1. Liebe Sportfans,

    jeder leidenschaftliche Sportfan kennt sie - Momente oder Highlights der Sport-Geschichte, die einem Gänsehaut, Herzrasen, Freudenschreie oder bittere Tränen (oder Freudentränen) bescherten und bei denen man den Atem angehalten hat oder am ganzen Körper vor Spannung zitterte, sich mit Freunden in den Armen lag usw. An die man immer wieder gerne zurückdenkt und sie bei Youtube oder in Videos rauf und runter schaut. Seien es Tore, Treffer, Punkte in letzter Sekunde, die Meisterschaften oder Turniere entschieden haben oder legendäre, dramatische, sensationelle, spannende, überraschende, niemals für möglich gehaltene Wendungen oder Ereignisse in verschiedenen Sportarten, die für einen selbst immer unvergessen bleiben werden, die einen sogar vielleicht geprägt haben im Leben. Momente des (Lieblings-)Sports, an die man sich immer wieder gerne oder ungern (wenn es die eigene Lieblingsmannschaft/den eigenen Lieblingssportler negativ betrifft) erinnert. "Weißt du noch...? Erinnerst du dich als...? "Für solche Momente muss man den Sport einfach lieben!"

    Wir wollen wissen - welche Momente haben euch geprägt, welche bleiben für immer in eurer Erinnerung?

    Macht mit bei der Wahl zu den Sportmomenten für die Ewigkeit! Alles weitere findet im entsprechenden Thread im Community-Bereich unter den Foren-Events. Wir freuen uns über eure Teilnahme!

    Viele Grüße
    Euer Administratoren-Team
    Information ausblenden

Der große Europäische Union-Thread

Dieses Thema im Forum "Non-Sports" wurde erstellt von Spielberg1, 25. November 2003.

  1. Easy

    Easy Box-Moderator

    Registriert seit:
    5. Juli 2006
    Beiträge:
    5.310
    Ort:
    Ostseebad Binz
    Wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass das nichts mit der Flüchtlingsdebatte zu tun hat. Das Problem haben wir schon seit Ewigkeiten.
     
  2. Buster_D

    Buster_D Buster D --> TysonsNightmare --> Buster D --> back

    Registriert seit:
    18. Januar 2010
    Beiträge:
    10.015
    Ort:
    Berlin
    Deshalb habe ich es ja auch nicht im Flüchtlingsthread gepostet. Und dass das Problem seit Jahren besteht, macht es nicht besser.
     
  3. Easy

    Easy Box-Moderator

    Registriert seit:
    5. Juli 2006
    Beiträge:
    5.310
    Ort:
    Ostseebad Binz
    wir schaffen das
     
  4. Buster_D

    Buster_D Buster D --> TysonsNightmare --> Buster D --> back

    Registriert seit:
    18. Januar 2010
    Beiträge:
    10.015
    Ort:
    Berlin
    Zumindest scheint Österreich sich jetzt der Sache angenommen zu haben. Diesem Vorschlag (Höhe des Kindergeldes soll sich an den Lebenshaltungskosten vor Ort orientieren), den auch der der Deutsche Städtetag unterstützt, sollte sich Deutschland anschließen.

     
  5. Grimon

    Grimon Bankspieler

    Registriert seit:
    19. September 2000
    Beiträge:
    416
    SKANDAL!!!
    Bitte Empörungswelle starten!

    Moment. Vielleicht erst Fakten prüfen...
    https://www.sueddeutsche.de/politik...t-nicht-um-flaechendeckenden-betrug-1.4088113

    "Im Juni 2018 wurde dem Bundesfinanzministerium zufolge für 268 336 Kinder, die außerhalb von Deutschland in der Europäischen Union oder im Europäischen Wirtschaftsraum leben, Kindergeld gezahlt. (...)

