Formel 1 Saison 2019 - Cockpits, Strecken, Regeln, Technik, Gerüchte, Rennen


karmakaze

Nachwuchsspieler
Beiträge
484
Punkte
93
CFD-Analyse der 2019/2020er gegen die 2021er:

Nach den Feiertagen komme ich mal dazu, hier etwas – wie ursprünglich geplant – dazu zu schreiben. Von diesen ersten Analysen und den Reaktionen der CFD-Experten hierauf lassen sich einige interessante Schlüsse ziehen. Fangen wir mal mit dem "Big Picture" an. Die 2021er-Philosophie dreht sich einzig und allein darum, das Hinterherfahren zu erleichtern, indem Turbulenzen (Wirbelschleppen) reduziert werden. Zu einem guten Stück wird dies auch erreicht, da die Strömungen geradliniger sind. Etwas zu meinem Erstaunen sind die Turbulenzen aber etwas breiter als bei einem 2019er Modell und weniger erstaunlich, weil der Heckspoiler so designed wurde, werden die Turbulenzen schneller nach oben katapultiert, wo sie dem hinterherfahrenden Boliden weit weniger schaden. Ob das reicht, wird sich noch zeigen. Eine Verbesserung ist es allemal.

Die Downforce-Generierung ist ab 2021 anders. Das liegt aber nicht daran, dass die Venturi-Tunnel jetzt sehr viel mehr DF generieren als alle Komponenten zusammen, sondern dass die Flügel eigentlich überdimensioniert sind. Der Frontflügel generiert ca. 1/3 des DF (zuvor ca. 25%), der Heckflügel ca. 1/4 des DF (zuvor ca. 20%). Der Groundeffekt-Unterboden generiert hingegen "nur" ca. 50%, wo es zuvor ca. 55% waren. Dies wird sich aber voraussichtlich noch etwas Richtung Unterboden verändern, wenn die ersten echten Designs kommen (siehe unten). All das geht mit einem gravierenden Anstieg des Luftwiderstandes (Drags) einher und führt nicht zu mehr Gesamt-DF. In Summe bedeutet dies, dass Aero-Effizienz als Verhältnis von Downforce zu Drag wieder massiv wichtig wird. Zur Erinnerung, das als "Bus" verschriene Design des Mercs mit seiner flachen Plattform war alles andere als aero-effizient. Sogar RB ging im Verlauf der Jahre mit seinen aggressiven Frontflügeln immer mehr davon weg.

Daraus lassen sich schon ein paar nette Entwicklungstendenzen ableiten. Wenn Aero-Effizienz ab 2021 wieder der King ist, dann werden die Teams versuchen, vorteilhaftere DF-Drag-Verhältnisse zu erreichen und mangels erlaubter Bereiche und vieler Standardteile wird dies wohl aktuell betrachtet auf eine Drag-Reduktion hinauslaufen. Hierbei ist der Frontflügel scheinbar im Fokus, produziert er doch eigentlich zu viel DF und Drag. Etwas DF zugunsten einer besseren Balance und viel weniger Drag zu opfern, scheint hier das primäre Ziel. Aktuell wären die Boliden massiv am Übersteuern, da ihnen hinten DF im Vergleich zu vorn fehlt. Eine Möglichkeit wären also einfachere Frontflügel, eine andere Low Rake. Zur Erinnerung: Bei einem High Rake-Boliden ist der Anstellwinkel größer, wodurch der Frontflügel eine größere Angriffsfläche (Angle of Attack, AoA) bietet und mehr DF generiert. Mit Low Rake reduziert sich dieser Winkel und der Frontflügel produziert weniger DF. Genau das ist, was Merc seit 2014 nun tut und wofür ihre Aufhängung ausgelegt ist. Sie sollten also am wenigsten Anpassungsschwierigkeiten haben. Mit weniger Front-DF und gleichem Heck-DF wird dann auch der Groundeffekt-Unterboden mehr Bedeutung erhalten, was auch hier Entwicklungsoptionen bietet. Ich bin gespannt, ob ein Team den anderen Weg geht und die Balance durch mehr Heck-DF verbessern kann.

