrollen zu erwarten die es in anderne Bereichen auch nicht gibt.

Manchmal gibt es menschliches Versagen, und noch viel häufiger ist es der normale Lauf der Dinge an dem niemand etwas hätte ändern können. Wenn dann gleich mal tweets auftauchen die sofort einen Schuldigen herbeireden ohne das es überhaupt bereits eine Untersuchung der Sachlage hätte geben können, dann weiß man sehr genau was diese Leute für ein Ziel haben. Um Aufklärung geht es ihnen ganz sicher nicht.
 
Etwas worüber nur selten geredet wird sind rüpelhaftes fahren und verkehrsverstöße von Radfahrern, normalerweise wird ja eher über Rüpel im Auto geredet.

Die ordnungsdezernentin Frankfurts Rinn (FDP) hat dazu Zahlen vorgelegt.


Innerhalb eines Jahres werden 1168 schwere Verstöße festgestellt, am häufigsten rotlichverstöße gefolgt von HandyNutzung während der Fahrt sowie Alkohol "am lenker".

Die dunkelziffer ist allerdings wohl wesentlich höher, nicht nur wegen den nicht erwischten, sondern auch weil nicht alle Verstöße erfasst worden sind.

Ich denke diesen Aspekt muss man bei aller Kritik an Autofahrern und Infrastruktur auch betrachten, viele Radfahrer fahren vernünftig, aber einige fahren halt auch extrem Rücksichtslos und spekulieren darauf das der andere schon bremsen wird.
 
Etwas worüber nur selten geredet wird sind rüpelhaftes fahren und verkehrsverstöße von Radfahrern, normalerweise wird ja eher über Rüpel im Auto geredet.

Keine Ahnung, wie/wo du lebst, aber jedes Gespräch mit Autofahrern übers Autofahren endet doch im Schimpfen über Fahrradfahrer.
 
Absolut. Es ist so nervig, dass beide Seiten nicht sehen, dass sich einfach alle in der Regel von Grund auf beschissen verhalten und ein Zeigen auf die Gegenseite ohne eigene Verantwortung die Debatte nirgendwohin bringt...
BTW ich bin kein Rad hater, fahre selber ca 3 mal die woche zur arbeit und weiß das es ein Risiko ist selbst wenn ich selber perfekt fahre, aber ich fahre trotzdem defensiv weil es mir nichts bringt im recht zu sein wenn ich dafür im Rollstuhl bin (auch wenn es natürlich trotzdem passieren kann).

Aber manche Radfahrer lassen es halt auch extrem drauf ankommen.

Und natürlich gibt es am Stammtisch Gemecker über Radfahrer, aber in den Medien ist die Diskussion imo schon teilweise ein wenig rücksichtsloser, umweltzerstörender rowdy von Autofahrer vs arme, schützenswerte, tugendhafte Radfahrer die vor den brutalen Autos geschützt werden müssen.

Natürlich sind Radfahrer auch tatsächlich verletzlicher, aber sie müssen halt auch ihren teil beitragen und nicht immer nur mehr fordern (mehr verkehrsraum, Begrenzung für Autofahrer etc).
 
Aber manche Radfahrer lassen es halt auch extrem drauf ankommen.

Und natürlich gibt es am Stammtisch Gemecker über Radfahrer, aber in den Medien ist die Diskussion imo schon teilweise ein wenig rücksichtsloser, umweltzerstörender rowdy von Autofahrer vs arme, schützenswerte, tugenfhafte Radfahrer die vor den brutalen Autos geschützt werden müssen.

Natürlich sind Radfahrer auch tatsächlich verletzlicher, aber sie müssen halt auch ihren teil beitragen und nicht immer nur mehr fordern (mehr verkehrsraum, Begrenzung für Autofahrer etc).

Das ist durchaus nicht von der Hand zu weisen mMn. Mir sind auch auf kommunalpolitischer Ebene auch noch keine Autolobbyisten aufgefallen, die bei Veranstaltungen/Bürgerbeteiligungen zum Thema Verkehr aggressiv auftretend andere Teilnehmer oder Kommunalpolitiker niederbrüllen oder persönlich angehen. Kann ich umgekehrt nicht behaupten. Dafür sitzt mit Wissing jemand im Verkehrsministerium, der den deutschen Autoherstellern nicht gerade abgeneigt zu sein scheint.

Vielleicht sollte man sich grundsätzlich nicht an Idioten vom Stammtisch orientieren. Wäre gesamtgesellschaftlich wünschenswert.
 
