Tron: Ares
Vor ein paar Monaten hatte ich den Film im Kino gesehen. Damals mit einem 50%-Rabatt und zu der letzten 3D-Vorstellung des Filmes bei uns in der Stadt. Wir wollten ihn vorher zu zweit gucken, aber wir waren halt nicht dazu gekommen.
Meine bessere HĂ€lfte wollte den Film auch irgendwann gucken, also haben wir dies per Streaming-Dienst nachgeholt.
Zwar gibt es positives zu dem Film zu sagen, aber man merkt ihm am heimischen Fernseher dann doch an, dass er - wie z.B. einst auch Avatar - viel besser in 3D auf der Kinoleinwand funktioniert.
Manche Dinge - wie z.B. Ares' Begeisterung fĂŒr Depeche Mode wirken - fĂŒr eine Sicherheits-Software - dann doch seltsam. Der computeranimierte C.L.U. aus Tron Legacy kommt ĂŒberzeugend herĂŒber.
Jeff Bridges' Auftritt im 80er-Jahre-Raster hat etwas von Overacting. Schauspielerisch eher ein Lichtblick ist da Jodie Turner-Smith als Athena.
Ich bin mir irgendwie auch unsicher ob es unglaubwĂŒrdig oder gerade sehr glaubwĂŒrdig wirkt, dass scheinbar niemand Bedenken dabei hat, kĂŒnstliche Lebensformen und GegenstĂ€nde in die reale Welt zu transferieren. Nicht mal nachdem massive KollateralschĂ€den auftreten.
Einerseits freut es mich, dass der als Produzent auftretende Jared Leto das Geld zusammen gekratzt hat, um Disney dazu zu bringen, einen neuen Tron-Streifen zu drehen. Ăberlegungen und PlĂ€ne gab es ja damals - nach Tron Legacy, der Serie Tron Uprising und dem Spiel Tron Evolution viele ... aber geworden ist halt lange nichts draus. 2015 galt das Projekt quasi als tot, etwas spĂ€ter nur als "auf Eis gelegt", als der Disney-Fokus eher darauf lag, was man nach der Ăbernahme von Marvel und Lucasfilm so rausbringen kann.
Wie dem auch sei, es kommt am Ende - trotz Post-Credit-Szene mit Sark - das GefĂŒhl auf, dass Tron: Ares das definitive Ende des Franchises besiegelt hat, anstatt diesem neues Leben einzuhauchen.
Man fragt sich dann doch etwas, was aus Sam Flynn und Quorra geworden ist. Und irgendwie fÀllt auch ein wenig auf, dass Tron selbst (sowie Bruce Boxleitner) garkeine ErwÀhnung mehr finden.
Was mich aber wirklich stört ist, dass das Bit aus dem ersten Tron-Film zwar einen Auftritt hat, aber nur "Ja" und nicht einmal "Nein" sagt.
6 von 10 Punkten
Happy Gilmore 2
Gut 30 Jahre nach dem Kultfilm Happy Gilmore - und manch eher schlechten Filmen mit Adam Sandler - wird dieser wieder ausgebuddelt und bekommt eine Fortsetzung. Hier und da gibt es RĂŒckblenden, um die Erinnerung an den alten Film aufzufrischen. Ein paar Figuren tauchen wieder auf, im Falle von Shooter McGavin auch mit dem Original-Schauspieler Christopher McDonald. Hier und da gibt es Gast-Auftritte von Golf-Persönlichkeiten sowie u.A. auch von Eminem und Travis Kelce.
Es gibt ulkige Momente (z.B. dass Happy ausversehen beim Golfen seine eigene Frau tötet), aber auch eine teils einfallslose und vorhersebare Story (Happy braucht Geld, geht wieder golfen, gewinnt am Ende, alle glĂŒcklich).
Am Ende ein netter Film, der aber an den ersten Teil bei weitem nicht heran kommt.
5 von 10 Punkten