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Der große Auto-Thread


Ist Strom eigentlich im Verhältnis zu Benzin/Diesel teurer?

Wenn ja..
Wieso sollte ich mir ein E Auto zulegen und es womöglich bei mir von dem teuren Strom aufladen?

Wäre ein stark vergünstigter Stromtarif für E/Hybrid nicht die erste Köderung für neue E Mobilität im Eigenheim zb?

Kommt darauf wie viel für den Strom bezahlt werden muss. Für 30 Cent pro kWh ist ein e-Auto günstiger zu fahren, wenn aber 50 Cent und mehr pro kWh an einer Ladesäule bezahlt werden müssen, sieht es schlecht aus für den Stromer, zumindest bei den aktuellen Spritpreisen.
 
Dass E-Mobilität eine Brückentechnologie ist und Wasserstoffverbrenner die Zukunft, ist imo eine grobe Fehleinschätzung.
Bedenke, dass man den Wasserstoff erst aufwändig herstellen und transportieren muss und der Wirkungsgrad eines Verbrenners dann nur ca. 35% beträgt. Außerdem sind Wasserstoff-Tanks auch nicht so der Brüller und die Motorcharakteristik vom E-Motor ist einfach viel besser.
Stand der jetzigen Technik ja, Wirkungsgrade vergrößern und Erzeugung/Transport kann man dann auch alles weiterentwickeln. Für die Erzeugung der Rohstoffe in den Batterien werden ganze Landstriche verwüstet. Das ist ganz weit weg von Nachhaltig. Man muss da auch alles betrachten.
 
Das ist per Se aber keine Frage der Antriebstechnologie, sondern der generellen Mobilität. Und dort müssen wir uns eben klar werden, wie viel wollen und können wir uns davon leisten. Generell ist jede Art der Mobilität eine Verschwendung von Ressourcen. Deswegen ist es in meinen Augen auch nicht zielführende wenn die eine Lobby die andere Lobby mit Zahlen beschiesst. Der Charme an der Elektromobilität ist ja gerade das die sich beispielsweise in den Innenstädten lokal ohne Emissionen betreiben lassen. Wirklich sauber sind beide Technologien nicht, global betrachtet. Die Frage ist dort eben nur, interessiert das jemand und gibt es wirklich einen Wandel? Oder entwickeln wir einfach immer weiter und hoffen halt das wir den Knall hinauszögern können.
 
Das mit den verwüsteten Landstrichen ist ein Totschlag-Argument. Das könnte man gegen jede Technologie bringen.
Man kann den Rohstoff-Abbau sicher auch deutlich umweltfreundlicher machen. Nur hat da halt lange keiner hingeschaut :rolleyes:

Wirkungsgraderhöhung bei Verbrennern kann man vergessen, das wird kaum etwas aus machen.
Das Problem bei Benzin wie auch bei Strom ist die Steuer- und Abgabenlast, die die Preise dominiert.
Man wird den Strom entlasten müssen und verliert gleichzeitig Mineralölsteuereinnahmen. Und man muss die neuen Technologien in den nächsten Jahrzehnten mit viel Geld fördern. Da kommt einiges auf uns zu o_O
 
Das mit den verwüsteten Landstrichen ist ein Totschlag-Argument. Das könnte man gegen jede Technologie bringen.
Man kann den Rohstoff-Abbau sicher auch deutlich umweltfreundlicher machen. Nur hat da halt lange keiner hingeschaut :rolleyes:

Wirkungsgraderhöhung bei Verbrennern kann man vergessen, das wird kaum etwas aus machen.
Das Problem bei Benzin wie auch bei Strom ist die Steuer- und Abgabenlast, die die Preise dominiert.
Man wird den Strom entlasten müssen und verliert gleichzeitig Mineralölsteuereinnahmen. Und man muss die neuen Technologien in den nächsten Jahrzehnten mit viel Geld fördern. Da kommt einiges auf uns zu o_O

