O-Scoring: Mehmet Ünal vs. Altin Zogaj | Punchinggrace.com / TVA Sports


Deontay

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Der Stuttgarter Altin Zogaj erhält am Donnerstag seine große internationale Titelchance in Montréal, Kanada. Er trifft dort auf den gefürchteten türkischen Volumepuncher Ünal, was ein Himmelfahrtskommando gleichkommt. Die Favoritenrolle ist auf dem Papier klar besetzt, doch Zogaj möchte mit Hilfe einen intensiven und kostspieligen Vorbereitung das Upset erfolgen lassen.

Im Hauptkampf des Abends kämpft ebenfalls im Halbschwergewicht der explosive Puncher Albert Ramirez um den WBA-Interimstitel gegen den ehemaligen EBU Europameister + IBO-Titelträger Lerrone Richards. Im Co-Mainevent wird zudem das ehemalige Universum-Signing Asanau zu sehen sein, der leider einen Gegnerwechsel zu verzeichnen hat.

Die Veranstaltung beginnt in der Nacht vom Donnerstag auf den Freitag um 0:30 Uhr, der Kampf von Zogaj könnte gegen 2 Uhr ein Thema werden.

Zur Übertragung sei gesagt, dass EOTT mit Punchinggrace einen eigenen Streamingdienst verfügt, der weltweit zur Verfügung steht. Leider kostet er im Quartalsabo mit 58 $ wahnsinnig viel.

Alternative Sender müsste man mal schauen. Eventuell ESPN in Lateinamerika? TVA Sports 2 dürfte in Kanada auf Sendung sein.

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Neben Punchinggrace ist auch TVA Sports 2, Fox Sports Brasil und ESPN KnockOut auf Sendung.
 

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Er ist ein harter Hund, schlagstark und hat das Team hinter sich bei Eye of the Tiger. Die haben aktuell drei Weltmeister und sehr gute andere Boxer. Aktuell ist auch Artur Beterbiev bei denen unter Vertrag. Ünal und Beterbiev teilen sich mit Marc Ramsay denselben Trainer, der wirklich super ist. Deswegen ist er sehr gut aufgestellt, was sein Team angeht, und hat auch eine gute Ausbildung, gerade als Olympiateilnehmer. Im Amateurbereich hat er gute Leute geschlagen und nun bei den Profis auch. Bis jetzt hat er nichts anbrennen lassen. Deswegen kann man nur Positives von ihm sagen.
Wenn ich sehe, dass er angeschlagen ist, dann versuche ich ihn auch auszuknocken. Bis dahin versuche ich aber, meinen Kampf zu machen und die Runden zu gewinnen. Was am Schluss die Punktrichter entscheiden, daran möchte ich überhaupt nicht denken, denn ich gehe mit der Einstellung dorthin, um zu gewinnen – nicht, dass ich beschissen werde.
Man muss auch überlegen, was man nach der aktiven Karriere macht. Eine Karriere kann sehr kurz sein, deshalb habe ich mir schon immer im Vorhinein überlegt, was man machen kann. So wie ich sehe, wie viel falsch gemacht wird im Umgang mit den Sportlern, gerade in Deutschland, ist es für mich schon eine Idee, in diese Richtung zu gehen. Sportler zu betreuen und zu managen, diese Schiene zu gehen, da ich selber Erfahrung aus meiner eigenen Karriere habe. Ich habe mich eigentlich komplett selbst gemanagt und weiß dadurch, worauf es genau ankommt.
In Deutschland gibt es keine wirklichen Boxmanager. Wenn sich mal jemand als Manager hinstellt, dann nur, damit er sich aufspielen will.
Das wird eine Schlacht! Das wird Boxen auf höchstem Niveau.

 

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Interview mit Istvan Szili, der Altin in Kanada coacht.

Er ist auf jeden Fall sehr, sehr ehrgeizig. Das hätte ich selbst nie gedacht, dass er so viel macht. Ich kenne ihn schon als Teamkollegen, wir waren damals bei Conny Mittermeier. Er war auch damals immer fleißig, aber ich muss schon sagen: Das letzte halbe Jahr, das wir zusammen gearbeitet haben – und was er bei Sepp Maurer mitgemacht hat –, da muss ich wirklich meinen Hut ziehen.

