Tour de France 2026


Angliru

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Ja, ich denke auch, dass Lipowitz einfach einen Ticken schwächer ist als letztes Jahr…der hat bislang mehr von Evenepoel profitiert als umgekehrt. War doch offensichtlich, dass er am Anschlag gefahren ist.
Wobei ich glaube, dass er sich in Le Lioran schon zurückgehalten hat, da sah er stärker aus und hatte auch Tempo forciert. Heute am Ende evtl. etwas zu steil für ihn und seine Fahrweise. Morgen wird der Schlussanstieg unten rein sehr steil (erste 3km mit >10%, dann gibts zwischen km 4 und 5 den steilsten Abschnitt (12%), bevor es zum Ende etwas einfacher wird (8-9%).

Dass er nur mit 12sek (+ Boni für Seixas) hier raus geht - da kann er froh sein.

GC aber super spannend:
Von 2 (Vingegaard) bis 7 (Del Toro) 1:20min Rückstand. Skjelmose etwas rausgefallen.
 

carlch

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Wenn ich mir z.B. jemand wie Hirschi angucke, der bis 2024 einer der besten Fahrer des Pelotons war und jetzt 1,5 Jahre nur noch guter Durchschnitt ist - da kommt man schon auf den Gedanken, ja.
Grundsätzlich bin ich bei UAE auch skeptisch. Hirschi finde ich allerdings nicht das beste Beispiel. Der war 2020 bei Sunweb super stark (Tour Etappe+Fleche Wallone gewonnen, 3. WM, 2. L-B-L) und dann die ersten beiden Jahre bei UAE eigentlich eher schwächer. Danach kamen natürlich zwei brutale Saisons. Da finde ich zum Beispiel einen Politt der plötzlich reihenweise Bergfahrer aus dem Peloton fährt deutlich bedenklicher
 

Tupelo

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Okay, Lipowitz hat im Interview bestätigt dass die Beine nicht gut genug waren - also keine Stallorder.
Das Problem war halt, dass man die Vorgänge in der Gruppe nicht gesehen hat und mir Ayuso und del Toro vorher schwächer schienen.
 

Angliru

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Grad nochmal angeguckt - als Seixas das Tempo erhöht hat, war Lipowitz vor Ayuso und damit zum Zeitpunkt der Verschärfung hinter Seixas. Der lässt den nicht einfach fahren. Und da war IDT noch dahinter. Der hat die letzten 500-600 Meter nochmal komplett aufgedreht.

Oben am Berg 49sek Rückstand auf Pogi, 19sek auf IDT und 25sek auf Vingegaard/Seixas. Da hat man noch einiges gerettet.
 

thedoctor46

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Grad nochmal angeguckt - als Seixas das Tempo erhöht hat, war Lipowitz vor Ayuso und damit zum Zeitpunkt der Verschärfung hinter Seixas. Der lässt den nicht einfach fahren.
Auf jeden Fall. Wie gesagt, Seixas und Vingegaard waren stärker heute, die hat er nicht einfach fahren lassen. Aber das er nicht komplett frei fahren darf hat man ja auch heute wieder gesehen.

Und ich glaub schon, dass grade Lipowitz mit seiner Fahrweise dadurch beeinträchtigt wird. Selbst wenn er Seixas-Level gehabt hätte heute, ein Loch geht ja aufgrund der fehlenden Explosivität immer auf, was er dann erstmal mit seinem Fahrstil zufahren muss. Dafür muss er natürlich auch ein Stück von vorne fahren. Und wenn er nicht frei fahren darf, weil er dann z.B. Ayuso dadurch mitziehen würde, dann ist das schlecht für ihn. Und ich kann mir vorstellen, dass als er das Loch nicht sofort zubekommen hat und dann auch noch del Toro vorbeigesprungen ist, Ayuso die Arbeit machen musste.

Im Endeffekt hat das heute nichts gekostet, das stimmt. Da kam er zusammen mit Remco nochmal gut ran.
 

