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Norwegen kommt doch mit einem großen Team und einigen Top-Namen nach Oberhof. So sind zum Beispiel Nyenget, Valnes, Heggen, Vike und die Weng-Zwillinge dabei.
Das wird für Oberhof wohl ein bitteres Wochenende. Frankreich wird keinen einzigen Sportler nach Oberhof schicken.
Gut für die deutschen Herren, die dringend noch Olympianormen brauchen.
Bei den Schweizern setzt Fähndrich heute aus, weil sie den Sprintweltcup gewinnen will. Ein bisschen schade für das Heimpublikum, besonders weil dieses Ziel ja eh nicht besonders realistisch ist.
Die Führende im Sprintweltcup Johanna Hagström lässt den Weltcup in Oberhof aus, damit kann sich Fähndrich durchaus noch Hoffnungen machen.
Virtuell würde damit Joensuu mit einem Punkt vor Dahlqvist führen und dann Fähndrich auf der drei mit nur 28 Punkten hinter Joensuu. Hinter ihr liegt jedoch nur mit 10 Punkten Rückstand Sundling.
In Oberhof wird es auch einen neuen Sprintkurs geben. Der Birxstieg fällt raus, dafür müssen sie die Hochwaldabfahrt - welche die Biathleten letzte Woche runtergefahren sind - hochlaufen . Über die Kulle Kurve und den Brunnenweg geht es dann wieder runter, bevor es über die Anstieg an der FIS-Schneise direkt ins Ziel geht.
Gibt es hier eine Diskussion/Thread für die Olympia-Quotenplätze bei den Langläufern?
Vllt hört hier ja jemand den Podcast von Vermeulen und Clugnet. Die beiden regen sich ziemlich darüber auf, dass zulasten der "mittelstarken" Nationen viele Quotenplätze an kleinere Nationen gehen, u.a. mit der Konsequenz, dass deren Länder AUT und GB als 11. und 12. in der Rangliste keine Staffel werden stellen können und Stand jetzt überhaupt nur 10 Nationen in der Männerstaffel am Start sein werden.
Und wohl auch wieder acht Etappen bei der Tour, wie es sich viele gewünscht hatten. Oslo wohl wieder ohne 50er, der Weltcup liegt wieder direkt nach der WM. Und Ulricehamn nach 2021 erstmals wieder dabei als Weltcupfinale. Verrückt, dass seitdem dort nie mehr gelaufen wurde, es war mit die meiste Stimmung dort.
Gibt es hier eine Diskussion/Thread für die Olympia-Quotenplätze bei den Langläufern?
Vllt hört hier ja jemand den Podcast von Vermeulen und Clugnet. Die beiden regen sich ziemlich darüber auf, dass zulasten der "mittelstarken" Nationen viele Quotenplätze an kleinere Nationen gehen, u.a. mit der Konsequenz, dass deren Länder AUT und GB als 11. und 12. in der Rangliste keine Staffel werden stellen können und Stand jetzt überhaupt nur 10 Nationen in der Männerstaffel am Start sein werden.
ich denke dass die Reduzierung der Starterfelder nicht optimal ist, ist klar, aber man kann es auch nicht allen recht machen, und Einschränkungen sind halt nötig, um das Paket Olympia in einem halbwegs stemmbaren Rahmen zu halten.
"Exoten" und eine gewisse Nationenvielfalt gehören für mich bei Olympia halt auch dazu. Und da ich mich ohne nachzugucken persönlich schwertue, auf Anhieb überhaupt einen vierten Österreicher oder Briten zu nennen, kann ich schon nachvollziehen, dass die nicht dabei sind. Und warum sollte eine chancenlose Staffel Vorrang vor einem chancenlosen Einzelstarter haben.
Edit: Diskutieren könnte man aber natürlich darüber, ob nicht ne Mixed-Staffel Sinn macht. Auch wenn die den Briten auch nix helfen würde.
Das ist klar, aber die Frage ist halt in welchem Rahmen. Dieses Mal werden laut dem Podcast voraussichtlich 36 Nationen nur einen einzigen Athleten haben, im Vergleich zu 24 für Peking 2022. Welchen Mehrwert bringt das?
Dass 148 männliche Langläufer so verteilt werden, dass am Ende nur 40 Athleten eine Staffel bestreiten finde ich schon sehr fragwürdig. Ist das nicht nach dem 50er das prestigeträchtigste Rennen bei Olympia? Wirkt unattraktiv für die Sportart (zB im Vergleich zu Biathlon wo es deutlich mehr Staffeln geben wird), wenn gerade dort dann nur die besten 10 Nationen an den Start gehen können.
Weil die Staffel sonst einfach dünn besetzt ist? Was bringt es in der Quali Dutzenden Exoten zuzuschauen, wenn dafür dann die Staffel so "elitär" besetzt ist? Warum nicht den mittelgroßen Nationen zeigen, dass man ihre Bemühungen schätzt und ihr Wachstumspotenzial sieht? Für Österreich läufts ja überraschend gut in letzter Zeit, und da wäre die Chance seit langem wieder mal eine Staffel zu haben toll gewesen.
