Der Wetter-Thread


Ein nasses Jahr macht noch längst kein "Wir ertrinken im Wasser" ;)
Es kann problemlos noch mehr regnen, gerade jetzt mit dem Aufstehen der Natur. Allerdings beeindruckt wie plötzlich unsere Feuchtgebiete und Sümpfe wieder aus den Ruinen auferstehen.

In meinem Post war keine Prognose enthalten. Keiner weiß, was passiert. Klimawandel bedeuten aber nicht, dass es trocken werden muss. Nur, dass es wärmer wird.

Bislang hatten wir viel Dürre in den nun sehr warmen Jahren. Aber die letzten sechs Monate waren nunmal sehr nass, inklusive dem Februar, den ich eigentlich über Jahre hinweg als ziemlich trockenen Monat bei uns wahrgenommen habe.
 
In meinem Post war keine Prognose enthalten. Keiner weiß, was passiert. Klimawandel bedeuten aber nicht, dass es trocken werden muss. Nur, dass es wärmer wird.

Bislang hatten wir viel Dürre in den nun sehr warmen Jahren. Aber die letzten sechs Monate waren nunmal sehr nass, inklusive dem Februar, den ich eigentlich über Jahre hinweg als ziemlich trockenen Monat bei uns wahrgenommen habe.
Das sind ja viele verschiedene Systeme und Gesetzmäßigkeiten, die durch die Klimakrise noch verstärkt werden. @mystic kann das sicherlich viel besser erklären.

Aber einerseits bedeuten höhere Temperaturen wärmere Ozeane -> mehr Verdunstung -> Mehr Feuchtigkeit und Niederschläge. Andererseits auch das Phänomen der auswabernden Jet-Stream-Strömungen auf der Welt, was dazu führt, dass gewisse Wetterlagen deutlich länger stationär und langanhaltend bleiben (also sowohl Hitzewellen/Dürren als auch Tiefdruckgebiete mit Niederschlag). Dann auch die bekannten El Niño und La Niña Phänomene, die ebenfalls durch den Klimawandel stärker und häufiger auftreten. Nicht jedes Hochwasser oder jede Dürre hat 1:1 mit dem Klimawandel zu tun, aber die Häufigkeit oder Heftigkeit der Auswirkungen wird dadurch zweifellos beeinflusst.

Gerade gelesen für die Po-Ebene sind jetzt 7-10 Tage massive Niederschläge durch das Italien-Tief prognostiziert, was für diese Gegend aufgrund der schon jahrelangen Dürre sehr positiv wäre. Die Kehrseite ist natürlich, dass die Böden den nun kommenden Niederschlag in der Menge wohl kaum aufnehmen werden können, da dieser bis in die Tiefenschichten massiv ausgetrocknet ist. Also sind die nächsten Überschwemmungen vorprogrammiert...
 
In meinem Post war keine Prognose enthalten. Keiner weiß, was passiert. Klimawandel bedeuten aber nicht, dass es trocken werden muss. Nur, dass es wärmer wird.

Es stimmt natürlich nicht, dass "keiner weiß, was passiert". Klimawandel ist zudem nicht nur "es wärmer wird".

Hier ist ein Link zum letzten längeren Report des IPCC. Kapitel 3 gibt Dir Informationen darüber, was in dem Fall Leute, die sich mit dem Thema auch auskennen, darüber wissen, welche Auswirkungen der Klimawandel haben wird: https://report.ipcc.ch/ar6syr/pdf/IPCC_AR6_SYR_LongerReport.pdf

Ich möchte in dem Zusammenhang auch noch mal betonen, dass das in der Regel noch die "geschönte" Variante ist. Bisher hat sich das insgesamt noch eher so dargestellt, dass die eher dramatischeren Szenarien Realität wurden. Zuletzt wurde beispielsweise +1.5 K überschritten, das war im Tenor des IPCC noch nicht erwartet. Zudem hat sich auch das kalkulierte Restbudget an CO2, was wir noch emittieren dürfen, als deutlich höher als in der Realität herausgestellt. Und, ja, veränderte Niederschlagsverteilungen sowohl zeitlich als auch räumlich ist ein direkter Effekt durch veränderte Oberflächentemperaturen.
 
Es stimmt natürlich nicht, dass "keiner weiß, was passiert". Klimawandel ist zudem nicht nur "es wärmer wird".

