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Feuerwerk - ja oder nein?


Waren das solche Dinger? https://www.amazon.de/JRing-Himmelslaterne-Skylaternen-Weihnachten-Hochzeiten/dp/B07415LD8F (was anderes finde ich nicht, wenn ich "silvester fliegende kerzen" google.

Die habe ich vor einigen Jahren in Thailand auch steigen lassen. Damals einfach (wahrscheinlich ignorant) als total schönes Event gesehen.

Hier steht es in den Fragen und Antworten genauer. Es waren wohl diese Laternen: https://www.amazon.de/dp/B004Q5GZVI

Ja, die Dinger sind gemeint. Bei einem ähnlichen Produkt war zumindestens folgender Hinweis dabei:

Hinweis: Darf nicht in der Nähe von Flughäfen, Hochspannungsleitungen und Wäldern verwendet werden. Benutzung auf eigene Gefahr. Der Gebrauch muss von dem Nutzer in der jeweiligen Region mit dem zuständigen Behörden abgesprochen werden. Himmelslaternen benötigen eine Aufstiegserlaubnis laut Luftverkehrsordnung.

Dem Hinweis könnte man schon entnehmen, dass man die Himmelslaternen nicht ohne weiteres steigen lassen darf :rolleyes:
 
Ja, die Dinger sind gemeint. Bei einem ähnlichen Produkt war zumindestens folgender Hinweis dabei:

Hinweis: Darf nicht in der Nähe von Flughäfen, Hochspannungsleitungen und Wäldern verwendet werden. Benutzung auf eigene Gefahr. Der Gebrauch muss von dem Nutzer in der jeweiligen Region mit dem zuständigen Behörden abgesprochen werden. Himmelslaternen benötigen eine Aufstiegserlaubnis laut Luftverkehrsordnung.

Dem Hinweis könnte man schon entnehmen, dass man die Himmelslaternen nicht ohne weiteres steigen lassen darf :rolleyes:
Dann wären wir schon bei grob fahrlässig..
 
@Blayde Was heißt ignorant? Es ist sicher ein schönes Event die Laternen fliegen zu sehen. In Südostasien scheint es sich ja auch um eine Tradition zu handeln. Und klar, wenn man ganz genau nachdenkt kann man die Brandgefahr, die von den Laternen ausgeht durchaus erkennen. Man kann aber davon ausgehen, dass sich in der Realität fast niemand diese Gedanken macht. Die Teile wirken ja auch an sich völlig harmlos.

@Steigerwald Naja, es handelt sich ja nicht um Feuerwerksartikel im klassischen Sinne. Du hast natürlich nicht unrecht, man wird die Gefahr, die den Dingern innewohnt sicher erkennen können. Dass sich die Mehrzahl der Menschen, die entsprechende Laternen sehen oder in die Finger bekommen diese Gedanken machen halte ich aber wie gesagt für unrealistisch. Bzgl. rechtlicher Konsequenzen sollte man daher abwarten, insbesondere bis der Sachverhalt wirklich klar ist.

@Sarah Wenn ein solcher Hinweis enthalten war natürlich, nach den Berichten die ich heute gelesen habe soll dies aber gerade nicht der Fall gewesen sein.
 
Halte ich für völlig unverhältnismäßig. Warum verbieten wir nicht gleich Feuerzeuge und Streichhölzer? Die brennen auch. Kerzen genauso. Von Zigaretten und der Brandgefahr durch weggeworfene Stummel ganz zu Schweigen.

Zigaretten irgendwohin wegzuwerfen ist bereits verboten. Streichhölzer und Kerzen gehen im Freien schnell aus. Und ein Feuerzeug auch, wenn man es nicht mehr festhält oder damit andere Feuerzeuge anzündet.
 
Ich weiß es ist eigentlich sinnvoll und sollte natürlich weiterhin angewandt werden, aber an der Stelle ist die Betrachtung der Tat+Wirkung teilweise schon echt grotesk.
Eine Omi zündet harmlos wirkende fliegende Kerzen an und wird dafür eine ordentliche Strafe bekommen, Jugendliche halbstarke zielen mit explodierenden Raketen auf bepflanzte Balkone und Menschen und wenn die einen Klapps auf die Finger bekommen, kann man schon froh sein.
Ja, bei dem einen sind viele Tiere umgekommen, aber wenn man mich fragen würde welche Tag moralisch mehr zu verurteilen ist, fällt es schon schwer die Oma stärker zu verurteilen.

