German Football League


GiantsGalaxy

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Servus,
da ich hier im Forum jetzt nichts gefunden habe aktuell hier mal alles zur GFL.
Gerne auch GFL 2 oder tiefere Ligen, falls Interesse besteht.

Ich selbst schaue fast alle Spiele Live im Stadion von Frankfurt Universe.
Früher auch schon zu Galaxy Zeiten als kleiner Bub immer im Stadion gewesen.

Die Spielpläne für die neue Saison wurden schon veröffentlicht.
Los geht's dann ende April, hier mal die Pläne, wer mag kann sich ja mal durchklicken.

GFL Spielpläne Nord & Süd für 2018 veröffentlicht
Spielplan GFL Nord - 2018
Spielplan GFL Süd - 2018

Spielpläne GFL 2 für 2018 veröffentlicht
Spielplan GFL 2 Nord - 2018
Spielplan GFL 2 Süd - 2018
Schaut jemand von euch GFL ?
Habt Ihr ein Lieblingsteam ?

Oder schaut Ihr eine Tiefere Liga,
vielleicht ein Team bei euch in der nähe?
 
Muss zugeben, dass mich der deutsche Football bisher nicht wirklich eingefangen hat.
Ich war als Kind mal bei den Cologne Falcons, habe damals das Spiel aber einfach nicht gekannt und dann auch nicht verstanden, vor ein paar Jahren habe ich mir mal auf Sport1 den German Bowl angeguckt, das waren eigentlich schon die Berührungspunkte.
Ähnlich wie im Basketball bzw. noch stärker ist mir da einfach der Kontrast zu den Amis zu krass, und wenn man das so gewohnt ist und den Sport mit der NFL gelernt hat reizt das Spiel eben auch einfach nicht.

Live könnte ich mir dagegen schon vorstellen, dass es mich mehr anspricht. Bin hier am Ort jetzt einmal beim Spiel gewesen (irgendeine tiefe Bayernliga), das war schon spannend und hat Spaß gemacht, trotz dem geringeren Spielniveau. Von der GFL ist leider nichts bei mir in der Nähe, sonst würde ich mir das schon mal ansehen.
 
40 Wochen bis zum 40. German Bowl

In den USA steuert die Saison im American Football langsam auf ihren Höhepunkt zu, in Deutschland muss derzeit schon genauer in vielen Sporthallen oder auf Kunstrasenplätzen gesucht werden, um den über 60.000 Menschen nachzuspüren, die sich hierzulande der Sportart um den ovalen Ball verschrieben haben. Denn in den rund 500 Vereinen laufen noch die Vorbereitungen des Wintertrainings für die kommende Saison. Und doch werfen große Ereignisse bereits ihren Schatten voraus: Die Saison 2018 wird die 40. für American Football in Deutschland (und damit Europa) - an ihrem Ende steht am 13. Oktober das große Jubiläumsfest um German Bowl XL im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark.

Der Vorverkauf für Oktober läuft bereits seit Dezember, in den letzten Jahren sind die Zuschauerzahlen in Berlin kontinuierlich gestiegen, und vor allem die Plätze auf der Haupttribüne oder auf Höhe der 50-Yard-Linie auf der Gegenseite waren begehrt und lange vor dem Finaltag ausverkauft. Ob die eigene Mannschaft am Ende dabei sein wird, spielt für einen großen Teil der Fans nicht die entscheidende Rolle, schon gar nicht im Jahr des 40. German Bowls, weil das Finale am Ende vor allem auch ein großes Treffen der deutschen Football-Familie ist.

Dies war 1979 schon nicht anders - die Dimensionen haben sich aber gewaltig verändert seither. Die geschätzt 300 Zuschauer, die im Herbst 1979 in Frankfurt die Frankfurter Löwen den ersten Meistertitel gewannen sahen, entsprachen vielleicht nicht ganz zufällig genau der Summe von sechs mit 50 Spielern besetzten Kadern von Football-Teams. Denn genau so viele Mannschaften hatten damals in ein paar Monaten die erste Bundesligasaison absolviert. Am Ende reisten die meisten dieser „Pioniere“ selbstverständlich nach Frankfurt, um den entscheidenden Showdown um den Titel mitzuerleben.

Das Ganze hätte damals als eine kurzfristige Modeerscheinung nach einigen Jahren versanden können. Heute ist dieser Titelgewinn der Frankfurter Löwen allerdings tatsächlich als historisch einzuordnen. Denn aus den paar Hundert Enthusiasten wurden bereits in den 80er Jahren Tausende. In den 90er Jahren spätestens hatte nahezu jede Großstadt ihr Football-Team, oft auch mehrere mit lokalen Rivalitäten, die zu Traditionen wurden. Erstmals in der Nachkriegsgeschichte Deutschlands hat sich eine neue Sportart dergestalt etabliert, dass regelmäßig zu ihren Top-Ereignissen wie Endspielen oder Länderspielen fünfstellige Zuschauerzahlen erreicht werden. American Football ist in Deutschland dabei zweifellos in der Fläche angekommen: Wenn nach Ostern die neue Saison beginnt, dann wird es auch in Orten wie Hemhofen, Lage-Kachtenhausen oder Witterschlick Liga-Football in Deutschland geben.

