Nordische Kombination bei den Olympischen Winterspielen 2026 🇮🇹


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Bezüglich Nachwuchs würde ich mir in Deutschland keine grossen Sorgen machen, da gibt es genug Athleten die noch genug Potenzial und Luft nach oben haben. Eigentlich fast mehr als genug, da werden einige wieder für ewig im COC bleiben...
Es wurden auch immerhin 12 Podestplätze durch vier Sportler diese Saison erzielt. Klar, werden es wohl nicht die 23 wie in der Vorsaison und hier war man nicht gut in Form, aber da haben andere Sportarten in Deutschland viel größere Probleme.
 

Benjamin

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Ich verstehe schon was du meinst und teile auch die Einschätzung, dass die Diszpilin insgesamt lauflastiger ist. Aber ich finde nicht, dass man Einzel und Team auf diese Weise sinnvoll vergleichen kann. Du hast im Einzel pro Athlet 1 Sprung und 10 km Langlauf. Im Teamsprint sind es pro Athlet 1 Sprung und 7,5km Laufen, in Summe also 2 Sprünge bei 15 km Laufen. Wenn man die Gewichtung genau gleich wie im Einzel-Gundersen haben möchte, dürfte man also ohnehin nicht denselben Umrechnungsfaktor verwenden.

Dass die Gewichtung hier etwas zum Laufen geschoben wird macht aus Gründen der Attraktivität schon Sinn, wie @johnny erläutert hat. Es würde sich niemand anschauen, wenn (zurückblickend auf die große Viererstaffel) nach vier Sprunggruppen jeweils eine Minute zwischen den Podestkandidaten liegt. Aus heutiger Sicht würde man da vllt das Compact-Format mit fixen Abständen verwenden, das es damals noch nicht gab.
Genau gleich dürfte er dann nicht sein - aber dass man gerade mal ein Drittel der Zeit für dieselbe Punktedifferenz gutgeschrieben bekommt, finde ich weiterhin etwas zu wenig.

Ich würde auch nicht sagen, dass der Wettkampf durch größere Zeitabstände unattraktiv geworden wäre. Wenn man jetzt 2 Sekunden pro Punkt gegeben hätte statt 1,33 Sekunden pro Punkt, dann hätten die Deutschen halt ca. 20 Sekunden Vorsprung auf Norwegen gehabt, ca. 30 s auf Japan, 40 s auf Finnland und knapp 45 s auf Österreich.

Schwer zu sagen, wie das dann ausgegangen wäre; es hätte mindestens länger gedauert, bis sich alles zusammengeschoben hätte; vielleicht hätte Norwegen dann Deutschland auch abgehängt, bevor Finnland und Österreich dran gewesen wären.
Je nach Konstellation könnte es dadurch auch mal interessanter werden; falls zum Beispiel Japan seine beste Sprungform mal wieder findet und die Japaner dann mal mit einem größeren Vorsprung auf die Loipe gingen, gäbe es ein ganz anderes Spannungsmoment: Werden sie überhaupt eingeholt?

Ich ticke da aber vielleicht auch ein bisschen anders: Für mich ist ein Rennen, bei dem sich nach kurzer Zeit eine Gruppe bildet, die dann die ganze Zeit gemeinsam läuft, nicht unbedingt spannender als eines, bei dem es am Anfang gewisse Abstände gibt, die dann aber im Lauf der Zeit schrumpfen.

Und ich meine: Von solchen Abständen, wie es sie 1994 in Lillehammer gab, als noch die 3 x 10 km-Staffel bei den Kombis (mit zwei Sprungdurchgängen) gelaufen wurde, sind wir ja weit weg.


Damals gewann Japan mit fast 5 Minuten Vorsprung auf Norwegen; die Schweiz auf Platz 3 hatte bereits fast 8 Minuten Rückstand (und Deutschland auf Platz 10 über eine Viertelstunde).

edit: Nicht vom Einleitungstext täuschen lassen; da ist sogar von einer 3 x 15 km-Staffel die Rede; am Anfang des Artikels steht aber 3 x 10 km, und das passt von den Zeiten auch besser.
 

Biathlon-Fan

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Und ich meine: Von solchen Abständen, wie es sie 1994 in Lillehammer gab, als noch die 3 x 10 km-Staffel bei den Kombis (mit zwei Sprungdurchgängen) gelaufen wurde, sind wir ja weit weg.


Damals gewann Japan mit fast 5 Minuten Vorsprung auf Norwegen; die Schweiz auf Platz 3 hatte bereits fast 8 Minuten Rückstand (und Deutschland auf Platz 10 über eine Viertelstunde).

edit: Nicht vom Einleitungstext täuschen lassen; da ist sogar von einer 3 x 15 km-Staffel die Rede; am Anfang des Artikels steht aber 3 x 10 km, und das passt von den Zeiten auch besser.
Das ist ja lustig. Japan hatte über 5 Minuten Vorsprung nach dem Springen. Da waren die zweitplatzierten noch beim warmlaufen, da ist Japan schon losgelaufen xD
 

Sportfan12

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Wieso sind die Deutschen nach den Stürzen so eingebrochen? Der Zeitverlust durch die Stürze war doch gar nicht so gross. Hätte man durchaus noch aufholen können. Stattdessen wurde der Rückstand immer grösser.

