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| 1. Spiritbox - Tsunami Sea 
Ich habe HIER schon einmal etwas zu diesem Album geschrieben. Es konnte bei mir einfach keine andere Nummer 1 geben ... "Tsunami Sea" vereinigt alle bekannten Trademarks der Kanadier, ist dabei aber auch kohärenter als "Eternal Blue" und schlägt dennoch gekonnt die Brücke zum ganz frühen Sound der Band. Mit Respektabstand mein Album des Jahres, aber das ist bei der absoluten Lieblingsband jetzt auch nicht die ganz große Überraschung.
Fata Morgana, Black Rainbow, Perfect Soul, Soft Spine, A Heaven With Two Faces, Ride the Wave |
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| 2. Deftones - private music 
Weißes Viech auf dem Cover = bockstarkes Deftones-Album. Das war beim Pferdchen so, das war bei Hedwig so und das ist auch diesmal so. "private music" fühlt sich wie ein schöner Querschnitt durch die Bandgeschichte an - gab so manche Ecken, die mich an Alben wie "Saturday Night Wrist", "Diamond Eyes" oder "Koi No Yokan" erinnert haben. In Summe ist es stilistisch wahrscheinlich näher an "Gore" und "Ohms", funktioniert für mich als Gesamtwerk aber klar besser als die beiden. Wunderschönes Spätwerk, und wenns das war (man beachte mal die Lyrics im Album-Highlight "infinite source"), dann ist es ein mehr als würdiger Abschluss für Chino und Co.
ecdysis, infinite source, milk of the madonna, ~metal dream |
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| 3. Novelists - Coda 
Ich habe HIER schon einmal etwas zu diesem Album geschrieben. Wahrscheinlich meine größte Überraschung dieses Jahr, hat der Wechsel am Mikrofon zu Camille Contreras der Band doch hörbar neues Leben eingehaucht. Nach der starken "Okapi"-EP im Vorjahr ist mit "Coda" ein abwechslungsreiches Album entstanden, das mich sehr gut abgeholt hat.
Coda, Maldición de la Bruja, In Heaven, Adam and Eve |
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| 4. Ghost - Skeletá 
Ich habe HIER schon einmal etwas zu diesem Album geschrieben. Auf dem sechsten Album haben Tobias Forge und Co. nicht mehr viel mit dem Sound der Anfangstage gemein, aber das tut dem Songmaterial auf "Skeletá" keinen Abbruch. Noch mehr 80s, noch mehr AOR, dabei aber für mich um ein gutes Stück besser gelungen als "Impera".
Lachryma, Cenotaph, Missilia Amori, Umbra |
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| 5. Babymetal - Metal Forth 
War für mich schwer einzureihen. "Metal Forth" kränkelt in meiner Wahrnehmung an zwei Dingen: zum Einen ist das Songmaterial teilweise alles andere als neu (die Kollab mit Tom Morello hatte bei der Veröffentlichung des Albums schon zwei Jahre auf dem Buckel, die mit Electric Callboy fast eineinhalb), zum Anderen bleibt bei der Kollab-Lawine nicht viel Babymetal übrig. Was dem Songmaterial prinzipiell keinen Abbruch tun soll, die Kollabs mit Poppy, Spiritbox und Electric Callboy sind für mich extrem gut gelungen und durch die vielen Gäste (zusätzlich noch Slaughter to Prevail, Polyphia und Bloodywood) kommt unterm Strich ein sehr kurzweiliger Mix heraus. Nächstes Mal aber gerne wieder mehr Eigenständiges.
From Me 2 U (ft. Poppy), RATATATA (ft. Electric Callboy), KxAxWxAxIxIx, My Queen (ft. Spiritbox) |
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| 6. Architects - The Sky, the Earth and All Between 
Vielleicht die positivste Überraschung des Jahres für mich, denn nach zwei unterdurchschnittlichen Alben hatte ich nicht erwartet, dass mir die neueste Architects-Platte so gut schmecken würde. Dabei wird das Rad natürlich nicht neu erfunden, und mit den Highlights im Bandkatalog kann "The Sky, the Earth & All Between" auch nicht ganz mithalten. Aber das Songmaterial ist durch die Bank solide bis gut und das Album hat mich unterm Strich sehr gut abgeholt.