    Betrachtet man die Liste der Staaten, für die Kindergeld für dort lebende Kinder gezahlt wird, fallen vor allem zwei Sachverhalte auf. Zum einen sind es oft Nachbarländer, von denen aus wohl auch viele Menschen täglich nach Deutschland zum Arbeiten pendeln. Zum anderen sind darunter verstärkt ost- oder südosteuropäische Staaten. Zur Jahresmitte 2018 wurde vor allem in sieben europäische Länder Kindergeld ausgezahlt. Die meisten Zahlungen gingen an Eltern von Kindern in Polen (117 000), gefolgt von Tschechien (21 000), Kroatien (19 000), Rumänien (knapp 19 000), Frankreich (16 000), Ungarn (knapp 11 000) und Bulgarien (knapp 7000).

    Im Vergleich zum Vorjahr stiegen vor allem die Zahlen der bezugsberechtigen Kinder für Polen (um etwa 15 000) und Tschechien (um etwa 9000) sehr deutlich an. Nur etwa 400 weitere rumänische Kinder erhielten hingegen Kindergeld. Die Zahl der bulgarischen Kinder sank sogar um etwa 300.

    Die zweitgrößte Gruppe der im EU-Ausland lebenden Kinder, für die Kindergeld gezahlt wird, bilden übrigens deutsche, 32 000 waren es im Juni 2018. (...)

    Dass die Zahlen der Kindergeldbezieher für im Ausland lebende Kinder zunimmt, hat aber wohl meist weniger mit Betrug zu tun als mit der Tatsache, dass "im Sinne der Freizügigkeit in der EU immer mehr Menschen in Deutschland arbeiten", sagt eine BA-Sprecherin der SZ. Als Beispiel nennt sie Bulgarien. Die Zahl der in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigten Bulgaren sei von Dezember 2016 bis Dezember 2017 um 17550 gestiegen. Das sei eine Steigerung von knapp 19 Prozent. Sie betont: Diese Menschen lebten und arbeiteten hier und hätten dann eben auch Anspruch auf Kindergeld, auch, wenn die Kinder im Herkunftsland lebten. "Es geht also nicht um flächendeckenden Betrug und Missbrauch, den wir an einigen Standorten in Deutschland haben."

    Schade. Empörung wieder einstellen. ;)
     
    Mystic587, Who, timberwolves und 2 anderen gefällt das.
  6. Malgani

    Malgani Bankspieler

    Registriert seit:
    14. Juni 2018
    Beiträge:
    918
    Nun könnte man es für unlogisch halten, das Kindergeld in voller Höhe in Länder zu überweisen, in denen die Lebenshaltungskosten (und damit der Bedarf an Kindergeld) viel geringer ist als hierzulande

    Ob die Eltern in Schland arbeiten, hat damit eigentlich nichts zu tun bzw. sollte damit nichts zu tun haben. Die Lebenshaltungskosten für die Kinder z.B. in Rumänien steigen nicht dadurch, dass Papi in Deutschland auf dem Bau arbeitet

    Ich denke, dass man solche Zustände durchaus kritisieren können sollte, ohne das einem gleich der Stempel "besorgter Bürger" (unter Sport1-Veteranen ein Synonym für AfD- und/oder Pegida-Anhänger) verpasst wird
     
    Buster_D gefällt das.
  7. VvJ-Ente

    VvJ-Ente Verdammter Wohltäter

    Registriert seit:
    24. Mai 2000
    Beiträge:
    17.033
    Ort:
    Berlin
    Also als erstes sollte man die Betrugsfälle abziehen. Das ist kein Fall für das Sozialrecht, sondern für das Strafrecht. Einem Betrüger stehen auch keine 43 oder 19 Euro zu. Da muss man sich mit den entsprechenden Ländern zusammensetzen und mittels Datenabgleich feststellen, ob das Kind existiert und anspruchsberechtigt ist, und ob das Geld tatsächlich dort ankommt und nicht in dunklen Kanälen versumpft.

    Das Kindergeld in der Höhe anpassen, wenn das Kind nicht in Deutschland lebt, sollte man nicht von vornherein ablehnen. Aber man sollte sich im Klaren sein, dass eine Anpassung an die örtlichen Lebenshaltungskosten keine Einbahnstraße sein kann. Das würde auch bedeuten, dass z.B. in der Schweiz oder Großbritannien lebende Kinder vermutlich einen höheren Kindergeldanspruch als deutsche Kinder hätten.