Damit einhergehend wird die Aufhängung ein noch bedeutsameres Entwicklungsfeld als es durch die sensitiven Reifen eh schon ist. Das Absenken und Aufbäumen der Aufhängung beim Bremsen und wieder Herausbeschleunigen wird dann noch kritischer. Dieses Verhalten unter Lastwechsel wird dann noch wichtiger. Und wer kann gute Aufhängung momentan? Merc, RB (aber eigentlich nicht 2019), McL, weniger SF und ganz besonders nicht Haas und FW. Mich würde es daher nicht wundern, wenn die SF hier schon 2020 massiv aufrüstet und gute Leute abwirbt. Für die Fahrer bedeutet dies aber ein ebenso spannendes Entwicklungsfeld, denn wenn man das als Team im Basis-Setup nicht gut hinbekommt – besonders auf den welligeren Kursen der Saison – dann fühlt man sich wohl schnell wie RUS & KUB (2019), GRO & MAG (2019) oder STR & SIR (2018) in ihren pitchsensiblen FWs und Haas. Hier vermute ich einen deutlichen Vorteil für erfahrene Fahrer, die damit besser umzugehen wissen (HAM, VET, RAI, falls die noch fahren) oder jene, die einfach vom Talent her damit umgehen können (insb. VER und NOR). Wenn die Balance schlecht bleibt, wird dies womöglich eine harte Zeit für die Pirouettenkönige der F1, allen voran VET.

Natürlich ist all das aus der Sicht der heutigen Kenntnisse geschrieben. Geniale disruptive Innovationen kann keiner im Moment abschätzen. Newey wird die Rückkehr der Aero-Effizient-Dominanz begrüßen, aber auf der anderen Seite auch nicht gerade viel Spielraum vorfinden (zusammen mit Marshall & Fallows). Auf andere Topdesigner wie Allison & Sassi & Owen (Merc), Key & Oatley & Prodromou (McL) oder Mekies/Binotto & Cardile & Sanchez (SF) kommen ebenso spannende Zeiten zu. Ich würde an deren Stelle schon mal eine Gehaltserhöhung durchblicken lassen. :)
 
Zuletzt bearbeitet:

Professor Moriarty

Nachwuchsspieler
Beiträge
219
Punkte
43
Standort
Landshut
Schöne Ausführungen, dem kann ich nichts hinzufügen laut derzeitigem Stand. Man sieht schon, wie nachhaltig Mercedes richtig entwickelt hat. Das könnte auch 2021 einigen nicht schmecken. Wobei natürlich alles möglich ist. Allerdings seh ich von der Grundcharakteristik es ähnlich, wie du. McLaren traue ich auch deshalb viel zu, von deren Team halte ich auch viel.
 

desl

Moderator Boxen & Motorsport
Teammitglied
Beiträge
994
Punkte
93
Zur Erinnerung: Bei einem High Rake-Boliden ist der Anstellwinkel größer, wodurch der Frontflügel eine größere Angriffsfläche (Angle of Attack, AoA) bietet und mehr DF generiert. Mit Low Rake reduziert sich dieser Winkel und der Frontflügel produziert weniger DF. Genau das ist, was Merc seit 2014 nun tut und wofür ihre Aufhängung ausgelegt ist.
Vielleicht verstehe ich dich auch falsch, aber meinst du wirklich, dass die Anstellung der Boliden einen so großen Unterschied macht, wieviel Drag und Downforce die Frontflügel verursachen?
Ich mein ... seitdem die Boliden breiter geworden sind, wird generell - soweit ich mich entsinnen kann - ein kleinerer Rake gefahren. Die Boliden waren früher steiler angestellt ... heute sind es eher 1 bis 2°

Wieviel vom Frontflügel standartisiert ist hält sich in Grenzen, wenn die Platte in der Mitte 1° mehr (Red Bull) oder weniger (Mercedes) geneigt ist, dann erhöht das den Querschnitt (also von vorn betrachtet) nicht massiv.
Weitaus größer ist doch der Einfluss, wie steil die Flaps im Wind stehen ... und das lässt sich unabhängig von der Anstellung designen.
 

