Materialthread


sj44

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Was Toni Innauer gestern auch noch extra betont hat: Die Verantwortung für das Material liegt eindeutig beim Springer. Das ist im Reglement genau festgelegt.
Vielleicht lässt sich die FIS ein wenig Zeit und "neueste Erkenntnisse" führen erst am Montag zur Sperre der beiden. Wenn also in Norwegen alles vorbei ist. Ob man die beiden dann woandern noch sehen wird (Lahti, Planica), darf man so oder so bezweifeln. Die obligate Party in Planica würden die eh nicht genießen können.
Wobei es für Forfang ja noch um was ginge: Platz 3 im Gesamt-WC und auch den Skiflug-Weltcup. Das darf man ja auch nicht außer acht lassen.
 

Suomigirl26

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sj44

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Offenbar neue Regeln. Genau ab jetzt:
- nur mehr ein Anzug erlaubt
- einer, der heuer schon verwendet wurde
- Anzüge werden in Oslo noch einmal genau kontrolliert
- Anzüge bleiben bei der FIS. Athleten dürfen sie nur 30 Minuten lang vor dem Training / Bewerb haben. Und müssen sie dann danach wieder zurückgeben.
Quelle:
 

Hakuba

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Ich hoffe, dass die FIS die beiden morgen zunächst für den Rest der Saison suspendieren wird.

Gibt es für eine solche Maßnahme überhaupt ein Regularium?
Ich habe mal in die International Competition Rules geguckt und finde eigentlich nichts Passendes. Die Sanktionen, die dort vorgesehen sind für z. B. "unsportsmanlike behaviour" betreffen - wie ich es verstehe - Tatbestände für den laufenden/bevorstehenden Wettkampf, nicht für vergangene.
Ich meine, dass es rechtlich schwierig sein könnte, eine Suspendierung auszusprechen.
 

Lazergirl

EFF #3
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Die FIS macht jetzt jagt auf den Videofilmer, man habe schon versucht, die Überwachungskameras rund um das Hotel zu prüfen:

VG hat den Namen stand in nem Artikel von denen. Soll Österreicher sein....
 

sj44

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Wie Aktionismus schaut das in der Tat aus.

So ein klein wenig nach dem Motto: das habts davon, dass ihr protestiert habt.
 

blackswan

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Offenbar neue Regeln. Genau ab jetzt:
- nur mehr ein Anzug erlaubt
- einer, der heuer schon verwendet wurde
- Anzüge werden in Oslo noch einmal genau kontrolliert
- Anzüge bleiben bei der FIS. Athleten dürfen sie nur 30 Minuten lang vor dem Training / Bewerb haben. Und müssen sie dann danach wieder zurückgeben.
Quelle:
find ja gut, dass man was machen will, aber so spontan Regeln ändern sehe ich schwierig.
Dürfen Anzüge denn noch tagesaktuell angepasst werden oder wird jetzt fleißig dsq weil einer in der Nacht zu viel geschwitzt oder gar Durchfall hatte?
Theoretisch hätten ja alle jetzt nen neuen Anzug haben dürfen, da haben sich ja alle drauf eingestellt, jetzt müssen sie doch alte nehmen? Seh ich alles bisschen schwierig
 

Stefan82

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Gibt es für eine solche Maßnahme überhaupt ein Regularium?
Ich habe mal in die International Competition Rules geguckt und finde eigentlich nichts Passendes. Die Sanktionen, die dort vorgesehen sind für z. B. "unsportsmanlike behaviour" betreffen - wie ich es verstehe - Tatbestände für den laufenden/bevorstehenden Wettkampf, nicht für vergangene.
Ich meine, dass es rechtlich schwierig sein könnte, eine Suspendierung auszusprechen.
Zugegeben meine "Forderung" ist eher aus der Emotion heraus gewachsen. Aber auch interessant, dass die FIS so etwas offenbar nicht geregelt hat und sich damit der Möglichkeit beraubt Sanktionen zu verhängen. Auch hier muss für die Zukunft nachgebessert werden.
 

blackswan

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vor allem, man durfte bisher ja Anzug zwischen Durchgängen wechseln wenn es regnet wie sau oder der zB wegen Sturz kaputt gegangen ist. wie wollen die das jetzt regeln?
Achjee das wird alles noch witzig werden
 

Benjamin

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Ich finde das trotzdem nicht schlecht. Es geht ja eventuell auch darum, so ein Verfahren mal auszuprobieren. Und wenn das funktioniert mit dem Einsammeln und Wiederausgeben der Anzüge, dann kann man das nächsten Winter verbindlich einführen.