    Und so wie die EU derzeit strukturiert ist, ist es schwierig, sich auf die Höhe der Ab- oder Zuschläge zu einigen.
     
    Mystic587 gefällt das.
  8. Buster_D

    Buster_D Buster D --> TysonsNightmare --> Buster D --> back

    Registriert seit:
    18. Januar 2010
    Beiträge:
    10.015
    Ort:
    Berlin
    Zumal das Problem in bestimmten Kommunen virulent ist und weiter anwächst. Aber die SPD-Bürgermeister von Duisburg oder Fürth sind wahrscheinlich auch verpappte AfDler:crazy:
    Es ist schon bemerkenswert, wie anscheinend jeder Missstand zu Lasten der deutschen Sozialsysteme aus überbordenener Gutmenschelei, einer aufgesetzten Xenophilie, Realiätsverweigerung oder warum auch immer von bestimmter Seite einfach so hingenommen wird. Dabei stehen die Sozialsysteme Deutschlands aus vielerlei Gründen bereits vor gewaltigen Herausforderungen. Die Politik, auch noch zusätzlich Probleme (ob es sich dabei nun um eine unbegrenzte Flüchtlingsaufnahme, EU-Armutszuwanderer etc. handelt, ist zweitrangig, die Masse macht es) auf diese abzuwälzen, kann sich Deutschland daher absehbar einfach nicht mehr leisten. Und wer an der Zukunftsfähigkeit der Sozialsysteme sägt, der gefährdet über kurz oder lang den sozialen Frieden im Land. Aber offenbar will das in manche Köpfe einfach nicht hinein.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. August 2018 um 14:49 Uhr
    gosy gefällt das.
  9. Easy

    Easy Box-Moderator

    Registriert seit:
    5. Juli 2006
    Beiträge:
    5.310
    Ort:
    Ostseebad Binz
    Anders kann man das auch nicht mehr nennen...
     
  10. liberalmente

    liberalmente Moderator

    Registriert seit:
    29. Juli 2005
    Beiträge:
    34.683
    Ort:
    Stuttgart/Bamberg
    Ja, der Missbrauch sollte sich, von einigen Städten in NRW, in denen wohl ein Betrug durch organisierte Kriminalität vorliegt, in Grenzen halten. Aber das macht die Regelung an sich nicht besser. Es macht einfach keinen Sinn, das deutsche Niveau an Kindergeld zu bezahlen, wenn die Kinder gar nicht hier leben.

    Ich verstehe auch nicht so wirklich, weshalb Kindergeld quasi eine europäische Finanzleistung sein soll. Das hat mit Freizügigkeit aus meiner Sicht nichts zu tun. Jeder EU-Bürger darf sich hier einen Job suchen, völlig klar, genauso wie sich jeder Deutsche in einem EU-Land einen Job suchen darf. Und wenn man dann ausreichend in die Arbeitslosenkasse einbezahlt hat steht einem natürlich auch Arbeitslosengeld zu, wenn man arbeitslos wird.

    Aber Kindergeld? Das ist zum einen als Anreiz für deutsche Staatsbürger gedacht, Kinder zu bekommen. Und andererseits hilft es natürlich dabei, die finanzielle Mehrbelastung durch Kinder zu tragen. Alles schön und gut. Aber warum ist jemand, der hier arbeitet und lebt, aber kein deutscher Staatsbürger ist, automatisch dazu berechtigt, Kindergeld zu erhalten? Wenn die Kinder hier leben - von mir aus. Aber eigentlich wäre es sinnvoller, dass sich das Land, in dem das Kind lebt, dann auch um das Kind kümmert. Wenn bspw. ein Deutscher in den Niederlanden arbeitet und das Kind in Deutschland lebt - warum sollen die Niederlande für das Kindergeld zuständig sein?
     
