Die Saison 2025 (abseits GT und WM)


theGegen

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Das Drehbuch von UAE für Weltmeister und Topfavorit Pogacar glich dem vom letzten Jahr.

Zum schwierigsten Sektor Monte St. Marie (an dem 2024 Pogacar zum Solo ansetzte) hatte das stärkste Team UAE ein durch Stürze dezimiertes Peloton auf ca. 30 Fahrer reduziert, hinter einer Fluchtgruppe von 10 Fahrern.
Isaac Del Toro und Tim Wellens sprengten dann das Feld, aber bevor Pogacar zum Solo ansetzen konnte, durchkreuzte Tom Pidcock diese Regie-Anweisung und attackierte selbst an Wellens vorbei. Pogacar natürlich sofort hinterher und dahinter konnte niemand folgen.
Ausreißer aufgeschnupft, nur Connor Swift klemmte dran.
Dann heftiger Sturz in einer Abfahrt von Pogacar nach eigenem Fahrfehler, Pidcock alleine vorne. Aber Pogi war nicht allzusehr verletzt, schloss wieder auf, auch weil Pidcock den weiten Rest alleine nicht durchgestanden hätte. An einer weiteren Schotterrampe wurde Pidccock stehen gelassen und hinter Pogacar tröpfelten die weiteren Fahrer einzeln durch das Ziel in Siena.
 

Angliru

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Rennen mit Pogacar boykottiere ich inzwischen. Schade um eines meiner Lieblingsrennen, aber ich hasse den Typen und seine Dominanz einfach unglaublich. Armstrong, Froome - das war alles nicht so mies, weil die sich auf ihre Rennen um die Tour konzentriert haben. Aber nen Typen, der einfach jedes Rennen so unfassbar dominiert - das ist einfach a) extrem unglaubwürdig (kann mir niemand erzählen, dass Pogacar keinen Zaubertrank hat) und b) extrem langweilig.
 

Angliru

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Der "Hass" bezieht sich nicht auf die Person persönlich, sondern auf die völlig irrationale sportliche Dominanz, die er ausübt. Pogi mag ein netter Typ sein, ich will ihn aber in keinem Radrennen mehr sehen. Freu mich dahingehend mal sehr auf den Giro, tut sehr gut, dass er nicht dabei ist. Weiß jemand, welche Klassiker er fahren wird? Kann man sich Flandern, Roubaix, etc. anschauen?
 

Konne

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Der "Hass" bezieht sich nicht auf die Person persönlich, sondern auf die völlig irrationale sportliche Dominanz, die er ausübt. Pogi mag ein netter Typ sein, ich will ihn aber in keinem Radrennen mehr sehen. Freu mich dahingehend mal sehr auf den Giro, tut sehr gut, dass er nicht dabei ist. Weiß jemand, welche Klassiker er fahren wird? Kann man sich Flandern, Roubaix, etc. anschauen?
Migels meinte heute, er wolle nach San Remo entscheiden, ob er Roubaix probiert dieses Jahr. Flandern, Amstel und Lüttich hätte er wohl schon relativ klar auf dem Plan.
 

Konne

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Der Sturz und Pogi danach sahen echt nicht gesund aus, hätte auch ein halbes Jahr Pause sein können. Glaube nicht, dass er gerade jetzt auf die Idee kommt unbedingt auszuprobieren wie sich Arenberg anfühlt :D
 

henningoth

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Ein fitter MVdP sollte aber zumindest gegenhalten können bei den Klassikern.
Und mal sehen was Remco so fährt.
 

theGegen

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Der "Hass" bezieht sich nicht auf die Person persönlich, sondern auf die völlig irrationale sportliche Dominanz, die er ausübt. Pogi mag ein netter Typ sein, ich will ihn aber in keinem Radrennen mehr sehen. Freu mich dahingehend mal sehr auf den Giro, tut sehr gut, dass er nicht dabei ist. Weiß jemand, welche Klassiker er fahren wird? Kann man sich Flandern, Roubaix, etc. anschauen?

Die Dominanz liegt nicht nur in Pogacar selbst begründet, sondern auch beträchtlich an seinem überlegenen Team.
Die UAE Helfer wären anderswo Kapitäne. So fahren sie das Peloton auseinander, bis Pogacar vollendet.
 

Stiebonaut

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Die entscheidende Frage wird sein ob van der Poel und Van Aert bis zur Flandern Rundfahrt über eine Form verfügen die es erlaubt, dass Pogacar an Oude Kwaremont und Paterberg ihnen nicht wegfährt bzw. die Lücke so gering, dass sie wieder geschlossen werden kann.

2022 waren beide in der Lage zu folgen und Pogacar im Sprint abzukochen, 2023 waren sie nicht in der Lage und wurden von Pogacar distanziert.