Mir sind auch auf kommunalpolitischer Ebene auch noch keine Autolobbyisten aufgefallen, die bei Veranstaltungen/Bürgerbeteiligungen zum Thema Verkehr aggressiv auftretend andere Teilnehmer oder Kommunalpolitiker niederbrüllen oder persönlich angehen. Kann ich umgekehrt nicht behaupten.

Ein rücksichtsloser Fahrradfahrer ist in der Regel für Autofahrer nervig oder führt im schlimmsten Fall zu einem Blechschaden. Ein rücksichtloser Autofahrer ist leider potentiell tödlich für Fahrradfahrer.

Ansonsten ist es nun mal auch so, dass die Städte "für Autos" gebaut wurden und eben Radfahrer viel mehr für ihren Raum in der Stadt "kämpfen" müssen. Daher ist der höhere Enthusiasmus von Fahrradfahrer-Vertretern auch durchaus nachvollziehbar.
 
Ein rücksichtsloser Fahrradfahrer ist in der Regel für Autofahrer nervig oder führt im schlimmsten Fall zu einem Blechschaden.

+ mögliche psychische und juristische Probleme nach dem Unfall. Dass die entsprechenden Radfahrer sich meist auch gegenüber Fußgängern oder anderen Radfahrern rücksichtslos verhalten, deren Leib und Leben durch einen Zusammenstoß ernsthaft gefährdet werden kann kommt dazu.

Ansonsten ist es nun mal auch so, dass die Städte "für Autos" gebaut wurden und eben Radfahrer viel mehr für ihren Raum in der Stadt "kämpfen" müssen. Daher ist der höhere Enthusiasmus von Fahrradfahrer-Vertretern auch durchaus nachvollziehbar.

In den Fällen die ich meinte war das eher Ideologie, vorgetragen in (wenn man es sehr wohlwollend ausdrücken möchte) beinahe fundamentalistischer Weise.
 
Ein rücksichtsloser Fahrradfahrer ist in der Regel für Autofahrer nervig oder führt im schlimmsten Fall zu einem Blechschaden. Ein rücksichtloser Autofahrer ist leider potentiell tödlich für Fahrradfahrer.

es sind ja nicht nur autos und räder auf der straße unterwegs. ich muss beinahe täglich irgendwelchen opas auf ihren 30kmh e bikes ausweichen wenn sie ohne klingel und im dunkeln auch gerne ohne licht, von hinten angeschossen kommen. auf proteste reagiert man dann meist ziemlich angefasst und sieht sich im recht. was der autofahrer für den radfahrer, ist der der radfahrer für den fußgänger. der schwächere verkehrsteilnehmer ist meist das *********.
 
es sind ja nicht nur autos und räder auf der straße unterwegs. ich muss beinahe täglich irgendwelchen opas auf ihren 30kmh e bikes ausweichen wenn sie ohne klingel und im dunkeln auch gerne ohne licht, von hinten angeschossen kommen. auf proteste reagiert man dann meist ziemlich angefasst und sieht sich im recht. was der autofahrer für den radfahrer, ist der der radfahrer für den fußgänger. der schwächere verkehrsteilnehmer ist meist das *********.
Das Problem mit den Opas und Omas habe ich auch, mit dem Unterschied, dass sie bei mir im Auto statt auf dem Fahrrad sitzen. Das erhöht die Gefahr für die anderen Verkehrsteilnehmer natürlich erheblich.
 
Ein rücksichtsloser Fahrradfahrer ist in der Regel für Autofahrer nervig oder führt im schlimmsten Fall zu einem Blechschaden. Ein rücksichtloser Autofahrer ist leider potentiell tödlich für Fahrradfahrer.


Für die Fußgängerlobby sind gestörte Fahrradfahrer je nach Konstiution definitiv tödlich, z.B. bei der Kombiation Kind/E-Bike. Ohne dass du es explizit gemacht hast, aber ich würde da niemanden verteidigen. Vollidioten gibt es bei allen Verkehrsteilnehmern, dabei sind Radfahrer nicht in Schutz zu nehmen.
 
Das riesen Problem bei den E Bikes ist, dass Leute 30 km/h fahren, die sonst nicht mal 15 km/h schaffen würden. Da fehlt es auch koordinativ an der Fitness und an der nötigen Reaktionsfähigkeit. Das macht es gefährlich.
 
Das riesen Problem bei den E Bikes ist, dass Leute 30 km/h fahren, die sonst nicht mal 15 km/h schaffen würden. Da fehlt es auch koordinativ an der Fitness und an der nötigen Reaktionsfähigkeit. Das macht es gefährlich.

Ach bitte. Eigentlich macht sie die höhere Geschwindigkeit, das höhere Gewicht und rücksichtslose Fahrweise gefährlicher. Das ist doch völlig unabhängig von körperlicher Fitness.
 
Oben