Würzburg Baskets Saison 25/26


Suk

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Hat jemand was davon gehört, dass Zac angeblich freigestellt worden sei? Wurde gestern Abend beiläufig erzählt...
 

xraysforever

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Das war vor etwa 9 Monaten eine Aussage von Kreso Loncar zu Zac:

"Wir haben ihm mit Unterstützung von Sponsoren das höchste Angebot in der Geschichte der Baskets gemacht, aber es war trotzdem nicht möglich, ihn zu halten", erklärte Sportdirektor Kresimir Loncar. "Zac will auf dem höchstmöglichen Level Basketball spielen."

Alleine schon wegen dieser Aussage wird bei Zac für uns wohl nichts mehr zu machen sein. Er ist nach Lyon um auf einen höheren Level zu spielen und wird dort sehr wahrscheinlich mehr verdienen als das damalige höchste Angebot der Baskets-Geschichte.

Lyon ist in der Euro League abgeschlagen auf dem 20. und somit letzten Rang. Das hat man sich dort sicherlich anders vorgestellt. Inzwischen hat Lyon bekannt gegeben sich nach dieser Spielzeit aus der Euro League zu verabschieden. Man will stattdessen Champions League spielen. Der Spieleretat in Lyon ist ca. doppelt so hoch wie unser Spieleretat.

Zac hat in der Euro League bisher 29 Spiele bestritten. Mit 22 Minuten Spielzeit gehört er zu den 5 Spielern von Lyon mit der höchsten Spielzeit. Im Schnitt 7.9 Punkte bei einer (für ihn enttäuschenden) 3er Quote von 32%. In der französischen Liga steht Lyon auf Rang 6 und wird die Play Offs sehr wahrscheinlich wieder erreichen. Auch dort hat Zac 20 von 21 Spiele bestritten, bei 7,50 Punkten und einer 3er Quote von 35%. Auch bei den Rebounds hat er bei weitem nicht die Werte aus seiner Würzburger Zeit.

Ich habe nirgendwo davon gelesen, dass Lyon sich von Zac trennen möchte. Könnte mir aber vorstellen, dass man sich von ihm etwas mehr versprochen hat. Er kam mit dem Ruf als exzellenter "Scharfschütze und Rebound-Maschine".

Keine Ahnung ob er im Fokus von europäischen EL-Clubs ist. Wenn, dann vielleicht aber nur als Rollenspieler. Seinen hohen Marktwert hat er sich bei uns in Würzburg erarbeitet, dieser dürfte in der bisherigen Spielzeit in Lyon wohl nicht gestiegen sein.
 
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xraysforever

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@tez
Falls Lyon seinen Vertrag nicht verlängert und er keine Angebote auf EL-Niveau erhält, dann könnten wir vielleicht wieder in der Lotterie um Zac Seljaas sein. Wenn er einen Standort in allerbester Erinnerung haben muss, dann ist es Würzburg.
Aber vor einem Jahr dachten wir auch, dass für ihn Standort-Konstanz wegen seiner Familie ein richtig gutes Argument für die Baskets ist (Er uns seine Frau hatten ja immer das hohe Wohlfühl-Level in Würzburg genannt). War dann halt doch nicht so ein wichtiges Kriterium.

Es gibt halt nur sehr selten solche Stories wie von Ricky Paulding in Oldenburg oder Quantez Robertson in Frankfurt, die fast ihre gesamte Karriere bei einem Verein geblieben sind (oder Dirk in Dallas).
 

tez

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Da muss ich dir ein bischen widersprechen, für mich war spätestens nach diesem Interview wo er so rumgeeiert hat klar dass er geht.
Dafür wurde ich hier ja auch schier angefeindet als ich das schrieb und mir unterstellt ich wollte ihn wegschreiben.
In der Beziehung ist er wie (fast) alle anderen Profis auch, das Geld ist das Hauptkriterium, warum wechseln sonst Spieler heute noch nach Russland???
Aber auch ich würde ihn liebend gerne wieder hier unter unserem Coach spielen sehen!
 

fall41

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Das war vor etwa 9 Monaten eine Aussage von Kreso Loncar zu Zac:

"Wir haben ihm mit Unterstützung von Sponsoren das höchste Angebot in der Geschichte der Baskets gemacht, aber es war trotzdem nicht möglich, ihn zu halten", erklärte Sportdirektor Kresimir Loncar. "Zac will auf dem höchstmöglichen Level Basketball spielen."

