Um ehrlich zu sein - als die Wiederholung des Tah-Treffers lief und ich den Torwart auf dem Hosenboden sah, und alle, inklusive Kommentator, noch feierten, dachte ich mir schon: 'Mist das Ding wird kassiert'.
Dann ging das Bild in die Totale, ich 'Bitte, pfeif an', das Zögern, Kimmich der nachfragt, der Schiedsrichter mit einer Nachricht auf den Kopfhörern, bei mir unmittelbar gefolgt von der Erkenntnis, dass es heute kein Happy End geben würde. Dass dieser Abend nicht 'Algerien 2014' sondern 'Südkorea 2018' war...
Aber zur Regelung an sich - in dem Artikel kommt das ziemlich schwammig rüber:
Die Schiedsrichter sollten jedoch eingreifen, "wenn ein Angreifer kein Interesse am Ball hat und sich absichtlich, selbst minimal, bewegt, um die Verteidigung des Gegners zu behindern", sagte Collina: "Dies gilt insbesondere dann, wenn die Taktik darauf abzielt, den gegnerischen Torwart am Verteidigen des Tores zu hindern."
Warum betrifft das nur die angreifende Mannschaft - Stürmer zustellen ist dann okay? Und gibt es denn nun eine Sonderregelung für Torhüter oder nicht? Wie ist dieses 'insbesondere' zu interpretieren? Denn wenn es für alle gilt, muss man doch die meisten Situationen bei Eckbällen oder Freistößen abpfeifen, wo ein Großteil der Aktivitäten von Spielern daraus besteht, gegnerische Laufwege zu blockieren.