Hier ist ein Link zum letzten längeren Report des IPCC. Kapitel 3 gibt Dir Informationen darüber, was in dem Fall Leute, die sich mit dem Thema auch auskennen, darüber wissen, welche Auswirkungen der Klimawandel haben wird: https://report.ipcc.ch/ar6syr/pdf/IPCC_AR6_SYR_LongerReport.pdf

Ich möchte in dem Zusammenhang auch noch mal betonen, dass das in der Regel noch die "geschönte" Variante ist. Bisher hat sich das insgesamt noch eher so dargestellt, dass die eher dramatischeren Szenarien Realität wurden. Zuletzt wurde beispielsweise +1.5 K überschritten, das war im Tenor des IPCC noch nicht erwartet. Zudem hat sich auch das kalkulierte Restbudget an CO2, was wir noch emittieren dürfen, als deutlich höher als in der Realität herausgestellt. Und, ja, veränderte Niederschlagsverteilungen sowohl zeitlich als auch räumlich ist ein direkter Effekt durch veränderte Oberflächentemperaturen.

Es ging um "trocken" und/oder "feucht". Der Kontext meines Postings bezieht sich auf eine lokale Umgebung. Nenn es meinetwegen sogar überregional "Deutschland". Aber selbst für den Kontext "Europa", den deine Quelle immerhin 4x als Ergebnis ausgibt, wenn man versucht zu verstehen, was du meinst, dass jemand weiß, "was passiert", geht von einer "medium confidence" aus.

Wir werden mehr Katastrophen haben, Überraschung. Was hat das mit meinem Posting zu tun, ob es nun trockener bei uns wird oder feuchter.

Mal im Ernst.. ist das so schwer zu verstehen, dass es hier um lokale Vorhersagen ging?
 
Mal im Ernst.. ist das so schwer zu verstehen, dass es hier um lokale Vorhersagen ging?


Ab Seite 89 gibt es eine Auflistung der Klimaraumtypen und den zu erwartenden Änderungen zwischen 2031 und 2060.

Disclaimer: Ich selbst habe für RegCM3 (regionales Klimamodell) ein Modul geschrieben (Fortran), sodass die Milankovic-Zyklen (periodische Änderungen der Erdbahnparameter, die für Änderungen der solaren Einstrahlung sorgen) physikalisch beschrieben und nicht mehr als Parameterliste übergeben werden. Das hat es ermöglicht, regionale Klimaänderungen beispielsweise zum Zeitpunkt des letzten glazialen Maximums (LGM) und davor zu beschreiben, um Interaktionen zwischen atmosphärischen und geologischen Änderungen zu untersuchen.
 
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Ab Seite 89 gibt es eine Auflistung der Klimaraumtypen und den zu erwartenden Änderungen zwischen 2031 und 2060.

Disclaimer: Ich selbst habe für RegCM3 (regionales Klimamodell) ein Modul geschrieben (Fortran), sodass die Milankovic-Zyklen (periodische Änderungen der Erdbahnparameter, die für Änderungen der solaren Einstrahlung sorgen) physikalisch beschrieben und nicht mehr als Parameterliste übergeben werden. Das hat es ermöglicht, regionale Klimaänderungen beispielsweise zum Zeitpunkt des letzten glazialen Maximums (LGM) und davor zu beschreiben, um Interaktionen zwischen atmosphärischen und geologischen Änderungen zu untersuchen.

Sehr spannend. Aber hilf mir mal, wo finde ich für den Bereich "Nordwesten" eine eher einfache Antwort auf "trockener" oder "nasser". Sind das diese Karten-Darstellungen auf Seite 108 z.B.? Also vereinfacht gesagt, wird der Osten z.B. noch viel trockener?

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Sehr spannend. Aber hilf mir mal, wo finde ich für den Bereich "Nordwesten" eine eher einfache Antwort auf "trockener" oder "nasser". Sind das diese Karten-Darstellungen auf Seite 108 z.B.? Also vereinfacht gesagt, wird der Osten z.B. noch viel trockener?

Auf Seite 93 in der Abb 11 steht beispielsweise für "Nordwesten", dass alles "durchschnittlich zunehmend" ist inkl. Sommertrockenheit und die Anzahl der Tage mit Starkregen. Aber das beantwortet Deine Frage natürlich nur unpräzise (oder genau genommen: gar nicht). Die nächste Übersicht wäre dann Tabelle 19, Seite 94, da wird das stärker differenziert und mit entsprechender prozentualer Angabe im Bezug auf den Referenzzeitraum (1971 bis 2000) genannt. Im Winter ist da ein Zuwachs der Niederschlagsmenge um 10% genannt, für den Sommer dann Abnahme um 2%. Ebenso noch nicht die exakte Antwort auf Deine Frage, aber wir kommen der Sache schon näher, und wir sehen, dass die Änderungen durch den Klimawandel eben nicht salopp formulierbar sind, sondern Änderungen im Bezug auf die Jahreszeit unterschiedlich ausfallen kann. Wir wissen aber beispielsweise für den Nordwesten, dass es üblicherweise im Winter weniger Niederschlag gab als im Sommer (Tabelle 18, Seite 91), das wird sich langsam angleichen bis es zu einer Umkehr bis ca. 2050 kommen wird, sodass die winterlichen Niederschläge mehr als die sommerlichen Niederschläge sein werden. Anschließend geht der Prozess dann weiter, sodass sich bis zum Ende des Jahrhunderts weiter der Winterniederschlag verstärken und der Sommerniederschlag verringern wird (Tabelle 20, Seite 95, passende Abbildungen wären 16 auf Seite 100 und 17 auf Seite 101).

