Dass sich Vergleiche erübrigen, würde ich nicht sagen. Die ziehe ich selber ganz gerne. Es finden sich auch immer wieder Parallelen zwischen Spielern unterschiedlicher NBA-Epochen, nur finde ich es müßig, ihre Leistungen/Stats ungefiltert imselben Zusammenhang zu betrachten. Das unterschiedliche Niveau in der Liga, das der Gegen- und Mitspieler und, wie du ja selber schon sagstest, andere Regelauslegungen, verfälschen so ein Ergebnis bloß.
Was sich sagen lässt: Gute Spieler scheinen ihrer Zeit immer etwas voraus zu sein. Wenn man mal auf die späten 80er/frühen 90er zurückblickt, war MJ mit seiner Athletik, der Koordianation und dem Wurfgefühl eine Klasse für sich. Ob er heute, bei der Flut an athletischen und zunehmend körperlich starken Guards (für die er den Weg geebnet hat) noch der alles überragende Spieler wäre, darf zumindest mal bezweifelt werden. Genauso ist davon auszugehen, dass es für Chamberlain und Russell in Zeiten von Olajuwon, Ewing und Robinson ungleich schwerer gewesen wäre, ihre Fabelstats aufzulegen. Heutzutage hat Howard vielen Big Men körperlich noch etwas voraus und setzt damit Maßstäbe für die nächste Generation, in der er vielleicht schon keine Ausnahmerscheinung mehr wäre.