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Umgang mit Wildtieren


Marti

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Ich wollte diesen diesen Thread eröffnen um über den Umgang von Menschen mit potentiell für sie gefährlichen Wildtieren in sich überschneidenden Lebensräumen zu diskutieren.
In Japan häufen sich seit Jahren die Zwischenfälle zwischen Bären und Menschen. Es kam in den letzten Monaten und Jahren zu vermehrten Todesfällen im Zusammenhang zwischen Angriffen von Schwarz und Braunbären in Siedlungsnahen Gebieten im Land.



Auch in Deutschland und der EU gibt es ja immer wieder und vermehrt die Diskussion, wie mit der größeren Zahl von Wölfen in anderen Ländern auch Bären umzugehen ist.
Meine Position ist da ziemlich klar, präventive Abschüsse und gelockerte Schutzbestimmungen dürfen nicht die Lösung sein. Es ist ein natürlich gegebenes Risiko mit dem wir leben müssen und dem man mit anderen Mitteln begegnen muss. Keine weitere Zerstückelung von Lebensräumen und das wiederherstellen dieser wenn möglich, sowie das finanzielle Entschädigen von Landwirten welche Verlust an ihren Herden erleiden, können meiner Meinung nach die einzige Lösung sein. Wie seht ihr das?
 
Zuletzt bearbeitet:
Zur Reaktion bei einer Begegnung mit Bären in freier Wildbahn hab ich mal folgenden Spruch von einem Kanadier mitgegeben bekommen, der sich wohl bewahrheiten dürfte :saint:

"if it's brown - lay down, if it's black - fight back, if it's white - goodnight"​

 
Zur Reaktion bei einer Begegnung mit Bären in freier Wildbahn hab ich mal folgenden Spruch von einem Kanadier mitgegeben bekommen, der sich wohl bewahrheiten dürfte :saint:

"if it's brown - lay down, if it's black - fight back, if it's white - goodnight"​

Und beim Panda?
 
Problembär hatten wir ja auch schon:).

Interessant wird die nächsten Jahre sicher das thema Wolf, es fordern ja immer mehr leute die wolfbestände zu hegen um Schaden an Nutzvieh zu begrenzen.
 
Ich wollte diesen diesen Thread eröffnen um über den Umgang von Menschen mit potentiell für sie gefährlichen Wildtieren in sich überschneidenden Lebensräumen zu diskutieren.
In Japan häufen sich seit Jahren die Zwischenfälle zwischen Bären und Menschen. Es kam in den letzten Monaten und Jahren zu vermehrten Todesfällen im Zusammenhang zwischen Angriffen von Schwarz und Braunbären in Siedlungsnahen Gebieten im Land.



Auch in Deutschland und der EU gibt es ja immer wieder und vermehrt die Diskussion, wie mit der größeren Zahl von Wölfen in anderen Ländern auch Bären umzugehen ist.
Meine Position ist da ziemlich klar, präventive Abschüsse und gelockerte Schutzbestimmungen dürfen nicht die Lösung sein. Es ist ein natürlich gegebenes Risiko mit dem wir leben müssen und dem man mit anderen Mitteln begegnen muss. Keine weitere Zerstückelung von Lebensräumen und das wiederherstellen dieser wenn möglich, sowie das finanzielle Entschädigen von Landwirten welche Verlust an ihren Herden erleiden, können meiner Meinung nach die einzige Lösung sein. Wie seht ihr das?

Ich sehe das anders, wenn menschliche Siedlungsräume bedroht werden und es keine andere Möglichkeit gibt (z.B. weil eine bestimmte Ursache vorhanden ist die sich abstellen lässt) bleibt ja gar nichts anderes übrig als den Bestand zu regulieren. Dass man mit diesem Risiko nicht leben muss sieht man z.B. schon daran, dass es in Deutschland lange keine Wölfe gab und es im Normalfall auch keine Bären gibt. Man sollte auch nicht mit dem Risiko leben müssen von einem Tier getötet zu werden wenn man sich nicht aus eigener Verantwortung in die Wildnis begibt.
 
Dass man mit diesem Risiko nicht leben muss sieht man z.B. schon daran, dass es in Deutschland lange keine Wölfe gab und es im Normalfall auch keine Bären gibt.
Was die alleinige Schuld des Menschen war.
Genau wie das Eindringen von Wildtieren in urbane Räume die Schuld des Menschen ist, da man Wolf und Bär die Grundlagen für ein Leben in der Natur entzieht und sie sich vom Müll der Menschen in den Städten ernähren müssen.

