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Feuerwerk - ja oder nein?


Mal abgesehen vom Tierschutz...
Das Problem ist einfach die nicht sachgemäße Verwendung von Böllern, die zudem nicht in Deutschland zugelassen sind (Polen-Böller).
Raketen werden zunehmend nicht senkrecht in die Luft geschossen, sondern gezielt als "Waffe" gegen andere Menschen eingesetzt. Ebenso wie Böller.
Das Klientel dürfte zum großen Teil aus den von @Roberts genannten Gruppen bestehen, also junge Männer aus sozialen Brennpunkten, die ohnehin schon ein beachtliches Gewalt-/Frustrationspotenzial in sich tragen. Für die ist Silvester doch ein gefundenes Fressen, um es als "Ventil" zu nutzen.
 
Ein Trend lässt sich über die Jahre erkennen: Die Menschheit im Allgemeinen - junge Männer im besonderen Maße - wird/werden immer dümmer. Gerade in den sozialen Brennpunkten/gewachsenen Ghettos der Städte ist ein starker, im Kollektiv besonders ausgeprägt ausgelebter Wunsch ersichtlich, sich über bestehende Regeln hinwegzusetzen und letztlich dem Staat das Gewaltmonopol zu entreißen.

Beim Amalie-Dietrich-Platz und beim Albert-Wolf-Platz in Dresden sind in der Silvester-Nacht mehrere Fahrzeuge in Brand geraten. Zwei Plätze in sozialen Brennpunkten, welche ich gerade Nachts eher weniger aufsuchen würde. Erstrecht nicht, wenn ich weniger blond, weniger weiß und weniger blauäugig wäre. Zumal ich weder ne Trainingshose noch ne Bomberjacke trage...

Dass ausgerechnet dort sowas passiert, fällt dann irgendwie auch unter den Bereich "war ja klar".


Eine Ansammlung von "Schuld sind die da oben"-Parolen schwingender Hanseln welche die Sau raus lassen wollen ... und das geht nunmal gut, wenn keiner hinguckt, weil es überall knallt.

Das Geld reicht kaum, um das Interieur rund um die heimische Fliesentisch-Romantik etwas aufzupeppen, aber für Kippen und 2-3 Kästen Sterni ist das Geld da ... und dann dürfen es auch mal 2-3 Hunnis fürs Feuerwerk sein.
Freundin Chantalle ist schon bei der dritten Flasche Aldi-Prosecco, guckt sich das ganze aus der Ferne an und ist eigentlich auch nur frustriert, weil Kevin wieder mehr Geld für Feuerwerk als für Weihnachten ausgibt, nachdem er vor ein paar Wochen schon bei seiner dritten Lehrstelle gefeuert wurde, weil er montags erst um 10 halbnüchtern auf der Arbeit erschien. Schuld sind die da oben....
 
Prinzipiell mag es stimmen, dass das Ausufern eher in sozialen Brennpunkten anzutreffen ist. Aber diese generelle "vondenendaobenlassichmirgarnixsagen"..."undvorallemnichtvondengrünen(!!11!!)"-Attitüde, die findet man meines Erachtens in allen Gesellschaftsschichten und Nachbarschaften
 
d) öffentliche Ordnung - ich sehe da noch keine Kausalität zwischen Feuerwerk und weiteren Gesetzesbrüchen, habe aber evtl. wie gesagt nicht alle dies betreffenden Nachrichten mitbekommen.
Es gibt eine Kausalität, bei der das Feuerwerk nicht die Ursache, sondern das Mittel zur Umsetzung ist. Das Feuerwerk ist Mittel zum Zweck der Frustkompensation, der Steigerung des Selbstwertgefühls, der Befriedigung des Zerstörungswillens etc. - letztlich reiner Spaß an ausgelebter Destruktivität und um diese voll zur Wirkung kommen zu lassen, ist es am bestens wenn man damit eine Gefahr für den Leib, das Leben und das Eigentum Dritter erzeugt. Die damit verbundenen sachlogischen Gesetzesbrüche werden billigend in Kauf genommen - letztlich ein klassischer Fall des ausgelebten Hedonismus.
 
