Um Himmels Willen, wieso wird da immer noch über den Auto-Feuerwerkvergleich gesprochen? Das leuchtet doch jedem ein, dass sich ein Nutzgegenstand wie ein Messer oder ein Auto (natürlich auch mit einem Missbrauchspotenzial) nicht mit einem reinen Vergnügungsgegenstand gleichsetzen lässt...
Richtig ist auf jeden Fall, dass die Übergriffe auf Rettungswagen natürlich nicht direkt ein Böller-Problem sind, da steckt natürlich viel mehr dahinter. Aber
@theGegen hat das schon aufgezeigt: es macht einfach keinen Sinn, einem eh schon problematischen Klientel noch zusätzlich in einer Nacht, in der eh schon überall gesoffen und sich anderweitig berauscht wird, Waffen bzw. waffenähnliche Gegenstände in die Hand zu drücken.
Wenn ich weiss, dass jemand unter Alkohol und in Feierlaune zu massiver Delinquenz tendiert, sollte ich die betreffende Person nicht noch gefährlicher machen. Besonders nicht in einer Nacht, in der die Rettungsleute eh schon über die Massen gefordert sind. Darauf zu warten, dass die Trottel von alleine zur Einsicht kommen, wäre naiv. Also hilft es leider nur, den Zugang zum Feuerwerk massiv zu erschweren oder zu verbieten. Bei einer blossen Erschwerung (z.B. Kauf nur gegen Hinterlegung der Personalien und gegen Vorzeigen eines leeren Strafregisterauszugs) besteht immer noch die Problematik, dass viel illegal erworbenes Feuerwerk im Umlauf wäre und es so für die Polizei schwierig wäre, in jedem Fall zu prüfen, ob das Feuerwerk nun legal oder illegal erworben wurde. Daher ist das Verbot für Private einfach deutlich effektiver, da die Polizei dann genau weiss, dass überall Straftaten begangen werden, wo es abseits von professionell veranstaltetem Feuerwerk knallt.
Und natürlich ist das schade für all die vernünftigen Bürger, aber angesichts der wirklich unzumutbaren Folgen scheint mir dieser Eingriff in die persönliche Freiheit mehr als verhältnismässig.