Man kann die Verantwortung für das "Dilemma" mit Povetkin aber nicht allein Sauerland als Promoter anlasten. Povetkin zeigt sich auch wenig kooperativ, z.B. indem er sich anscheinend weigert, zumindest ein bißchen die deutsche Sprache zu lernen. Ich meine der Mann boxt ja fast nur im deutschen Fernsehen, pflegt aber beharrlich sein "russisches" image. Er trägt selbst auch wenig dazu bei, seine "Vermarktungschancen" hierzulande zu verbessern. Und dieser Markt ist dank des Fernsehvertrages von Sauerland sehr einträglich. Wäre ein Povetkin mehr "massenkompatibel", wären sicher auch mehr große Kämpfe (und großes Geld) zu machen.
Insofern kann ich Sauerland sogar (etwas) verstehen, dass sie Povetkin aus sportlichen Gründen in der Hinterhand behalten wollen, ihn aber gleichzeitig als Hauptkämpfer nicht offensiv vermarkten (können).
Absolut richtig, allerdings hätte ich als Promoter da auf Povetkin auch etwas Druck gemacht bzw sowas vertraglich geregelt, dass man sich entsprechende Sprachkenntnisse aneignen soll und auch eine gewisse Zeit pro Jahr in Deutschland präsent sein sollte.
Povetkin ist ja nur passend zu den Kämpfen in Deutschland, Training in den USA wollte er auch nicht wirklich. Er hockt lieber im tiefsten Russland rum und macht nichts für seine Popularität.
Das ist schon vergleichbar mit einigen UBP-Boxern, wo Kohl wahrscheinlich auch gedacht hat, dass die in die Fussstapfen der Klitschkos treten.
Nur wird da immer vergessen, dass die Klitschkos auch ungemein viel für ihre Popularität am Anfang ihrer Karriere getan haben.
Ansonsten hört man seit Jahren irgendwelche Medlungen, dass russische Milliardäre Povetkin vs Klitschko in Moskau wollen, aber diese Leute scheinen wohl dann doch nicht zu existieren....
Und ich glaub kaum, dass man in 10 Jahren noch bei Povetkin denkt "ah, das war doch der regular-WBA-Champ...klasse Mann"....wenn man an Povetkin denkt, wird man an seinen Olympia-Erfolg denken und daran, dass er es bei den Profis nie so geschafft hat, wie man es erwartet hat