Nochmal;
Es gibt kein rationales Argument gegen ein verbot!
Da helfen auch die gebetsmühlenartigen Wiederholungen unsachgemässe Verwendung etc nicht!
Gelegenheit macht Diebe ist leider so!
Eigenverantwortung oder gar verantwortung gegenüber anderen von mehr als 50%. Vergiss es
Vergiss es
 
Bin bei dem Thema recht zwiegespalten. Einerseits mag ich ähnlich wie @Totto oder @Maxx Verbote gar nicht. Bis auf zwei Jahre, in denen ich mich als Halbstarker innerhalb einer Clique beweisen wollte, hatte ich in meinem Leben nie das Bedürfnis, Böller oder Raketen zu zünden.
Ein Verbot würde für mich also keinen Verzicht bedeuten, aber ich fände es irgendwie auch unfair, jetzt, wo ich als alter Mann nichts mehr damit zu schaffen habe, es den jüngeren verbieten zu wollen...

Aber meine eigenen Erfahrungen als Halbstarker würden fast schon eher für ein Verbot sprechen. Und wir kamen allesamt nicht auf sozialen Brennpunkten. Im Nachhinein finde ich es sogar erstaunlich, dass diese Kombination aus Vollsuff und Sprengstoff überhaupt in so vielen Fällen gut geht. Da waren Gruppen, die sich gegenseitig beschossen hatte, ein sehr guter Freund wollte den starken Mann markieren, indem er die Böller angezündet noch möglichst lange in der Hand hielt - der war dann so besoffen, dass er tatsächlich dabei vergessen hatte, einen gezündeten Kracher in der Hand zu halten. Er war tatsächlich überrascht/erschrocken, als wir ihn hektisch darauf hinwiesen und hätte uns in der Panik fast noch das Ding an den Kopf geworfen...

Als Teenager hielt ich als Hund einen Wolfspitz. Der hatte massive Schussangst. Das lässt ich auch mit viel Training nur bedingt therapieren - Silvester dann gar nicht. In der Silvesternacht lässt sich das ja noch managen, aber die überraschenden Kracher außerhalb der Kernzeit sind dann übel. Der Hund war super erzogen, ist dann aber im Wald bei dem Terror ins Dickicht ausgebrochen und musste mühsam aus dem Gestrüpp rausoperiert werden. Den konntest Du nicht mehr erreichen, so durch war er.
Mittlerweile halte ich Schäferhunde. Da ist es kein Problem, da Schussangst bei der Schäferhundzucht seit Jahrzehnten ein zuchtausschließendes Kriterium darstellt.

Bin dieses Jahr kurz vor Mitternacht von Düsseldorf nach Dortmund in den Tresor (Techno-Club) gefahren. Da führt die A1 durch dichtbesiedeltes Gebiet. War wirklich schön, von der Autobahn aus das Feuerwerk zu betrachten. Auch wenn alle rationalen Gründe dagegensprechen, gönne ich den Menschen dennoch diese Tradition und auch die Schönheit, die damit einhergeht.
In Dortmund selbst bin ich halt langsam gefahren. Die Feiernden auf den Straßen waren gut drauf und, soweit das mit 3 Promille möglich ist, auch kooperativ.

Der Krach und der Dreck sind für die Umwelt mies. Ich weiß da auch keine Lösung.
 
Beim Amalie-Dietrich-Platz und beim Albert-Wolf-Platz in Dresden sind in der Silvester-Nacht mehrere Fahrzeuge in Brand geraten. Zwei Plätze in sozialen Brennpunkten, welche ich gerade Nachts eher weniger aufsuchen würde. Erstrecht nicht, wenn ich weniger blond, weniger weiß und weniger blauäugig wäre. Zumal ich weder ne Trainingshose noch ne Bomberjacke trage...

Dass ausgerechnet dort sowas passiert, fällt dann irgendwie auch unter den Bereich "war ja klar".


Eine Ansammlung von "Schuld sind die da oben"-Parolen schwingender Hanseln welche die Sau raus lassen wollen ... und das geht nunmal gut, wenn keiner hinguckt, weil es überall knallt.

Das Geld reicht kaum, um das Interieur rund um die heimische Fliesentisch-Romantik etwas aufzupeppen, aber für Kippen und 2-3 Kästen Sterni ist das Geld da ... und dann dürfen es auch mal 2-3 Hunnis fürs Feuerwerk sein.
Freundin Chantalle ist schon bei der dritten Flasche Aldi-Prosecco, guckt sich das ganze aus der Ferne an und ist eigentlich auch nur frustriert, weil Kevin wieder mehr Geld für Feuerwerk als für Weihnachten ausgibt, nachdem er vor ein paar Wochen schon bei seiner dritten Lehrstelle gefeuert wurde, weil er montags erst um 10 halbnüchtern auf der Arbeit erschien. Schuld sind die da oben....

