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Feuerwerk - ja oder nein?


Feuerwerk bzw. jegliche Pyrotechnik gehört aus privaten Händen! In Deutschland braucht man für jeden Mist Nachweise, Genehmigungen usw. aber mit Böllern darf jeder Hinz und Kunz hantieren!?
Das gehört alles in die Hände von Profis; In jeder Stadt bzw. in jedem Stadtteil einen oder mehrere zentrale Sammelpunkte, da professionell knallen lassen, alle haben was zum gucken und fertig.
So viele Länder bekommen das hin und da geht die Welt auch nicht unter, aber dem Deutschen kannst du folgende Sachen wohl einfach nicht wegnehmen: Autos, Bier, Böller
Dann sieht der Pöbel sofort seine Freiheit gefährdet, stampft wütend auf und schreit "Diktatur".
Alle jammern, das wir ja bald verhungern und erfrieren werden, aber hunderte von Euros für Knallerei ausgeben geht!? Angreifen von Passanten und Rettungskräften ist das aller letzte.
Freiheit? Gerne, aber dann muss man damit aber auch umgehen können......
Amen
 
habe silvester mehr oder weniger auf'm dorf verbracht. da war es ab 1:30 so ruhig, dass ich das fenster voll öffnen konnte (draußen waren ja irgendwas in richtung 15 grad und unterm dach viel zu warm).

heute gegen halb fünf wieder nach hause gekommen, aus dem auto gestiegen und schon die ersten krachenden geräusche vernommen. seitdem in aller regelmäßigkeit irgendwelche böllerkracher. ich sollte umziehen.
 
weg mit ******! in leipzig war das gestern wie krieg. ganze fronten wummerten am horizont, von 0-1 duruchgehend.
zentrales feuerwerk, dazu vllt noch stadtteilfeuerwerke von profis organisiert, fertig.
allein dieses kanonenschläge, wozu? raketen verstehe ich ja irgendwie noch, aber dieses stupide rummsen...
als wenn die lust am krieg und der destruktion sich da ihren weg bahnt... und das alles mal wieder beim volk der dichter und denker...
kulturlosigkeit wohin man schaut.
nicht weit von hier fliegen echte rakten in wohngebiete, und wir spielen neujahrskrieg mit illuminierung.
 
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So viele Länder bekommen das hin und da geht die Welt auch nicht unter, aber dem Deutschen kannst du folgende Sachen wohl einfach nicht wegnehmen: Autos, Bier, Böller
Dann sieht der Pöbel sofort seine Freiheit gefährdet, stampft wütend auf und schreit "Diktatur".
Alle jammern, das wir ja bald verhungern und erfrieren werden, aber hunderte von Euros für Knallerei ausgeben geht!? Angreifen von Passanten und Rettungskräften ist das aller letzte.
Freiheit? Gerne, aber dann muss man damit aber auch umgehen können.

Mache mir aber keine Illusionen; mittelfristig wird man das Thema, ähnlich wie z.B. das Tempolimit, nicht anpacken, da zu emotional aufgeladen.
Vielleicht könntest Du anerkennen, dass man NICHT Pöbel sein muss, um gegen ein Verbot zu sein, WENN Du ernsthaft Interesse an einer NICHT aufgeladenen Diskussion hast :licht:
 

Das nimmt langsam überhand Angriffe auf Rettungswagen, Feuerwehr, Polizei. Der Staat hinterlässt hier einen sehr schwachen Eindruck. Ich hätte da nix gegen mehr Härte des Rechtsstaates. Angriffe/Behinderungen auf Rettungswagen, Feuerwehr, Polizei künftig mit saftigeren Strafen. Gerne auch mal 30 Tage Knast als Minimum. Ich habe den Eindruck, nicht wenige, glauben sie können sich hier alles erlauben. Nach dem Motto Passiert doch eh nix. Und wenn man mal festgenommen wird, wird man zeitnah, wahrscheinlich noch am selben Tag entlassen. Keine gute Entwicklung.
 
Verbieten. Nach den Vorfällen muss ein Verbot zwingend her. Mal sehen in die Grünen auch die Eier haben und nicht nur ne große Klappe das öffentlich anzugehen. Diese ganzen Idioten die Einsatzkräfte angreifen gehören zu 500 Sozialstunden verdonnert.
 