Die letzten Sätze gehe ich mit. Alternativenergieantriebe erfordern sehr viel Forschungsgeld. Will man irgendwann einen neutralen Fingerprint bei der Fortbewegung erreichen müssen sicherlich einige Billiarden her.
Da uns aber irgendwann die Pole schmelzen, die Luft ausgeht und das Öl, sind wir dazu gezwungen.
Es macht kaum Sinn noch leistungsvollere Akkumulatoren zu bauen, wenn wir dafür die Bevölkerung der 3.Welt ausbeuten um von dort Kobalt, seltene Erden und Lithium zu bekommen, damit wir hier kein CO2 produzieren.
Steuereinnahmen für Kraftstoffe interessieren da einen *******. Steuereinahmen dürfen da überhaupt kein Argument sein.
Wir müssen endlich anfangen größer zu denken und zu handeln.

Irgendwann sind eben auch Lithium, Kobalt und seltende Erden verbraucht und dann fangen wir an das Rad wieder von vorne zu drehen.
Wasserstoff ist vom Technologieverständnis her in unendlichen Mengen herstellbar. Das Ziel muss es sein es mit einer direkt benötigten Abnahmeort zu produzieren und das Umweltfreundlich, z.B. direkt am Fahrzeug.
Alles Dinge die noch nicht greifbar sind, aber vor 100 Jahre konnte sich auch niemand vorstellen, dass man im Jahr 1961 einen Menschen in den Weltraum schicken würde.
Alles startet mit einer Idee!
 
Alles startet mit einer Idee!
(y) Für meine Begriffe ist man immer viel zu monothematisch unterwegs. Wir müssen die Umwelt schonen? OK, bauen wir E-Autos. Das wird nicht die Lösung sein.

Das passt jetzt nicht zum Auto-Thread, aber zum aktuellen Thema ;) Es gibt eine Maßnahme, die sehr schnell umsetzbar wäre und die Umwelt sehr entlasten würde. Wie viele Berufspendler müssen denn wirklich Tag für Tag die vollen Arbeitsstunden in ihrem Büro sitzen? Ich z.B. würde meinen Job keinen Deut schlechter machen (im Gegenteil), wenn ich einmal die Woche im Büro wäre und viermal die Woche daheim arbeiten würde. Leider ist dieses Thema für mein Empfinden grade in Deutschland sehr schwierig, einmal, weil man die volle Arbeitszeit (und am besten mehr) an seinem Arbeitsplatz zu sein hat, ansonsten ist man ja nicht fleißig und zweitens, weil ja nicht jeder daheim arbeiten kann und das ja dann ungerecht wäre.
Ich hätte gedacht, Corona bewegt da was, aber ich bin da eher skeptisch. Auch wenn z.B. die Arbeitsagentur komplett im Homeoffice ist und das dem Vernehmen nach noch länger sein wird.

Aber wie gesagt, das passt nicht wirklich in den Thread, das könnte man auch an andere Stelle weiterdiskutieren.
 
Ist das wirklich so? Spannende Frage auch ob die Feuerwehren die zu solchen Unglücken erscheinen entsprechend ausgebildet sind Brände bei E-Autos zu löschen? Da bleiben einige Fragen offen.
 
Stand der jetzigen Technik ja, Wirkungsgrade vergrößern und Erzeugung/Transport kann man dann auch alles weiterentwickeln.
Das (absehbare) Entwicklungspotential bei Batterien ist groesser als bei Wasserstoff-Technologie, sowohl bei weniger rohstoffintensiven Produktionsverfahren als auch bei den Batterien selbst (insbesondere Feststoffbatterien).

Wasserstoff-Autos seh' ich insgesamt auch eher wie Elon Musk.
 
Das (absehbare) Entwicklungspotential bei Batterien ist groesser als bei Wasserstoff-Technologie, sowohl bei weniger rohstoffintensiven Produktionsverfahren als auch bei den Batterien selbst (insbesondere Feststoffbatterien).

