Der Wetter-Thread


Ich bin auch der Meinung, dass über die Warnungen zu reden ist. Hier im Thread ist nachlesbar, dass recht frühzeitige sehr erstaunliche Wassermengen simuliert worden sind. Mein Blick ging auch davor hinaus, wie lange soll es gehen. Zur Wahrheit gehört, dass es zwar in Punkto der Menge Unschärfen gibt, die aber bei Unwetter in der heutigen Zeit noch nicht völlig lösbar sind.

In Zukunft muss hier definitiv verbessert agiert werden. Der DWD hat sich auch weiter hier geäußert.

Nach der Katastrophe wird ein Sprecher des DWD sagen: "Wir haben getan, was zu tun war." Aber die Warnmeldung sei nicht überall verbreitet worden. Der DWD wolle dies nun mit allen Beteiligten aufarbeiten.

Eben jener Lewentz sagt auch etwas zu den Warnungen: "Ich war am Mittwochabend noch im Krisenstab des Landkreises Bad Neuenahr-Ahrweiler." Es sei von einem Starkregenereignis die Rede gewesen. "Aber es gab keinen Hinweis darauf, dass es so dramatische Ausmaße annehmen würde. Das heißt, es kam für viele Menschen in den späten Abendstunden und der frühen Nacht völlig überraschend."

Wenn man dann eben ließt, dass einige auch beim Versuch des Leerpumpens ihrer Keller gestorben ist, dann ist das einfach nur super tragisch. Man kämpft in dem Fall, ja um sein eigenes Hab und Gut meist. In Erfstadt spielte die Kiesgrube natürlich auch eine sehr unschöne Rolle.

Erftstadt-Blessem: Welche Rolle spielte vergrößerte Kiesgrube? | Kölner Stadt-Anzeiger (ksta.de)

Zur weiteren Entwicklung, nachdem der Hochdruck nun da ist und glaube ich selten so ersehnt wurde wie jetzt, bitte ich aber bitte Achtung sagen zu wollen.
Momentan fühlt sich der Siebenschläferzeitraum wirklich so wohl. Wir gehen dann ab Wochenende wieder in die ähnliche Wetterlage der letzten 3 Wochen. Starkes Azorenhoch, Osteueropahoch erholt sich(hier erwarte ich erst eine Abschwächung gen August) und wir stehen so zwischen den Stühlen.

Dies kann Trog Westeuropa sein, was eher harmlöser ist oder wieder Trog Mitteleuropa. Solche Massen stehen momentan zum Glück nicht zur Debatte aber weiterer Niederschlag, der natürlich in mancher Region so gar nicht gebraucht wird. Eine trockene Phase von gut 2 Wochen hätte uns momentan auch mal nicht geschadet.
Der DWD schreibt dazu in seiner heutigen Mittelfristprognose.

Ab Samstag sind derartige Gewitter im Westen und Süden vorstellbar, wobei
Unwettergefahr durch heftigen Starkregen, Hagel und (schwere) Sturmböen besteht.
Im Laufe des Sonntags weiten sich diese Gewitter über die mittleren Landesteile
hinweg nord- und ostwärts aus. Dabei gibt es beim EFI Signale im West- und
Süddeutschland für eine gute CAPE-Scherung-Überlappung und auch Signale für
Starkregen.

Wetter und Klima - Deutscher Wetterdienst - Hobbymeteorologen - Synoptische Übersicht Mittelfrist (dwd.de)
 
Für die vertrockneten Wälder war der verregnete Sommer sehr gut. In Mittelfranken waren durch die trockenen letzten Jahre der Wald sehr angeschlagen. Viele Bäume/ ganze Wälder mussten abgeholzt werden. Neue Bepflanzungen bringen auch nur was bei entsprechend feuchtem Boden.
 
Sag das doch mal der deutschen „Landbevölkerung“, nicht jeder wohnt in Berlin und Hamburg wo man mit den ÖPNV alles gut erreichen kann. Was spricht gegen ein E-Auto, dass privat mit Solarstrom geladen wird oder alternativ nachts in Niedrigpreisphasen?

Für Batterien gibt es bereits technologische Ansätze diese wiederverwerten bzw. wiederaufladen zu können.

Reduktion des Individualverkehrs ginge realistisch nur über einen massiven Anstieg der Spritpreise was wiederum den Zuwachs von E-Autos zur Folge hätte.

Der „Deutsche“ wird sich niemals sein „Privatauto“ nehmen lassen das sollte man schon realistisch einschätzen. Die Lust auf die Abhängikeit von ÖPNV ist doch durch Corona noch einmal erheblich gesunken.
Deswegen sagte ich ja, den Öffentl. Nahverkehr ausbauen, damit es für immer mehr Leute möglich ist, auf den Individualverkehr zu verzichten. Wenn es um den letzten Satz geht, ist es auch mit E- Autos weiterhin so, dass das Klima nicht gerettet werden kann. Ist aber auch nicht so wichtig, solange der Deutsche an seinen Traditionen festhalten kann.
 



