Der Wetter-Thread


Spielt das eine Rolle, welches Jahr das sein wird? Ob in 50, 100 oder 300 Jahren?

Für manche scheint es in der Tat eine Rolle zu spielen. "Erst so in 100 Jahren? Dann erlebe ich es ja nicht mehr, mir also egal" ist eine Einstellung, die durchaus Verbreitung hat. Nur wenn es einen selbst tangiert, wird reagiert.
 
Mein Büro ist unerträglich, meine Wohnung mit 25 Grad geht gut.
im Büro kann ich nichts genießen, aber danach genieße ich auch. Ja, ich weiß, dass es zu heiß ist und ja, ich weiß, dass es viel zu trocken ist.
Ich kann das Wetter aber nicht beeinflussen, ich habe also 2 Möglichkeiten: ich schimpfe die ganze Zeit, wie ätzend das Wetter ist oder aber
ich kann die guten Seiten genießen: Eis essen, lange draußen sitzen und lesen, an den See fahren, mit Kollegen oder Freunden abends draußen was trinken etc. Wenn man sich nicht die ganze Zeit aufregt, lebt es sich deutlich entspannter ;)
Du hast natürlich Recht damit, dass es durchs Jammern auch nicht kühler wird. Aber die von dir erwähnten guten Seiten existieren für mich und die anderen Kälteliebhaber schlicht nicht. Denn gerade dafür ist es ja eben viel zu heiß.

Eine kleine Hitzeanekdote noch: Bei uns war gestern noch Ausflugstag; es ging mit den Schülern nach Straßburg ins Europaparlament; anschließend gab es noch ein bisschen Freizeit, um die Innenstadt zu erkunden. Als ich mit den Kolleginnen durch die Stadt gelaufen bin, haben wir keinen einzigen Schüler gesehen. Kurz vor dem Ende unseres Aufenthalts sind wir ins Münster gegangen... und ungefähr die Hälfte unserer Schüler war schon dort. Aber nicht etwa, weil sie plötzlich ihre Liebe zur gotischen Architektur entdeckt hätten - nein, im Münster herrschten einfach vergleichsweise angenehme Temperaturen.

Und da fällt mir dann doch noch eine positive Seite ein: Als wir uns zum Eisessen hingesetzt haben, war sofort klar, dass es ein Schattenplatz sein muss. Bei 10 Grad weniger hätten wir wahrscheinlich drüber diskutieren müssen; denn dann hätten die Kolleginnen wahrscheinlich in die Sonne gewollt. ;)
 
Du hast natürlich Recht damit, dass es durchs Jammern auch nicht kühler wird. Aber die von dir erwähnten guten Seiten existieren für mich und die anderen Kälteliebhaber schlicht nicht. Denn gerade dafür ist es ja eben viel zu heiß.

Eine kleine Hitzeanekdote noch: Bei uns war gestern noch Ausflugstag; es ging mit den Schülern nach Straßburg ins Europaparlament; anschließend gab es noch ein bisschen Freizeit, um die Innenstadt zu erkunden. Als ich mit den Kolleginnen durch die Stadt gelaufen bin, haben wir keinen einzigen Schüler gesehen. Kurz vor dem Ende unseres Aufenthalts sind wir ins Münster gegangen... und ungefähr die Hälfte unserer Schüler war schon dort. Aber nicht etwa, weil sie plötzlich ihre Liebe zur gotischen Architektur entdeckt hätten - nein, im Münster herrschten einfach vergleichsweise angenehme Temperaturen.

Und da fällt mir dann doch noch eine positive Seite ein: Als wir uns zum Eisessen hingesetzt haben, war sofort klar, dass es ein Schattenplatz sein muss. Bei 10 Grad weniger hätten wir wahrscheinlich drüber diskutieren müssen; denn dann hätten die Kolleginnen wahrscheinlich in die Sonne gewollt. ;)

Ich liebe übrigens auch den Winter, da kann es gerne eiskalt sein ;) Ich habe auch lieber 25-30 Grad als 41, ich krieg selbst sehr schnell Sonnenbrand und die letzten Tage haben mir leichte Kopfschmerzen beschert. Ich kann die Temperaturen also nicht so problemlos ertragen wie andere. Ich habe aber auch keine Chance, irgendwas zu ändern. Ich kann mich also zu Hause im dunklen Wohnzimmer verkriechen und mich über das Wetter ärgern oder eben das ausnutzen, was man machen kann. Eis Essen im Schatten, n kühles Kölsch im Brauhaus, gestern z.B. war ich schwimmen...

