Ich weiß nicht, ob man bei den deutschen Spielern unbedingt von verschwendeten Talent reden kann, oder ob da doch einfach nicht mehr drin war, wegen mentaler Schwächen. Karbacher hat Grand-Slam Viertelfinals gespielt, hat aber dann im entscheidenen Moment mehrfach versagt. Goellner konnte an guten Tagen mit seinen Power-Tennis mit jeden mithalten. Ich denke da nur an ein ganz enges Match in Queens gegen Sampras oder das Achtelfinale in Paris gegen Muster, hatte aber taktische Schwächen konnte schlecht umschalten und hat mit sturen Balldreschen und dann vermehrten Fehlern oft Spiele völlig wieder aus der Hand gegeben.
Bei Leconte, aber auch Haas und Kiefer in früheren Jahren, Stich, Safin, Mecir etc. war reine Faulheit und oft Lustlosigkeit, oder zu frühes resignieren bei Spielen wo es nicht so gut läuft oft der Grund für viele Niederlagen und zu frühes Ausscheiden.
Djokovic hat in Halle für ein positives Beispiel gesorgt, wo er durch lustlos wirkende Aktionen und 3 Matchbällen gegen sich, nach Pfiffen der Zuschauer mit wiederaufkommenden Kampfgeist und einer "euch zeig ich`s" Mentalität das Spiel noch drehte, da haben sich gerade Stich, Safin oder Haas oft aufgeben und sind in Selbstmitleid zerflossen. Haas hat das im Herbst seiner Karriere erkannt und geändert!!!