In einem ersten Schritt will Riera das Selbstvertrauen der Spieler stärken. "Ich sage ihnen, dass es nicht erlaubt ist, unglücklich zu sein. Sie haben den besten Beruf der Welt - und ich habe den zweitbesten, weil ich sie managen kann." Ein typischer Riera-Satz. Wie auch: "Ich setzte den Spielern rosarote Brillen auf. Alles ist pink, wunderschön, nicht dunkel." Er ist überzeugt, dass Spieler mit Selbstvertrauen mehr als 50 Prozent stärker sind. Deshalb will er sie starkreden und mit seiner Überzeugungskraft anstecken.
Auffallend oft nutzt Riera eine emotionale, bildhafte Sprache. Die ersten Tage bei der Eintracht vergleicht er mit dem Kennenlernen einer neuen Freundin. Es sei der Job eines jeden Mitarbeiters im Klub, dieses Gefühl von "Schmetterlingen im Bauch" beizubehalten. Riera will, dass ihm die Spieler bedingungslos folgen. "Wenn ihnen morgen sage, dass sie vom Balkon springen sollen, werden sie mir glauben und springen", scherzt er, "vielleicht habe ich einen Zauberstab." Humor ist die eine Seite, Disziplin die andere. Riera hat gleich zu Beginn klare Regeln aufgestellt, an die sich alle halten müssen. Mit seinem Auftreten verdeutlicht er, dass er keine Disziplinlosigkeiten dulden wird. Die Zügel werden angezogen.