Ich hab mich ehrlichgesagt gefreut, dass es in diesem Jahreswechsel wieder Feuerwerk zu kaufen gab, wobei ich irgendwas zwischen 20 und 30€ ausgegeben habe. Ich finde es schön mir das Höhenfeuerwerk hier und da anzuschauen, mit einem Blick auf die Stadt etc.

Die ganzen Begleitumstände ... nunja ... die stimmen einen gewiss auch irgendwo mulmig.


Verglichen mit "früher" ist es aber irgendwo auch besser geworden.


Ich erinnere mich, dass es damals in den 80gern/90gern bei uns in der (Heimat)stadt das Feuerwerk beim Hagebaumarkt zu kaufen gab. Mehrere Tapeziertische wurden dort aufgestellt. Er großes Angebot an verschiedenen Fontänen, Sonnen, Raketen, Frösche, Sets usw. wurde aufgestellt. Hinzu andere Artikel wie Bleigießen, Jugendfeuerwerk etc.
Die Böller gab es an einer eigenen Ausgabe an einem Tresen. Eine lange Schlange bildete sich dort und von dannen zogen volle Einkaufswägen gefüllt mit Schinken von C- und D- und Super-Böllern.

An den Kassen sammelten sich lange Schlangen ... gab ja auch kaum woanders Feuerwerk zu kaufen. Und dort dauerte es teilweise ewig, bis die richtige Anzahl der gekauften Ware eingetippt war ... denn so manch Schinken war schon aufgerissen und hatte sich im Einkaufswagen verteilt, weil die Leute während ihres Einkaufes die Waren umräumten und das dünne Papier wenig aushielt.
Dieses ganze Schauspiel (das Gedränge, die Schlagen, die entnervten Kassierer/-innen ....) war irgendwie auch aufregend für mich kleinen Bub ... quasi Teil der Vorfreude auf Silvester.

Ich selbst hatte bestenfalls mal ein paar Matten oder Ladykracher die in einem Set dabei waren.

Ich weiß noch wie in einem Jahr der Nachbarsjunge schräg gegenüber stumpf von 21 bis 3 Uhr einen Böller nach dem anderen zündete und auf die Kreuzung warf. Alle 15 bis 25 Sekunden ein Knall ... die ganze Zeit ... bis da ein großer Haufen an Papiermatsch in der Mitte der Kreuzung thronte.

Böller sind einfach langweilig. Zugegeben, als kleine Kinder sind wir dann an Neujahr losgezogen und haben nicht gezündete Böller gesucht und versucht zu zünden (wenn die Lunte noch lang genug war). Damals mit den einfachen grauen Zündschnüren (statt den festeren grünen die heutzutage an Feuerwerk dran sind) ging ja leichter mal was aus. Es war für uns spektakulär. Es war irgendwo aufregend. Es war zuweilen leichtsinnig, z.B. wenn wir versuchten einen Baumstumpf "kaputtzusprengen", oder wenn man einen D-Böller in einen Kuhfladen steckte und nicht alle schnell genug wegrannten, während die Kuhscheíße flog.


Heute - Jahrzehnte später - kann ich Böllern nichts abgewinnen. Ein stupides, simples Feuerwerk ... das nicht mehr kann als einen einfachen Knall und Leute erschrecken. Es ist ein wenig wie der 100m-Lauf beim Sport. Kurzzeitig spektakulär ... aber ein jeder weiß, was passieren wird und man weiß oft schon vorher wie es ausgeht. Auf das wesentlichste runtergebrochen, keine wirkliche Überraschung.


Ich mag Fontänen. Ich mag auch die Batterien die sich manch Leute in großer Menge kaufen ... obgleich das auch ganz schön ins Geld gehen mag.
Während früher alle zum Baumarkt getingelt sind, gibt es die Knallerei heute in jedem REWE, in jedem dm. Vielleicht auch bei Tschibo, Kik und C&A ... keine Ahnung.


Mir würde aber wenig fehlen, wenn man Feuerwerk vom Markt nehmen würde, das (häufig) gegen andere Personen gerichtet wird.
Böller oder Raketen die teilweise genutzt werden um andere Leute zu erschrecken ... oder gar absichtlich in die Menge geworfen/geschossen werden.
Die Batterie hat der Rakete beim Höhenfeuerwerk den Rang abgelaufen ... sie ist eigentlich überflüssig geworden.