karmakaze

Nachwuchsspieler
Beiträge
484
Punkte
93
Vielleicht verstehe ich dich auch falsch, aber meinst du wirklich, dass die Anstellung der Boliden einen so großen Unterschied macht, wieviel Drag und Downforce die Frontflügel verursachen?
Ich mein ... seitdem die Boliden breiter geworden sind, wird generell - soweit ich mich entsinnen kann - ein kleinerer Rake gefahren. Die Boliden waren früher steiler angestellt ... heute sind es eher 1 bis 2°
Ja, ich denke, dass AoA einen großen Unterschied ausmacht – ganz generell. Und ganz generell geschrieben befasst sich die High Rake-Philosophie damit auch. Hier vielleicht zum Nachlesen:
Ich bin da ganz bei dir, dass High Rake mehr gebracht hat und auch exzessiver betrieben wurde, als es weniger breite Boliden gab, aber das lag vermehrt eher an Blown Diffusor-Technologien in den Hochzeiten von RB (2009-2013) und dem Diffusor selbst. Es ist weit weniger eine Funktion der Breite des Boliden selbst. AoA würde bei breiteren Boliden selbst auch besser wirken, da ja mehr Fläche angestellt werden kann. Ursächlich für die geringer werdenden Rakes ab 2017 ist meines Erachtens nach weniger die Fläche als die Stabilität der Plattform unter Last bei gegebener Aufhängungsgeometrie und Bolidenlänge (wheelbase). In einfachen Worten, Rake war hier eine Folge der gewählten Aufhängungsteifigkeit und Länge. Ein langer Bolide musste steifer sein und weniger Anstellung fahren, während ein kurzer Bolide weicher lag und mehr Rake brauchte, vgl. hier:
In Summe ist es also eine Entscheidung anhand dieser drei Faktoren gewesen, die Rake erklärt. Dass die Winkel sich dabei offenbar nicht allzu groß unterschieden, ist eher eine relative Position. Womöglich unterscheiden sich die Boliden ab 2021 auch wieder deutlich in der Länge (es gibt da meines Erachtens nach keine neuartige Limitation) und womöglich hat dies einen Einfluss auf Rake/AoA, aber das wissen wir (noch) nicht. Für 2021 und danach erscheint es aber eine sinnvolle Option, durch High Rake und mehr AoA mehr aerodynamische Balance zu gewinnen, indem man einen einfacheren Frontflügel baut und den mehr anstellt und/oder mehr DF am Heckflügel generiert.
Wieviel vom Frontflügel standartisiert ist hält sich in Grenzen, wenn die Platte in der Mitte 1° mehr (Red Bull) oder weniger (Mercedes) geneigt ist, dann erhöht das den Querschnitt (also von vorn betrachtet) nicht massiv.
Weitaus größer ist doch der Einfluss, wie steil die Flaps im Wind stehen ... und das lässt sich unabhängig von der Anstellung designen.
Klar, das lässt sich so designen, aber ist es günstiger? High Rake hat den Vorteil, dass ich mehr mit der Aufhängung spielen kann, um mit einer weichen Aufhängung hinten den Drag auf Geraden massiv zu reduzieren. Der Heckflügel drückt bei weicher Hinterradaufhängung den Boliden hinten stärker nach unten, weswegen sich der Rake und damit der Drag reduziert. In Kurven drückt weniger Last auf die Hinterradaufhängung und der Rake steigt, was mehr Drag produziert (in Kurven aber nicht dramatisch ist) und damit vollen DF bietet (was in Kurven vorteilhaft ist). Insgesamt bietet Rake hier Vorteile. Wenn ich hingegen einfach Low Rake fahre und die Flügelelemente entsprechend stärker krümme, habe ich diese Vorteile null – auf geraden habe ich mehr Drag bei mehr unnötig produziertem DF und in den Kurven habe ich genauso viel irrelevanten Drag mit genauso viel DF. Natürlich hat dies Merc seit 2014, aber warum sie das machen und warum es dennoch vorteilhaft ist, hat wieder andere Gründe, die mit der wheelbase zusammenhängen (s.o.).
 
Zuletzt bearbeitet:

sc1988

Nachwuchsspieler
Beiträge
1.065
Punkte
63
Standort
Wunstorf
https://www.formel1.de/news/news/2020-01-07/bis-2023-max-verstappen-verlaengert-formel-1-vertrag-bei-red-bull


Das kann nur bedeuten das er vermutlich keine Alternativen hat.
Ferrari ist logisch.
Das heißt aber auch das Mercedes keine Option ist, da gibt es nur 2 mögliche Gründe für.

Entweder haben sie ihm jetzt schon abgesagt oder es gibt kein Mercedes Team 2021.
Gibt jedenfalls für mich keinen logischen Grund jetzt schon zu verlängern anstatt 2020 abzuwarten. (deswegen gibts wohl keine Optionen)
 

Kraudi

Bankspieler
Beiträge
1.162
Punkte
113
Das heißt aber auch das Mercedes keine Option ist, da gibt es nur 2 mögliche Gründe für.

Entweder haben sie ihm jetzt schon abgesagt oder es gibt kein Mercedes Team 2021.
Gibt jedenfalls für mich keinen logischen Grund jetzt schon zu verlängern anstatt 2020 abzuwarten. (deswegen gibts wohl keine Optionen)
Richtig ja. Möglichkeit 3 wäre evtl. noch das Hamilton bei Mercedes bleibt und man wird einen Teufel tun und Verstappen neben Hamilton fahren zu lassen.
 