Am Ende wurden die Deutschen sogar noch vor den Italienern überholt, die auf Platz 11 gestartet waren und am Ende auf Platz 4 landeten. Die haben fast 1:30 Rückstand aufgeholt
 

Biathlon-Fan

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Sie scheinen nicht gut mit solchen schweren, langsamen Bedingungen zurecht zu kommen. Beim Bewerb von der Normalschanze war es ähnlich tief und langsam und auch da haben Rydzek schon 1:01 und Geiger 1:56 auf die schnellsten verloren. Heute hat Rydzek 30 Sekunden verloren, Geiger 1:07.
Geiger‘s Skimarke scheint bei solchen Bedingungen auch nicht sonderlich gut zu funktionieren.
 

johnny

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Hätte man durchaus noch aufholen können. Stattdessen wurde der Rückstand immer grösser.
"Hätte, hätte, Fahrradkette" ;)

Es ist gar nicht so einfach, besonders in solchen Bedingungen, aufzuholen, vor allem wenn man unter Druck gerät. Und dann mussten sie schliesslich in einem Moment realisieren, dass es nix wird, da war auch die Motivation irgendwie weg, und deswegen wurden sie noch überholt.
Was aber noch anzumerken ist: Geiger hätte beinahe auch den 10. Platz im NH-Einzel gegen Akito verloren, also er war halt bei diesen Spielen nicht auf seinem normalen Niveau. Und das nicht nur körperlich, wie man feststellen kann.
 

Fathi8

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Wieso sind die Deutschen nach den Stürzen so eingebrochen? Der Zeitverlust durch die Stürze war doch gar nicht so gross. Hätte man durchaus noch aufholen können. Stattdessen wurde der Rückstand immer grösser.

Am Ende wurden die Deutschen sogar noch vor den Italienern überholt, die auf Platz 11 gestartet waren und am Ende auf Platz 4 landeten. Die haben fast 1:30 Rückstand aufgeholt
Emotionales Problem. Du startest als gutes Langlaufteam mit Vorsprung in einen Wettbewerb, weißt aber, dass es nicht Deine Verhältnisse sind. Dennoch hast Du Hoffnung. Nach dem Sturz war klar, dass du nicht mehr an die 3 rankommst, wegen der für dich unpassenden Verhältnisse. Bei hartem Geläuf hätte man es vielleicht nochmal schaffen können. So haben sie sich aufgegeben und waren wohl auch schon zum Zeitpunkt des ersten Sturzes nicht fit genug um den Sieg zu kämpfen. Vielleicht hätte man Österreich schlagen können, wenn die als erstes gestürzt wären.

Desaster würde ich es dennoch nicht nennen. Bei drei Wettkämpfen kann es immer mal schnell ohne Medaille ausgehen. Die anderen Teams waren eben fast fehlerlos unterwegs. Und haben aktuell (weil Geiger nicht 100% in Form war diese Saison) Spitzenleute, die einen Ticken höheres Potential haben. Ist Geiger in Form, kann er aus eigener Kraft mit Lamparter und Oftebro mithalten. So halt nicht. Und dass die Finnen 3 mal in die Lücke der deutschen reinbrechen ist für die Kombi eigentlich eine gute Situation! Hoffe die Franzosen, Japaner und vielleicht die Italiener holen auch auf und die Wettkämpfe werden noch abwechslungsreicher. Den nächsten Rieber braucht die Kombi jetzt nicht gleich. Auch ein ewiger Zweikampf Lampi/Oftebro ist keine Lösung. Mehr Vielfalt hoffe ich!
 

johnny

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Hoffe die Franzosen, Japaner und vielleicht die Italiener holen auch auf und die Wettkämpfe werden noch abwechslungsreicher.
Das ist eben eine Herausforderung für diese Nationen.
Bei den Japanern hört Akito auf, sein Bruder will zwar weitermachen, hinkt aber in dieser Saison massiv hinterher. Ryota Yamamoto hat zwar seine gute Sprungform wiedergefunden, aber auf schweren Loipen ist er chancenlos. Atsushi Narita, eine junge Hoffnung, verletzt. Da muss jemand kommen und Fortschritt machen.

Bei den Franzosen ist die Situation auch schwer. Laurent Muhlethaler hat völlig demotiviert seine Karriere mitten in der Saison beendet. Matteo Baud, seinerzeit auf dem Weltcup Podest in Ruka, hat seit 2 Jahren massive Probleme auf der Schanze und hat nicht mal ins Olympiateam geschafft. Die anderen Athleten scheinen nicht so viel Potenzial zu haben, es sei denn, Heinis macht irgendwelche Fortschritte im Lauf.

Bei den Italienern wird Costa sicher aufhören, Pittin sowieso und sie sind ja ohnehin schwach auf der Schanze. Es fehlt auch an perspektivenreichen Leuten, einzig Bortolas zeigt etwas im COC, vielleicht kommt bei ihm mal ein Durchbruch. Sie brauchen aber unbedingt einen neuen Sprungtrainer, so kann es nicht weitergehen!
 

Hakuba

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Ich weiß jetzt nicht ob es erwähnt wurde, weil irgendwie nur Geigers Sturz eine Rolle spielt.
Yamamoto ist bei dem Sturz der Ski gebrochen und der musste unterwegs getauscht werden. Da ging natürlich auch Zeit flöten.

Er selbst ist, wie es aussieht, ohne Blessuren davongekommen.
 

Biathlon-Fan

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Es war nur zu sehen, dass er einen Stock durch den Sturz verloren hat. Von einem Skibruch war nichts zu sehen.
 
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