Um eine Idee zu bekommen, welche Folgen diese Veränderung der räumlichen und zeitlichen Niederschlagsverteilung haben wird, gibt es hier eine kurze Zusammenfassung: https://www.mpg.de/11178333/klimawandel-wassersysteme

Was wäre mein Punkt? Deine Fragestellung lässt sich grob damit beantworten: gesamte jährliche Niederschlagsmenge ändert sich für den Nordwesten nicht drastisch, aber die zeitliche Verteilung ändert sich. Die direkte Antwort (trockener oder nasser) auf Deine Frage ist also nicht sonderlich zielführend. Aber vielleicht hilft so etwas, die Änderungen der Niederschlagsverteilung besser einschätzen zu können: "Sinkende Grundwasserspiegel lassen Seen oder kleine Bäche austrocknen, höhere Wassertemperaturen verschärfen bestehende Probleme mit der Überdüngung und fördern Algenblüten." und "Außerdem werden die Grundwasserspiegel in Zukunft stärker schwanken – zum einen, weil sich ein Teil der Niederschläge vom Sommer in den Winter verschoben hat, zum anderen, weil im Sommer während trockener Perioden mehr Grundwasser zur Bewässerung entnommen werden muss."

Es ist eben letztendlich keine triviale Antwort möglich, aber sicher ist, dass wir uns auf derartige Änderungen im Wasserkreislauf einstellen müssen, eben weil die sogenannte Hydrosphäre als Teil des Klimasystems vom Klimawandel natürlich auch betroffen ist.
 
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Auf Seite 93 in der Abb 11 steht beispielsweise für "Nordwesten", dass alles "durchschnittlich zunehmend" ist inkl. Sommertrockenheit und die Anzahl der Tage mit Starkregen. Aber das beantwortet Deine Frage natürlich nur unpräzise (oder genau genommen: gar nicht). Die nächste Übersicht wäre dann Tabelle 19, Seite 94, da wird das stärker differenziert und mit entsprechender prozentualer Angabe im Bezug auf den Referenzzeitraum (1971 bis 2000) genannt. Im Winter ist da ein Zuwachs der Niederschlagsmenge um 10% genannt, für den Sommer dann Abnahme um 2%. Ebenso noch nicht die exakte Antwort auf Deine Frage, aber wir kommen der Sache schon näher, und wir sehen, dass die Änderungen durch den Klimawandel eben nicht salopp formulierbar sind, sondern Änderungen im Bezug auf die Jahreszeit unterschiedlich ausfallen kann. Wir wissen aber beispielsweise für den Nordwesten, dass es üblicherweise im Winter weniger Niederschlag gab als im Sommer (Tabelle 18, Seite 91), das wird sich langsam angleichen bis es zu einer Umkehr bis ca. 2050 kommen wird, sodass die winterlichen Niederschläge mehr als die sommerlichen Niederschläge sein werden. Anschließend geht der Prozess dann weiter, sodass sich bis zum Ende des Jahrhunderts weiter der Winterniederschlag verstärken und der Sommerniederschlag verringern wird (Tabelle 20, Seite 95, passende Abbildungen wären 16 auf Seite 100 und 17 auf Seite 101).

Um eine Idee zu bekommen, welche Folgen diese Veränderung der räumlichen und zeitlichen Niederschlagsverteilung haben wird, gibt es hier eine kurze Zusammenfassung: https://www.mpg.de/11178333/klimawandel-wassersysteme

Was wäre mein Punkt? Deine Fragestellung lässt sich grob damit beantworten: gesamte jährliche Niederschlagsmenge ändert sich für den Nordwesten nicht drastisch, aber die zeitliche Verteilung ändert sich. Die direkte Antwort (trockener oder nasser) auf Deine Frage ist also nicht sonderlich zielführend. Aber vielleicht hilft so etwas, die Änderungen der Niederschlagsverteilung besser einschätzen zu können: "Sinkende Grundwasserspiegel lassen Seen oder kleine Bäche austrocknen, höhere Wassertemperaturen verschärfen bestehende Probleme mit der Überdüngung und fördern Algenblüten." und "Außerdem werden die Grundwasserspiegel in Zukunft stärker schwanken – zum einen, weil sich ein Teil der Niederschläge vom Sommer in den Winter verschoben hat, zum anderen, weil im Sommer während trockener Perioden mehr Grundwasser zur Bewässerung entnommen werden muss."

