Er ist halt schon oft sehr schwer KO gegangen. Ich finde es in Anbetracht dessen beeindruckend wie lang sich seine Karriere gezogen hat - mit auf und abs natürlich. Mental ist bei einigen ja der Ofen komplett aus nach KO Niederlagen.
Überschätzt weiß ich nicht. Er war immer ein solider Striker mit ganz guter TD Defense und fürs HW mit gutem (Hand)Speed. Nicht mehr und nicht weniger. Das Leistungsniveau damals im UFC Schwergewicht war ja insgesamt überschaubar - mit Ausnahmen. Tim Sylvia war nicht nur einmal Champ, dass sagt schon viel aus.
Arlovski war aber für mich einfach ein cooler Character, der Walkin, die Präsentation. Sind ja nicht immer nur die erfolgreichsten und besten die einen in ihren Bann ziehen.
Ich muss aber allgemein sagen ich trauere der Zeit etwas nach. Die wirklich frühen Events in Nordamerika waren oftmals nichts. Teilweise hat man da gefühlt Leute direkt von der Straße geholt
Je nachdem ob Pride, Pancrase, Rings oder dann aufkommend die UFC.
Das war damals einfach roher und authentischer. Ich vermisse diesen Kampf der Stile. Keine Frage, heute ist das Leistungsniveau allgemein deutlich höher und es ist sinnvoll das man alle Disziplinen trainiert, aber eine gewisse Spannung ist damit Flöten gegangen.
Wird so wahrscheinlich auch nie wieder kommen und wenn man damals die Events nicht gesehen hat wird man es auch kaum nachvollziehen können. Aber persönlich war ich damals viel mehr "investiert". Für mich hatte das alles damals noch mehr Seele. Von K1 bis MMA, boah ist da damals viel Zeit drauf gegangen