Punisher

Bankspieler
Beiträge
1.318
Punkte
113
Könnte mir schon vorstellen das Mercedes aus der F1 zurücktritt - diese Forderung gab es ja seitens der Mitarbeiter bereits.
 

desl

Moderator Boxen & Motorsport
Teammitglied
Beiträge
994
Punkte
93
Das kann nur bedeuten das er vermutlich keine Alternativen hat.
Ferrari ist logisch.
Das heißt aber auch das Mercedes keine Option ist, da gibt es nur 2 mögliche Gründe für.

Entweder haben sie ihm jetzt schon abgesagt oder es gibt kein Mercedes Team 2021.
Gibt jedenfalls für mich keinen logischen Grund jetzt schon zu verlängern anstatt 2020 abzuwarten. (deswegen gibts wohl keine Optionen)
Gewiss gibt es einen logischen Grund: Geld

Verstappen kassiert nun wohl mehr als Vettel damals 2014 nach seinem 4ten WM-Titel.
Die Red-Bull-Piloten haben zumeist deutlich weniger verdient als die Top-Piloten in anderen Teams ... irgendwann muss man dann halt mal nachziehen, wenn man den Fahrer an sich binden will.*

Red Bull wollte nicht pokern, nicht lange abwarten ob sich für Verstappen eventuell eine Chance woanders auftut. Schon einmal gab es Gerüchte dafür, dass Verstappen das Räikkönen-Cockpit bei Ferrari kriegen könnte. Es waren nur Gerüchte, aber es führte direkt dazu, dass Verstappen seinen Vertrag bei Red Bull verlängerte ... inklusive eines ordentlich aufgestockten Gehaltes und des sofortigen Wechsels von Toro Rosso zu Red Bull.

Red Bull will nicht pokern, ob Verstappen für 2021 eine Chance auf ein anderes Cockpit hat (Leclerc, Perez, Ocon und Russell sind noch (!) die einzigen Piloten, die einen Vertrag für '21 haben). Verstappen will vielleicht nicht pokern, ob er ein paar Monate später im selben Licht dasteht wie jetzt.

Momentan ist man bei Red Bull der Ansicht, dass man mit Verstappen allein mehr Chancen auf einen Sieg hat, als dass man ein Podium erzielt wenn man Gasly und Albon in zwei Red Bulls setzt.
Wenn der 2020-Bolide jedoch leichter zu fahren sei und Verstappen nen konkurrenzfähigen Teamkollegen hat (wie Ricciardo vorher, oder wie Sainz bei STR), dann wäre seine Verhandlungsposition deutlich schlechter.

Gepaart mit dem mächtigen Hype um seine Person, ist Verstappen ein Juwel für Red Bull ... und Verstappen auf der anderen Seite wird sich wohl eher denken, dass er bei RBR ein siegfähiges Auto bekommt, als dass das Team irgendwann so endet wie McLaren und Williams. Und ein unbestrittener Nummer-1-Status gefällt den Verstappens ja gewiss auch, wenn man bedenkt, dass sie vorher auch das bekommen haben was sie wollten.



* Vermutlich sitzt da auch noch der Stachel tief, dass man lange darauf wartete, dass Ricciardo unterzeichnet ... bis der dann für eine fürstliche Entlohnung zu Renault wechselt. Letzte Saison wird man sich bei Red Bull wohl mehrmals gefragt haben, was wäre wenn man Ricciardo gehalten hätte.
 

sc1988

Nachwuchsspieler
Beiträge
1.065
Punkte
63
Standort
Wunstorf
Aus RB Sicht ja, Verstappen bekommt die Kohle auch bei anderen Teams.
Warum also jetzt unterschreiben wenn man bis Mai oder sogar Sommerpause warten kann?

Ich wiederhole mich, es sei denn es macht keinen Unterschied weil alle anderen Optionen jetzt schon zu/weg sind...

Die Kohle kriegt er so oder so, nur was ist denn jetzt wenn Mercedes oder Ferrari vor weg fahren.
Honda zieht die Leine aus welchen Gründen auch immer.