Ich glaube kaum, dass Van der Poel, einem Pogacar in Top-Form für die Klassiker, davon fährt. Hier wird es darum gehen das Hinterrad zu halten und auf den Sprint zu setzen.
 

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Paris - Nice und Tirreno Adriatico sind noch 1 Etappe vom Gesamtresultat entfernt und beide Rennen stehen kurz vor einem Favoritensieg.

Nachdem Jonas Vingegaard das Rennen nach Sturz verlassen hatte, übernahm Kollege Matteo Jorgensen für Jumbo-Visma und Juan Ayuso (UAE) fuhr heute Pippo Ganna bei der einzigen Bergankunft in Italien aus dem blauen Trikot.

INEOS aber in beiden Rundfahrten sehr aktiv. Windstaffeln und Attacken inbegriffen.

Florian Lipowitz auf einem guten 2. Platz bei Paris - Nice, nachdem einige Konkurrenz durch Windstaffeln distanziert wurde oder durch Sturz (heute Skjelmose) ausgeschieden.
 

Angliru

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Finale Phase bei Paris-Nice beginnt jetzt. Schöne Schlussetappe, kurz und knackig, kurz vorm Ziel gibt es noch einen schönen steilen Berg mit 8,8% auf 3,6km. Da wird sich die Gesamtwertung entscheiden. Schön, dass Lipowitz an seine Vorjahresform anknüpft. Immer noch gerade mal 24 Jahre jung. Nix gegen Buchmann, aber Lipowitz dürfte wahrscheinlich das größte Rundfahrtalent seit Klöden sein.

Wäre schon schick, wenn nicht direkt wieder UAE und Visma die ersten großen Rundfahrten gewinnen (bei Tirreno hat Ayuso inzwischen den Gesamtsieg geholt).
 

Angliru

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Lipowitz hat es mal versucht, aber keine Lücke reißen können. Jörgensen dagegen am vorletzten Berg mit einer Attacke, womit er fast alle abhängen konnte. Sind nun am letzten Berg, Jörgensen gut 40sek auf die nächste Gruppe, wo Arensman jetzt attackiert, aber Lipowitz dran bleiben kann.
 

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Lipowitz hat es mal versucht, aber keine Lücke reißen können. Jörgensen dagegen am vorletzten Berg mit einer Attacke, womit er fast alle abhängen konnte. Sind nun am letzten Berg, Jörgensen gut 40sek auf die nächste Gruppe, wo Arensman jetzt attackiert, aber Lipowitz dran bleiben kann.

BORA und Lipowitz haben alles probiert und es hat ihnen zumindest nicht geschadet. ;)
Den 2. Gesamtrang behauptet, aber Matteo Jorgensen hatte alles im Griff.

Wäre schon schick, wenn nicht direkt wieder UAE und Visma die ersten großen Rundfahrten gewinnen (bei Tirreno hat Ayuso inzwischen den Gesamtsieg geholt).

Ich habe diese Woche einige Etappen von sowohl Paris - Nice als auch Tirreno Adriatico sehen können. Es siegten zwar die beiden Favoriten aus den beiden Favoritenteams, aber dafür lief es in der Parallelveranstaltung weniger gut.

Über beide Rundfahrten gesehen war INEOS das stärkste Team. Fuhren sehr aktiv und waren nur eine Bergankunft vom Gesamtsieg von Pippo Ganna entfernt.

Überhaupt starke Vorstellungen von den schweren Büffeln Ganna (TA) und Mads Pedersen (PN) sogar in ungünstigem Gelände.

Astana sammelt wieder fleißig World-Tour-Punkte bei Paris-Nice, bei Tirreno-Adriatico kommt dafür nicht viel zusammen.
 

theGegen

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Vielleicht noch eine Formeinschätzung von anderen Teams:

Die Radlerbrause hatte Pech bei Paris Nice, als Vlasov bei der Neutralisation den Neustart verpeilte und 16 Minuten kassierte. Hindley und Lipowitz gut.

Lidl-Trek: Der in der GW gut platzierte Skjelmose bei PN rausgecrasht, Mads Pedersen bärenstark. Bei TA Jonathan Milan der stärkste Sprinter, Ciccone solide in der GW (ITT und kaum Berge).

Jayco AlUla: Ziemliche Pleite. Stark angefangen bei PN im Teamzeitfahren mit Bling Matthews für Ben O'Connor, aber ihr Fahrer für die GW wurde oft am Berg abgehängt. Unglücksrabe und Crashpilot Eddie Dunbar bei TA gestürzt. Die dortige Ausbeute: Null.

Soudal-Quickstep: Beine testen für Mikkl Landa (TA) und Ilan van Wilder (PN). Beine waren gut. Schnelle Beine hatte Tim Merlier.
 
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