Marti

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Seixas scheint eher stärker zu werden mit dem Verlauf der Tour als schwächer. Vielleicht sind die Folgen des Dauphine Sturzes so langsam dann komplett draußen.

Remco wie so oft dann einfach auch stark in Sachen Schadensbegrenzung durch seine grundsätzliche Kapazität.
 

Stiebonaut

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Lipo hat man irgendwann gesehen das er nicht mehr so frisch war, da saß er sehr verkrampft auf dem Rad.

Remco ist, auch wenn körperlich und auch sonst bis auf GrandTours ganz anderer Fahreryp, der Abraham Olano der Neuzeit. Am Berg oft nicht der stärkste, aber fährt seinen Stiefel runter und im Zeitfahren wird die Platzierung zementiert. Ging bei Olano auch nicht immer gut.

Man muss sagen und anerkennen Remco ist binnen eines Jahres enorm resilient innerhalb des Rennens geworden.
 

Buster D

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Mein Fazit: Die beste Doppelspitze bei dieser Tour hat leider auch UAE. Die Etappe hat zudem einen weiteren Hinweis geliefert, dass die Doppelspitze bei Bora einfach nicht zusammen passt. Wenn es steil und Lipowitz in seinem Terrain ist und mal attackieren kann, läuft er stets Gefahr, seinen Co-Kapitän in Schwierigkeiten zu bringen, dem die ganz steilen Abschnitte eher weniger liegen. Wenn die zukünftig beide weiter mit Ambitionen bei der Tour fahren wollen, wovon ich ausgehe, sollte einer im nächsten Jahr das Team wechseln. So macht das in meinen Augen keinen Sinn und man bremst sich schlimmstenfalls gegenseitig aus. Für Bora wird es jedenfalls jetzt immer schwerer, aufs Podium zu kommen. Remco wird in den Alpen bei den Bergankünften ordentlich was draufgepackt bekommen und Lipo hat offenbar auch nicht ganz die Vorjahresform.

Hingegen ist die Konkurrenz offenbar gut dabei. Seixas heute ganz stark, auch del Toro taktisch sowie in Sachen Form gut dabei und Ayuso rollt auch weiter mit. Zumal Vingegaards zweiter Platz nicht unangreifbar scheint, auch wenn ich in den Alpen erwarte, dass er hinter Pogacar der zweitstärkste Fahrer am Berg bleiben wird. Er verliert ja seine Zeit eher bei den Zielsprints und nicht am Berg und ist damit quasi das Gegenstück zu Remco.
 
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Buster D

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Zumindest meint er, dass es morgen wohl schwerer zu kontrollieren sein wird :LOL:
Vermutlich meinte er sich;) Alles andere als ein Alleingang am Schlussanstieg wäre fast schon eine Überraschung. Von seiner Form hängt vielleicht bestenfalls ab, ob er Sekunden oder Minuten Vorsprung vor dem Rest hat. Der Typ ist schlimmer als Armstrong zu seinen „besten Zeiten“. Wenn auch zugegebenermaßen sympathischer, gerade wenn er nicht auf dem Rad sitzt und Rennen fährt. Wenn man sich den mal wegdenkt, hätten wir eine spannende Tour.
 

theGegen

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Randbelgien
Spannend ist sowieso nur noch die Frage um die Plätze 2-10. Solange Pogacar und UAE so dominieren. :rolleyes:
Wenn man Pogacar rausrechnet, gibt es ganz viele Kandidaten für Podium und Top Ten.

Der Tapferste ist Jonas. (y) Er riskiert lieber seinen 2. Platz, als den Gesamtsieg komplett aufzugeben.

Ich hatte zunächst ebenfalls den Verdacht, dass man Lipo für die Remco zurückbeordert hatte. Bis Lipowitz im Interview selbst bestätigte, dass er plötzlich komplett satt war. Von daher gut, dass Remco nicht weit zurück war und sie zusammen nicht viel Zeit verloren haben.
Da würde mich jedoch noch interessieren, ob Lipo die Erlaubnis vom Team und Remco (bin noch superfit) hatte, selbst in die Attacke zu gehen am Col du Haag.

