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Wäre ja mit dir damals auch die Eiger-Nordwand hochgekraxelt, als wir davor saßen, aber du musstest ja dann leider losGut, Steck hat vieles wie Wetter etc. auch geplant, kannte zB die Eiger Nordwand auch so gut wie auswendig und El Cap haben er und Honnold afaik sogar mal gemeinsam gemacht. Ist jetzt nicht so, als hätte Steck komplett russisch Roulette gespielt. Aber ja, gerade im Himalaya ist halt auch vieles unberechenbar. Erinnere mich an eine Doku, wo er mal gezeigt hat, wie sein Helm aussah, nachdem er von einem Steinbrocken, der sich gelöst hat, getroffen wurde. Steck hatte ne Gehirnerschütterung, der Helm war hinüber und ohne wäre Steck ziemlich sicher da schon ums Leben gekommen
Russisch Roulette spielt in der Riege keiner, weil die sonst sehr schnell von der Bildfläche verschwinden würden. Honnold kann da viel mehr kontrollieren. Falls jemand mit der Everest-Story von 1996 vertraut ist (oder den Film gesehen hat), erinnert sich vielleicht an Anatoli Bukrejew. Das war derjenige, der im schlimmsten Schneesturm bei -40 Grad auf 8000m Höhe alleine losgezogen ist und fünf Menschen das Leben gerettet hat. Eine der größten alpinen Leistungen, die es je gegeben hat. Ein Jahr später hat es ihn dann an der Annapurna erwischt, als die erste Lawine seit Monaten abging, genau als er dort war.
Und das ist eben das Restrisiko, was du dort nicht kontrollieren kannst. Du machst keinen Fehler und gehst trotzdem drauf. Honnold geht drauf, wenn er einen Fehler macht. Oder ihn ein Bussard attackiert.