Es liegen nicht mehr so viele Papierschnipsel wie früher rum. Es liegen nicht mehr so viele Raketenstöcker wie früher rum.
Viele Leute kriegen es hin, dass sie nach ihrem jeweiligen Feuerwerk ihre abgebrannten Fontänen und Batterien wieder einsammeln.

Heute habe ich auf meinem Weg zur Arbeit mehrere Stellen gesehen, bei denen die Leute es wenigstens geschafft haben, den Müll in Tüten oder Kartons zu packen und zentral zu sammeln, anstatt ihn quer rumliegen zu lassen. Hat aber auch nicht überall geklappt.

20230102_081140.jpg



An manchen Ecken (z.B. dort wo Kehrfahrzeuge nicht lang kommen) liegen Batterien und Sektflaschen dann wochenlang herum.
Die Umweltbelastung durch Müll und Feinstaub ist bei Höhenfeuerwerk auch oft nicht geringer als bei den Böllern und Raketen mit denen sich die Leute in den 80gern eingedeckt haben. Wobei das Aufsammeln von eigenem verbrauchten Feuerwerk gewissermaßen "simpler" geworden ist.


Gewiss, auch mir wäre es lieber, wenn Feuerwerk nur in der Nacht um den Jahreswechsel abgebrannt wird und nicht die ganze Zeit irgendwo "rumgeböllert" würde.

Ob etwaige Verbote etwas bringen würden wäre aber fraglich.
Auch die letzten beiden Jahreswechsel haben wir Feuerwerk über der Stadt aufsteigen sehen ... wenngleich weniger. Es gibt genügend Leute die über die Grenze fahren und in Tschechien sich mit Feuerwerk eindecken ... gerne auch Billig-Zeug von fragwürdiger Qualität (und Sicherheit) vom Vietnamesenmarkt.
Es wird immer wieder Leute geben, die irgendwas selber basteln, sich und andere verletzen, Brände verursachen usw. ... genügend Leute, die auch zu tief in die Flasche gucken.
Völlig verhindern wird man dies nicht können.
Reglementierungen à la "Feuerwerk in Maßen" ohne Verbote sind schwer umzusetzen.

Ganz zu schweigen davon, wie einst eine Nachbarfamilie Gäste zu Besuch hatte, bei denen einer mit seiner Schreckschusswaffe feuerte. In seinem Vollsuff hat er es auch nicht immer hinbekommen, diese senkrecht nach oben zu halten. Legal? Mitnichten...


Meine Vernunft sagt mir es ist zu viel. Es ist zu gefährlich. Es wird zuviel Scheíß damit gebaut.
Aber wie gesagt ... ich mag Fontänen.



Ich möchte gerne das private Feuerwerk am Jahreswechsel erhalten sehen. Aber ich habe keine zündende Idee (haha), wie man dies so gestalten/reglementieren könnte, dass es in einem Maße abläuft, wie ich es als "richtig" erachte.
Der (hier mehrfach gebrachte) Vergleich zum Alkohol ist da durchaus passend. Ich möchte gerne weiter etwas trinken können. Aber ich weiß auch, dass viele mit Alkohol "Scheíß bauen". Ich weiß auch, dass ein Verbot dies nicht völlig verhindern würde. Und ich hab keine wirkliche Idee, wie man die negativen Effekte von Alkoholkonsum sinnvoll/effektiv einschränken könnte, ohne diesen zu verbieten.
 
Aber ich habe keine zündende Idee (haha), wie man dies so gestalten/reglementieren könnte, dass es in einem Maße abläuft, wie ich es als "richtig" erachte.
Ein Trend lässt sich über die Jahre erkennen: Die Menschheit im Allgemeinen - junge Männer im besonderen Maße - wird/werden immer dümmer. Gerade in den sozialen Brennpunkten/gewachsenen Ghettos der Städte ist ein starker, im Kollektiv besonders ausgeprägt ausgelebter Wunsch ersichtlich, sich über bestehende Regeln hinwegzusetzen und letztlich dem Staat das Gewaltmonopol zu entreißen.