Er ist gerade in einer sehr starken Form. Wir haben die letzten zweieinhalb Monate extrem hart trainiert und Stück für Stück hat er sich verbessert. Seine Werte sind auch bombe geworden. Wir sind sehr, sehr optimistisch für den Kampf.
Ich wollte ein bisschen mehr Lockerheit in sein Boxen bringen und mit mehr Frequenz arbeiten. Nicht diese typische deutsche Schule mit Jab, Jab und Eins, Zwei – wir wollten mehr reinbringen, Serien schlagen und seine rechte Hand verbessern. Das ist, denke ich, in der kurzen Zeit gut gelungen.
Wenn man Altin anschaut und das mit vor einem Jahr vergleicht, das ist ein ganz anderer Mensch. Er hat früher nie auf Ernährung geachtet. Wir wollten viele neue Sachen ins Training einbauen, die er vorher so nicht gemacht hat. Ich hatte aber auch Glück, dass ich mit Altin einen sehr guten Athleten von Conny bekommen habe, das muss man schon sagen. Conny ist einer der besten Trainer in Deutschland und ich bin froh, so jemanden wie Altin bekommen zu haben.
Heutzutage sind die neuen Boxer extrem beweglich, ganz anders als noch vor zehn Jahren, das muss man ehrlich sagen. Früher hatte ein Boxer nur einen Boxtrainer, heute gibt es Konditionstrainer, Athletiktrainer und mehr. Meine Philosophie ist es, als Team zu denken. Deshalb gibt es neben mir auch andere Trainer, wir sprechen sehr viel miteinander, analysieren gemeinsam, was wir verbessern können, und arbeiten so zusammen.
Meine Meinung ist: Wenn man einmal richtig aufgehört hat, dann kann man nicht mehr zurückkommen.
Das hat die Zeit schon oft gezeigt. Du musst immer dranbleiben und arbeiten, aber wenn du einmal eine große Pause von zwei bis drei Jahren machst, dann kannst du nicht zurückkommen. Und die Gesundheit geht immer vor.
Ich habe vorher Altin noch gesagt, dass ich damals, vor 30 Jahren, als ich angefangen habe zu boxen, ein halbes Jahr nur Beinarbeit trainiert habe. Heute lernen die Leute viel schneller. Es braucht nicht unbedingt einen Olympiasieger, um ein guter Profi zu werden. Die Masse ist auch nicht mehr so stark wie früher. Aber man muss auch Glück haben. Das Wichtigste, was ein Sportler braucht, ist meiner Meinung nach Glück.
Für mich ist es aber sehr wichtig, dass man loyal ist und pünktlich erscheint. Und man darf niemals jemanden anlügen, das zerstört den menschlichen Kontakt.
Pass auf, ich erzähle dir was. Ich habe sehr viel darüber nachgedacht, was ich neben meiner Karriere in Zukunft noch machen kann. Mein Wunsch ist es, in den nächsten zehn Jahren ein eigenes Tierheim in Ungarn aufzubauen. Das ist mein Ziel. Neben dem Boxen noch mit Tieren zu arbeiten.
Es wird ein sehr, sehr harter Kampf, wirklich. Wir boxen auswärts und wollen zeigen, dass wir das können.

 

timeout4u

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Nicht diese typische deutsche Schule mit Jab, Jab und Eins, Zwei – wir wollten mehr reinbringen, Serien schlagen und seine rechte Hand verbessern.
Nur rein allgemein: Ich verstehe zwar, was er meint, aber das ist inzwischen schon lange Vergangenheit. Zudem lernt man bzw. besteht selbst die sog. typisch deutsche Schule genauso aus Serien, Haken usw. Es kommt immer auf den jeweiligen Boxer an, seine Stärken und Schwächen und was gerade z.B. am erfolgreichsten eingeschätzt wird, sei es im Amateur als auch Berufsboxen. Aber dieses Jab, Jab und 1, 2 ist überall zu Hause und damit fängt jede Boxschule an, egal ob UZB, USA, KUB, ENG RUS usw.
 

Deontay

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Der Hauptkampf zwischen Ünal und Zogaj wurde nun mit einem zweiten Titel noch aufgewertet. Neben dem WBC-Titel steht nun auch der WBA Continental-Titel auf dem Spiel.

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