    Malgani gefällt das.
  11. big D

    big D MVP

    Registriert seit:
    24. Februar 2007
    Beiträge:
    14.025
    wobei das anscheinend eine europäische regelung ist die man so leicht nicht ändern kann. da müsste deutschland sich schpon in brüssel stark machen und wohl auch noch ein paar partner mitbringen.
     
  12. VvJ-Ente

    VvJ-Ente Verdammter Wohltäter

    Registriert seit:
    24. Mai 2000
    Beiträge:
    17.033
    Ort:
    Berlin
    Weil das Kindergeld aus dem Steuerrecht kommt. Das Existenzminimum des Kindes ist steuerfrei zu stellen, und das erfolgt in Deutschland zum Teil über das Kindergeld und zum Teil über den Kinderfreibetrag bei der Einkommenssteuer. Darum hat jeder, der in Deutschland Einkommenssteuer bezahlt, auch Anspruch auf Kindergeld bzw. den -freibetrag.

    Dass der Anspruch auf das volle Kindergeld auch besteht, wenn das Kind nicht in Deutschland lebt, ist ein EuGh-Urteil. Da sollen mal die Juristen was zu sagen.
     
  13. Sm0kE

    Sm0kE Aktueller Sportforen-GrandPrix-Champion

    Registriert seit:
    18. Oktober 2006
    Beiträge:
    9.594
    Das weiß man bei der Juristerei als Otto Normalbürger ja viel zu oft nicht, was der tiefere Sinn sein soll, denn mit gesundem Menschenverstand erschließt der sich oftmals nicht so wirklich. ;)

    So auch hier, ich kann zumindest nicht erkennen, was dieses Prozedere soll...erscheint mir eher blödsinnig und als nette Einladung zum Sozialbetrug. Und auf sowas darf man als EUGH eben vorher kommen, denn dafür wird man schließlich (fürstlich) entlohnt.
     
    liberalmente gefällt das.
  14. VvJ-Ente

    VvJ-Ente Verdammter Wohltäter

    Registriert seit:
    24. Mai 2000
    Beiträge:
    17.033
    Ort:
    Berlin
    Als Nichtjurist würde ich da eher die übliche Schlamperei vermuten (niemand hatte bei der Anpassung des Steuerrechts an EU-Recht auf dem Schirm), eventuell gekoppelt mit der üblichen Realitätsverweigerung unserer lieben konservativen Parteien.
     
  15. Buster_D

    Buster_D Buster D --> TysonsNightmare --> Buster D --> back

    Registriert seit:
    18. Januar 2010
    Beiträge:
    10.015
    Ort:
    Berlin
    Das Problem ließe sich auch vergleichsweise einfach lösen, ohne dass realitätsferne Eurokraten in Brüssel groß dazwischen funken können. Das Kindergeld abschaffen. Das ist sowieso eine völlig unsinnige Leistung, die - wie die Erfahrung zeigt - auch keinen Effekt auf die Kinderzahl in Deutschland hat. Das eingesparte Geld sollte man dann in wirklich sinnvolle, Kindern/Familien zugute kommenden Maßnahmen stecken, wie z.B. den Betreuungsausbau, vernünftig ausgestattete Schulen, kleinere Klassen etc..
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. August 2018 um 15:06 Uhr
  16. desl

    desl Box-Moderator

    Registriert seit:
    16. Mai 2005
    Beiträge:
    18.386
    Uffa ... wenn jemand darüber diskutieren möchte ob dies logisch oder unlogisch ist, dann sollte er nicht damit anfangen sich Gedanken über den rumänischen "Papi in Deutschland auf dem Bau" zu machen, sondern man dürfte dann erstmal vor der eigenen Tür kehren, sprich man darf anfangen darüber nachzudenken inwiefern die Höhe des Kindergeldes an die Lebenshaltungskosten innerhalb (!) Deutschlands gekoppelt sein sollte.