Das gibt dann eher Seehofer recht, der ja sinngemäß meinte, die Kritik am Bund bzw. ihm und dem Innenministerium gehe am tatsächlichen Geschehen vorbei.
Was nutzen 150 Warnmeldungen, wenn das nur die üblichen Warnungen vor Starkregen, Gewitter und örtlichen Überschwemmungen sind? Das Lebensgefahr besteht, wurde gar nicht oder viel zu spät gemeldet.

Die Katwarnseite ist auch genial, letzte Meldung ist dort vom Mai. :crazy: Die BBK Seite ist ja noch schlimmer, da gibt es ja überhaupt keine Infos zu Warnmeldungen.:crazy:

Wenigstens funktioniert die Katwarnapp jetzt auf meinen Smartphone.(y)
NINA immer noch nicht. :rolleyes:


Wir brauchen mehr intakte Wälder..
Ist das gleiche wie mit Mais oder Gerste/Weizen/Raps. Auf den Maisfeldern rauscht das Wasser durch und spült die Erde auf die Straße, bei den anderen wird es zurückgehalten.
 
@Sm0kE
@Steigerwald

Geht auch ohne anmeldung, man muss sich nur trauen zu klicken ;) (is auch nix schlimmes, ich schwör :belehr: ). Ist so eine Platzhalter-Linkbeschreibung wie auch bei Links aus der Zeit (wo hier ja nie der Artikelname steht).
 
Der Verweis auf die NINA App ist aus meiner Sicht auch Unsinn. Meine Frau hat die App schon seit Jahren.
1. Gab es keine Meldung über die App mit Warnung vor Hochwasser oder einer Flutkatastrophe. Nur starke oder sinflutartige Regenfälle
2. Genau diese Meldungen bei NINA gab es in den letzten 2 Jahren gut 6-8 mal für unsere Region. Passiert ist quasi nie was, bis eben dieses Mal. Soll man sich jedesmal evakuieren?
 
Der Verweis auf die NINA App ist aus meiner Sicht auch Unsinn. Meine Frau hat die App schon seit Jahren.
1. Gab es keine Meldung über die App mit Warnung vor Hochwasser oder einer Flutkatastrophe. Nur starke oder sinflutartige Regenfälle
2. Genau diese Meldungen bei NINA gab es in den letzten 2 Jahren gut 6-8 mal für unsere Region. Passiert ist quasi nie was, bis eben dieses Mal. Soll man sich jedesmal evakuieren?

Ich fand das besonders dieses Jahr auffällig. Betrifft zwar nur die "Wetterapp", aber da wurden mir dieses Jahr bestimmt auch 8-9 schweres Unwetter und starke Regenfälle vorher gesagt. Das hat 1 mal gestimmt, 2-3 mal kamen jeweils 2-3 Tropfen runter und die anderen Male hätte ich besser die Badehose eingepackt beim Verlassen des Hauses.
Da setzt dann irgendwann auch eine gewisse Ermüdung ein in der Hinsicht.
 
Ich fand das besonders dieses Jahr auffällig. Betrifft zwar nur die "Wetterapp", aber da wurden mir dieses Jahr bestimmt auch 8-9 schweres Unwetter und starke Regenfälle vorher gesagt. Das hat 1 mal gestimmt, 2-3 mal kamen jeweils 2-3 Tropfen runter und die anderen Male hätte ich besser die Badehose eingepackt beim Verlassen des Hauses.
Da setzt dann irgendwann auch eine gewisse Ermüdung ein in der Hinsicht.
Gewitter bilden sich auch gerne mal Lokal und sind in der Stärke kaum zu prognostizieren...am besten ist es selbst die Wettermodelle zu überprüfen und wenn die zwei Tage vorher 150 Liter vorhersagen, dann sollte man schon die ersten Vorkehrungen treffen.

Die Wettermodelle haben das Unglück ik Franken (harmlos im Vergleich zum Westen) und die Massen im Westen schon 7-8 Tage vorher prognostiziert.
 
Ja, Nina hat mir extreme Unwetter und Niederschläge vorher gesagt. Hat sie allerdings in den letzten zwei Wochen drei Mal. Und ja, wir haben gedacht, wir legen mal lieber Sandsäcke vor die Kellerfenster, falls die Kanalisation es nicht packt.
Die letzte Meldung kam Dienstag, weiterhin hieß es, es kann lokal zu sehr großen Regenmengen kommen. Da denkt man, so wie wir, an überlaufende Gullis. Aber niemals daran, dass ein Fluß wie die Inde, der bei uns im Ort sonst vielleicht 1/2 Meter tief ist, so schnell so stark ansteigt, dass das Wasser teilweise 2 Meter hoch in den Straßen stand, dass Straßen zu reißenden Flüssen werden etc. Und dazu kam eben keine Warnung. Nicht von der NINA App noch von sonst wo. Immerhin weiß ich jetzt, dass Eschweiler nicht mal mehr Sirenen hat, um die Bevölkerung zu warnen.