Alleine schon wegen dieser Aussage wird bei Zac für uns wohl nichts mehr zu machen sein. Er ist nach Lyon um auf einen höheren Level zu spielen und wird dort sehr wahrscheinlich mehr verdienen als das damalige höchste Angebot der Baskets-Geschichte.

Lyon ist in der Euro League abgeschlagen auf dem 20. und somit letzten Rang. Das hat man sich dort sicherlich anders vorgestellt. Inzwischen hat Lyon bekannt gegeben sich nach dieser Spielzeit aus der Euro League zu verabschieden. Man will stattdessen Champions League spielen. Der Spieleretat in Lyon ist ca. doppelt so hoch wie unser Spieleretat.

Zac hat in der Euro League bisher 29 Spiele bestritten. Mit 22 Minuten Spielzeit gehört er zu den 5 Spielern von Lyon mit der höchsten Spielzeit. Im Schnitt 7.9 Punkte bei einer (für ihn enttäuschenden) 3er Quote von 32%. In der französischen Liga steht Lyon auf Rang 6 und wird die Play Offs sehr wahrscheinlich wieder erreichen. Auch dort hat Zac 20 von 21 Spiele bestritten, bei 7,50 Punkten und einer 3er Quote von 35%. Auch bei den Rebounds hat er bei weitem nicht die Werte aus seiner Würzburger Zeit.

Ich habe nirgendwo davon gelesen, dass Lyon sich von Zac trennen möchte. Könnte mir aber vorstellen, dass man sich von ihm etwas mehr versprochen hat. Er kam mit dem Ruf als exzellenter "Scharfschütze und Rebound-Maschine".

Keine Ahnung ob er im Fokus von europäischen EL-Clubs ist. Wenn, dann vielleicht aber nur als Rollenspieler. Seinen hohen Marktwert hat er sich bei uns in Würzburg erarbeitet, dieser dürfte in der bisherigen Spielzeit in Lyon wohl nicht gestiegen sein.
Laut Euroleague liegt der Etat bei 4.5 Mio / Netto. Das ist das vierfache von uns.
 

waschkuech

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Nun ja... ich würde das so interpretieren: von unserem 2,3 Mio Spieleretat musst Du mehr als die Hälfte an Steuern und Abgaben (Berufsgenossenschaft abziehen). Also hätten wir ca. 1,2 Mio Netto. In Frankreich heißt es (da wird's jetzt zum gefährliches Halbwissen bei mir :saint:) sind die Abgaben sehr gering. Von daher ist das mit dem Vierfachen gar nicht sooo weit weg von der Wahrheit :belehr:
 

Swish41

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Vielleicht wäre es für uns alle gesünder, auf die fast immer falschen oder destruktiven Posts vom fall41 nicht weiter einzugehen...
Ich finde so ganz unrecht hat er nicht, das deckt sich auch mit einer Aussage, die Loncar mal getroffen hat. Das Steuersystem in Frankreich spielt ihm da in die Karten ;-)
 

xraysforever

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Sorry das ist einfach falsch und kann man so nicht stehen lassen. Profisportler haben in FRA ähnlich hohe Abgaben wie in GER.

Profisportler in Frankreich unterliegen einer hohen Steuerlast, insbesondere bei sehr hohen Einkommen. Hier sind die wesentlichen Punkte zur Besteuerung:
  • Spitzensteuersatz: Der höchste Grenzsteuersatz für die Einkommensteuer liegt bei 45 % (für Einkommen über 151.201 Euro).
  • Zusätzliche Abgaben (Reichensteuer): Auf extrem hohe Einkommen können weitere Steuern anfallen. Historisch gab es eine 75-Prozent-Reichensteuer, die auch Fußballclubs bei Gehältern über einer Million Euro betraf. Die allgemeine Steuerlast kann für Top-Verdiener sehr hoch sein.
  • Sozialabgaben: Neben der Einkommensteuer sind die Sozialversicherungsbeiträge in Frankreich hoch, was die Gesamtsteuerlast (Abgabenquote) auf über 46 % steigen lassen kann.
  • Ausnahmen (Monaco): Profisportler, die beim AS Monaco unter Vertrag stehen, genießen steuerliche Sonderregelungen, da in Monaco keine direkte Einkommensteuer auf das Gehalt anfällt, wobei der Verein dennoch Reichensteuer an Frankreich zahlen muss.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Profisportler in Frankreich zu den Höchstverdienern gehören und mit Einkommensteuersätzen von bis zu 45 % plus möglichen Sonderabgaben rechnen müssen.
 