Danke für diesen Text. Geschichten aus der Heimat :jubel:
 
in berlin leben glaube ich die dümmsten der allerdümmsten.
Ist einfach ne megacity mit weitaus mehr Einwohnern als jede andere deutsche Stadt!
Umso grösser natürlich auch generell der Anteil an einzellern!

Berlin 500
Hamburg 200
Köln, München, Frankfurt, Essen und co 50-100

Zuviele sind es überall auch im kleinsten dorf
 
Ist einfach ne megacity mit weitaus mehr Einwohnern als jede andere deutsche Stadt!
Umso grösser natürlich auch generell der Anteil an einzellern!

Berlin 500
Hamburg 200
Köln, München und co 50-100

Zuviele sind es überall auch im kleinsten dorf
das Problem ist doch dass es am 31. von der Gesellschaft breitflächig akzeptiert ist sich wie das größte rücksichtslose ********* zu verhalten.
Es ist normal dass Menschen massenweise nachts draußen sind,
es ist normal dass man Unmengen an Feuerwerkskörpern abfeuern kann,
es ist normal dass man dabei auch komplett besoffen sein kann,
es ist normal dass auch am Tag vorher und am Tag nachher noch geknallt wird,
es ist normal dass man einfach weniger auf andere achtet und stattdessen einfach wild eskaliert,
es ist normal dass es nur selten Konsequenzen für gefährliches Verhalten gibt.

Man kann am 31. einfach komplett hemmungslos sein. Und dadurch dass das zur Normalität geworden ist, machen halt auch so Viele mit dass Polizei und Feuerwehr gar keine Chance haben darauf zu achten dass gewisse Grenzen dabei eingehalten werden. Vor allem in den Großstädten hat das eine ganz eigene wilde Dynamik angenommen.

Natürlich gibt es auch ne Menge Leute, die all überhaupt nicht gut finden, die sind aber viel zu leise und sind halt ebenfalls mit dem Ganzen aufgewachsen und empfinden es halt trotz aller Ablehnung noch als etwas was halt einfach so passiert am 31.
Selbst Feuerwehr und Polizei schieben halt Sonderschichten, rücken mit allem aus was sie haben...weil ist halt normal so am 31., da herrscht halt Krieg.

Ein Verbot würde da unglaublich viel helfen. Schon allein um die Ausmaße des ganzen zu Begrenzen.
 
Und mal ganz allgemein!
Was ist das für ein Schwachsinn mit dieser Verbotsallergie?
Vor allem bei so eindeutigen Kosten Nutzen Verhältnissen?
Geht hier ja nicht um das Verbot von Popmusik oder ähnlichem!
 
das Problem ist doch dass es am 31. von der Gesellschaft breitflächig akzeptiert ist sich wie das größte rücksichtslose ********* zu verhalten.
Es ist normal dass Menschen massenweise nachts draußen sind,
es ist normal dass man Unmengen an Feuerwerkskörpern abfeuern kann,
es ist normal dass man dabei auch komplett besoffen sein kann,
es ist normal dass auch am Tag vorher und am Tag nachher noch geknallt wird,
es ist normal dass man einfach weniger auf andere achtet und stattdessen einfach wild eskaliert,
es ist normal dass es nur selten Konsequenzen für gefährliches Verhalten gibt.

Man kann am 31. einfach komplett hemmungslos sein. Und dadurch dass das zur Normalität geworden ist, machen halt auch so Viele mit dass Polizei und Feuerwehr gar keine Chance haben darauf zu achten dass gewisse Grenzen dabei eingehalten werden. Vor allem in den Großstädten hat das eine ganz eigene wilde Dynamik angenommen.

Natürlich gibt es auch ne Menge Leute, die all überhaupt nicht gut finden, die sind aber viel zu leise und sind halt ebenfalls mit dem Ganzen aufgewachsen und empfinden es halt trotz aller Ablehnung noch als etwas was halt einfach so passiert am 31.
Selbst Feuerwehr und Polizei schieben halt Sonderschichten, rücken mit allem aus was sie haben...weil ist halt normal so am 31., da herrscht halt Krieg.

Ein Verbot würde da unglaublich viel helfen. Schon allein um die Ausmaße des ganzen zu Begrenzen.
Absolut d‘accord 👍
Aber du musst um das Verbot durchsetzen zu können, Dich mit argumenten wie jene der US Waffenlobby (auch aus Regierungskreisen) auseinandersetzen!