Aber wie gesagt, die Wirkung ist ein wichtiger Bestandteil der Strafevaluierung, aber die Videos die ich wieder von Silvester gesehen habe, machen mich maximal wütend.

Mir kann einfach keiner erzählen das jemand mit Sinn und Verstand diese ******e trotz Umweltbelastung und massiver Straftaten in Privathänden braucht.
 
Ja, wenn der Hinweis vorhanden ist....
Bei dem von Blayde verlinkten Artikel habe ich nämlich keinen Hinweis gefunden.
Um die Gefährlichkeit dieser Himmelsleuchten zu erkennen, braucht es kein Hinweisschild, sondern einfach bissle Hirn und Erfahrenheit... wenn drei Erwachsene Frauen diese Gefahr nickt einschätzen können...
 
Als kleiner Bub, da hab ich gerne mal ne Matte gezündet. Später auch die Böller ... aber finanziell hielt sich das immer im Rahmen.

Generell kann ich mit Böllern nicht viel anfangen. Der Effekt ist laut aber eher unspektakulär ... und man weiß nie genau wann es knallt. Mir sind Fontänen oder Höhenfeuerwerk lieber.

Ich kaufe mir auch jedes Jahr eine kleine Menge, aber da meine Tochter Angst vor lauten Knallen hat, keine Batterien, sondern nur Fontänen. Vor Silvester is es da auch zum Teil unangenehm, wenn man mit den Kiddies draußen ist, um zum Spielplatz zu gehen. Man weiß halt nicht, ob irgendwo in der Nähe jemand seinen Böller aus Tschechien zündet und das Kind dann losheult.

Würden Böller (also reine Knallkörper) verboten werden, dann würde mir auch nichts fehlen.

Ich war zwei Mal zum Jahreswechsel an der Elbe ... und es gibt da einfach zu viele, die sich freuen, wenn sie ihre Polen-Böller in Richtung anderer Leute werfen können...

Allerdings finde ich, dass sich das "Böllerverhalten" in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten ohnehin gewandelt hat. Vielleicht hängt das auch damit zusammen, wo ich aufgewachsen bin (eine Kleinstadt mit gut 40.000 Einwohnern). Vor 20 Jahren und mehr gab es Böller, Raketen und kleine Fontänen ... Batterie-Feuerwerke waren damals nicht üblich. Gekauft wurde beim Baumarkt ... damals hatte nicht jeder Supermarkt etc. eine Feuerwerks-Ecke. Die Verkaufsfläche war riesig, die Auswahl auch. Für Böller gab es einen Extra-Tresen mit entsprechender Schlange. Dort haben sich die Jugendlichen mit mehreren Schinken D-Böllern und Super-Böllern eingedeckt und dann 1 oder 2 Einkaufswagen rausgeschoben ... da war so viel drin, dass diese roten Papier-Umverpackungen schon teilweise gerissen waren und an der Kasse ging dann das große Zählen los, wieviele Schinken das wohl gewesen sein könnten. Die Wartezeiten an der Kasse waren größer als wenn man heute am 23.12. was im Supermarkt kaufen will.

Die schiere Menge an Böllern musste irgendwie abgebrannt werden. Nachbarsjunge stand teilweise stundenlang vorm Haus und warf stur einen Böller nach dem anderen. Auf dem Daumen bildete sich sicher eine schöne Hornhaut vom heißen Feuerzeug. An einem Jahr blieb - dank Regen - ein Knöchel-Tiefer Böller-Papier-Matschberg auf der Straßenkreuzung liegen.

Wie gesagt ... die Feuerwerksartikel waren damals eher klein. Weggeräumt hat die dann kaum einer, außer vielleicht die Sekt-Flaschen von den Raketen. Die Straßenreinigung hat das mit dem Kehrwagen dann eingesammelt.


Und heute? Mir gefallen die Batterien mehr als das was es früher gab ... es macht optisch einfach mehr her und man kann (!) es leichter wegräumen als z.B. in der Gegend rumliegende Raketenstöcker. Andererseits gibt es viele die ihre Batterien nur in eine Richtung tragen können, so scheint es. Da löst sich nichts im Regen auf und kommt da keine Kehrmaschine, liegt das Zeug über mehrere Wochen rum. Danke.