dany36

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Auch wenn die KI nicht immer Recht hat, das klingt schon ziemlich schlüssig...

Gemini hat gesagt​

Ja, im französischen Profisport gibt es tatsächlich sehr spezifische und attraktive steuerliche Sonderregelungen, die weit über das hinausgehen, was man in Deutschland kennt. Diese machen Frankreich für internationale Top-Athleten (wie auch Zac Seljaas) finanziell sehr interessant.
Hier sind die drei wichtigsten Mechanismen:

1. Die „Impatriés“-Regelung (Art. 155 B CGI)​

Dies ist das mächtigste Werkzeug für ausländische Profis, die nach Frankreich wechseln. Wer in den letzten fünf Jahren nicht in Frankreich steuerpflichtig war, kann von massiven Vorteilen profitieren:
  • Steuerfreie Prämie: Ein Teil des Gehalts (die sogenannte „Impatriation-Prämie“) kann steuerfrei gestellt werden. Man kann hierbei pauschal 30 % des Gesamtgehalts steuerfrei erhalten.
  • Tätigkeit im Ausland: Wenn der Athlet für Spiele im Ausland (z. B. EuroLeague-Auswärtsspiele in Madrid oder Berlin) unterwegs ist, kann der auf diese Tage entfallende Gehaltsanteil ebenfalls steuerfrei sein.
  • Deckelung: Insgesamt können so bis zu 50 % des Einkommens von der Einkommensteuer befreit werden. Diese Regelung gilt für bis zu 8 Jahre.

2. Glättung des Einkommens (Art. 100 bis CGI)​

Da Sportlerkarrieren kurz sind und das Einkommen oft stark schwankt, erlaubt der französische Fiskus eine „Glättung“ (Système du quotient):
  • Anstatt das hohe Gehalt eines einzelnen Spitzenjahres voll zu versteuern, kann der Sportler beantragen, dass die Steuer auf Basis des Durchschnittseinkommens der letzten 3 oder 5 Jahre berechnet wird. Das verhindert, dass man durch ein einziges sehr gut bezahltes Jahr in den absoluten Höchststeuersatz rutscht.

3. Bildrechte (Droit à l'image)​

In Frankreich ist es (ähnlich wie in Spanien oder England) üblich, zwei separate Verträge zu schließen:
  • Arbeitsvertrag: Für die sportliche Leistung (normal steuer- und sozialabgabenpflichtig).
  • Bildrechte-Vertrag: Der Verein zahlt eine Gebühr für die Nutzung des Gesichts und Namens des Spielers zu Marketingzwecken. Dieser Teil unterliegt oft geringeren Sozialabgaben als das normale Gehalt, was das Nettoeinkommen des Spielers erhöht.
 

xraysforever

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OK. Von dieser Impatries-Regelung wusste ich nichts.

Ansonsten sind die Steuersätze für "Normal-Bürger" in FRA und GER sehr ähnlich.
Somit zahlen ausländische Profisportler nur ca. den halben Steuersatz. Bezogen auf den Etat von Lyon versus Würzburg bedeutet dass einen Vorteil von ca. 25% für ausländische Profis in FRA gegenüber Deutschland. Aber auch daraus wird nicht ein vierfach so hoher Spieleretat.

Letztendlich bleibt es bei der Aussage, dass Lyon einen deutlich höheren Spieleretat hat und somit locker an Zac Seljaas ein höheres Gehalt als wir zahlen kann. Darum ging es in der Kernaussage.
 
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