Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp reagierte verärgert auf Rangnicks indirekte Drohung. "Ich lasse mich nicht erpressen. Es ist der falsche Zeitpunkt, wenn der Trainer nach solch einer Vorstellung sein Bleiben in Frage stellt", sagte der 69-Jährige, der Rangnick keinen Blankoscheck zur personellen Aufrüstung ausstellen will: "Der Etat muss in erster Linie wirtschaftlich ausgewogen und sinnvoll sein. Wir haben uns diesbezüglich aber noch nicht final unterhalten."Er lasse sich "durch den Ehrgeiz von anderen nicht zu halsbrecherischen Aktionen verleiten", sagte Gesellschafter Hopp der "Rhein-Neckar-Zeitung" und übte erstmals Kritik an der Personalpolitik seiner leitenden Angestellten: "Wäre Wellington nicht verpflichtet worden, stünden fünf Millionen Euro mehr zur Verfügung." Der brasilianische Stürmer gilt als Fehleinkauf und hat die Verletztenmisere in Hoffenheims Angriff ebenso wenig auffangen können wie der von Werder Bremen ausgeliehene Boubacar Sanogo.
"Wir sind die schlechteste Rückrundenmannschaft. Wenn es so weitergeht, steigen wir nächste Saison ab. Da können wir doch nicht von einem internationalen Wettbewerb reden", warnte der 69-jährige Hopp.