    Es gibt Familien die Leben und Arbeiten ... z.B. in Stuttgart. Is etwas teurer dort
    Es gibt Familien die Leben und Arbeiten ... z.B. in Magdeburg. Da lebt man etwas günstiger.
    Es gibt Familien die Leben in Brandenburg oder so, aber ein Elternteil fährt unter der Woche nach Südwestdeutschland um dort Geld zu verdienen.
    Manch Familien leben in teureren Gegenden, aber gearbeitet wird dort wo die Löhne niedriger sind weils dort immerhin überhaupt nen Job gab.

    4 Beispiele für 4 unterschiedliche Situationen in denen mehr oder weniger Gehalt eingenommen wird und die Lebenshaltungskosten unterschiedlich ausfallen.
    Schon innerhalb Deutschlands gibt es doch genügend Unterschiede wie groß die Lebenshaltungskosten sind und wie hoch die Löhne bei gleicher Arbeit an unterschiedlichen Standorten ausfallen. Die 194€ Kindergeld haben schon hierzulande einen unterschiedlich großen Wert.

    98% der Kinder für die "deutsches" Kindergeld gezahlt wird leben in Deutschland. Aber diskutiert wird über die Lebenshaltungskosten der anderen 2%.

    Manch Politiker springt da auch gleich drauf
    https://www.finanzen.net/nachricht/...ltungskosten-des-eu-wohnorts-anpassen-6485184
    https://www.rheinpfalz.de/lokal/art...-auslaender-an-lebenshaltungskosten-anpassen/


    Keine Ahnung ob grad Sommerloch ist, oder die leichte Tendenz seit einiger Zeit, Politik zu machen in denen man Bulgaren, Rumänen und Co. weniger "gönnt". Aber ich sehe niemanden darüber reden, ob ich mit meinen Kindern hier in Dresden weniger Kindergeld bekommen sollte als z.B. jemand in Frankfurt am Main.

    Das möchte vielleicht auch kein Politiker gerne ansprechen, weil man damit vielleicht Punkte bei Wählern auf teurerem Pflaster macht, aber sicherlich nicht in großen Teilen der "neuen Bundesländer".

    Und würden die Wähler klatschen, wenn man ihnen beibringt, dass der in Deutschland arbeitende Däne/Niederländer/Belgier/Österreicher/Luxemburger für seine in der Heimat lebenden Kinder mehr Kindergeld bekommt, weil seine Lebenshaltungskosten dort höher sind als in Deutschland? Vermutlich nicht...
     
    Mystic587 gefällt das.
  17. Buster_D

    Buster_D Buster D --> TysonsNightmare --> Buster D --> back

    Registriert seit:
    18. Januar 2010
    Beiträge:
    10.015
    Ort:
    Berlin
    Österreich macht jetzt genau das:licht:
    Nach der Abschaffung dieser unsinnigen Leistung ist das vermutlich auch die beste Lösung. Wobei diese natürlich dann auch die Gefahr birgt, dass z.B. die Roma-Clans in Duisburg und anderswo die Kinder - sofern sie denn überhaupt existieren - einfach nach Deutschland holen.
     
  18. Malgani

    Malgani Bankspieler

    Registriert seit:
    14. Juni 2018
    Beiträge:
    918
    Auch wenn nicht alles was hinkt auch ein Vergleich ist - und bei deinem Beispiel hinkt einiges - ist der Gedankengang grundsätzlich nachvollziehbar (die Differenzierung gibt es ja auch bei Löhnen innerhalb der gleichen Branche), aus praktischen/verwaltungstechnischen Gründen jedoch nicht umzusetzen. Außerdem ist der Grundgedanke des Kindergeldes, die hier lebende Bevölkerung zum Kinderkriegen zu animieren bzw. es handelt sich im Rahmen des Familienleistungsausgleichs eine Leistung, die den Mehraufwand der Familien für Unterhalt und Ausbildung der Kinder entsteht, ausgleichen soll. Sind Unterhalt und Ausbildung in Rumänien so teuer wie in Deutschland? Eben.