Wobei man natürlich auch erwähnen darf, dass bei Batterien Teile durch die Gegend fliegen. Vorletztes Jahr stand der Wind so, dass vorne auf der Straße Batterien gezündet wurden und die Plastikteile der explodierenden Geschosse dann über das Dach zu uns auf den Balkon flogen. Von dort aus haben wir das Feuerwerk beobachtet ... und unsere Sektgläser zugehalten.


Eine Lösung kann ich nicht anbieten. Ich mag Feuerwerk zu sehr, um es verbieten zu wollen. Die Vernunft spricht sich gewiss dafür aus ... aber meine Vernunft hält sich in Grenzen.
Ich würde eine Reglementierung oder Begrenzung pro Person begrüßen ... aber ich wüsste nicht, wie man dies umsetzen könnte.

Letztlich würde es ohnehin genügend Leute geben, welche mal eben über die Grenze hüpfen und sich dort eindecken.

Vielleicht ist doch ein zentrales organisiertes Feuerwerk nötig ... wider meiner Vernunft. Angesichts dessen, dass in Dresden ohnehin oft professionelle Feuerwerke brennen (nicht nur bei den "Pyrogames") wäre das dann aber auch nichts besonderes mehr...


Daher bin ich dafür, den Zeitraum zu begrenzen. Bei uns wird ab heute rumgeballert und am 31.12. den ganzen Tag, ab 23:30 fast durchgängig. Dafür habe ich null Verständnis, das hat nichts mit Tradition zu tun und das war auch früher nicht so. Ich verstehe, wenn Familien mit kleineren Kindern ballern, sobald es dunkel ist, von daher wäre ich für zwei Zeitfenster, z.B. 18:00 bis 19:00 und dann 0:00 bis 01:00. Jeder hätte seinen Spaß, man könnte sich z.B. als Tierbesitzer drauf einstellen und vermutlich würde auch das Volumen der Ballerei sinken.

Eine gewisse Begrenzung gibt es ja schon. Es darf nur am 31.12. und am 01.01. gezündet werden. Viele knallern aber schon los, sobald sie am 28. (oder 29., je nachdem ab wann verkauft wird) die ersten Böller in der Hand halten.

Ich fand es diesmal am 1.1. ab Tagesanbruch auch recht ... still. Stiller als z.B. vom 28. bis 30.
Ja ... wie schon oben erwähnt ... früher war das anders. Damals sind wir morgens mit Freunden durch die Straßen gezogen und haben nicht gezündete Feuerwekrskörper gesucht, bei denen die Lunte erloschen war. Bei den heutigen Feuerwerkskörpern passiert das ja kaum.
 
Zigaretten irgendwohin wegzuwerfen ist bereits verboten. Streichhölzer und Kerzen gehen im Freien schnell aus. Und ein Feuerzeug auch, wenn man es nicht mehr festhält oder damit andere Feuerzeuge anzündet.

Zigaretten wegwerfen ja, Zigaretten verkaufen und auch rauchen aber nicht. Obwohl bekannt ist, dass sich leider viele Raucher nicht an entsprechende Verbote halten, insbesondere im Wald o.ä., wo keine Aschenbecher greifbar sind. Streichhölzer können nachglimmen, es gibt auch Feuerzeuge die nicht einfach von selbst ausgehen. Eine mögliche Gefahr geht von all diesen Gegenständen aus (auch wenn die Gefahr von Himmelslaternen größer sein mag).

@Luel Das Unverständnis kann ich nachvollziehen, die Strafen sind bei Brandstiftungsdelikten aufgrund des extremen Gefährdungspotenzials natürlich vergleichsweise heftig, sowohl was Strafandrohung als auch (häufig) das Strafmaß in Urteilen betrifft. Jugendliche, die gezielt (!) mit Raketen auf Menschen schießen kommen bei konsequenter Strafverfolgung sehr wahrscheinlich aber auch nicht einfach mit einem Klaps auf die Finger davon. Dass die Polizei, z.T. wegen Personalmangels, aber auch wegen des enormen Arbeitsanfalls an Silvester generell, in solchen Fällen offensichtlich z.T. das Aufnehmen der Personalien und Anfertigen einer Strafanzeige verweigert ist schlicht eine (ziemlich üble) Verfehlung der entsprechenden Beamten, die in einem solchen Fall auch ohne Hinweis der Opfer von Amts wegen tätig werden müssten.
 