Es gab viele falsche Verdächtigungen. Del Toro am Limit und sogar Pogacar leidend. Ayuso und Evenepoel lost. Vor dem Schlussanstieg dachte ich, dass Seixas heute Zeit verliert, weil er sehr lange mit seinem Team am Ende des Feldes herumzockelte. Aber dann bliesen Decathlon und Seixas sogar selbst zum Angriff, statt UAE ihr übliches Ding machen zu lassen und weil Del Toro und Ayuso wankten.

Mein Wunschsieger heute wäre Richie Carapaz gewesen.
 

Buster D

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Ja, das war in der entscheidenden Phase leider sehr unübersichtlich. Wenn die Tour schon auf solchen besseren Waldwegen unterwegs ist, sollte die Organisation zumindest die Übertragung sicherstellen. Kann man ja mit Drohnen etc. auch mal unabhängig vom Hubschrauber machen. Als das Rennen am spannendsten war, hat man jedenfalls leider am wenigsten mitbekommen. Aber ich glaube auch nicht, dass es eine Order gab. Das wäre an dieser Stelle und in dieser Rennsituation ja auch Wahnsinn gewesen und käme einer Degradierung von Lipowitz gleich. Es bestätigt sich halt leider immer mehr der Verdacht, dass er nicht die Vorjahresform hat. Morgen sollte er wohl besser etwas defensiver fahren und wenn Super-Pogi ernst macht, sich falls möglich an den Hinterrädern von Vingegaard und Seixas orientieren.
 

Boomer

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Wenn ich mir z.B. jemand wie Hirschi angucke, der bis 2024 einer der besten Fahrer des Pelotons war und jetzt 1,5 Jahre nur noch guter Durchschnitt ist - da kommt man schon auf den Gedanken, ja.
Und Buchmann und Kämna erst. Beide im Gesamtklassement bei einer Grand Tour unter den ersten 10 und dann plötzlich total eingebrochen. Und alles ehemalige UAE-Fahrer.
Und Roglic erst. Fährt bei Jumbo, äh UAE natürlich, um den Tour-Sieg mit, wechselt zur Red Bull und kann bei der Tour de France nichts mehr reißen.

Hirschi ist mehrmals seit seines Weggangs von UAE mehrmals schwer gestürzt. Im April erst das Schlüsselbein gebrochen. Kann vielleicht auch damit zusammenhängen, dass er dieser Jahr nicht ganz so gut ist.

Letztes Jahr war er noch so gut wie bei UAE.

usw
Trotz mehrerer schwerer Erkrankungen, die ihn sowohl bei der Rennvorbereitung als auch bei Rennen, wie z.B. bei der Tour de Suisse, wo er zum letzten Zeitfahren nicht mehr antrat:

Dabei war Hirschi eigentlich vielversprechend ins neue Jahr gestartet. Nach einem starken Saisonfinish 2024 und dem Wechsel von UAE Team Emirates zu Tudor gewann der Berner gleich sein erstes Rennen im neuen Trikot. Doch eine Erkrankung warf ihn zurück. Im März musste er wichtige Trainingsblöcke auslassen.



Marc Hirschi‘s move to Tudor came with questions about whether he could assume leadership and advance towards winning races longer than 200km. He started well, winning his first race with the team… but it was the 184km Classica Valenciana. Illness in Tirreno-Adriatico spoiled his spring.


«Partiamo da Marc Hirschi – ci dice Tosatto una volta intercettato al telefono – per lui è stato un anno di grandi cambiamenti. Arrivava dal UAE Team Emirates dove era un corridore di riferimento, ma sicuramente non era leader unico. In Tudor si è trovato a ricoprire questo ruolo e magari si è sentito un po’ sotto pressione. Noi non gliene abbiamo mai messa, però è un segnale importante: vuole essere leader. Hirschi ha fatto registrare grandi valori, che non sempre sono andati di pari passo con i risultati come nel 2024. Quando in gara sei l’uomo di riferimento di una squadra gli avversari non ti lasciano così tanto spazio».

