Der norwegische Sieg freut mich sehr. Jede WM braucht irgendwie seine Underdog-Story, wo man etwas mitfiebern kann: letztes Jahr waren es Dänemark und Österreich. Oder 2021 die Kasachen, die nur aufgrund des Direktvergleichs mit Kanada das Viertelfinale verpasst haben.
Die Norges haben es jetzt in den eigenen Kufen. Gegen Tschechien kann man das Ding klar machen, gegen Dänemark (die schon fix raus sind) muss der Sieg her. Schweden muss übermorgen gegen die Slowaken gewinnen, das ist auch schon kein Selbstläufer. Die Chancen für Norwegen für das erste Viertelfinale seit 14 Jahren sind also absolut intakt.
Die Schweiz macht derweil richtig Freude. Josi gestern mit einem Hattrick in 4:45 Minuten und hat damit einen neuen WM-Rekord aufgestellt, dazu baut Genoni seinen Rekord mit dem 14. WM-Shoutout aus. Andrighetto gestern auch mit 5 Skorern und damit nach sechs Partien bei schon 13 Punkten. Ein überragendes Torverhältnis von 35:5 bisher und die Euphorie hierzulande wird von Spiel zu Spiel merklich grösser. Nur macht mir diese Leichtigkeit fast etwas Sorgen. Im letzten Jahr verhielt es sich nämlich ähnlich. Gerade nach dem 6:0 und 7:0 im Viertel- bzw. Halbfinale, wo alles so leicht von der Hand ging, fehlte für mich im Endspiel gegen die USA fast schon etwas die Matchhärte. Plötzlich klappte nicht mehr alles von alleine und die Scheiben fielen nicht mehr so einfach ins Tor. Da schien man Mühe zu haben, den Schalter wieder umzulegen. Die Mannschaft von Cadieux darf mich in diesen Tagen aber definitiv sehr gerne eines Besseren belehren.