Das Problem an den Dingern ist das der Wind sie sehr weit tragen kann und man als Laie die windrichtung nur schwer einschätzen kann, denn in 50m Höhe kann das anders aussehen als auf dem Boden. Daher ist es schon richtig das die verboten sind, denn selbst wenn man zu einem vermeintlich sicheren Ort geht kann ein drehender Wind das ganze ziemlich schnell gefährlich machen.

Ich finde es fraglich warum der Vertrieb in Deutschland überhaupt legal ist, das ist wieder eine dieser komischen du darfst es besitzen aber nicht benutzen Klauseln.

Könnte man vielleicht beim Vertreiber dieses Produktes Geld holen sofern bei der Familie nicht genug zu holen ist? Die Familie ist sicher der Hauptverantwortliche, aber wird wohl kaum genug Geld haben diesen Schaden zu bezahlen. Sollte auf dem gekauften Fabrikat wirklich wie die Polizei gesagt hat keinerlei warnhinweis gestanden haben (im Gegensatz zu dem hier verlinkten) könnte man ja eventuell da noch was holen.
 
Sollte auf dem gekauften Fabrikat wirklich wie die Polizei gesagt hat keinerlei warnhinweis gestanden haben (im Gegensatz zu dem hier verlinkten) könnte man ja eventuell da noch was holen.
Bezweifle ich, falls ein Warnhinweis nicht gesetzlich verpflichtend ist.
 
Das mit dem Raketen beschießen gab es bei uns auch früher oft, da wurden teilweise Raketen einfach auf die Straße gelegt und Autos hinterhergeschossen was auch schon mal zur Androhung von prügeln führte. Auch auf dem Schulhof gab es bei uns teilweise böllerattacken was natürlich strengstens verboten war, einmal hatte sogar mal einer eine detonation in der Kapuze.

Damals mit 15/16 fanden wir das lustig, aber so etwas ist natürlich Sau gefährlich. Da kann man bei 15 jährigen Jungs auch nicht unbedingt auf Weitsicht hoffen. Daher wäre es wahrscheinlich auch sinnvoll die Abgabe von Böllern an Jugendliche strenger zu kontrollieren und auch zu bestrafen, also das weder Händler noch Eltern ihren Kindern Feuerwerk geben dürfen.
 
Zigaretten wegwerfen ja, Zigaretten verkaufen und auch rauchen aber nicht. Obwohl bekannt ist, dass sich leider viele Raucher nicht an entsprechende Verbote halten, insbesondere im Wald o.ä., wo keine Aschenbecher greifbar sind. Streichhölzer können nachglimmen, es gibt auch Feuerzeuge die nicht einfach von selbst ausgehen. Eine mögliche Gefahr geht von all diesen Gegenständen aus (auch wenn die Gefahr von Himmelslaternen größer sein mag).

Bist Du nicht Jurist oder so? Der Verkauf von Zigaretten und eine grundsätzliche Benutzung sind nicht bestraft, aber eine unsachgemäße Anwendung des Rauchens (Rauchverbotszonen) und der Folgen (Kippen wegschmeißen) ist verboten. Man könnte also analog Deines Beispiels den Verkauf von Böllern und Raketen zwar erlauben, aber den Gebrauch außerhalb der eigenen 4 Wände verbieten oder dafür eigene Böllerkneipen und Böllerzonen einrichten.
 
Böllerkneipen oder Benutzung in der eigenen Wohnung wäre wohl etwas schwierig, Böllerzonen würden schon eher funktionieren. Ich wollte eigentlich auch nur aufzeigen, dass eine abstrakt vorhandene Brandgefahr nicht unbedingt dazu führen sollte, Feuerwerksartikel von der Rakete über den Kanonenschlag bis hin zu Wunderkerzen (alles was brennt und böllert) komplett zu verbieten, da ein Verbot mit dieser Begründung m.E. völlig überzogen wäre. Ich selbst bin zwar gegen ein Verbot von Feuerwerk, es gibt aber genügend andere Argumente die für ein solches sprechen.
 