Wasserstoff-Autos seh' ich insgesamt auch eher wie Elon Musk.


Gibt es nicht auch die Möglichkeit aus Wasserstoff Strom zu machen? Könnte man nicht aus so einem Ding eine Batterie für ein e Auto machen?
 
Wasserstoff ist doch ideal, wenn es darum, geht zB Windenergie zu speichern und später zu nutzen.
 
Gibt es nicht auch die Möglichkeit aus Wasserstoff Strom zu machen? Könnte man nicht aus so einem Ding eine Batterie für ein e Auto machen?
Eine Brennstoffzelle (fuel cell) macht genau das: generiert Elektrizitaet durch eine Wasserstoff + Sauerstoff zu Wasser Reaktion. Deshalb ist der Motor in Wasserstoff-Autos vom Prinzip her der gleiche wie in einem EV.

Wasserstoff ist doch ideal, wenn es darum, geht zB Windenergie zu speichern und später zu nutzen.
Um Wasserstoff zu "speichern" muss man es entweder extrem komprimieren oder abkuehlen, und dieser Druck/Temperatur muss dann langfristig gehalten werden. Letztendlich muss man dafuer mehr Energie aufwenden als im Wasserstoff gespeichert ist. Grosse Batterien wie das Tesla Megapack sind da wesentlich praktischer fuer mittelfristige Speicherung (wenige Tage). Fuer laengerfristige Speicherung kommen eigentlich nur Wasserpumpwerke in Frage.
 
Eigentlich scheint mir auch aus erneuerbarem Wasserstoff und CO2 erzeugtes Methanol eine anständige und sehr einfache Lösung, wenn es um große Reichweiten und schnelles Tanken geht, aber das scheint eher unpopulär zu sein.
 
Um Wasserstoff zu "speichern" muss man es entweder extrem komprimieren oder abkuehlen, und dieser Druck/Temperatur muss dann langfristig gehalten werden. Letztendlich muss man dafuer mehr Energie aufwenden als im Wasserstoff gespeichert ist. Grosse Batterien wie das Tesla Megapack sind da wesentlich praktischer fuer mittelfristige Speicherung (wenige Tage). Fuer laengerfristige Speicherung kommen eigentlich nur Wasserpumpwerke in Frage.

Gerade mittelfristig setzt (auch) die Privatwirtschaft aber zunehmend darauf, dass sich Wasserstoff als Speichermedium - gerade im Offshore-Bereich - durchsetzt. Gerade werden da ja etwa 10 GW vor Kopenhagen hochgezogen, überwiegend von privaten Investoren finanziert. Warten wir mal ab, wie sich das mit den Power-To-X Verfahren entwickelt, aber wenn man das sich so ansieht, wie die Energiewirtschaft aktuell darauf anspringt und auch die politischen Entscheidungsträger mitziehen (Stichwort: Wasserstoffpaket), dann gibt es durchaus Grund zu Optimismus, was Wasserstoff als Speichermedium angeht.
 
Gerade mittelfristig setzt (auch) die Privatwirtschaft aber zunehmend darauf, dass sich Wasserstoff als Speichermedium - gerade im Offshore-Bereich - durchsetzt. Gerade werden da ja etwa 10 GW vor Kopenhagen hochgezogen, überwiegend von privaten Investoren finanziert. Warten wir mal ab, wie sich das mit den Power-To-X Verfahren entwickelt, aber wenn man das sich so ansieht, wie die Energiewirtschaft aktuell darauf anspringt und auch die politischen Entscheidungsträger mitziehen (Stichwort: Wasserstoffpaket), dann gibt es durchaus Grund zu Optimismus, was Wasserstoff als Speichermedium angeht.
"Geplant" fuer "2030."

Das klingt mir wie die vermeintlichen Tesla-Killer der deutschen Autoindustrie, die alle angeblich nur "wenige Jahre" entfernt sind. :rolleyes:
 
"Geplant" fuer "2030."