    Diese Logik kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Es geht hier um mehrere hundert Millionen Euro pro Jahr. Ob die von 2% oder 20% der Kinder herrühren, ist völlig unerheblich

    Genau, "Sommerloch" und "gönnen" sind die Schlagwörter. Diese Zahlungen einfach nur unlogisch (Gründe wurden hier bereits zur Genüge genannt) zu finden, kann nicht sein
     
  19. Easy

    Easy Box-Moderator

    Registriert seit:
    5. Juli 2006
    Beiträge:
    5.310
    Ort:
    Ostseebad Binz
    Finde diesen Vergleich absolut unrealistisch, sorry. Du kannst die UNterschiede der Lebenshaltungskosten zwischen Frankfurt und Magdeburg nicht mit denen von Deutschland und bspw. Bulgarien gleichsetzen. Das ist zuuu weit hergeholt. In Deutschland wird danach gelebt, dass alles Bundesweit angepasst werden soll (Löhne, Rente etc.) Das ist m.E. auch richtig so, kann aber nicht für Europa gelten.
     
  20. desl

    desl Box-Moderator

    Registriert seit:
    16. Mai 2005
    Beiträge:
    18.386
    Natürlich nicht ... aber das ist auch innerhalb von Deutschland der Fall.
    Aber wer es unfair findet, dass Ausländer mit höheren oder niedrigeren Lebenshaltungskosten gleich viel Kindergeld bekommen, der müsste es doch genauso unfair finden, dass auch Deutsche (die in Deutschland leben und arbeiten) mit höheren oder niedrigeren Lebenshaltungskosten gleich viel Kindergeld bekommen. Darauf will ich hinaus.

    Und bei "die hier lebende Bevölkerung" ist nunmal zu klären was denn das "hier" ist? Ist das "hier" nun Deutschland oder die Europäische Union?


    Mir geht es darum, dass über die 2% diskutiert wird, über die 98% jedoch nicht.
    Warum die große Diskussion, dass die 2% trotz höherer oder neidrigerer Lebenshaltungskosten das gleiche Kindergeld bekommen, wenn dies bei den 98% nicht mal zur Debatte steht?

    In dem Sinne geht es auch um mehrere Millionen Euro die gewissermaßen ungleichmäßig verteilt wären.

    Nun, es wurden auch Gründe hier genannt, dass jemand der in Deutschland Einkommenssteuer zahlt, auch Anspruch auf Sozialleistungen hat. Oder sollte ein anderer Einkommenssteuer-Satz gelten wenn die Leistungen (bzw. der Anspruch darauf) größer oder kleiner ausfallen?

    Bitte nicht falsch verstehen, ich habe nichts dagegen dass überlegt wird, die Kindergeld-Zahlungen an die Lebenshaltungskosten anzupassen (auch wenn das für mich nicht gerade vorteilhaft wäre). Aaaaber mich stört es einfach, dass es in dieser Diskussion nur um im Ausland lebende Kinder geht.



    Easy, ich habe nirgends die Unterschiede der Lebenshaltungskosten zwischen Frankfurt/Magdeburg mit denen von Deutschland/Bulgarien gleichgesetzt. Natürlich ist das nicht der Fall.
    Dennoch sind innerhalb Deutschlands signifikante Unterschiede gegeben ... und auch wenn Löhne/Rente usw. seit Jahrzehnten angepasst werden sollen ... eine völlige Gleichheit wird wohl nie bestehen.

    Für die Miete die ich hier in Dresden pro Quadratmeter für ne hübsche Bude bezahle bekomme ich in FFM vielleicht nen Keller mit Lichtschacht... und nicht nur was Wohnraum betrifft fand ich den Unterschied bei den Lebenshaltungskosten während meiner Zeit in Frankfurt beträchtlich.


    Warum?
    Also warum das Bestreben nach gleichem Lohnniveau, Lebensstandard, Lebenshaltungskosten usw. innerhalb deutscher Grenzen, aber nicht innerhalb der Grenzen der Europäischen Union?

    Oder andersrum, warum Unterschiede innerhalb der Union belassen, aber innerhalb Deutschlands möglichst reduzieren?
     

Diese Seite empfehlen