Das ist klar, aber die Frage ist halt in welchem Rahmen. Dieses Mal werden laut dem Podcast voraussichtlich 36 Nationen nur einen einzigen Athleten haben, im Vergleich zu 24 für Peking 2022. Welchen Mehrwert bringt das?
keinen, aber sie haben sich nunmal qualifiziert, und das ist ja nicht ihre Schuld. Die Startplätze verlieren in erster Linie die großen Nationen (6 weniger für die Top 10). 2022 gab es auch nur 10 Staffeln + China als Gastgeber.
Klar kann man den Qualifikationsmodus generell in Frage stellen, aber sich hier einfach die kleinen Nationen als leichtes Opfer zu suchen, ist für mich nicht der richtige Weg. Österreich ist auf dem 9. Platz der Nachrückerliste, GB auf dem 10. Ein paar kleine Länder mehr oder weniger machen für sie keinen Unterschied.
Mein Problem mit diesen Diskussionen ist aber halt in erster Linie, dass jedes Mal pünktlich zwei Wochen vor Olympia irgendwelche Sportler und Funktionäre angeschissen kommen und sagen "das, das, das ist ungerecht", nachdem sie in vier Jahren zum ersten Mal wieder einen Blick auf die Qualifikationsregeln geworden haben. Dass es hier und da Optimierungsmöglichkeiten gibt steht denke ich außer Frage, aber da gilt es dann halt an richtigem Ort und Zeit dran zu arbeiten.
Tatsächlich gibt es in Norwegen so etwas wie eine unausgesprochene Verpflichtung an der NM teilzunehmen. Die einzelnen Vereine haben ne Menge Einfluss auf den norwegischen Skiverband und es hat für die Sportler:innen nach WM und Olympia quasi das eigentliche Saisonhighlight zu sein... Das gilt insbesondere auch für die Staffeln während der NM, die für die hunderten Vereine das Highlight des Jahres ist, welche dann auch mit den entsprechenden Läufer:innen eben auch aus gerade dieser zweiten und dritten Reihe besetzt zu sein hat.
Klaebo hat letztes Jahr sich einiges anhören müssen für seinen NM Verzicht, ähnliches gilt auch für die 2-3 Leute die letztes Jahr lieber den Weltcup gelaufen sind.
Dieses Jahr ist die Norwegische Meisterschaft aber nicht wirklich gut besetzt, es ist quasi keiner der Olympiastarter am Start.
Den Frauen-Sprint hat heute Andreassen vor Haugen und Bakkemo gewonnen, also quasi drei unbeschriebene Blätter. Bei den Herren gewann Lars Heggen vor Ansgar Evensen und Even Northug.
Der größte Schock war aber auch eher die Nachricht heute, dass Skistad erst am Montag wieder mit dem Training begonnen hat, also quasi 10 Tage flach gelegen hat. Ihr Trainer ist trotzdem optimistisch, dass sie bei Olympia wieder top fit ist und er ist auch der Meinung die Strecke liegt ihr. Da kann man mal gespannt sein.
Ihr Trainer ist trotzdem optimistisch, dass sie bei Olympia wieder top fit ist und er ist auch der Meinung die Strecke liegt ihr. Da kann man mal gespannt sein.
Hat die FIS ja heute bei Instagram ein Video hochgeladen, vom Sprint der Tour de Ski in Oberhof 2010. Dieser war damals für die Frauen 4:20 lang. Folgenden Text haben sie darunter gesetzt: Oberhof 2010, some long sprint and good memories .
Wenn das mal kein Seitenstich Richtung den Kritikern der Olympiastrecke ist nach dem Motto wir lassen uns nicht unterkriegen, es gab schon längere Sprints .
Der erste Klassik-Sprint der Olympiageschichte 2010 in Whistler war übrigens genau so lang. Damals brauchte Marit Björgen im Prolog 3:38, für Platz 30 reichten 3:50.
Lange Sprints über 3:30 gab es im Weltcup in den letzten 10 Jahren in Östersund 2023 (3:33-3:45), in Val Mustair 2021 (3:30-3:45), in Val Mustair 2019 (3:30-3:43), in Cogne 2019 (3:37-3:49), in Pyeongchang 2017 (3:40-4:07), 2016 in Gatineau (3:32-3:45) und 2016 in Canmore (3:41-4:00)
Bei den Weltcup-Rennen am Sonntag zählt die markante Abfahrt nach langjähriger Abstinenz wieder zum Langlauf-Kurs. Die Präparation erweist sich als Herausforderung.
An Heggen darf Richtung Olympia eigentlich auch kein Weg mehr vorbei gehen. Er und Iversen wenn es streng nach Leistung gehen soll, müssen die Plätze bekommen.