Dass von dort aus vielleicht gerade genau das Projekt gestartet wird, das den 50. German Bowl in zehn Jahren anvisiert, ist nicht unmöglich. Für das 40. Finale 2018 beschränkt sich der Kreis der möglichen Teilnehmer auf die 16 Teams der GFL, die im April in die Saison starten. Aber auch unter denen ist ja mit dem amtierenden Meister Schwäbisch Hall Unicorns einer, der in den letzten Jahrzehnten bewiesen hat, wohin die Reise gehen kann, selbst wenn sie in der so genannten „Provinz“ startet.
 
Ich war am Samstag zum ersten Mal bei einem Spiel der Dresden Monarchs im (Heinz-Steyer-)Stadion. Gespielt wurde gegen die New Yorker Lions aus Braunschweig, dem aktuellen (und relativ häufigen) GFL-Meister.
Erfreulicherweise haben die Monarchs gewonnen.

War durchaus sehr unterhaltsam sich das live vor Ort anzuschauen. Vielleicht geh ich mal wieder hin.

Bislang läuft es für die Monarchs in dieser Saison auch recht gut. Wobei es vielleicht etwas strittig ist, ob und wie sehr manch Mannschaften durch ELF-Abgänge in Mitleidenschaft gezogen wurden.


Später war ich im (Rudolf-Harbig-)Stadion um zum ersten Mal dort ein Fußball-Spiel zu sehen. Gespielt hatten Dynamo Dresden und Hannover 96. Ich hatte auf einen Hannover-Erfolg gehofft, die beiden Kumpels mit denen ich dort war hatten sich mehr gefreut (Dynamo gewann verdient).
Abgesehen von der Station-Atmosphäre ist Fußball-Gucken vor Ort aber irgendwie ... langweiliger.
 
Nachdem wir uns letztes Jahr bereits den German Bowl live im Stadion angesehen haben, hatten wir uns dieses Jahr wieder frühzeitig Tickets für das "Finale" der GFL geholt. Die Dresden Monarchs waren gut in die Saison gestartet (u.A. mit einem Sieg gegen die Potsdam Royals, die 3 Mal in Folge Meister wurden) ... da war die Hoffnung schon groß, dass die Dresdner erneut im Finale im eigenen Stadion stehen könnten.

Und tatsächlich lautete das Finale wie im Vorjahr wieder Royals gegen Monarchs. Letztes Jahr ging der Titel - wie gesagt - an Potsdam.

Wer sich das Spiel selbst anschauen will, wird in der DF1-Mediathek fündig.


Dieses Jahr war das Stadion noch ein Stück gefüllter. Kurzfristig wurde auch noch die Stehplatz-Tribüne "K-Block" geöffnet, so dass noch weitere Tickets verkauft wurden. Dadurch wurde die Zuschauer-Zahl vom Vorjahr übertroffen.
Über 25.000 Football-Fans fanden sich im Dresdner Rudolph-Harbig-Stadion ein ... für ein Duell zweiter deutscher Mannschaften durchaus beachtlich. Ich glaube, solche Zahlen gab es in den letzten Jahren sonst nur bei den Championship Games der ELF 2023-2025.

Die Stimmung im Stadion war beachtlich. Klar, dass die meisten Fans den Monarchs einen gewissen "Heim-Vorteil" boten, wobei die mitgereisten Royals-Fans auch ordentlich Lärm machten.
Während es im Fußball einen ausgewiesenen Gäste-Block gibt, ist es im Football kein Problem, dass die Royals-Fans zwischen den Monarchs-Fans saßen.

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Das Spiel bot die erwartete Spannung, die man angesichts des knappen Ergebnisses (24:22 für Dresden) in der Saison erwarten konnte. Beide Defenses machten dem jeweils anderen Team das Leben schwer, so dass das erste Quarter 0:0 endete.

Dresden brachte die ersten Punkte aufs Scoreboard, als QB Rocky Lombardi (war vor der Saison nach Dresden gekommen) den ersten TD selbst erlaufen konnte. PAT glückte auch.
Die Royals konnten durch ihren RB auf 6:7 verkürzen, doch die TPC misslang.
Kurz vor Ende der ersten Halbzeit konnte Dresden nochmal nachlegen und auf 14:6 erhöhen.