Das klingt mir wie die vermeintlichen Tesla-Killer der deutschen Autoindustrie, die alle angeblich nur "wenige Jahre" entfernt sind. :rolleyes:

Wie schnell willst du denn sonst 10 GW (!) Offshore bauen? Die ersten signifikanten Investitionen sind jedenfalls schon fällig und die Investitionsbereitschaft ist da.
 
Eine Brennstoffzelle (fuel cell) macht genau das: generiert Elektrizitaet durch eine Wasserstoff + Sauerstoff zu Wasser Reaktion. Deshalb ist der Motor in Wasserstoff-Autos vom Prinzip her der gleiche wie in einem EV.


Um Wasserstoff zu "speichern" muss man es entweder extrem komprimieren oder abkuehlen, und dieser Druck/Temperatur muss dann langfristig gehalten werden. Letztendlich muss man dafuer mehr Energie aufwenden als im Wasserstoff gespeichert ist. Grosse Batterien wie das Tesla Megapack sind da wesentlich praktischer fuer mittelfristige Speicherung (wenige Tage). Fuer laengerfristige Speicherung kommen eigentlich nur Wasserpumpwerke in Frage.

Ah ok, dachte immer wasserstoffautos würden Wasserstoff verbrennen.

Der Wiki Artikel sagt zur Brennstoffzelle das bei der wasserstoffproduktion und rückverstromung so viele Verluste entstehen das man mit Wasserstoff letztenendes doppelt so viel Strom benötigt wie bei einer herkömmlichen Batterie.
 
Die Idee mit Wasserstoff ist natürlich schon verlockend, die kannst es theoretisch irgendwo mit Solar oder Windenergie produzieren ohne auf Zeit und Ort angewiesen zu sein und am Ende entsteht Wasser statt giftige Abgase.

Aber es ist halt auch ein verdammt explosives Zeug was sich nicht leicht händeln lässt und wenn man es runterkühlt braucht man dafür sehr viel Energie.

Klar ist die Idee Solarstrom in Wasserstoff zu speichern aber natürlich dennoch verlockend, aber man fragt sich wie sinnvoll das technisch ist.
 
Ah ok, dachte immer wasserstoffautos würden Wasserstoff verbrennen.

Der Wiki Artikel sagt zur Brennstoffzelle das bei der wasserstoffproduktion und rückverstromung so viele Verluste entstehen das man mit Wasserstoff letztenendes doppelt so viel Strom benötigt wie bei einer herkömmlichen Batterie.

Wenn ich aus regenerativen Energien ausreichend Strom generieren kann und nicht Öl und Gas verbrenne, ist das Absolutum doch eigentlich nicht das Problem?

Worin liegt denn der Unterschied im Ressourceneinsatz zwischen Akku für E-Motor und Brennstoffzelle?
 
Na, ein Glück, dass verschiedene Erdölprodukte, mit denen herkömmliche Fahrzeuge bewegt werden, mit Luft keine hochexplosiven Gase bilden können...
 
Das klingt mir wie die vermeintlichen Tesla-Killer der deutschen Autoindustrie, die alle angeblich nur "wenige Jahre" entfernt sind. :rolleyes:

VW Grp. hat in Deutschland im Jahr 2020 bis Juli ca. 4-mal mehr EV-Autos verkauft als Tesla. Auf absehbare Zeit gibt es kein Tesla-Modell, was auch nur ansatzweise so attraktiv ist, um mit den Verkaufszahlen des Golf-E zu konkurrieren (allein fast 10k Stück). Der Audi E-Tron Quattro verkauft sich sogar weltweit besser als das Model X als direkter Konkurrent. Tesla ist gerade mal #4 auf dem deutschen Automarkt bei EVs im Jahr 2020 (hinter eben VW Grp., Renault und Hyundai Grp.), und nur noch knapp vor Daimler und BMW. Dahinter dürften dann auch PSA und Nissan Tesla beim EV-Absatz überholen. Da ist eher zu erwarten, dass Tesla noch weiter zurückfällt.
 
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