Wir sind in den letzten 3 Jahren einmal in Berlin geblieben, Silvester 2018. Meine kleine Tochter, damals 2 1/2, wachte gegen 0:00 auf und war dann fast den ganzen Rest der Nacht wach.
Also ging es dieses mal wieder raus aus der Stadt.

Ansonsten war ich fast immer zu Silvester in Berlin. Es war auch schon Anfang der 90er krass. Im Innenstadtbereich generell, in gewissen Gegenden besonders heftig. Da sollte man nicht mit runtergelassener Kapuze rumlaufen. Selbst wenn es jemanden interessiert hätte, ist es kaum möglich die Böller weit genug von anderen zu zünden. Juckt aber in gewissen Bereichen eh niemanden. Neben Böllern und Raketen wird auch viel mit Schreckschuss-Pistolen geschossen. Pyroaufsätze, aber auch gerne mal mit "Vogelschreck". Die Dinger stehen "Polenböllern" in nichts nach.

Ich habe hier in Berlin viel erlebt bei den knapp 30 Jahreswechseln, die ich hier verbracht habe. Teil der Gefährdung sind, neben den Böllern, der Alkoholkonsum und die völlige Überforderung der Polizei.
Es gibt natürlich auch viele ruhigere Gegenden, bzw. ist der Großteil der Stadt kein Ausnahmezustand, aber für jeden, der es nicht kennt, dürfte es überall heftig sein.

Auch hier findet aber seit ein paar Jahren ein Umdenken statt. Berliner und Senat zeigen steigende Bereitschaft, die Problematik zu begrenzen und so wieder die vielen positiven Aspekte in den Vordergrund zu bringen, die es ja auch gibt. Grundsätzlich herrscht nämlich eine positive Stimmung, viele Menschen treffen sich in ihren Kiezen, ob nachmittags mit den Kindern, oder abends/nachts und begegnen sich in einer aufgeschlossenen Art, wie es sonst übers Jahr selten passiert.

Wenn meine Mädels größer sind und die Lage sich weiter bessert, werde ich gerne auch wieder in Berlin bleiben. Es fällt auch schwer, weil man nicht bzw. kaum mit Freunden feiern kann, Sorge hat, dass einem der Balkon abfackelt, oder eingebrochen wird.
So ging es uns vor ein paar Jahren, als sie bei uns kurz vor Silvester die Kellerräume geleert haben.
Lohnt sich, weil so viele Menschen die Stadt verlassen.

Ich wäre durchaus für ein Verbot, bzw. starke Einschränkungen, zumindest im Stadtgebiet.
Macht zentrale Feuerwerke über die Stadt verteilt, gerne auch die halbe Nacht.

Übrigens, die schlimmste Geschichte, die ich mitbekommen habe, war Anfang der 90er. Dritte/Vierte Klasse in dem Dreh. Zwei Schüler aus der Nebenklasse haben das Schwarzpulver nach Silvester aus den Böllern gesammelt und in Rohre gefüllt. Ging schief. Der eine hat 3 1/2, der andere 1 1/2 Finger verloren. Das will man sich für die eigenen Kids gar nicht vorstellen.
Trotzdem wurde im eigenen Umfeld noch viel Schwachsinn mit Feuerwerkskörpern gemacht, bis zum Erwachsenenalter.
 
Neben Böllern und Raketen wird auch viel mit Schreckschuss-Pistolen geschossen. Pyroaufsätze, aber auch gerne mal mit "Vogelschreck". Die Dinger stehen "Polenböllern" in nichts nach.

Das unangenehmste, was ich mal Silvester erlebt hab, ist auch schon gut 20 Jahre her. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite feierte eine Gruppe junger Erwachsener. Die Nachbarn in jenem Mehrfamilien-Haus kannten wir kaum ... und die Gäste ebenso wenig. Einer hatte eine Art Feuerwaffe ... eine Softair oder was weiß ich. Damit schoss er leuchtende Projektile in die Luft (nein, keine Signalpistole). Der Suffkopp fand es aber auch lustig mal rüber zur anderen Straßenseite, vorbei an unserer Gruppe (ältere Erwachsene und Kinder) zu schießen.