In der Halbzeit gab es einen Auftritt des Elektro-Duos "Fast Boy". Googlet man den Namen gibt es ein "Jeder hört sie, keiner kennt sie" ... ja, die laufen öfters im Radio etc. ... nur deren Namen hat man nicht so ganz im Kopf präsent.
Nuja, die Show war jedenfalls deutlich besser als die Nummer im Vorjahr (hab schon verdrängt, wer damals auftrat).

Dresden hatte in der zweiten Hälfte zuerst den Ball, konnte aber nicht viel draus machen.
Nach dem Punt standen die Royals aber tief in der eigenen Hälfte und ein Fumble vom Royals-QB wurde von den Monarchs erobert. Die konnten aber auch nur ein Field Goal drauß machen - 17:6.

Die Royals schlugen jedoch zurück. Auch ein gescheiterter dritter Versuch kurz vor der Endzone (siehe Video unten) ließ sie nicht beirren. QB Hugh Harvey lief den vierten Versuch selbst in die Endzone - 17:12.
Die Two-Point-Conversion wollte aber erneut nicht gelingen.



Kurz vor Ende des dritten Viertels konnten die Monarchs nochmal erhöhen. Ein weiterer TD + PAT setzte das 24:12.

Im vierten Quarter drehten die Royals dann aber auf, während Dresden so langsam mit der ordentlichen Führung nervös wurde.

Erst gelang ein Touchdown (diesmal mit PAT), der auf 24:19 verkürzte. Dann hatte Dresden den Ball nicht lange in der eigenen Hand, als die Potsdamer sich nach einer Interception erneut den Ball holten. Gleich der erste Versuch im nächsten Drive endete mit einem Wurf in die Endzone ... der beinahe gefangen wurde.
Die Potsdamer konnten kein Kapital draus schlagen und auch Dresden gelang eine Interception. Ein langer folgender Drive endete immerhin in einem Field Goal, der Touchdown gelang nicht (siehe Video) - 27:19.



Gab dabei aber auch nen Moment wo man leicht dachte "Ja ... wir sind hier halt nicht in der NFL". Die Uhr hat weniger als 2 Minuten, Dresden macht einen Laufspielzug, ist kurz vor der gegnerischen Endzone ... und ... nimmt ein Timeout? Warum? Warum lässt man die Uhr nach dem Play nicht weiter laufen, damit die Royals im nächsten Drive möglichst wenig Zeit haben?

Klar, damit war das Spiel noch nicht zuende. Denn so hatten die Royals immerhin noch 1:48 für ihren womöglich letzten Drive. Und zwei Timeouts. Natürlich, es musste noch ein Touchdown und eine TPC für ein Unentschieden und dementsprechend eine Overtime her.

In der Tat kamen die Royals dann auch nochmal bis auf 3 Yards an die Endzone heran. Gelingt noch der Ausgleich? Spannung bis zum Ende.
Dresden noch mit etwas Glück, dass eine PI nicht gegeben wurde, sonst wäre der Ball an der 1-Yard-Linie gewesen.

Die folgenden zwei Versuche der Royals gelangen dann aber nicht. Der letzte Wurf wurde abgelenkt und von einem Dresdner gefangen, der nach der Interception dann zur Sicherheit einen Slide einlegte. Damit war der Sieg eigentlich sicher.

Dann wurde es etwas hässlich. Zum einen gab es mehrere jubelnde Spieler Dresdens auf der einen Seite, teilweise rannten aber zahlreiche Royals-Spieler aufs Feld und es kam zu manch Tumulten und gelben Flaggen.
Eine Strafe ging wegen unsportlichem Verhalten gegen einen Monarchs-Spieler, ein O-Liner der Royals wurde wegen schwerem persönlichen Foul vom Spiel ausgeschlossen.

Klar ... es waren nurnoch 12 Sekunden zu spielen, soll heißen er durfte nicht mehr von der Seitenlinie zuschauen, wie Dresden einmal abkniet und die Meisterschaft auch ganz offiziell gewinnt.

Die Monarchs können sich damit über ihren zweiten GFL-Titel freuen und die Stimmung im Stadion war entsprechend ... "gut".
Bei der Siegerehrung dauerte es recht lange, bis die ganze Truppe auf dem Podest platziert war ... und dann ging es auch ab nach Hause.

Und weil die Monarchs von allen GFL-Mannschaften den höchsten Zuschauer-Schnitt haben und weil die Zuschauer-Zahlen in den letzten beiden Jahren in Dresden höher waren bei bei den "German Bowls" zuvor, ist es keine große Überraschung, dass das Finale auch nächste Jahr wieder im Rudolph-Harbig-Stadion stattfinden wird.

Ich denke, ich hol schonmal Karten und hoff auf eine Titelverteidigung.
 
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