Da es mit Appellen nicht funktioniert und die Gewalt aus diesen Gruppen kollektiver Blödheit immer mehr zunimmt, muss es eben ein Feuerwerks-/Böllerverbot geben. Das trifft unzweifelhaft auch Diejenigen, die sich absolut korrekt verhalten, da sich ein selektives Böllerverbot aber nicht umsetzen lässt, hilft nur ein allgemeines Verbot.

Als Kompensation wäre natürlich auch ein öffentliches Feuerwerk unter kundiger Hand denkbar.
 
Was gab es denn noch für Vorfälle, die mit Feuerwerk zu tun haben? Vermummt eine Barrikade anzuzünden und dann mit Waffen auf ein Feuerwehrauto loszugehen ist doch schon verboten.

Im Allgemeinen ist doch zumindest die Abgabe von Feuerwerk verboten, mit einer Ausnahme kurz vor Silvester. D.h., es wäre zu prüfen, was diese Ausnahme rechtfertigt oder eben nicht. Mögliche Gründe, die ich so mitbekommen habe:

a) Kosten - das ist kein Argument, niemand wird gezwungen, etwas dafür auszugeben. Man könnte/sollte das öffentliche Aufräumen per Steuer einpreisen, keine Ahnung ob das aktuell gemacht wird.

b) Tierschutz - sehr gutes Argument. Was hier von Tierhaltern geschrieben wird, legt nahe, dass das aktuell absolut unverhältnismäßig ist. Man bräuchte mindestens eine Obergrenze für die Lautstärke.

c) Verletzungen - So lange der Ballernde sich selbst verletzt habe ich damit kein Problem, auch nicht wenn ihn dann jemand behandeln muss. Dass ist deren Job und ich glaube die Kosten für das Gesundheitssystem halten sich da noch sehr in Grenzen.

d) öffentliche Ordnung - ich sehe da noch keine Kausalität zwischen Feuerwerk und weiteren Gesetzesbrüchen, habe aber evtl. wie gesagt nicht alle dies betreffenden Nachrichten mitbekommen.

e) Umwelt - wäre auch ein guter Punkt, für mich etwas nach Tierschutz einzuordnen, aber sicherlich ein valides Argument.

Gegen die ganzen Kontraargumente wäre dann abzuwägen, wie toll das für die Ballernden ist. Ich selbst kann das alles recht wenig nachvollziehen und weiß nicht wie viel "Tradition" und "haben wir schon immer so gemacht" zählt, außerdem bin ich ja grundsätzlich für möglichst wenig Verbote.
 
Ob etwaige Verbote etwas bringen würden wäre aber fraglich.
Auch die letzten beiden Jahreswechsel haben wir Feuerwerk über der Stadt aufsteigen sehen ... wenngleich weniger.

Das ist doch der Punkt. Wir haben auch weniger Tote und Amokläufe als die USA durch strengere Waffengesetze, wenngleich die Verbote bei uns eben auch nicht alles verhindern.

Mit dieser unrealistischen "entweder alles oder nichts" Lösungssuche werden wir nie ein Problem halbwegs in den Griff kriegen. Bei Tempolimit, Tafeln entlasten durch höhere Löhne, usw ist es ähnlich.
 
Das ist doch der Punkt. Wir haben auch weniger Tote und Amokläufe als die USA durch strengere Waffengesetze, wenngleich die Verbote bei uns eben auch nicht alles verhindern.

Mit dieser unrealistischen "entweder alles oder nichts" Lösungssuche werden wir nie ein Problem halbwegs in den Griff kriegen. Bei Tempolimit, Tafeln entlasten durch höhere Löhne, usw ist es ähnlich.
… und könnten nicht mal sowas wie Zebrastreifen einführen
Die meisten Bremsen ja wenn leute über die Strasse wollen!
 
ich bin in berlin gegen 23 uhr noch s bahn gefahren und dort drin wurde dann auch ein böller gezündet. Das war nicht so gut für die ohren.

Letztendlich ist das was am 31. passiert unkontrollierter Waffenbesitz. Da fliegen Böller auf Autos, über die Gehwege während dort gelaufen wird, aus den Fenstern werden einfach raketen und was noch rausgeschossen....
Am nächsten Tag liegt es dann einfach bergeweise auf der Straße.

Es ist mir komplett unerklärlich wie das auch nur im Ansatz geduldet werden kann.
 
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