Matteo Tosatto lo sa che se si guarda alla casella delle vittorie il bilancio della stagione per Hirschi può essere considerato fin troppo negativamente. Per questo nel parlare sottolinea i diversi piazzamenti portati a casa dal corridore svizzero.

«Una prima stagione del genere può essere considerata discreta – continua il diesse – perché Hirschi è giovane e sappiamo quanto vale. E’ uno a cui piace correre e a volte forse sarebbe stato meglio fermarsi un attimo, come dopo San Sebastian. Arrivava da un Tour de France tosto, nel quale si è anche ammalato. A proposito, la Grande Boucle ha rappresentato il suo ritorno in un Grande Giro dopo due anni, anche questo va considerato. Aveva in programma il Giro d’Italia ma le due cadute di inizio stagione lo hanno rallentato e abbiamo preferito preservarlo. Con due o tre vittorie in più sarebbe stata una stagione ottima. Diciamo che nel 2025 sono state prese le misure, ora sappiamo come muoverci».

Daneben spricht Tosatto an, dass Hirschi erster Jahr bei Tudor ordentlich war. Nur dass der Druck groß war und dass ihn das gebremst hat.







Und nochmal: Was ist z.B. mit Ayuso?
 

PG32

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Also zu glaube dass lipowitz heute vom Team zurückgehalten wurde um Remco nicht zu attackieren ist schon sehr deutsche Brille. Wobei lipo ja schon letztes Jahr erleben musste dass eine Attacke im UAE-Zeitalter einfach nur Selbstmord ist. Das ist in den Rennen aus meiner Sicht so schade, alle warten nur auf die pogi Attacke und reagieren dann (oder halt nicht) und kein anderer Spitzenfahrer traut sich was weil er eh keine Chance hat.
Am Ende hat Remco lipo noch den arsch gerettet sonst hätte der deutlich mehr verloren auf den letzten 6km
 

Marti

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Ehrlich gesagt sehe ich abseits der Leitungen auch keine so richtige Grundlage dafür UAE da jetzt groß mehr zu unterstellen als den anderen Top Teams wie Visma oder Red Bull...
Klar die Dominanz als Team kann skeptisch machen, allerdings würde ich schon auch behaupten das Visma wenn alle Top Fit sind nicht weniger dominant auftreten kann, allerdings mit dem Unterschied das Vingegaard eben auch in seinen Tour Sieg Jahren, nie diese "Kannibalen Attitüde" eines Pogacar hatte (klar er ist auch nicht so vielseitig). Dazu sind Leute wie Armirail und Jorgenson nicht fit und Sepp Kuss ist auch nicht mehr Vuelta Sepp, kein WvA etc...

Bei Sky früher und der Skybot Dominanz scheint mir manches da im Vergleich einiges fragwürdiger (Gleich 2 Bahnspezialisten, die eigentlich keinen Berg hoch kamen in Toursieger verwandelt) und einzelne Fahrer im Team die ebenfalls Ausreißer Gruppen im Alleingang kontrollieren konnten über ne ganze Etappe ähnlich UAE...

Naja und mit Sportdirektoren und teilweise Kontakten zu Ärzten aus dunkleren Zeiten des Radsports sind ja eben doch auch andere durchsetzt.

Und ja als Sponsor kann man UAE politisch natürlich ablehnen ähnlich wie Bahrain bei Bahrain Merida und vielleicht auch Astana. Oder ökologisch Fracking/ Öl/ Tanken/ Container Schiff Konzerne wie Ineos, Total Energy, Uno X, CMA CGM oder ein Red Bull dessen Gründer ja sagen wir politisch auch eher schwieriger unterwegs war und als Konzern eben für den Tod des ein oder anderen Sportlers ne nicht ganz von der Hand zu weisende Mitverantwortung trägt, aber das ist ja nochmal nen anderes Thema warum man Teams kacke finden kann... Mal sehen, angeblich wollen ja auch chinesische Sponsoren in Zukunft etwas größer im Radsport tätig werden.
 
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