Im Hintergrund muss schon einiges abgesiegelt sein wovon wir nichts wissen...
Es macht anhand der jetzigen Fakten keinen Sinn so einen Vertrag zu unterschreiben.
(Ich halte es nicht für falsch bei RB zu bleiben, aber der Zeitpunkt passt nicht)
 

Professor Moriarty

Nachwuchsspieler
Beiträge
219
Punkte
43
Standort
Landshut
Ist euch auch untergekommen, dass der neue Ferrari den Roten jetzt schon Kopfschmerzen bereitet? Es soll große Probleme mit der Aerodynamik geben, da passt hinten und vorne scheinbar nichts. Der Bolide soll einen steileren Anstellwinkel haben und damit kommt man unter anderem nicht klar. Die Abtriebswerte bereiten Sorgen.

Edit:

Hier ein Link dazu:


Und Grundsätzliches zum Ferrari:

 
Zuletzt bearbeitet:

sc1988

Nachwuchsspieler
Beiträge
1.065
Punkte
63
Standort
Wunstorf
@Professor Moriarty
Hab nur gehört das es vermutlich einen größeren Anstellwinkel bei Ferrari gibt.
Ich weiß nicht, meiner Meinung nach hätte ich an Ferraris Stelle alles auf 2021 gesetzt, besonders dann wenn man den Vorteil am Motor nicht mehr haben sollte.
Für mich ist das schwer Vorstellbar das man ohne die Power die Lücke innerhalb des Winters geschlossen hat.


Aber Mercedes soll die Seitenkästen jetzt nach Ferrari Philosophie gebaut haben um eine bessere Kühlung zu haben.
Und ein Mann aus Deutschland sitzt Cowell zur Seite um den Motor zu verbessern.

Am Ende sind es halt die wildesten Gerüchte, aber auch die Off Season muss überbrückt werden.
 

Professor Moriarty

Nachwuchsspieler
Beiträge
219
Punkte
43
Standort
Landshut
Die Berichte mehren sich:


Stimmt schon sc, das könnte natürlich groß angelegtes, gestreutes Understatement sein oder der Fehler kann noch gefunden werden. Andererseits würde es mich auch nicht wundern, wenn die Insider da recht haben. Den Weg bei Mercedes kann ich mir auch gut vorstellen, um noch zusätzlich Potenzial rauszukitzeln. Wir werden es sehen, ich schätze aber eher Red Bull noch als Konkurrenz für Silber ein. Zumal Rot erzählen kann, was sie wollen, alles legal war da offensichtlich nix am Antrieb und zusätzlich müssen sie natürlich von ihrer letztjährigen Philosophie weg, um mehr Abtrieb zu generieren.
 

karmakaze

Nachwuchsspieler
Beiträge
484
Punkte
93
Ich weiß nicht, meiner Meinung nach hätte ich an Ferraris Stelle alles auf 2021 gesetzt
Hmm, jetzt macht es noch keinen Sinn alles auf 2021 zu setzen. Deine Einschätzung basiert auf dem häufigen Missverständnis, ein Bolide würde nach der Saison geplant. Das ist beileibe nicht so. Die Entwicklungsrichtung des nächstjährigen Boliden wird nach Abschluss des Launches des diesjährigen gelegt. Ganz sicher wartet man auch noch die Daten von diversen Kursen ab und prüft diese am Modell des nächstjährigen. Dann steht das Design und die Grundphilosophie fest, irgendwann zwischen Mai und Ende Juli. Das bedeutet auch, dass die kommenden Boliden also irgendwann in diesem Zeitraum geplant wurden. Mithin macht es auch keinen Sinn, in Hinblick auf 2021 irgendwas in 2019 auszulassen, nur um Entwicklungsressourcen woanders hin zu schieben. Wohin hätten die denn fließen sollen, in einen Boliden, dessen Reglement zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht fest stand? Kurzum, nichts an der Entwicklung des diesjährigen Boliden wurde irgendwo gespart. Man wird nur sicher ab März/April/Mai 2020 eher Ressourcen Richtung 2021 schieben, weil dann ja vieles Dead End ist.
Hab nur gehört das es vermutlich einen größeren Anstellwinkel bei Ferrari gibt.
Was genau darauf hindeuten könnte, dass die aerodynamisch Probleme, von denen Prof. Moriarty berichtet, eher in Aufhängungsgeometrien zu suchen sind, nicht in der Aerodynamik selbst. Wir erinnern uns, die SF hatte hier anfangs der Saison massive Rückstände gegen RB und Merc und konnte daher vielleicht nicht so viel Rake fahren wie sie es gerne gewollt hätten. Mit einer neuen Aufhängungsgeometrie für 2021 könnten sie das versucht haben, zu ändern, nur haut es (noch) nicht wie gewünscht hin.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben