Messi auf Hoeness' Spuren?


Zapator

Bankspieler
Beiträge
3.532
Punkte
113
Nachdem es ja verschiedene Zeitungen gemeldet haben dass die Spanische Steuerbehoerde gegen Messi und seinen Vater ermittelt wuerde mich mal von den Spanien-Experten interessieren womit zu rechnen ist falls sich die Anschuldigungen bewahrheitn sollten?
Muss der beste Fussballer der Welt mit Haftstrafe rechnen?
 

Big d

Bankspieler
Beiträge
21.918
Punkte
113
Nachdem es ja verschiedene Zeitungen gemeldet haben dass die Spanische Steuerbehoerde gegen Messi und seinen Vater ermittelt wuerde mich mal von den Spanien-Experten interessieren womit zu rechnen ist falls sich die Anschuldigungen bewahrheitn sollten?
Muss der beste Fussballer der Welt mit Haftstrafe rechnen?
kein real oder barca spieler muss mit ner Haftstrafe rechnen:). oder nem dopingtest:).
 

Reisinger

Nachwuchsspieler
Beiträge
370
Punkte
0
Nachdem es ja verschiedene Zeitungen gemeldet haben dass die Spanische Steuerbehoerde gegen Messi und seinen Vater ermittelt wuerde mich mal von den Spanien-Experten interessieren womit zu rechnen ist falls sich die Anschuldigungen bewahrheitn sollten?
Muss der beste Fussballer der Welt mit Haftstrafe rechnen?
Jeder der die Bildzeitung liest ist besser informiert als irgendein "Spanien Experte"
 

Reisinger

Nachwuchsspieler
Beiträge
370
Punkte
0
2 Jahre Zeit gelassen um Werbe-Posts loszulassen? :eek:
Das sind die Fakten.

http://www.bild.de/sport/fussball/lionel-messi/reaktion-auf-vorwurf-des-steuerbetrugs-30820102.bild.html

Die Staatsanwaltschaft legt dem Barça-Star und dessen Vater Steuervergehen zur Last, die mit Haftstrafen zwischen zwei und sechs Jahren geahndet werden können. Außerdem müsste der doppelte bis sechsfache Betrag der hinterzogenen Summe an das Finanzamt gezahlt werden. Im schlimmsten Fall müsste Messi also 24 Millionen Euro Strafe zahlen!

Messi und sein Vater sollen vorgetäuscht haben, die Werberechte des Weltstars an Scheinfirmen abgetreten zu haben. Diese hätten ihren Sitz in lateinamerikanischen Steuerparadiesen wie Belize und Uruguay.

Die Firmen hätten Geschäftsverträge mit anderen Scheinunternehmen in Großbritannien oder der Schweiz geschlossen. Auf diese Weise seien Werbeeinnahmen des Stars in Steuerparadiese geflossen und praktisch keiner Besteuerung unterzogen worden, heißt es laut staatlicher Nachrichtenagentur EFE in dem Klagegesuch der Behörde.

Zudem sollen Messi und sein Vater dem Finanzamt wichtige Daten verschwiegen haben, um zu verhindern, dass die Steuerbehörden von den Transfers ins Ausland erfuhren.
 

Zapator

Bankspieler
Beiträge
3.532
Punkte
113
Wenn man also den "Fakten" der Bild Glauben schenkt dann kann das Vergehen mit einer Haftstrafe geahndet werden.
Dann bleibt die naechste Frage ob die Staatsanwaltschaft das auch so sieht und selbst wenn sie das so sieht ein Promi-Bonus gewaehrt wird oder nicht.
Gibt es denn Referenzfaelle wo VIPs mit niedrigen Strafen davongekommen sind in Spanien die darauf hinweisen wuerden?
 

Bischoff

Nachwuchsspieler
Beiträge
1.917
Punkte
0
Lionel Messi soll nach Informationen der spanischen Zeitung "La Vanguardia" dem Finanzamt Steuern in Höhe von zehn Millionen Euro nachgezahlt haben und so einer Gefängnisstrafe entkommen sein.
 

heiko2183

Nachwuchsspieler
Beiträge
7.183
Punkte
0
Wer schreibt das?

Die Nachzahlung betrifft die Jahre 2010 und 2011. Mit der ursprünglichen Anzeige (2007-2009) hat das daher erstmal nichts zu tun....

Gefängnis für Messi ist ein toller Aufmacher. Ich kenne mich mit den genauen Gesetzen nicht aus aber selbst wenn es sich um Steuerhinterziehung handelt wird das nach meinem Laienverständnis eher für den Papa und die Berater eng. Die haben diese Briefkastenfirmen angeblich ja schon gegründet als Messi noch 15 war.
 
Zuletzt bearbeitet:

emkaes

Nachwuchsspieler
Beiträge
10.844
Punkte
0
Standort
Hinter der Stirn
Wer schreibt das?

Die Nachzahlung betrifft die Jahre 2010 und 2011. Mit der ursprünglichen Anzeige (2007-2009) hat das daher erstmal nichts zu tun....

Gefängnis für Messi ist ein toller Aufmacher. Ich kenne mich mit den genauen Gesetzen nicht aus aber selbst wenn es sich um Steuerhinterziehung handelt wird das nach meinem Laienverständnis eher für den Papa und die Berater eng. Die haben diese Briefkastenfirmen angeblich ja schon gegründet als Messi noch 15 war.
Soweit ich das für Deutschland kenne, ist verantwortlich, wer unterschreibt. Ich gehe davon aus, dass Messi auch in Spanien zumindest mitunterschreiben muss. Damit ist er genauso in der Kiste, wie alle, die noch unterschrieben haben.
 

Omega

Fußball-Moderator a.D.
Beiträge
12.486
Punkte
0
Natürlich. Ich weiß auch nicht welches "Laienverständnis" einem einredet, dass der Begünstigte eines solchen Konstrukts nicht belangt werden sollte. Auf jeden Fall trifft Messi auch eine Überwachungspflicht und die Steuerhinterziehung ist mindestens fahrlässig erfolgt. Gerade das Vertrauensverhältnis zum Vater ist da natürlich in Betracht zu ziehen und dann für eine Strafzumessung von Belang, so dass eine Geldstrafe ausreichend sein kann. Da fehlen mir aber die Einzelheiten um dies beurteilen zu können.
 

heiko2183

Nachwuchsspieler
Beiträge
7.183
Punkte
0
Schon klar, dass der Begünstigte grundsätzlich am Ende auch die Verantwortung trägt.... Das Jahr 2007 kann man praktisch ausklammern weil der Vater für ihn unterschreiben musste. Und dann wird Messi vor Gericht erklären, dass er sich auch 2008 und 2009 damit nicht näher beschäftigt hat und seinem Vater/Beratern und Anwälten vertraute, die ihm versicherten, dass das in dieser Form absolut legal sei. Das läuft dann wahrscheinlich unter "Fahrlässigkeit", da kenne ich mich eben mit den Begriffen nicht aus aber da droht mit Sicherheit kein Gefängnis.

Mal generell weil es mich interessiert: Wenn ich von meinem Steuerfachmann schriftlich kriege, dass meine Steuererklärung in dieser Form in Ordnung ist. Dann müsste doch der verantwortlich sein wenn ich danach Strafe zahlen muss... Dann hat er mich nämlich entweder falsch informiert oder seinen Job nicht richtig gemacht :confused:
 

Omega

Fußball-Moderator a.D.
Beiträge
12.486
Punkte
0
Typische Juristenantwort: Das kommt darauf an:p Es gibt im deutschen Recht einen sog. Verbotsirrtum, bei dem der Täter nicht wusste, dass ein Handeln verboten war.

Wichtig hierbei ist, ob der Irrtum vermeidbar war. War er unvermeidbar, wird man mangels Schuld nicht bestraft. An diese Unvermeidbarkeit werden aber hohe Anforderungen gestellt. Da ist ein ausgewiesener Fachmann natürlich schon einmal ein Anfang. Es reicht aber in der Regel nicht, ihm alles zu geben, ohne ihn zu kontrollieren. Umso komplexer und höher die Summen umso mehr Überwachungspflichten treffen den Betreffenden dann. Gegebebenfalls muss er er auch Zweitmeinungen einholen. Wenn dein Steuerberater dir bestätigt, dass ein Nebenverdienst von z. B. 50 € nicht in der Steuererklärung angegeben werden muss, dann dürfte diese Auskunft für die Straffreiheit reichen. Bei Steuerersparnissen von Millionen ist man wahrscheinlich verpflichtet, wenigstens ein umfassendes Gutachten einholen. Gerade wenn man ein Konstrukt mit Briefkastenfirmen nicht versteht, was ja keine Schande ist. Aber die Aussage, ich habe meinem Steuerberater vertraut, reicht nicht.
 

heiko2183

Nachwuchsspieler
Beiträge
7.183
Punkte
0
Typische Juristenantwort: Das kommt darauf an:p Es gibt im deutschen Recht einen sog. Verbotsirrtum, bei dem der Täter nicht wusste, dass ein Handeln verboten war.

Wichtig hierbei ist, ob der Irrtum vermeidbar war. War er unvermeidbar, wird man mangels Schuld nicht bestraft. An diese Unvermeidbarkeit werden aber hohe Anforderungen gestellt. Da ist ein ausgewiesener Fachmann natürlich schon einmal ein Anfang. Es reicht aber in der Regel nicht, ihm alles zu geben, ohne ihn zu kontrollieren. Umso komplexer und höher die Summen umso mehr Überwachungspflichten treffen den Betreffenden dann. Gegebebenfalls muss er er auch Zweitmeinungen einholen. Wenn dein Steuerberater dir bestätigt, dass ein Nebenverdienst von z. B. 50 € nicht in der Steuererklärung angegeben werden muss, dann dürfte diese Auskunft für die Straffreiheit reichen. Bei Steuerersparnissen von Millionen ist man wahrscheinlich verpflichtet, wenigstens ein umfassendes Gutachten einholen. Gerade wenn man ein Konstrukt mit Briefkastenfirmen nicht versteht, was ja keine Schande ist. Aber die Aussage, ich habe meinem Steuerberater vertraut, reicht nicht.
Klingt sinnvoll. Danke für die Auskunft.
 

Zapator

Bankspieler
Beiträge
3.532
Punkte
113
Ich will Messi auch lieber auf dem Platz sehen als im Knast - aber trotzdem finde ich es anhand der bisher bekannten Fakten recht eindeutig dass er und sein Vater absichtlich Steuern in Millionenhoehe hinterzogen hat.
Wobei man Messi selbst noch zu gute halten kann dass er eventuell wirklich gedacht hat das die Briefkastenfirmen ein toller legaler Trick sind.
Interessant finde ich dass das Thema (wie erwartet) an seinem Ruf abperlt, selbst wenn er verurteilt wird glaube ich nicht dass es seinen Werbemarktwert grossartig beeinflussen wird.
Im Gegensatz zu Hoeness und anderen VIPs wird an Messi anscheinend keinerlei moralischer Massstab angelegt (was ich nicht kritisiere sondern nur feststelle), was vermutlich daran liegt das er als Person als schuechternen Junge wahrgenommen wird diem Charaktereigneschaften zugeordnet sind (vgl Ronaldo...).
 

Omega

Fußball-Moderator a.D.
Beiträge
12.486
Punkte
0
Die Erwartungen an enen 26jährigen Fußballer bezüglich Steuern sind aber auch andere als an einen 61jährigen Ex-Manager eines der erfolgreichsten Fußballvereine der Welt. Und da geht´es nicht um intellektuelle Fähigkeiten, die ich nicht vergleichen kann, sondern einfach um Wissen und den Zugang zu diesem. Dass es bei Messi eher abperlt hat auch (zu Recht) seinen Ursprung darin, dass eben keiner glaubt, dass Messi wesentlich an der Entwicklung des Konstrukts gearbeitet hat. Ganz unabhängig davon, ob Messi wirklich geglaubt hat, die Vorgehnsweise wäre völlig legal. Hoeneß hat sein Netzwerk schon wesentlich bestimmt und er wusste derfinitiv, dass es illegal war.

Jedenfalls ich würde dies auch bei Ronaldo anders sehen. Vielleicht käme in der Öffentlichkeit mehr Schadenfreude auf, aber auch bei ihm kann man davon ausgehen, dass vieles über die Berater abgewickelt wird.
 

Zapator

Bankspieler
Beiträge
3.532
Punkte
113
Fuer mich ist schon ein Unterschied ob ich Einnahmen dem Finanzamt verschweige oder bewusst ein Konstrukt in die Welt rufe dessen einziger Zweck ist Steuern zu hinterziehen.
In Hinsicht der dazu noetigen kriminellen Energie ist das fuer mich schon deutlich hoeher einzuschaetzen.

Das Messi nicht selbst daran gebastelt hat heisst ja nicht dass ihm nicht klar war das ER damit Steuern hinterzieht.
Wenn ihm ein Berater sagt dass sie ein paar Leute bezahlen die Autoradios aus Autos ausbauen und dann fuer ihn verkaufen wuerde man ihn obwohl er selber nicht dabei ist ja auch fuer schuldig halten.
Dass er nicht am Pranger steht liegt glaube ich daran dass man es ihm einfach nicht uebel nimmt, weil er ja "nett" ist und kaum "Feinde" hat die gegen ihn Stimmung machen.
 
Oben