Worum es mir in dem Post aber eigentlich ging war folgendes: nur, weil einem selbst die Temperatur grade taugt und man den Sommer genießt, heißt das doch nicht, dass einem alles egal ist.
Wenn es jetzt wochenlang schöne 25 Grad wäre, aber nie regnen würde, dann würden hier weiter einige meckern, andere würden die 25 Grad genießen, vermutlich mehr, als bei den 40 Grad grade. Trotzdem wäre das Wetter natürlich für die Natur sch***, weil natürlich dringend Regen fehlen würde. Und ich glaube nicht, dass denen, die die Wochen genießen würden, egal wäre, dass der Regen dringend benötigt würde.
Ich kann den Sommer genießen und trotzdem was für die Umwelt tun. Umgekehrt ist es eben wie @Brummsel sagt: nur, weil jemand hier permanent über das Wetter schimpft, heißt das eben nicht automatisch, dass diese Person umweltbewusst lebt.

Zum aktuellen Wetter: hier in Kerpen ist es grade wirklich unerträglich, weil zu der Hitze eine Schwüle gekommen ist. 20km weiter hat es gewittert, hier ist es wirklich fies. Da fällt auch mir aktuell keine positive Seite ein ;)
 
Kann den vergleich mit bio etc kaum nachvollziehen.
Auch wenn es einigen immer noch nicht klar zu sein scheint!
Solche Ereignisse sind Naturkatastrophen mit verheerenden unmittelbaren oder auch mittelbaren Folgen.

Käme ja auch keiner auf die Idee bei Hochwasser oder sturmfluten zwischen den haüserdächern zu surfen.
 
Kann den vergleich mit bio etc kaum nachvollziehen.
Auch wenn es einigen immer noch nicht klar zu sein scheint!
Solche Ereignisse sind Naturkatastrophen mit verheerenden unmittelbaren oder auch mittelbaren Folgen.

Käme ja auch keiner auf die Idee bei Hochwasser oder sturmfluten zwischen den haüserdächern zu surfen.

Nein, weil das für einen selbst gefährlich ist und den eventuellen Opfern gegenüber pietätlos.
Wohingegen ein Eis essen, am See/im Freibad liegen etc. niemandem schadet, auch der Umwelt nicht.

Was sollen wir denn deiner Meinung nach alle tun? Uns bei dem Wetter drinnen verkriechen, auf das Wetter fluchen und ständig hier posten, was für eine Katastrophe das ist? Hilft der Umwelt kein bisschen. Es macht keinen Unterschied, ob man hier den Weltuntergang beschreibt oder das Wetter eben annimmt und die Vorteile nutzt. Einen Unterschied macht, wie nachhaltig wir leben. Aber das zeigt sich nicht daran, wer hier meckert und wer genießt
 
Das Problem bei der Diskussion sehe ich darin, dass bei extremer Hitze und Trockenheit einfach andere Maßstäbe gesetzt werden.

Nein, weil das für einen selbst gefährlich ist und den eventuellen Opfern gegenüber pietätlos.
Bei einer Sturmflut ist jedem klar, dass es den Leuten vor Ort nicht gut geht und es Opfer gegeben hat. Aber was ist denn großartig anders, wenn du in einem Hof von einem Häuserblock mit einem kühlen Getränk eine Party mit deinen Freunden schmeißt, in dem in den letzten heißen Tagen drei Leute wegen Dehydrierung und Kreislaufversagen gestorben sind? Richtig, letztere müssen erstmal erklären, warum sie schlechte Laune und gerade überhaupt keinen Bock auf Partylärm haben, wenn sie nicht obendrauf einen Spruch wie "Habt euch nicht so, ist doch schönes Wetter" reingedrückt bekommen wollen.

Sprich: Reagierst du empfindlich auf Hitze und bekommst gesundheitliche Probleme, bekommst du nicht im selben Maß Mitgefühl wie jemand, der bei Kälte oder Nässe anfällig ist, sondern ein Teil deiner Mitmenschen reagiert mit Unverständnis, wenn du sagst, dass du dieses Wetter nicht abkannst...
 
Was soll denn das für Vergleich sein? Hat man Bock auf Partylärm wenn Leute einfach so sterben? Das ist ja wohl abstrus
 
Genauso reagieren aber Menschen mit Unverständnis, wenn du für Kälte anfällig bist, dann heißt es eben "Zieh dich halt wärmer an.

Für mich ist da der Unterschied in deinem Beispiel eher, dass es bei einer Sturmflut offensichtlich ist, dass da Opfer sind. Dass in dem Häuserblock jemand verstirbt, bekommt man eben nicht mit. Übrigens auch nicht, wenn diejenigen nicht auf Grund der Hitze versterben sondern wegen einer Krankheit. Es kann also immer sein, dass ich irgendwo feier, wo es anderen Leuten schlecht geht aus den unterschiedlichsten Gründen und die keinen Bock auf Party haben, unabhängig vom Wetter
 
Für viele, grade ältere Leute, spielt es leider eine zu große Rolle.
Warum sollte es gerade für ältere Leute eine Rolle spielen, wenn feststeht, dass die Erde z.B. in 50 Jahre am Ende ist?
Das sollte doch eher jüngere Leute zu Denken geben, weil die wenigstes noch in der Lage sind, was zu ändern. Oder verstehe ich dich falsch?
 