Das haben wir nen ganz schönen Schreck gekriegt ... und der Typ einigen Ärger. Sowohl von den etwas vernünftigeren seiner Freunde, als auch mit manch Familienvater.

Das Verständnis für seine Feierfreude hielt sich arg in Grenzen...
 
Ich würde es wie @desl sehen, die Vernunft sagt, Feuerwerk zu verbieten - allerdings ist die Tradition dahinter ja eigentlich schön und generell mag ich Feuerwerk.
Dies betrifft aber auch eher die Raketen in den verschiedenen Farben und nicht die Böller.
Vor einem Verbot wäre es vermutlich sinnvoll, erstmal die Preise ordentlich hoch zu treiben. Ich kenne sehr viele aus meinem persönlichen Umfeld, die ein Verbot völlig übertrieben finden.

An Silvester finde ich meine Ansicht auf jeden Fall wieder bestätigt, dass die Leute heute im Durchschnitt viel mehr Geld zur Verfügung haben. Was die Leute an Geld ausgeben für ein paar Stunden Vergnügen, hätte sich früher niemand leisten können.
 
Mir scheint es tatsächlich weniger eine Frage des Geldes zu sein, ganz im Gegenteil habe ich den Eindruck, je simpler (und ärmer) die Leute, desto eher wird viel Geld für Feuerwerk ausgegeben.

Ich bin auch gegen ein vollständiges Verbot aber für eine Eingrenzung über Steuern und lokale Begrenzung. Es muss wirklich nicht jede kleine Straße eingesaut werden. An einigen Stellen sieht die Straße bei uns im Wohngebiet wie eine Müllkippe aus :(
 
Feuerwerkskörper einfach nur teurer zu machen, halte ich für keine gute Idee.
Damit erreichst Du höchstens, dass die ganze Knallerei nur noch den Besserverdienenden vorbehalten bleibt, während die sozial schwachen in die Röhre gucken.
An Silvester finde ich meine Ansicht auf jeden Fall wieder bestätigt, dass die Leute heute im Durchschnitt viel mehr Geld zur Verfügung haben. Was die Leute an Geld ausgeben für ein paar Stunden Vergnügen, hätte sich früher niemand leisten können.

Ich finde es an Silvester allerdings auch sehr interessant, dass wieviel Geld man ausgibt überhaupt nicht proportional zu dem steht, wieviel Geld man zur Verfügung hat.

So wohnt zum Beispiel im Erdgeschoss unseres Hauses (9 Mietwohnungen) eine Familie (ich glaube 4 Kinder ... vielleicht auch 5 ... keine Ahnung), welche nicht allzu populär ist. Die Kinder bauen viel ******, Mülltrennung ist der Familie völlig fremd (wodurch die schwarzen Tonnen immerzu überfüllt sind) und wenn die Kinder nicht vor der Glotze hängen, dann werden sie gerade von der Mutti angeschrien. Wie auch immer ... gut verdienen tun se nicht ... aber Feuerwerk an Silvester ... das brennen sie in großen Mengen ab.

Von unserem Balkon aus blicken wir nicht nur auf auf unseren Stadtteil (Dresden-Löbtau), sondern auch in Richtung benachbarter Stadtteile wie Gorbitz, Leutewitz, Cotta, Friedrichsstadt, Willsdruffer Vorstadt. Letztere ist nicht besonders auffällig ... man sieht eher das große Höhenfeuerwerk der Stadt an der Elbe gelegen (Altstadt). Bei der Friedrichsstadt geht in einigen Bereichen auch nicht viel. Beim Krankenhaus wird mäßig gefeiert und beim und rund um das Güterverkehrszentrum ist die Zahl der Einwohner pro km² auch nicht die höchste. In nordwestlicher Blickrichtung ist da schon mehr los.

Richtig hell am Himmel wird es aber über Dresden-Gorbitz. Ähnlich wie Leipzig-Grünau, Halle-Neustadt oder Jena-Neulobeda überwiegend aus Plattenbauten bestehend, in denen nicht gerade die Oberschicht wohnt.
Die Bevölkerungsdichte ist nicht höher als z.B. in Löbtau (so manch Plattenbauwohnung steht leer) ... aber geböllert wird bei den "sozial schwachen" ordentlich.
 
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