Ich muss immer noch mit dem Kopf schütteln, wenn ich an das Cavs-Spiel denke. In den Schlusssenkunden ging so ziemlich alles schief, was schief gehen konnte. Wade hätte den Sack zu machen müssen. Seine vergebenen Freiwürfe, mit denen er den Heat 40 Sek. vor Schluss einen 3-Punkte-Vorsprung hätten verschaffen können oder sein Behind-the-back-Fehlpass, als man mit einem Punkt in Führung lag und die Uhr bis auf 3 Sek. hätte runterspielen können, haben sich gerächt. Es wäre aber unfair, zu hart mit ihm ins Gericht zu gehen. Er hatte auch gute Szenen im 4. Außerdem spielte er eine famose erste Hälfte. Die NBA heizt ja gerne das Duell James vs. Bryant an. Wer gestern zugeschaut hat, wird vielleicht noch mal drüber nachdenken, welcher Spieler individuell James am ehesten das Wasser reichen kann. Das war ein Duell auf Augenhöhe - wie's so oft auch in der Vergangenheit eines war. Beide besitzen größere Allroundfähigkeiten als Bryant. Den Unterschied in ihren Duellen machen zumeist die Mitspieler aus. Gestern hatten beide in etwa gleichwertigen Support. Leider tauchte J. O'Neal nach guter Anfangsphase ab und leider musste Spoelstra Beasley wieder als SF verheizen, als Wade zu Beginn des 2. Quarters draußen saß, so dass er in der gesamten 1. Hz. keine Bindung fand. Ich hätte mir auch gewünscht, dass Beasley in der Schlussphase bei eigenem Ballbesitz PT sieht, da uns jemand fehlte, der den Weg zum Korb finden konnte. Irgendwann hatte sich die Defense der Cavs auf das Pick-and-Pop zwischen Wade und Haslem eingestellt.