Es hilft nur ein generelles Verbot mit Ausnahme von leuten die ähnlich ner Waffenlizenz eine Berechtigung dafür haben! Einzelne Verbotszonen bringen gar nix!
Das wir deutlich weniger Schusswaffentote als die USA haben, könnte durchaus damit zusammenhängen , das man diese nicht bei Amazon und co bestellen kann😉
 
Zuletzt bearbeitet:
Und mal ganz allgemein!
Was ist das für ein Schwachsinn mit dieser Verbotsallergie?
Vor allem bei so eindeutigen Kosten Nutzen Verhältnissen?
Geht hier ja nicht um das Verbot von Popmusik oder ähnlichem!
Das Problem ist, dass sich zu viele Leute in der Faktenfreien "ich, ich, ich"-Bubble bewegen. Klimawandel? Gibt es nicht oder wenn, dann ist der Einfluss des Menschen nicht gegeben. Tiere? Sind nur Viecher. Politik? Die Grünen wollen eh nur alles verbieten. Also, tu was Du willst, die Scherben kehren andere auf. Man wird doch mal einen Tag im Jahr richtig die Sau rauslassen dürfen. Oder zwei. Oder drei.

Wie gesagt, das Tier ist dem Menschen weit überlegen. Irgendwann löscht sich der Mensch selber aus und eine Minute vorher fragt er sich vielleicht, wie es dazu kommen konnte.
 
Und mal ganz allgemein!
Was ist das für ein Schwachsinn mit dieser Verbotsallergie?
Vor allem bei so eindeutigen Kosten Nutzen Verhältnissen?
Geht hier ja nicht um das Verbot von Popmusik oder ähnlichem!
Ach Kalle, verstehst Du gar nicht, dass Lebensqualität eines der wichtigsten Argumente ist und wenn Millionen Menschen jedes Jahr das Feuerwerk genießen, dass es keinen Sinn macht, es zu verbieten. Sonst können wir zig andere Sachen gleich mit verbieten. Alkohol, Rauchen, laute Musik, Autos, Karneval...
Ich finde diese "ich will Alles verbieten, was ich persönlich schlecht finde, egal was andere gerne möchten" zutiefst egoistisch.

Bei uns wird vernünftiges Feuerwerk gemacht, niemand gefährdet und jeder räumt seinen Kram selbst weg. Meistens machen wir wenig selbst und schauen hauptsächlich zu und genießen Anblick und Atmosphäre.
Das wegen der Idioten in Berlin zu verbieten ist :kopfpatsch:
 
Eine mehrheit geniesst es offensichtlich nicht und wird in seiner persönlichen Freiheit eingeschränkt dadurch!
Von Umwelt und Tierwohl und generellen Kosten reden wir noch gar nicht😉
 
Ach Kalle, verstehst Du gar nicht, dass Lebensqualität eines der wichtigsten Argumente ist und wenn Millionen Menschen jedes Jahr das Feuerwerk genießen, dass es keinen Sinn macht, es zu verbieten. Sonst können wir zig andere Sachen gleich mit verbieten. Alkohol, Rauchen, laute Musik, Autos, Karneval...
Ich finde diese "ich will Alles verbieten, was ich persönlich schlecht finde, egal was andere gerne möchten" zutiefst egoistisch.
Man muss Böllern überhaupt nicht verbieten. Es reicht schlicht und einfach den Paragraphen zu streichen, der das ganze überhaupt ermöglicht. Du vermischt ein Stück weit etwas. Alkohol und Rauchen sind durchaus ein Problem, vor allem für die eigene Gesundheit. Natürlich auch für die Umwelt durch herumliegende Flaschen und Zigarrenzeugs. Aber bei Böllern reden wir von unfassbar großen Gefahren für unschuldige Menschen und für die Natur, das ist in dieser Form durch Rauchen und Alkohol nicht gegeben. Ich sehe mich ja auch definitiv als Grün-Liberal und stehe dir in vielen Bereichen deutlich näher als den Linken. Aber mich nervt es zunehmend, dass viele Böller mit Freiheit assoziieren, Maske als Untedrückung und Steuern als Raub sehen. Das ist für mich vieles nur nicht liberal
 
Jep so isset!
Man muss kein Verbot aussprechen lediglich die Ausnahmeerlaubnis streichen!
Aber mit FDP und CDU wird das schwer zu machen sein!
 
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