Für den Fall, dass der Anzug bei einem Sturz kaputt geht, kann ich mir schon eine Ausnahme vorstellen.
 

Hakuba

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Ich finde das trotzdem nicht schlecht. Es geht ja eventuell auch darum, so ein Verfahren mal auszuprobieren. Und wenn das funktioniert mit dem Einsammeln und Wiederausgeben der Anzüge, dann kann man das nächsten Winter verbindlich einführen.

Für den Fall, dass der Anzug bei einem Sturz kaputt geht, kann ich mir schon eine Ausnahme vorstellen.
Es muss aber genug Zeit bleiben, die Anzüge anzupassen. Auch in beispielsweise zwei Stunden schafft man es sicher nicht, mehrere Anzüge in der Weise zu präparieren, wie Norwegen es getan hat.
Außerdem kann man einen Gemeinschaftsraum dafür zur Verfügung stellen, dann ist niemand unbeobachtet.
 

sj44

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vor allem, man durfte bisher ja Anzug zwischen Durchgängen wechseln wenn es regnet wie sau oder der zB wegen Sturz kaputt gegangen ist. wie wollen die das jetzt regeln?
Achjee das wird alles noch witzig werden
Der Artikel wurde dahingehend ergänzt, dass man einen Ersatzanzug haben darf und dieser dann verwendet werden darf, wenn der eine kaputt geht.
 

Misolidio

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Das habe ich mir auch schon gedacht. Je mehr Mitwisser, desto eher fliegt was auf. Das spräche gegen die Theorie eines ganz großflächigen Betrugs. Andererseits entwickeln solche Betrugsgemeinschaften einen unglaublichen Korpsgeist (kennt man vom Doping zur Genüge), die sich einschlägig abschotten. Auffliegen tut es erst, wenn man handfeste Beweise hat und Geständnisse gibt es erst, wenn man die ganze Truppe einzeln ordentlich in die Mangel nimmt und selbst da sind noch viele in ihrer vermeintlichen Unschuldsrealität gefangen.

Hier stellt sich die Frage, ob hier überhaupt beinhart gefragt wird. Vom norwegischen Skiverband ist sowieso nichts zu erwarten, der mauert und möchte, dass es bei der "da sind halt drei Gauner plötzlich ganz zum Schluss schwach geworden"-Theorie bleibt. Die Ski-Präsidentin Dyrhaug hat ja bei der Herausgabe der Anzüge schon gesagt: "Gerne geben wir euch die, aber ihr werdet nichts finden. Ätsch."
Und die FIS? Da ist eine gewisse Skepsis nicht ganz unbegründet.
Wie gesagt: wir kennen gewisse Dynamiken nicht, die sich vielleicht noch entwickeln können. Neue Enthüllungen oder Beweise oder auch vielleicht auch der Druck der Presse in den skisprunginteressierten Ländern.

Es bleibt noch spannend.
Eben deswegen hatte ich schon am Montag Morgen mein Unverständnis geäußert, dass es die FIS unterlassen hat, die Anzüge der Norweger zeitnah sicher zu stellen:
Was ich in dem Zusammenhang nicht verstehe, ist das die FIS nicht die Polizei um Mithilfe gebeten hat. Man hätte wie bei einer Drogenrazzia zeitnah alle Sprunganzüge der Norweger (inkl. Frauen und Kombinierer), vor allem die gebrauchten, beschlagnahmen und untersuchen lassen können. So hatten die Norweger inzwischen genug Zeit, die alten Anzüge zu beseitigen bzw. die Bänder zu entfernen.
Immerhin könnte man sich die Ergebnislisten ansehen und dazu die RFID-IDs der benutzten Anzüge vergleichen. Also bspw. bei Lindvik welcher Anzug wurde bei den einstelligen Weltcupplatzierungen getragen und welcher bei den hinteren Plätzen. Es sollte ja jeder Anzug vor den Sprüngen gescannt worden sein. Dazu muss es Protokolle geben. Sollte sich da ein Zusammenhang (Anzug A einstellige Platzierungen, Anzug B hintere Plätze) herstellen lassen, wäre das zumindestens ein Indiz. Gleiches sollte man übrigens auch für Kevin Bickner machen.
Vielleicht war Polizei und Drogenrazzia übertrieben. Aber man muss inzwischen doch schon von breit angelegtem Betrug ausgehen.
 

sj44

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Da wird der Artikel nicht konkreter. Aber irgendwie wirkt das so, als würde das nur die Herren im WC betreffen. Aber genau kann man das nicht sagen.
 
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