Es ist halt meiner Meinung nach menschliche Hybris zu denken man hätte das Recht groß zu reglementieren zu dürfen.
Aber ich bin da auch sehr radikal und unterscheide nicht groß zwischen Mensch und Tier in der Bedeutung die sie haben...
 
Was die alleinige Schuld des Menschen war.

Genau. Was z.T. schlicht den Grund hatte dass eine Koexistenz so eben nicht möglich war.

Genau wie das Eindringen von Wildtieren in urbane Räume die Schuld des Menschen ist, da man Wolf und Bär die Grundlagen für ein Leben in der Natur entzieht und sie sich vom Müll der Menschen in den Städten ernähren müssen.

Das mag sein, ändert aber nichts daran dass man die dort lebenden Menschen dann eben schützen muss.

Es ist halt meiner Meinung nach menschliche Hybris zu denken man hätte das Recht groß zu reglementieren zu dürfen.
Aber ich bin da auch sehr radikal und unterscheide nicht groß zwischen Mensch und Tier in der Bedeutung die sie haben...

Das ist tatsächlich sehr radikal und (hatten wir hier an anderer Stelle schonmal) nicht mit unserer Gesellschaftsordnung zu vereinbaren. Ich empfinde das auch nicht als Hybris, Tiere verfahren genauso wenn sie die Möglichkeit haben.
 
Genau. Was z.T. schlicht den Grund hatte dass eine Koexistenz so eben nicht möglich war.
Das bezweifle ich doch, natürlich hätte es Alternativen zur Ausrottung von Arten gegeben überall auf der Welt.
Dessen ist man sich doch heute auch bewusst. Ich gebe ja zu das die Denke damals eine andere war.

Tiere verfahren genauso wenn sie die Möglichkeit haben.
Ja gut, angeblich sollen wir ja Kraft unseres Verstandes zu mehr in der Lage sein als Instinkten zu folgen, sondern eben gerade uns zurück zu nehmen.
Meiner Meinung war das schon Hybris zu sagen, wir sind the king of the ring und entscheiden wer leben darf und wer nicht...
Man kann es ja auch auf die Ausrottung von Tierarten für Platz zur Ressourcengewinnung erweitern.
 
Es ist ein natürlich gegebenes Risiko mit dem wir leben müssen und dem man mit anderen Mitteln begegnen muss.


Ist es eben nicht und das sage ich als Tierfreund. Es ist aktuell einfach kaum vorstellbar, dass Tiere wie Wölfe oder gar Bären abseits der Nationalparks zurückkehren. Spätestens wenn ein Kind gerissen würde, wäre die Akzeptanz dermaßen schlecht. Im Übrigen öffnet das auch Tore für illegale Bejagung, Fallen, in denen die Tiere qualvoll verenden. Nein danke.
 
Was ist mit den SegelYachten jagenden Orcas bei Gibraltar.
Harpunieren weil ne Gefahr für Menschen? Ist nur noch ne Frage der Zeit bis auch da ein Mensch zu schaden kommt.
Ist das Wildnis oder zivile Infrastruktur weil quasi ne Wasserstrasse?
 
Zuletzt bearbeitet:
Das bezweifle ich doch, natürlich hätte es Alternativen zur Ausrottung von Arten gegeben überall auf der Welt.
Dessen ist man sich doch heute auch bewusst. Ich gebe ja zu das die Denke damals eine andere war.

Auf jeden Fall hat man Tiere völlig unnötig fast oder komplett ausgerottet, oft sogar einfach aus Gier, wir müssen nicht darüber diskutieren dass das einfach nur falsch, verwerflich und auch dumm war bzw ist. Und natürlich war auch bei dem Schutz der Bevölkerung oder ihrer Lebensgrundlage dienenden Handlungen viel Rücksichtslosigkeit dabei die man heute zumindest hier so nicht mehr zeigt (und auch nicht zeigen sollte). Trotzdem könnte man z.B. in weiten Teilen Deutschlands nicht einfach mit Braunbären in großer Zahl leben. Das würde absehbar ins Auge gehen.

Ja gut, angeblich sollen wir ja Kraft unseres Verstandes zu mehr in der Lage sein als Instinkten zu folgen, sondern eben gerade uns zurück zu nehmen.

Machen wir ja, u.a. führen wir deshalb diese Diskussion.