Und auch nach der Katastrophe... Es kam dann über den Blog der Stadt Eschweiler die Warnung, dass man das Leitungswasser nur zum Gebrauch nutzen darf, nicht zum trinken, nicht zum kochen etc. Eine tolle Idee, dass übers Internet zu kommunizieren, wenn Festnetz/Internet nicht gehen und die Handynetze oft auch nicht. Ganz zu schweigen von den alten Leuten, die erst Recht kein Internet haben. Die Warnung kam nachmittags, nachts um 23 Uhr fuhr dann anscheinend ein Polizeiwagen mit Lautsprechern durch die Straßen, wir haben davon nichts mitbekommen. Und das ist nur ein Beispiel von vielen. Da lief vieles nicht gut
 
Die Wettermodelle haben das Unglück ik Franken (harmlos im Vergleich zum Westen) und die Massen im Westen schon 7-8 Tage vorher prognostiziert.

Es wurde in den vergangenen 2,3 Wochen immer wieder mal kommuniziert, dass Starkregen auftritt. Schon eine Woche vorher gabs verschiedene Einsätze von Feuerwehren, die Keller auspumpen mussten, auch abseits der Flüsse. Ich kann mich an diverse Einsätze von Feuerwehren hier bei mir östlich des Rheins erinnern.
Vergangenen Montag wurde dann die Unwetterwarnung von Starkregen für Mittwoch herausgegeben. Es wurde auch via meinem Radiosender gewarnt. Nur selbst die Wetterprognose konnte nicht vorhersagen, wo genau dieser Starkregen auftritt.
Die Menschen an den Flüssen leben mit dem Hochwasser und sie werden ihre Vorkehrungen getroffen haben. Dass das Unwetter aber in dieser Intensität auftritt, konnte aber wohl keiner wirklich vorhersagen.
 
Kachelmann hat aus meteorologischer Sicht herausgearbeitet, wie zeitig die Wettermodelle die Situation erfasst haben. Aber auch welche kleinraumigen Wettererscheinungen noch im Nowcast eine Rolle spielten.

Empfehle ich durchzulesen. Es zeigt die Simulationen gaben frühzeitig Anlass zu Sorge. Extrem gut herausgearbeitet und zeigt die Modelle haben nicht eine 0815 Starkregennr gezeigt.

 
Für das nächste Wochenende werden übrigens wieder örtliche Gewitter über der Eifel befürchtet.
Das muss echt nicht sein.
 
Es wurde in den vergangenen 2,3 Wochen immer wieder mal kommuniziert, dass Starkregen auftritt. Schon eine Woche vorher gabs verschiedene Einsätze von Feuerwehren, die Keller auspumpen mussten, auch abseits der Flüsse. Ich kann mich an diverse Einsätze von Feuerwehren hier bei mir östlich des Rheins erinnern.
Vergangenen Montag wurde dann die Unwetterwarnung von Starkregen für Mittwoch herausgegeben. Es wurde auch via meinem Radiosender gewarnt. Nur selbst die Wetterprognose konnte nicht vorhersagen, wo genau dieser Starkregen auftritt.
Die Menschen an den Flüssen leben mit dem Hochwasser und sie werden ihre Vorkehrungen getroffen haben. Dass das Unwetter aber in dieser Intensität auftritt, konnte aber wohl keiner wirklich vorhersagen.
Hast du dir auch nur ein einziges Wettermodell angeschaut? Ich würde meine Hand dafür ins Feuer legen, dass du es nicht getan hast. Die Wettermodelle von Kachelmann haben schon einige Tage vorher Alarm geschlagen und es war bekannt, dass es dazu kommen kann.
 
Hast du dir auch nur ein einziges Wettermodell angeschaut? Ich würde meine Hand dafür ins Feuer legen, dass du es nicht getan hast. Die Wettermodelle von Kachelmann haben schon einige Tage vorher Alarm geschlagen und es war bekannt, dass es dazu kommen kann.
Dann hast du dich verbrannt. Es war mir durchaus bewusst, dass es eine Unwetterwarnung gab. Wir haben sogar unsere Planungen der Warnung angepasst. Es wurde aber sogar noch morgens im Radio gesagt, dass man es lokal zu Starkregen kommen und dass es zu Hochwasser und "Keller unter Wasser" kommen kann. Wo aber dieses "lokal" liegt, wurde nicht gesagt.
Die Unwetterwarnung galt für einen großen Teil des Westens und in manchen Bereichen hat es kaum geregnet.
 
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