Als ich heute morgen aus dem Küchenfenster schaute, sah ich etwas kleines braunes reglos in der Regentonne schwimmen.
Ich dachte erst, es wäre ein toter Spatz oder so ... weil das war schonmal vor einiger Zeit passiert.
Mit einer Kehrschaufel fischte ich das braune etwas aus dem Wasser.
Sah nicht wie ein toter Vogel aus, also dachte ich, es wäre eine Maus ... auch wenn mir nicht klar war, wie die vielleicht in die Regentonne gekommen sein mochte.
Doch dann erkannte ich, dass es sich um eine Fledermaus handelte. Und ich sah, dass diese sich noch bewegte.
Also setzte ich das nasse und erschöpfte Tierchen erstmal ab und holte Küchentücher und eine Wärmelampe.
Dann hab ich die Nummer für den Fledermausnotdienst der NABU rausgesucht ... aber die haben nur von 10-16 Uhr und von 18 bis 19:30 Uhr jemanden an der Hotline.
Ich kramte ein bisserl weiter im Netz nach regionalen Fledermausexperten und fand die Nummer desjenigen, der auch die E-Mail-Adresse des Fledermausnotdienstes im Kreis betreut.
Er sagte mir dann, dass seine Frau die Fledermaus in einer halben Stunde abholen könne. Hab noch Hinweise gegeben, dass ich das Tier in einen Karton auf der Bank vor unserem Heim setze, weil ich Sohnemann wegbringen müsse.
Naja, ich hab dann besagten Karton vorbereitet. Die Fledermaus wurde ohnehin in den letzten Minuten wieder etwas aktiver.
Und wie ich zu ihr hingehe, da hebt sie ihren Kopf, schaut mich an ... und fliegt weg, während noch ein paar Spirtzer Wasser von ihr davon fliegen.
Sie flog über die Hecke gegenüber und in Richtung Giebel eines Nachbarhauses ... und verschwand dann in einem Walnussbaum.
Schön, dass sie sich so schnell erholt hat.
Hab dann nochmal die Nummer gewählt und Bescheid gegeben, dass das Tierchen nicht mehr abgeholt werden braucht (oder kann).
Der andere Kollege saß dann wieder allein auf der Bank