Blackhole, Landmines, Judgement Day (ft. Amira Elfeky), Chandelier |
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| 7. Seven Blood - Life is Just a Phase 
Debütalbum einer jungen Band aus Berlin, die ich auf dem Zettel habe, seit ich sie im Dezember 2024 als Vorband von Future Palace live gesehen habe. Der überwältigende Großteil der Songs wurde 2024 und 2025 als Standalone-Singles vorgeschossen, sodass beim Release von "Life Is Just a Phase" nicht mehr viel neues Material übriggeblieben ist - aber die Songs am Stück zu hören, macht einem deutlich, wie hoch die Qualität da durchgehend schon ausgefallen ist. Sehr schönes Rock-Album und ich bin gespannt, wie es bei Seven Blood in Zukunft weitergeht.
House ≠ Home, Monsters, Killing from the Inside, As We Bleed |
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| 8. Jinjer - Duél 
Grundsolide Arbeit von den Ukrainern, die längst zu den Stars in der Metal-Szene gehören. Dabei ist "Duél" um einiges schwerer zu verdauen als auf auf so manchen Vorgängern, geht man auf dem mittlerweile fünften Album doch noch einmal ein Stück technischer und progressiver zu Werke als früher. Wie es Tatiana Shmayluk schafft, über den beeindruckenden Klangteppich ihrer Mitstreiter melodische Gesangsbögen zu legen, bleibt ihr Geheimnis - stimmlich spielt sie sowieso seit Jahren in der Champions League. "Duél" braucht ein paar Durchgänge und es fehlen die ganz großen Klassiker, dafür funktioniert es als Gesamtwerk für mich besser als manch andere Alben im Bandkatalog.
Hedonist, Fast Draw, Someone's Daughter, Duél |
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| 9. The Pretty Wild - zero.point.genesis 
Debütalbum der Schwestern Jules und Jyl, die auf Social Media und mit ein paar Stand-Alone Singles schon eine ganze Weile für Furore gesorgt und jetzt einen Plattendeal bei Sumerian abgestaubt haben. Das Album lebt von der Dynamik der beiden Stimmen, die jeweils zwischen Klargesang und Growls pendeln und sich gegenseitig immer wieder hochschaukeln. Spannend wirds immer dann, wenn die beiden auch mal außerhalb der Schablone zeichnen, was auf "zero.point.genesis" gerne öfter der Fall sein hätte dürfen. Nichtsdestotrotz ein solides Debüt, auf dem man aufbauen kann - an der Schreibweise der Songtitel arbeiten wir aber bitte noch mal 
zero.point.genesis, living ded, OMENS, hALf aLiVE |
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| 10. In Mourning - The Immortal 
Mittlerweile Album Nummer 7 für diesen Melodeath-Geheimtipp aus Schweden. Das Songmaterial ist mitunter recht progressiv ausgefallen und hat bei mir den einen oder anderen Durchlauf gebraucht, mich dann aber doch wieder gut abgeholt. Es ist vielleicht kein "Garden of Storms" geworden, aber das ist okay. Tobias Netzell liefert wieder in allen Stimmlagen eine starke Leistung ab, die Riffs und Melodien sind wunderbar und auf dem ganzen Album findet sich die typisch melancholische Grundstimmung, die In Mourning schon immer ausgezeichnet hat. Solide.
Song of the Cranes, The Sojourner, Staghorn, North Star |
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| 11. Lacuna Coil - Sleepless Empire 
Die Italiener sind seit den 90ern am Start, aber gefühlt hat man Post-"Comalies" erst in der Spätphase so richtig gezündet. "Black Anima" war schon ein grundsolides Album, "Sleepless Empire" knüpft sechs Jahre später qualitativ ganz gut daran an. Ich werde nie ein Fan von Andrea Ferro und den oft zwanghaft eingebauten Growls werden, aber Cristina Scabbia bleibt überragend und knallt auch auf diesem Album richtig tolle Hooks raus. Lacuna Coil bleiben auch auf Albumlänge ein bisschen Hit or Miss für mich, aber hier sind wieder genügend Hits für mich dabei.
The Siege, Oxygen, I Wish You Were Dead, Hosting the Shadow (ft. Randy Blythe) |
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| 12. Igorrr - Amen 
Ich möchte hier noch einmal einfach den Metal-Hammer zitieren, weil die das schöner formuliert haben, als ich es je könnte: "Wir brauchten eigentlich keinen Beweis mehr, dass Wahnsinn Kunst sein kann, und wenn man ganz ehrlich ist, kann man sich Alben wie AMEN eigentlich nur sehr selten anhören. Großartig und einzigartig können sie deswegen trotzdem sein. Bachs Fugen sind auch nichts für jeden Tag. Aber wenn, dann knallt es eben richtig, und man sitzt mit einer Mischung aus Ergriffenheit und zuckendem Augenlid vor den Boxen und schüttelt einfach nur den Kopf." Amen!