Ich finde diese Diskussion um Pool-Partys und Tote wegen Dehydrierung ja etwas strange. Und wen von denjenigen, die jetzt nach Winter und Kälte schreien interessiert es, dass dann Leute durch Erfrieren sterben? Es macht weder den Befürworter der einen Seite besser noch den anderen schlechter.
Wichtig ist doch, dass man den Blick auf die Schattenseiten nicht verliert und das schätzen lernt, was man für sich genießen kann. Und halt überlegt, was man als kleiner einzelner Bürger vielleicht tun kann.
Wir haben in Kalifornien das schwere Erdbeben miterlebt. Wir haben Respekt vor den Naturgewalten neu erfahren und dennoch unseren Urlaub dort genossen. Ich bin irre voll mit Dankbarkeit, dass ich das alles sehen durfte - trotz des erlebten Erdbebens und Ankündigungen von weiteren schweren Erdbeben. Abbrechen stand deswegen nicht zur Debatte.
 
Aber was ist denn großartig anders, wenn du in einem Hof von einem Häuserblock mit einem kühlen Getränk eine Party mit deinen Freunden schmeißt, in dem in den letzten heißen Tagen drei Leute wegen Dehydrierung und Kreislaufversagen gestorben sind?
Ok, die heißen Temperaturen verursachen bei vielen Menschen gesundheitliche Probleme. Dehydrierung, Kreislaufkollaps, Hitzeschock, usw. Das ist bekannt und das ist schlimm.
Von den Folgen für die Natur ganz zu schweigen, all dies ist hinlänglich bekannt.
Aber wie sollen die anderen jetzt Deiner Meinung nach reagieren?
Sollen alle Menschen bei dieser Hitze mit gesenktem Haupt, versteinerter Miene, verweinten Augen und mit schwarzer Binde am Arm rumlaufen?
Oder dürfen sie auch mal Spaß haben... im Schwimmbad oder in der Eisdiele?
 
Warum sollte es gerade für ältere Leute eine Rolle spielen, wenn feststeht, dass die Erde z.B. in 50 Jahre am Ende ist?
Das sollte doch eher jüngere Leute zu Denken geben, weil die wenigstes noch in der Lage sind, was zu ändern. Oder verstehe ich dich falsch?
Glaube du hast mich falsch verstanden, meinte damit, dass es für die jüngeren eher weniger eine Rolle spielt ob in 50 oder 300 Jahren.
Bei den älteren habe ich eher das Gefühl, dass es bloß nicht passieren sollte solange sie noch da sind.
Aber ja, im zweiten durchlesen war das etwas Sinnfrei ausgedrückt von mir.
 
bei uns bricht es zum Glück ab morgen ein. Hat der Regentanz also doch was gebracht :)

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Ähnlich sah es für Kerpen heute mittag bei einem Blick in die App auch aus, 26 Grad, Gewitter, Regen. Jetzt sind es schon wieder 31 Grad morgen...
 
Genau so ist es. Die Erde wird aller Voraussicht nach bald unbewohnbar sein. Und jetzt kann jeder seinen kleinen Beitrag zur Besserung zwar leisten, aber es bleibt vermutlich trotzdem der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein. Weil die Politik halt vieles verschlafen hat, was jetzt nicht mehr gut zu machen ist.
Der Fairness halber muss man aber auch sagen, dass Politiker in sogenannten Demokratien ja nun mal auch auf Wählerstimmen aus sind, und gewissermaßen auch sein müssen. Der Opportunismus ist nun mal den Menschen eigen und es geht ja auch um eigene Existenzen.
Und wenn dann die Weichen in Richtung gute Klimapolitik gestellt werden sollen, ist der Aufschrei, nicht nur der Wirtschaft nun mal eben sehr groß. Weil das opportunistische Wesen Mensch ja eben denkt, ja, jemand müßte mal was tun, aber es soll doch bitte für mich keine Belastung darstellen. Sprich, eine konsequente klimafreundlich Politik hat die sichere Abwahl zur Folge, weswegen sie dann von den Nachfolgern gleich wieder revidiert werden würde.
 
Warum sollte es gerade für ältere Leute eine Rolle spielen, wenn feststeht, dass die Erde z.B. in 50 Jahre am Ende ist?

Die Pfründe des weißen alten Mannes sind nur auf Ausbeutung armer Leute, Raubau des Planeten und Profit aus Kriegen aufgebaut. Darauf will er natürlich in Zukunft keinen Milimeter verzichten und alle seine sog. Errungenschaften mit ins Grab nehmen. Der Planet hat darum gefälligst noch ein wenig zu halten - und die (Klima)flüchtlinge bis dahin die Füße stillzuhalten.
 
Wie beuten Daimler, BMW usw. arme Menschen in Südafrika genau aus ? Wie gross ist deren Beitrag zur Wertschöpfung an einem typischen Mercedes ? Wieviele seltene Erden stecken in einer Waschmaschine ?

Wir steuern auf eine Zäsur zu, da werden viele Karten neu gemischt.
 
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