Ist ja nicht mehr wirklich was los hier. Habe gerne in den Thread geschaut und gespannt verfolgt, welche Ansätze die verschiedenen User fahren, wie stark ihre Motivation ist und was letztendlich bei rumkommt.
Ich habe mir im November beim Fußball das Schultereckgelenk zerschossen, war dementsprechend anschließend für einige Wochen außer Gefecht und konnte weder ins Gym, geschweige denn Fußball spielen. Da ich mein Essverhalten aber nicht wirklich angepasst habe, hatte ich nach den Feiertagen zu Beginn des neuen Jahres dementsprechend einige Kilo zu viel auf den Rippen und fühlte mich gerade am Bauch ziemlich unwohl. Das war jetzt nicht im roten Bereich (84 kg bei 181 cm), aber ich war schon deutlich besser in Form und wollte endlich wieder was tun.
Am 14.01.2019 startete ich also mit meinem 12-Wochen-Programm, welches einen strikten Ernährungs- und Trainingsplan beinhaltet. Meine Schulter war zwar noch nicht bei 100% und schränkte mich besonders bei Brust- und Schulterübungen teilweise ordentlich ein, aber ich passte die Gewichte an und sah zu, dass ich die Übungen abspule. Die Schulter verbesserte sich, auch dank eines guten Chiropraktors, von Woche zu Woche.
Quasi jeden Tag 1 bis 1,5 Stunden zum Training zu gehen, stellten für mich keinerlei Problem dar. Der Ernährungsplan war allerdings heftig. Mit einem ständigen Kaloriendefizit von 500 bis 1000 kcal am Tag und nur einem "Ladetag" (kein Cheat-Day) in der Woche, kommt der Kopf irgendwann an seine Grenzen. Ich hab das ganze aber durchgezogen, ohne schwach zu werden. Schon nicht ganz ohne, wenn die ganze Mannschaft Pizza isst und du mit deinem Magerquark daneben sitzt und dir dumme Sprüche anhören musst. Oder wenn die Kumpels beim Fußball gucken Döner etc. bestellen und du dein Essen für den Tag schon weg hast.
Am Wochenende habe ich noch zwei Ladetage und bin dann soweit durch. Heute hat die Waage 72 kg angezeigt. Ich gehe mal davon aus, dass ich ca. 2 kg Wasser addieren kann, was dann 74 kg machen würde. Schon ganz ordentlich, wie ich finde. Zumal ich keinen Kraftverlust registrieren konnte (im Gegenteil). Ich habe mir jeden Tag das Gewicht und die Anzahl der Wiederholungen meiner Übungen aufgeschrieben, ebenso wie mein Essen. Das Fett am Bauch ist geschmolzen, die Muckis sind freigelegt. Jetzt gilt es, sauber aufzubauen und mit Bedacht zu essen. Klar freue ich mich schon auf einen Döner oder eine Pizza, aber ich habe in den letzten drei Monaten wirklich zu schätzen gelernt, wie glücklich "normale" Gerichte, wie Reis und Nudeln machen.