Meiner Meinung war das schon Hybris zu sagen, wir sind the king of the ring und entscheiden wer leben darf und wer nicht...
Man kann es ja auch auf die Ausrottung von Tierarten für Platz zur Ressourcengewinnung erweitern.

Insgesamt gesehen gebe ich dir Recht, nur sehe ich es nicht als vermessen oder falsch an Menschen einen höheren Wert zuzumessen als Tieren und Menschen vor Gefahren durch Tiere zu beschützen, im Gegenteil.
 
Ich bin auch kein extremer Humanist der Menschenleben für heilig hält, aber es ist einfach nicht realistisch das der Mensch sich hier stark zurücknimmt, einfach weil der Mensch es kann. der Mensch ist einfach ein imperiales Wesen das sich die Natur seit Jahrhunderten untertan macht.

Bezüglich Wolf ist die Gefahr für den Menschen selber ja recht gering, es gibt nur extrem wenige Dokumentierte Wolfsangriffe auf Menschen, aber selbst "nur" die Angriffe auf nutzvieh wird der Mensch nicht akzeptieren wenn keine Lösung gefunden wird.
 
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Ist es eben nicht und das sage ich als Tierfreund. Es ist aktuell einfach kaum vorstellbar, dass Tiere wie Wölfe oder gar Bären abseits der Nationalparks zurückkehren. Spätestens wenn ein Kind gerissen würde, wäre die Akzeptanz dermaßen schlecht. Im Übrigen öffnet das auch Tore für illegale Bejagung, Fallen, in denen die Tiere qualvoll verenden. Nein danke.
Zumindest für den Wolf ist das doch bereits wiederlegt. Es gibt mehrere Rudel ausserhalb von Nationalparks. Wir haben hier in der Laußnitzer Heide(einfacher Wirtschaftwald) 2 bestätigte Rudel und keine Probleme damit. Die Tierhalter nutzen jetzt andere Zäune, aber Kontakt mit Menschen gibt es kaum. Mit viel Glück kann man beim Spazieren im Wald mal einen von weitem sehen(lustigerweise sind die meisten Sichtungen von denen ich gehört habe in der Nähe des Dekmal des letzen Wolfes:)).
 
Zumindest für den Wolf ist das doch bereits wiederlegt. Es gibt mehrere Rudel ausserhalb von Nationalparks. Wir haben hier in der Laußnitzer Heide(einfacher Wirtschaftwald) 2 bestätigte Rudel und keine Probleme damit. Die Tierhalter nutzen jetzt andere Zäune, aber Kontakt mit Menschen gibt es kaum. Mit viel Glück kann man beim Spazieren im Wald mal einen von weitem sehen(lustigerweise sind die meisten Sichtungen von denen ich gehört habe in der Nähe des Dekmal des letzen Wolfes:)).

Zwischenfälle mit Menschen sind in mitteleuropa in der Tat fast nicht vorhanden, aber Fälle mit nutz und auch Haustieren gibt es schon öfter mal.

Gibt da natürlich Möglichkeiten (schutzzäune), aber wenn die wirklich Wolfssicher sein sollen (höhe, in den Boden eingegraben) sind die schon teuer. Da muss halt der Steuerzahler bzw die von ihm gewählten Politiker wissen ob er das zahlen will.
 
Wobei mittlerweile viele risse die dem Wolf zugeschrieben wurden, wohl eher auf das Konto vom Goldschakal gehen.
 
Zumindest für den Wolf ist das doch bereits wiederlegt. Es gibt mehrere Rudel ausserhalb von Nationalparks. Wir haben hier in der Laußnitzer Heide(einfacher Wirtschaftwald) 2 bestätigte Rudel und keine Probleme damit. Die Tierhalter nutzen jetzt andere Zäune, aber Kontakt mit Menschen gibt es kaum. Mit viel Glück kann man beim Spazieren im Wald mal einen von weitem sehen(lustigerweise sind die meisten Sichtungen von denen ich gehört habe in der Nähe des Dekmal des letzen Wolfes:)).

Bei mir im Nachbarort (Niedersachsen) ist ein Wolf durch die City marschiert.

Auch ganz in der Nähe wurde ein Rudel von 16 Tieren auch in unmittelbarer Nähe zur Zivilisation aufgezeichnet.

Wenn man kleine Kinder hat, macht man sich schon Gedanken.

Ich bin gegen die Entnahme. Aktuell.

Aber dass Wolf und Mensch aufeinander treffen wird häufiger passieren.
 
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