Es ist eben letztendlich keine triviale Antwort möglich, aber sicher ist, dass wir uns auf derartige Änderungen im Wasserkreislauf einstellen müssen, eben weil die sogenannte Hydrosphäre als Teil des Klimasystems vom Klimawandel natürlich auch betroffen ist.

Okay, das ist super spannend. Hast du eine Ahnung, wie man auf lokaler Ebene vorgeht? Also z.B. kommunale Planung, um sich

- einerseits auf Überschwemmungen vorzubereiten (hier bei uns wird ein Fluss renaturiert, neues Schwemmland geschaffen).
- Aufforstung auf lokaler Ebene sinnvoll zu betreiben (heimische Arten aufforsten, oder Arten aus anderen Gegenden?)
- Bauvorschriften, um bei den Privathaushalten z.B. Wasser von den Dächern zu speichern oder temporär zurückzuhalten

Gibt es da Quellen, die man anzapfen kann, auf die auch Entscheidungsträger zugreifen? Mich interessiert das persönlich. Hat keine Business-Komponente.
 
Okay, das ist super spannend. Hast du eine Ahnung, wie man auf lokaler Ebene vorgeht? Also z.B. kommunale Planung, um sich

- einerseits auf Überschwemmungen vorzubereiten (hier bei uns wird ein Fluss renaturiert, neues Schwemmland geschaffen).
- Aufforstung auf lokaler Ebene sinnvoll zu betreiben (heimische Arten aufforsten, oder Arten aus anderen Gegenden?)
- Bauvorschriften, um bei den Privathaushalten z.B. Wasser von den Dächern zu speichern oder temporär zurückzuhalten

Gibt es da Quellen, die man anzapfen kann, auf die auch Entscheidungsträger zugreifen? Mich interessiert das persönlich. Hat keine Business-Komponente.
Gaaaaanz großes Thema bei uns hier im Steigerwald. Bei den Gewässern an der Westseite des Höhenzuges saufen die Orte bei Hochwasser in aller Regelmäßigkeit ab.

Was man tun muss: Kurzfassung
1. Wälder Renaturierung. Forstwege rückgängig machen, Rückegassen zurückbauen, auf heimische Arten setzen, Gräben dicht machen, damit das Wasser im Wald bleibt.

2. Technischer Schutz: Bau von Rückhaltebecken
 
Okay, das ist super spannend. Hast du eine Ahnung, wie man auf lokaler Ebene vorgeht? Also z.B. kommunale Planung, um sich

- einerseits auf Überschwemmungen vorzubereiten (hier bei uns wird ein Fluss renaturiert, neues Schwemmland geschaffen).
- Aufforstung auf lokaler Ebene sinnvoll zu betreiben (heimische Arten aufforsten, oder Arten aus anderen Gegenden?)
- Bauvorschriften, um bei den Privathaushalten z.B. Wasser von den Dächern zu speichern oder temporär zurückzuhalten

Gibt es da Quellen, die man anzapfen kann, auf die auch Entscheidungsträger zugreifen? Mich interessiert das persönlich. Hat keine Business-Komponente.

Da kenne ich mich zu wenig aus. Die Klimawirkungs- und Risikoanalyse hat auch einen Teil, der sich mit entsprechenden Empfehlungen für Anpassungsmaßnahmen beschäftigt. Wie und in welchem Umfang das dann auf kommunaler Ebene umgesetzt wird, weiß ich wirklich gar nicht.

Grundsätzlich: Ein wesentlicher Punkt der Klimaforschung ist es auch, entsprechende Regionen zu identifizieren, für die Anpassungsmaßnahmen notwendig sind. Es geht beim Klimaschutz nicht um die Rettung der Erde, sondern um den Erhalt unserer Zivilisation. Die Erde kommt auch ohne Menschen ganz gut allein aus, und auf geologischen Zeitskalen bleibt von uns sowieso nichts erhalten, wenn wir uns nicht entsprechend darum kümmern, dass es überhaupt nachfolgende Generationen gibt.
 
So nun endet heute der metrologische Winter. Alle vier Jahre darf er sogar einen Tag länger dauern.