Daemoni, Headbutt, Blastbeat Falafel, ADHD |
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| 13. Killswitch Engage - This Consequence 
Sechs Jahre nach "Atonement" nun Album Nummer 9 von Jesse Leach und Co., und es hat mich wieder ganz gut abgeholt. "This Consequence" ist ein recht kurzweiliges Album geworden, das wie die letzten Alben schon genügend Platz für alle Facetten der Band liefert. Jesse Leach liefert wie immer grandios ab, viele der Refrains bleiben im Ohr und die Riffs sind klasse. Nicht alles zündet zu 100 Prozent, aber ich wurde gut unterhalten.
Abandon Us, Aftermath, Forever Aligned, I Believe |
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| 14. Volbeat - God of Angels Trust 
Noch eine sehr positive Überraschung für mich. Gingen den Dänen zwischendurch doch ziemlich die Ideen aus, findet man mit Album Nummer 9 wieder besser in die Spur. Zwar finden sich auch auf diesem Album wieder jede Menge Selbstzitate und altbewährte Rezepte, jedoch wartet "God of Angels Trust" mit einer hörbaren Spielfreude auf, die lange gefehlt hat. Der eine oder andere Ausfall, geschenkt - für mich ganz sicher nicht das titelgebende GOAT-Album von Volbeat, aber das beste seit "Outlaw Gentlemen and Shady Ladies".
Devils are Awake, Time Will Heal, Better Be Fueled than Tamed, Lonely Fields |
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| 15. Daedric - As the Light Left 
Daedric haben nicht nur ihren Namen aus Elder Scrolls, sondern lassen sich von der Videospiel-Reihe auch mal in den Lyrics inspirieren. Auf dem zweiten Album liefern die Texaner wieder einen Mix aus Metalcore, Industrial und poppigen Elementen, zusammengehalten von der starken Stimme von Kristyn Hope. Solide ... hätte auch weiter oben landen können, wenn ich mehr Zeit mit dem Album verbracht hätte.
Sand Tiger, Dark Legacy, Undone, Alien Skin |
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| 16. Thrice - Horizons/West 
Vier Jahre nach "Horizons/East" gehts mit Album Nummer 12 also in den Westen. "Albatross" war einer meiner absoluten Lieblingssongs 2025 ... einfach wunderschön. Auf Albumlänge hat es für mich diesmal leider nicht ganz so funktioniert wie auf vergangenen Alben, war dann doch ein bisschen zu viel Hit or Miss für mich ... aber die Highlights sind stark.
Albatross, Undertow, Holding On, Distant Suns |
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| 17. Tremonti - The End Will Show Us How 
Mittlerweile das sechste Album von Mark Tremonti abseits seiner Tätigkeit bei Alter Bridge. Leider eine kleine Enttäuschung für mich, war der Vorgänger "Marching in Time" doch wirklich großartig (hab nachgesehen, hatte ich immerhin auf #3 in 2021). Daran kann "The End Will Show Us How" leider nicht anknüpfen, auch wenn das Album definitiv gute Momente hat. Unterm Strich für mich aber tatsächlich das bisher schwächste Album im Bandkatalog.
The Mother, the Earth and I, One More Time, Just Too Much, The End Will Show Us How |
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| 18. Chevelle - Bright as Blasphemy 
Noch eine kleine Enttäuschung für mich, aber auch nur, weil ich an die Brüder aus Chicago so hohe Ansprüche habe ... Chevelle waren nicht umsonst lange eine meiner absoluten Lieblingsbands. Das Songmaterial auf "Bright as Blasphemy" konnte mich leider nicht so abholen wie vergangene Geniestreiche.
Rabbit Hole - Cowards, Pt. 1, Hallucinations, Wolves (Love & Light), AI Phobias |
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| 19. Not Enough Space - Weaponize Your Rage 
Debütalbum einer jungen Band aus Florida, die abseits des cringy Moancore-Hypes auf Social Media so viel auf dem Kasten hat, dass ich auf Basis der Vorabsingles sehr auf das Album gespannt war. Dieses hat mich dann phasenweise ein bisschen ratlos zurückgelassen, denn ganz bin ich nicht schlau daraus geworden, wohin die Band jetzt genau will. Aber die Highlights haben mir Spaß gemacht.
Devil Left Me on Read, Don't Let Go, Solace in Silence, Primitive |
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| 20. Faetooth - Labyrinthine 
Zweites Album der Kalifornier, die ihren Sound selbst als "Fairy Doom" beschreiben und auch auf "Labyrinthine" wieder alle Lichter ausknipsen. Das Debüt hat mir persönlich ein Stück besser gefallen, aber auch hier sind sehr starke Sachen dabei.
Death of Day, It Washes Over, Hole, Eviscerate |