Ich habe mich zuletzt hier Mitte Januar gemeldet, als ich meinte, dass die winterlichste Episode des Winters ansteht und dann auch bald zu Ende geht. Es war für mich relativ eindeutig, dass ein echtes Wintercomeback im Februar nicht zu sehen ist. Obgleich auf diversen Schwurblerwetterkanälen davon genügend zu hören oder lesen war.
Das der Februar am Ende gar so steil ging in Punkto Wärme, hat mich dann zwar etwas überrascht, aber es war in jedem Fall viel wahrscheinlicher als ein kalter Februar. Hier lagen auch diverse Langzeitmodelle vom europäischen Modell z.B. einfach nicht richtig und erwiesen sich wieder einmal als bessere Spielerei.

Am Ende wird der Winter der dritt- oder viertwärmster Winter werden. Er wird der zweitnasseste Winter werden. Damit ist eigentlich schon viel gesagt. An Übersonnung ist zuletzt keiner so richtig gestorben.

Am Ende hat dann wieder die Septemberregel zugeschlagen, ist der September mindestens +2 Grad zu warm zum Klimamittel, wird der drauffolgende Winter zu warm. Dies war nun bei jedem September bisher der Fall, der +2 Grad oder noch wärmer zum Klimamittel war. Lange wurde der Regel vorgeworfen, dass es zu wenig solcher Septemberexemplare gab, um es statistisch zu fundieren. Mittlerweile gibt es nun mehr und die Regel gilt immer noch. Ich möchte es eher so formulierern, wenn der September (der sich noch relativ stark gegen den Klimawandel stemmt), schon mit +2 Grad oder mehr positioniert, wird der Winter es noch schwerer haben zu kalt zu werden.

Was steht nun an? Denkt man an den März 2013, in dem ein heftiger Kalteinbruch aus Nord/Nordost gekommen ist, kann der März schon Winter.
Dieses Jahr spricht nicht wirklich etwas dafür. Ich erwarte, dass es doch nun wieder etwas mehr Sonne gibt. Der Niederschlag wird relativ abrupt enden. Die Läufe sind relativ trocken bis nahezu total trocken für die nächsten 10 Tage.

Echten Frühling sehe ich auch nicht, wir sitzen einfach gesagt auf einem Hochdruckkeil zwischen warmen Westen und kalten Osten, mit einer leichten Ost/Südostkomponente. Südwesten wieder einmal einiges wärmer als Nordosten, um es einfach zu sagen.

Anfang März wird das Final Warming in der Stratosphäre eintreten. Im Winter hatten wir ja wieder gefühlt 25 Major Warmings in den einseitigen Wetterseiten. Aber das Final Warming ist eben ein existentes Ereignis, was die Winterzirkulation beendet und jedes Jahr geschieht. Folge sind mehr meridionale Wetterlagen, einfach gesagt mehr Hochdruck, weniger Westwindwetter.
Frühlingsüberraschungen, aber auch kühlere Wetterlagen werden zunehmen. Das hatten wir z.B. in den letzten Jahren sehr oft, bei denen das Frühjahr zäh ging.
Von der Historie wäre der April einmal wieder dran, Frühling zu zeigen, das war die letzten Jahre schon sehr dünn. Der letzte echte Frühlingsapril war 2020, wer interessiert sich noch, wie wir Corona genossen haben und alles so unbeschwert sich angefühlt hat.
 
Ich fand die Meldung heute früh cool.
"Das gab es seit Wochen nicht mehr"
Wie denn? Was denn?
"Kein Regen bis zum Wochenende".

Wir haben Donnerstag ...
 
Ich hoffe nur dass der April bis fast Ende Mai nicht so kalt und relativ nass wird wie in 2023.
 
Ich hoffe nur dass der April bis fast Ende Mai nicht so kalt und relativ nass wird wie in 2023.
Ich hoffe fast jedes Jahr auf einen nassen April (april showers bring may flowers), und dann ist dieser meist sehr trocken und dafür der Mai dann eher feucht. Wobei: Frühlingsregen und der Geruch der Erde danach sind doch was herrliches:love:
 
Wenn der März trockener wird, kann der April auch gerne feucht werden. Solange es nicht wie letztes Jahr Juli, August, September, Oktober, November, Dezember, Januar durchregnet, bin ich erstmal zufrieden ohne mir einen Hitzsommer wie in Spanien zu wünschen.
 
Bitte jetzt, wie angekündigt, etwas weniger Regen und mehr trockene Tage.

Monatliches PV-Monitoring bestätigte alle Wetter-Daten: Katastrophaler Februar hier auf dem Dach ;)
 
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